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Spuren in Stein
Wer durch die Altstadt geht, liest in Stein, ohne es zu merken. Über Türen stehen Jahreszahlen und Initialen, an Kirchenwänden hängen Grabplatten mit Wappen und lateinischen Versen, im Kapellenerker des Schlosses hat ein Steinmetz sein Zeichen hinterlassen. Franz Gehrig und Hermann Müller haben diese Spuren in ihrer Stadtchronik von 1997 in drei Kapiteln geordnet: Steinmetzzeichen, Hauszeichen und Bauinschriften; Notarsignete und Bürgersiegel; alte Grabsteine. Diese Seite fasst sie zusammen.
Gemeinsam ist den Zeichen, dass man sie meist nur mit Wissen über die Menschen dahinter versteht. Der Bauherr, der 1584 drei Kreuze im Schild über sein Haus setzte, bleibt unbekannt, weil ihm die Initialen fehlten. Andere kann man mit einem Blick ins Steuerregister von 1578 oder ins Totenbuch finden. Wo Gehrig/Müller eine Zuordnung nur vermuten, steht es auch hier als Vermutung.
Der Meister Hans und sein Zeichen
Steinmetzzeichen, kleine geometrische Monogramme, die Handwerker und Baumeister an ihren Bauwerken hinterließen, sind in Deutschland seit dem Spätmittelalter besonders häufig. In Tauberbischofsheim begegnet man ihnen am Kapellenerker des kurmainzischen Schlosses. An der schrägen Vorderseite eines Kragsteins sitzt dort die Figur eines Mannes in gespreizter Haltung; auf seinem Brustlatz steht die gemalte Inschrift HNAS, an der Deckplatte des Gesimses die Jahreszahl MCCCCLXXXX, also 1490. Die Buchstaben haben immer Rätsel aufgegeben. Die einfache Erklärung, die mittleren zwei seien vertauscht, überzeugt nicht, denn ein Steinmetz meißelt den Vornamen aus vier Buchstaben nicht falsch.
Über dem oberen Gesims des Erkers sind zahlreiche Steinmetzzeichen eingemeißelt, darunter offenbar das Meisterzeichen. Dasselbe Zeichen findet sich in zwei Kirchen der Umgebung: in der 1497 vollendeten Martinskirche von Külsheim, wo sich der Baumeister als Träger einer Gewölberippe mit denselben gespreizten Beinen verewigt hat und sein Zeichen außen am Chor bei der Kanne des Arnold von Stettenberg steht, und in der Stadtkirche St. Oswald in Buchen, gleich dreimal, unter anderem auf einem runden Schlussstein von 1507. Dass an den drei Bauten derselbe Meister arbeitete, gilt als gesichert.
Auch die Inschrift HNAS scheint gelöst. Sie ist sehr wahrscheinlich die falsche Übermalung einer ganz anders eingemeißelten Fassung: Ursprünglich folgten auf das H das Steinmetzzeichen und dann die Buchstaben AS. Dass das Meisterzeichen zwischen den Buchstaben des Namens steht, ist nicht ungewöhnlich; oft zerteilt es sogar die Jahreszahl. Als man die Figur farbig übermalte, war das Zeichen vielleicht schon so verwittert, dass man es als N las. Gemeint war also HAS für Hans, denn auch N oder M wurden oft weggelassen und durch einen Abkürzungsstrich ersetzt. Der Meister Hans war offenbar ein begehrter Baumeister, den der baufreudige Mainzer Erzbischof Berthold von Henneberg von Stadt zu Stadt holte.
Seinen Familiennamen wollte man aus einem Wappen in Buchen ablesen, einem Schlussstein im südlichen Seitenschiff mit Doppelhammer und dem Wort „diter“ in gotischen Minuskeln, also Hans Diter. Neuere Untersuchungen haben dem die Grundlage entzogen: Der Hammer mit der Doppelfläche ist kein Steinmetzwerkzeug, sondern ein Küferschlegel, wahrscheinlich das Zeichen des Stifters Dieter Bender, eines Fassbinders. Vom Meister kennt man weiterhin nur den Vornamen Hans.
Hauszeichen und Bauinschriften
Wer in der Altstadt auf Türstürze und Torbögen achtet, findet Jahreszahlen und Initialen aus vier Jahrhunderten. Gehrig/Müller nennen diese Beispiele.
| Ort | Jahr | Zeichen oder Inschrift | Wer dahinter steht |
|---|---|---|---|
| Liobaplatz 2 | 1568 | Abgeflachter Eselsrücken als Türsturz; die Jahreszahl wird vom Jesus-Monogramm IHS zerteilt. | Das Haus liegt gegenüber dem Turm der Martinskirche; vermutlich wohnte zeitweise ein Altarpriester der Stadtkirche darin. |
| Martinsgasse 1 | ohne Jahr | Abgeflachter Eselsrücken, Schnurverzierung als Umrahmung. | |
| Gymnasiumstraße/Mühlgasse (Eckhaus) | 1576 | Jahreszahl über einem Kellereingang, von einem leeren Schild zerteilt. | In der westlichen Vorstadt gab es zahlreiche Keller und Scheunen, weil innerhalb der Mauern zu wenig Platz war. |
| Hauptstraße 12 | 1582 | Spätgotischer Eselsrücken, Inschrift EIN VND AVS, dazwischen ein Schild mit den Initialen CB. | EIN VND AVS meint wohl nicht nur den Ein- und Ausgang des Hauses, sondern das Leben. Die Initialen könnten zum Ziegler Christoffel Behem gehören (Türkensteuerregister 1578, Nr. 97). Am Haus hängt außerdem eine Hochwassermarke von 1784. |
| Eichgasse 1 | 1584 | An der Rückwand drei Kreuze in einem Schild. | Der Bauherr ist nicht zu ermitteln, weil die Initialen fehlen. |
| Eichgasse 11 | 1586 | Im Hauseck das Jahr mit den Initialen SF. | Im Register von 1578 passt nur Stephan Fritz (Nr. 169), damals mit einem Häuschen beim Strofthurm; er heiratete im August 1584 in zweiter Ehe eine vermögende Witwe aus Oberbalbach und hatte damit wohl Geld zum Bauen. |
| Ecke Frauenstraße/Untere Gasse | 1591 und 1592 | An einem Eck die Initialen GD und 1592, darunter in einem Schild GD und KH; am anderen Eck GEORG DILMAN 1591. | Die Ecksteine stammen wohl von zwei Häusern, denn gewöhnlich wurde nur das Jahr der Fertigstellung angebracht. Georg Dillmann war 1580 bis 1604 Domkapitelsfaktor und gehörte zu den vermögenden Bürgern; mit Julius Zehender wird er 1604 in der Bauinschrift der Zehntscheuer genannt. Über KH ist nichts bekannt. |
| Frauenstraße 35 | 1566 und 1568 | Über dem Torbogen 1568, darüber ein wohl neueres Bild einer Ährenleserin und eine Marienstatue; ein Schild „Weinbauernhaus 1566“; hinter dem Torgang „AM 1566“ mit einem Schild aus schwer deutbaren Zeichen. | Wohl Weinbauernzeichen; AM bezeichnet vermutlich einen Weinbauern. Nach dem Türkensteuerregister von 1578 wohnten in der damaligen Armengasse zahlreiche Weinbauern. Im Vorgarten stehen zusammengetragene Steine anderer Häuser: JMS 1722 mit Kaufmannszeichen (vielleicht der Weinhändler Johann Michael Schäffner), 1662 und FMS 1745. |
| Obere Hauptstraße (Haus Findler) | 1689 | Torbogen mit 16 HGV 89. | Wahrscheinlich der Weinhändler und Stadtrat (1685) Hans Georg Vogel, seit 1672 mit Maria Margaretha Krebner verheiratet, die 1696 starb, er selbst 1705. Ihr gut erhaltener Grabstein steht am Nordeingang der Martinskirche. |
| Manggasse (neben Hobby-Ries) | 1726 | Steintafel mit zwei niedrigen Pilastern, im reich verzierten Mittelstück die Initialen CB. | Carolus Berta, aus Italien stammender Kaufmann, 1716 als Stadtrat und Weinhändler belegt. Die Tafel wurde schon als Türsturz gedeutet, ist dafür aber zu klein; wohl eher die Ofenstütze eines dreiseitigen Kastenofens. |
| Zwinger 2 | 1595 | Prächtige Wappentafel: unten IVLIVS ZEHENDER, darüber das Zehender-Wappen (ein Greif über drei Sternen), seitlich die Namen und Wappen seiner Frauen Margaretha Denerin und Catharina Pfrvndschigin, oben ein Sinnspruch. | Julius Zehender war 1590 bis 1604 Dompropstfaktor. Das Haus gilt nicht als Geburtshaus des Abtes Leonhard Pfreundschick: Die Familie ist um 1650 als Besitzer der Rollenmühle (heute Halbigsmühle) nachgewiesen, dort dürfte er um 1635 geboren sein. Die Madonna auf der barocken Konsole stammt von etwa 1750, ihr Schöpfer ist unbekannt. |
| Bachgasse 18 (Scheuer) | 1636 | Unter einem Fenster acht Zeilen Hausspruch auf fast schwarzem Holz, in einem Wappenschild ein Ochse mit gekreuzten Metzgerbeilen. | Hans Vogel war Metzger, Enkel des 1578 drittreichsten Einwohners Steffan Vogel (Nr. 224), und seit 1614 mit Katharina Zehender verheiratet, der Tochter des Julius Zehender. Er starb 1637; seine Witwe heiratete im selben Jahr den Notar Petrus Faulhaber (siehe Notarsignete). |
| Klostergasse (Garteneingang des früheren Franziskanerklosters) | 1763 | Auf dem Schlussstein des Torbogens zwei sich kreuzende Unterarme mit durchbohrten Händen. | Der unbekleidete Arm ist der Arm Christi am Kreuz, der andere steckt im Ärmel einer Franziskanerkutte und gehört dem heiligen Franziskus, dessen Hand das Wundmal trägt. Das Jahr bezeichnet vermutlich den Abschluss einer Baumaßnahme am Kloster oder Klostergarten. |
WER WILL BAVN AN DIE STRASSN, DER MVS JEDERMANN REDEN LASEN. ES IST KEINER AVF DER WELT, DAS JEDERMANN SEIN BAVEN GEFÄLLT.
Inschriften und Jahreszahlen nach der Kunsttopographie von 1898
Schon 1898 erschien, im Auftrag des großherzoglichen Ministeriums, das Inventar der Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Tauberbischofsheim. Spätere Darstellungen berufen sich darauf, Gehrig/Müller bei den Inschriften ausdrücklich. Die Stadt nimmt darin gut fünfzig Seiten ein, vom Schloss bis zu den Grabsteinen. Wo die Chronik von 1997 nur das Ergebnis nennt, gibt das Inventar oft den Wortlaut der Inschriften an, und es hält fest, was damals noch sichtbar war und seither verschwunden ist, etwa die Bauinschrift von 1493 am Schloss.
Die folgende Tabelle ergänzt die Seite um Inschriften und Jahreszahlen, die dort bisher nicht oder nur ohne Wortlaut standen. Die Texte sind so wiedergegeben, wie das Inventar sie liest; Auflösungen und Anmerkungen stammen von uns. Schwer lesbare Stellen sind nur sinngemäß wiedergegeben.
In der Stadt
| Ort | Jahr | Inschrift oder Befund |
|---|---|---|
| Oberes Tor, Portal heute an der Rollmühle S. 164 | 1612 | Auf der Bekrönung: IOHANNES SCHWICHARDVS ARCHEPISCOPVS MOGVNTINVS PRINCEPS ELECTOR. Am Fries darunter: CASPAR LERCH VON DVRMSTEIN CHVRFVERSTLICHER AMBTMAN ALHIE 1612 / PAVLVS ERSTENBERGER AMBTSKELLER BERNHART BAIER WOLF MVELLER DISER STAT RENTMAISTERE. Das Obere Tor, schon 1317 genannt, wurde 1612 neu gebaut und 1812 abgebrochen. Der Besitzer der benachbarten Rollmühle erwarb das Portal und stellte es als Hoftor wieder auf. In der Mitte zwischen den Buchstaben das Wappen der Lerch von Dürmstein und das Mainzer Wappen, auf der Rückseite das des Mainzer Domkapitels. |
| Unteres Tor S. 164 | 1500 | Jahreszahl 1500 mit dem Mainzer Wappen, so von Mone 1827 noch gesehen. Die Zahl ist heute nicht mehr nachprüfbar; das Tor ist abgerissen. |
| Schloss, südlicher Anbau S. 170 | 1493 | Bauinschrift mit der Jahreszahl 1493, schon 1898 „jetzt verschwunden“. Der Anbau ist nach den Umbauten des 19. Jahrhunderts seines alten Charakters beraubt; nur die weiten Gewölbe im Erdgeschoss stammen noch aus der Bauzeit. |
| Schloss, Kellertor des Nordtrakts S. 170 | 1788 | Jahreszahl 1788. Datiert den schmucklosen Bau zwischen dem Eckturm und dem Rundturm mit Wendeltreppe. |
| Stadtkirche, Sakramentshäuschen S. 171, 184 f. | 1448 | Die Inschrift am achteckigen Pfeilerfuß nennt die Jahreszahl 1448, die damaligen Bürgermeister (darunter Conrad Stoll) und den Baumeister Heimburg und, in der Lesung der Kdm, den Meister Dietrich (Krebs). Darüber die Wappen des Mainzer Erzbischofs Diether von Erbach (1434–1459) und des Domkapitels. Die Inschrift ist schwer lesbar; die Kdm geben sie nur mit Lücken. Der Meister Dietrich, vermutlich aus Münster an der Tauber bei Rothenburg, ist sonst in der Gegend nicht nachgewiesen. Die Namen Stoll und Heimburg erscheinen auch auf den Glocken von 1448. |
| Stadtkirche, Glocken S. 190 f. | 1448; 1615 | Die beiden Glocken von 1448 tragen lateinische Inschriften: Die Salveglocke meldet die Vollendung am Vorabend von Mariä Himmelfahrt, die größte am Vorabend des Kilianstags (7. Juli). Auf der größten werden die Bürgermeister Conrad Stoll, Endres Putner und Peter Medemer und der Baumeister Conrad Heimburg genannt. Die älteste Glocke ohne Jahr trägt, soweit lesbar, die Namen der Evangelisten (Lukas, Johannes, wohl auch Markus und Matthäus); sie stammt nach der Schrift aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts. Die jüngste, von 1615, hat eine Reiminschrift: Erzbischof Johann Schweikard war damals Landesherr, Caspar Lerch von Dürmstein Amtmann in Bischofsheim, gegossen hat sie Christoph, Glockengießer zu Nürnberg. Auf beiden Seiten ein Kruzifix. Die Inschriften der Glocken sind nur lückenhaft überliefert und hier sinngemäß wiedergegeben. Der Nürnberger Meister Christoph ist auch in Angelthürn und Messelhausen belegt. |
| Stadtkirche, Chor und Kapellenpfeiler S. 172 f. | 1510; 1730 | Jahreszahl 1510 am Pfeiler der Doppelkapelle im nördlichen Seitenschiff; Jahreszahl 1730 am Sturz des Hauptportals, darüber in einer Nische die Statue des heiligen Nepomuk. 1510 ist nach Kdm das Ende der Erweiterung der Kirche um die Kapellenreihe, 1730 das Jahr der Verschmälerung des südlichen Seitenschiffs. |
| Stadtkirche, Epitaph der Riedern S. 186–188 | 1623 (Alexander † 1588) | Aus schwarzen Schiefertafeln mit vergoldeter Schrift, in Versen, deren Anfangsbuchstaben „ALEXANDER“ ergeben. Sie berichten, dass Alexander von Riedern, der letzte seines Stammes, am 15. März 1588 mit 32 Jahren starb und dass seine Witwe Anna Maria von Krailsheim das Denkmal setzte. Eine zweite Tafel meldet, dass sie selbst am 13. März 1623 gestorben ist. Das unterstrichene Datum 1623 ist nachträglich eingefügt: Das Grabmal wurde also noch zu ihren Lebzeiten errichtet. Es ist ganz aus Alabaster; die Kdm halten die Würzburger Werkstatt des Hans Rodlein für wahrscheinlich. |
| Riedernhof, Tafel über dem Haupteingang S. 201 f. | 1588 | IM IAR ALS MAN ZALT FVNFZEHNHVNDERT / UND DARZU ACHTZIG ACHT BESUNDER / DER LETZT DES EDLEN UHRALTEN STAMMEN / DERN VON RIDERN ALEXANDER MIT NAMEN / ALS ER IM JAR IETZ OBGEMELT / SELIG ABSCHIDT VON DISER WELT / DISEN EDLEN SITZ IN BISCHOFSHEIM DER STAT / SEIM EHELICHEN GEMAHL LEGIRT HATT / DER EDLEN UND EHR UND TUGENTSAM / AUS EDLEM UND SEHR ALTEM STAM / ANNA MARIA VON CRAILSHEIM / WELCHE DEM EDLN VON WICHSENSTEIN / JUNGKER BERNHADN VERMEHLET WAHR / HERNACH IM NEUN UND ACHTZIGSTEN JAR / EIN JUNGKER FURWAR AUFRECHT UND FRUM / UND IST ALSO IN ERZELTER SUM / DIS HAUS VON DERN VON RIDERN STAMMEN / AN GEMELTE FRAUE VON CRAILSHEIM KOMMEN / UND IRE NECHSTEN ERBEN ALL / ODER WEM SIES VERSCHAFT NACH TODTS FALL / WELCHEN O HERR IN JENEM LEBEN / WOLST EWIGE FREUDT UND WONNE GEBEN. Aus den Reimen folgt: Alexander von Riedern vermachte den Sitz 1588 seiner Frau als Witwensitz; sie heiratete 1589 Bernhard von Wichsenstein, und die Tafel wurde vor ihrem Tod 1623 angefertigt. Die Kdm weisen darauf hin, dass sich die Inschrift nicht auf den heutigen Bau beziehen kann: Er stammt nach dem Portal aus dem Jahr 1750. Darüber die drei Wappen Wichsenstein, Riedern, Krailsheim. Das „neue Haus“ des Eberhard von Riedern wird erstmals 1458 genannt; später gehörte der Hof den Echter, dann den von Bettendorf, 1840 kaufte ihn Baden. |
| Rathaus, Hofmauer, Rückseite S. 201 | 1613 | Renaissancetafel mit den Wappen von Kurmainz und des Amtmanns Lerch: CASPARVS LERCH IN DVRMSTEIN SATRAPAS EPISCOPIENSIS QVESTORIBVS IOHANNE SPEHR ET DAVIDE SPEHR FIERI ORDINAVIT ANNO CHRISTI 1613. Lerch ließ also 1613 durch die Rentmeister Johann und David Spehr etwas bauen; worauf sich die Nachricht bezieht, ist unbekannt. In die Hofmauer ist außerdem eine Tafel mit dem Wappen des Erzbischofs Berthold von Henneberg (1484 bis 1504) eingemauert. |
| Rathaus, Stadtfahne S. 201 | 1618 | Nach der Inschrift 1618 von den Rentmeistern Johann Kenniken und Johann Glissighemer unter dem Amtmann Caspar Lerch gestiftet; das Lerch-Wappen auf der Messingspitze entspricht dem am Tor der Rollmühle. Beschreibung nach der Kdm. |
| Peterskapelle, über der westlichen Eingangstür S. 198 f. | 1584 | Jahreszahl 1584. Die Kapelle lag damals außerhalb der Stadt im zweiten, im 15. Jahrhundert angelegten Friedhof. Das älteste erhaltene Denkmal dort ist die Grabplatte des Spitalverwalters Peter Erstenberger von 1543. An der Nordwand hängen die Epitaphe für Endres und Margaretha Waltz (beide † 1532) und für Kilian Kantzler († 1600). |
| Nördlich der Peterskapelle, Kreuzigungsgruppe S. 199 | 1616 | Am Sockel des Kreuzes: RV. 1796 und darunter CASP. LERCH MARIA BRENDELIN 1616. Auf der Kartusche unten: AD DEI SALVATORIS HONOREM CASPARVS LERCH IN DVRMSTEIN NOBILIS IMMEDIATVS IMPERY SATRAPAS FIERI F. Ao IESV 1616. Die Figuren von Maria und Johannes hielten die Kdm für vortreffliche Arbeiten des ausgehenden Mittelalters, wohl von einem älteren Kruzifix übernommen; der Gekreuzigte stammt von der Renovierung 1796. Das ist die Gruppe, die heute in der neuen Friedhofskapelle steht. |
| Sebastianuskapelle (Beinhaus) S. 196 | 1474 | Die Inschrift über dem kleinen Fenster links vom Eingang meldet, dass am Tag des heiligen Apollinaris (23. Juli) 1474 der erste Stein gelegt wurde. Am Pfeiler daneben steht ein Trostwort an alle gläubigen Seelen. Die Kapelle war ursprünglich dem heiligen Michael geweiht, wie alle über einem Beinhaus (ossarium, hier „Kerntner“) errichteten Kapellen; der Name wechselte, als eine Sebastiansbruderschaft ihren Gottesdienst dort hielt. Am vordersten Strebepfeiler ein Relief mit einem Jüngling und einem Spruchband, dessen Text die Kdm als rätselhaft bezeichnen. |
| Franziskanerkloster, Pforte und Torweg S. 193 f. | 1684; 1763; 1753 | Jahreszahl 1684 an der Klosterpforte; 1763 am Torweg mit den überkreuzten Armen Christi und des heiligen Franziskus; 1753 am obersten Fenster der Fassade der Klosterkirche. 1753 gilt als Zeitpunkt einer umfassenden Restaurierung der Klosterkirche; das Sickingen-Wappen am Portal erinnert an den Oberamtmann Suicard von Sickingen, der den Anstoß zur Niederlassung der Franziskaner gegeben hatte. |
| Faktoreihof (Hauptstraße) S. 206 | 1599 | Unter dem Wappen des Mainzer Domkapitels: EINES. HOHEN -ERZ. VND. DHOMB - STIFFTS - ZV. MAYNTZ - GEMEINER - PRASENZ / FACTOREY - HOFF. Dazu die Jahreszahl 1599 am Haus. Der Hof gehörte dem Mainzer Domstift, der „Präsenz“. Am Hof der Mainzer Dompropstei gegenüber steht das Wappen des Dompropstes Hugo Wolfgang von Kesselstatt (1724–1738). |
| Haus am Marktplatz (La-Roche-Haus) S. 202–204 | 1670 | Am Fenstersturz des Erdgeschosses: IOANNES HERMANNVS FRANCK 1670. Vaterhaus des 1720 hier geborenen Friedrich Frank (von Lindenfels), später von La Roche, kurmainzischer Hofrat und danach kurtrierischer Konferenzrat, Gemahl der Dichterin Sophie La Roche. Sechs Konsolen mit Fratzenköpfen, darunter ein Türke, die siebente mit dem Schild des Erbauers; ähnliche Kragsteine zeigt das sogenannte Templerhaus, das nach Kdm kein Haus der Templer, sondern der Wohnsitz einer Familie (Centgraf Leonhard Hügel) war. |
| Strauß’sches Eckhaus am Markt S. 205 | 1744 | Am Portal ein Doppelschild mit den Initialen der Erbauer und der Jahreszahl 1744. Im 18. Jahrhundert Eigentum der Kaufmannsfamilie Bögner; besonders gelobt werden die schmiedeeisernen Fenstergitter. |
| Armes Spital, Klostergasse S. 206, 162 | 1572; 1587; 1605 | Zwei Wappen: das eine mit der Jahreszahl 1572 und den Initialen P Z (Greif, Sterne), das andere mit den Initialen M V (Löwe mit Ähren); an einem Fenster 1587, am Torweg 1605 FK. Der laut Spitalakten 1739 vorgenommene „Neubau“ scheint sich auf die innere Einrichtung beschränkt zu haben. |
| Haus „Zum Riesen“ S. 207 | 1736 | Am Sockel des „Riesen“, eines römischen Kriegers aus Sandstein: Zum Riessen 1736. Früher soll eine Madonna als Gegenstück dort gestanden haben. |
| Frauenstraße, Fachwerkhaus S. 207 | 1592 | Jahreszahl 1592. Das älteste Haus an der Kirche (D II 105) trägt nach Kdm die Jahreszahl 1568. |
| Badischer Hof (ehemalige Vorstadt) S. 207 | 1753 | Rundbogiges Quadertor zwischen zwei Pilastern, am Schlussstein ein Wappen (Mann mit Hammer über einer Egge?) und die Inschrift APF 1753. Die Deutung des Wappens ist offen. |
Kapellen, Kruzifixe und Bildstöcke
| Ort | Jahr | Inschrift oder Befund |
|---|---|---|
| Maria-Schmerz-Kapelle auf dem Steinberg (Stammberg) S. 200 | 1773 | Nach Kdm 1773 vom Amtskeller Winterheld erbaut, mit einer steinernen Pietà von 1711; die Stationen der sieben Schmerzen Mariä wurden 1772 errichtet (1880 und 1893 renoviert). Vor der Kapelle stand ein „hübscher Bildstock“ von 1559, seitlich ein zweiter von 1643, ein dritter von 1612 gegenüber der zweiten Station. Der Name Steinberg für den Stammberg galt bis etwa 1900. |
| Straße nach Dittigheim S. 200 | 1578 | Spätgotischer Bildstock von 1578 mit einem Kruzifix in der Nische. Möglicherweise das Leprosenbild, dessen Original heute an der Peterskapelle lehnt; belegt ist das nicht. |
| Maria-Hilf-Kapelle (Hauptstraße) S. 200 | Anfang 18. Jh. | Kleiner, schmuckloser Bau mit Portal, Madonnenstatue in einer Nische und geschweiftem Barockgiebel. Links neben der Tür der Gedenkstein eines Apothekers Staub. Die Kapelle lag früher dicht vor dem Oberen Tor in der Vorstadt. Der Staub-Stein ist vermutlich der heutige Maria-Hilf-Bildstock des Apothekers Staub. |
| Laurentiuskapelle, alter Weg nach Grünsfeld S. 200 | 1702; 1748 | Inschriftlich 1702 von Simon Dürr erbaut, schon 1748 renoviert; „kunstlos aussen und innen“. |
| Rektorskapelle, Straße nach Würzburg S. 200 | 1626 | Dem Kriegerdenkmal gegenüber, aus dem Jahr 1626, „vor Kurzem erneuert“. Gemeint ist die Wiederherstellung von 1892. |
| Leonhardskapelle an der Tauberbrücke S. 165, 200 | abgebrochen 1789 | Die alte Kapelle stand unmittelbar an der Tauberbrücke, wo der Weg nach Großrinderfeld abzweigt, und wurde 1789 verkauft und abgerissen. An ihrer Stelle errichtete man das große Kruzifix mit Maria und Johannes in Dreiviertel-Lebensgröße. Diesseits der Brücke noch eine barocke Pietà in Hochrelief aus rotem Sandstein. |
| Ölberg beim Konvikt S. 200 | 17. Jh. | Der große Ölberg stand bis 1854 auf dem Pfarrkirchhof und wurde damals unterhalb der Konviktterrasse mit einem Rundtempelchen aufgestellt. Die Reste eines älteren, besseren Ölbergs sind außen an die Nordwand der Peterskapelle gelehnt. Das Alter der Figuren werde „in der Regel überschätzt“; vor 1734 wurde bereits repariert. |
| Gemarkung S. 200 | — | Zahlreiche Bildstöcke vor der Stadt „sowie einige Schwedenkreuze in der Gemarkung“. Zu den Steinkreuzen siehe den Abschnitt „Steinkreuze und Sühnekreuze“ der Seite Bildstöcke und Kleindenkmale. |
In den Stadtteilen
| Ort | Jahr | Inschrift oder Befund |
|---|---|---|
| Dittigheim S. 19 f. | 1739 | Schöner Bildstock mit Kruzifix an der Tauberbrücke; weitere im Dorf von 1741 und 1789. Hausinschriften 1703 (geschnitzte Eckpfosten am Haus Nr. 174), Hoftore von 1733 und 1760. Der letzte Torturm im Süden gegen Distelhausen war 1733 erbaut und wurde erst 1891 abgebrochen. Die Pfarrkirche St. Veit von 1748–1752 baute der würzburgische Hauptmann Müller unter der Aufsicht Balthasar Neumanns. |
| Dittwar S. 20 f. | 1614; 1728 | Im Ort mehrere reich verzierte Bildstöcke, meist des 18. Jahrhunderts, darunter einer von 1614. Auf dem Weg zur Kreuzkapelle, zwischen den Stationsbildern, eine große Freigruppe des ruhenden Heilands, 1728 gestiftet vom Spitalverwalter Joh. Carolus Sauer zu Bischofsheim. Barockportal von 1681 am Haus Nr. 80 mit den Hausmarken und den Initialen LK und MB. Kirche St. Laurentius 1753–1755, an der Front die Jahreszahl 1754 in großen eisernen Buchstaben. Die Wallfahrt zur Kreuzkapelle („Kreuzhölzle“) besteht seit 1660, als der Abt Gottfried von Zell bei Würzburg die Kapelle gründete; 1713 kam eine Eremitage hinzu. Die kleinen Figuren von Maria und Johannes sollen unter einer Eiche an der Stelle des Altars gefunden worden sein. |
| Hochhausen S. 51 f. | 1457; 1572; 1584; 1694 | Am Turm der Pfarrkirche die Jahreszahl 1457, unten ein Eckstein mit schwer lesbarer Inschrift. In der Vorhalle das Epitaph der Margarethe Klockin († 1584): Der Gatte, damals Schultheiß von Hochhausen, und die Verstorbene knien mit sieben Kindern vor dem Kruzifix. Die kleinste der vier Glocken trägt die Inschrift IN HONOREM S. SEBASTIANI FVSA EST HAEC CAMPANA HERBIPOLI 1694. Der Bildstock hinter dem Chor der Friedhofskapelle meldet die Weihe des Friedhofs am Sonntag Exaudi 1572. Am Friedhofsbildstock stehen unter dem Mainzer Wappen die des Abtes Johannes VII. Knoll von Bronnbach, der Echter und der Rosenberg; der damalige Schultheiß ließ sein Wappen und die Buchstaben I. P. (Johannes Prutzler?) einhauen. Die Kirche wurde 1826 neu gebaut; der Turm überdauerte zwei Neubauten. |
Alle Angaben nach der Kunsttopographie von 1898; seither Verändertes (Abbruch, Versetzung, Verlust) ist dort nicht erfasst. Die Inschriften stehen so da, wie das Inventar sie liest, ohne Auflösung der Abkürzungen. Quelle: Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden, Bd. 4,2: Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Tauberbischofsheim (Kreis Mosbach). Freiburg i. Br. 1898, Tauberbischofsheim S. 151–207, Dittigheim S. 19 f., Dittwar S. 20 f., Hochhausen S. 51 f. Digitalisat: Universitätsbibliothek Heidelberg (digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kdm4bd2).
Notarsignete und Bürgersiegel
In den Städten waren die Stadtschreiber in älterer Zeit fast immer zugleich Notare; daneben beurkundeten manche Pfarrer, Altarpriester, Lateinschulrektoren und Benefiziatverwalter. Sie fertigten Abschriften alter Urkunden an und beglaubigten sie mit Unterschrift und ihrem Notarsignet, einem Zeichen, das sie mit der Feder zeichneten. Jeder Notar musste Latein können; er hatte meist eine anspruchsvolle Ausbildung, oft ein Studium, und wurde nach der Lehrzeit bei einem erfahrenen Notar von einem Bevollmächtigten des Kaisers oder des Papstes ernannt. In der Liste der Bischofsheimer Stadtschreiber stehen zehn Männer, die zugleich Notare waren; einer davon, Stephan Thein (1604 bis 1607), nannte sich sogar „Notar päpstlicher und kaiserlicher Autorität“. Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Notariat ein eigener Beruf.
| Notar | Datum | Anlass | Signet |
|---|---|---|---|
| Johann Gryme aus Külsheim | 11. März 1491 | Beglaubigte die Aussagen der früheren Centgrafen Wilhelm Stickel (1455 bis 1469) und Heinz Hofstetter (1469 bis 1491) zur Bischofsheimer Centordnung; die Urkunde legt sie im Einzelnen fest. | Im unteren Teil der Name, darüber eine fünfblättrige Blume, seitlich je ein herzförmiges Blatt. |
| Wilhelm Sighart | 29. August 1497 | Zeichnete das Hofweistum des Stifts Aschaffenburg für den Stiftshof in Poppenhausen auf. Er war 1514 bis 1518 Dekan des Landkapitels Taubergau und Altarist des Elisabethenaltars der Martinskirche, vermutlich ein Verwandter des Humanisten Johannes Sichardus. | Oben ein großes W als Anfangsbuchstabe des Vornamens, daneben S für den Familiennamen; darunter „Signetum Notarii Wilhelmi Sighartt“. |
| Johann Vollrath aus Iphofen | 16. Juni 1579 | Stadtschreiber in Bischofsheim 1578 bis 1583 und Notar kraft kaiserlicher Gewalt. Urkundete in einem Streit zwischen Wilderich von Walderdorf, dem Ortsherrn von halb Eubigheim, und der Adelsfamilie Rüdt wegen des Baus einer Weinschenke. Beide Ortsherrschaften trugen damals jahrzehntelang erbitterte Streitigkeiten aus, die manchmal gewaltsam wurden und gelegentlich durch notarielle Vereinbarungen beigelegt wurden. | Das kunstvollste Signet: als Stempel aufgedrückt, ein Schiffsmann rudert einen Nachen, in dem die Glücksgöttin Fortuna ein flatterndes Segel hält; Wahlspruch „Fortuna sequitur laborem“ (Das Glück folgt auf die Mühe). |
| Petrus Faulhaber aus Königheim | 1639; 1672 | 1630 als Student in Würzburg eingeschrieben, ließ sich 1639 in Bischofsheim als Notar nieder (die Jahreszahl im Signet nennt die Ernennung). 1672 bestätigte er einen Bericht über die Entstehung der Dittwarer Kreuzkapelle und zeichnete sein Signet dazu; das Original ist verloren, der Königheimer Pfarrer Severus schrieb die Urkunde um 1760 ab und zeichnete das Signet ab. Seit 1637 war er mit der Witwe des Metzgers Hans Vogel verheiratet. | Über drei Blumen der Wahlspruch „Tempus me ducit in auras“ (Die Zeit führt mich zu den Höhen), unten „Signetum Petri Faulhaber Notarii Publici“. |
| Georg Adam Wüst | 13. Februar 1736 | Benefiziatverwalter in Bischofsheim 1717 bis 1739 und öffentlich vereidigter Notar. Bezeugte mit dem „kleineren Notariatssiegel“, dass der Dittwarer Pfarrer Johann Adam Frank auf einem Pfarreigrundstück auf eigene Kosten eine Behausung und eine Kelter gebaut hatte. | Lacksiegel von nur 2 cm: unten ein halbes Mühlrad, darüber ein Mann mit drei Blüten oder einem Kleeblatt; so auch das Wappen seines Vaters, des Sonnenwirts Johann Jakob Wüst, auf dessen Grabplatte an der Peterskapelle. |
| Johann Balthasar Lipp | 28. Januar 1745 | Amtsschreiber in Bischofsheim, bestätigte eine Dittwar betreffende Urkunde. | Lacksiegel, im unteren Teil schlecht ausgeprägt: Ein Mann hält in der linken Hand ein Blatt, in der rechten wohl eine lange Schreibfeder; dieselbe Darstellung als Heimzier über dem Helm. |
Auch viele Stadträte und Kaufleute hatten früher ein eigenes Siegel. Vor 1800 bestand es meist aus dem Berufszeichen und den Anfangsbuchstaben des Namens; von diesen älteren Bürgersiegeln ist bis heute keines gefunden worden. Nach 1800 war fast nur noch das Monogramm üblich, aus dieser Zeit sind zahlreiche Siegel erhalten, etwa von Georg Wilhelm Bögner (1830), Gottfried Rincker und Adam Baumann (beide 1842), Franz Michael Steinam (1857), Leonhard Reidel und Michael Halbig (beide 1858) und Friedrich Halbig (1861). Sie liegen im Stadtarchiv.
Alte Grabsteine
Grabinschriften waren im Mittelalter kurz und berichteten nüchtern vom Tod eines Menschen. Seit Beginn der Neuzeit wetteiferten nicht nur Adlige, sondern auch reiche Bürger um prunkvolle Grabmäler mit langen Inschriften, die „mehr vom Ansehen und der Geltung eines Menschen berichten als vom Tod“. In Bischofsheim zeigen das das Riedern-Epitaph in der Martinskirche und das fast lebensgroße Reliefbild auf dem Grabstein des Spitalmeisters Caspar Stockmeister an der Peterskapelle.
Viele Inschriften der Barockzeit enthalten Chronogramme. Dabei ergeben die lateinischen Zahlenbuchstaben der Wörter, in Großschrift hervorgehoben, zusammengezählt das Todesjahr: M ist 1000, D 500, C 100, L 50, X 10, V 5, I 1. Die meisten dieser Steine waren offenbar keine Verschlussplatten, die auf dem Grab lagen, sondern Gedenktafeln, die man in die Wand einließ; deshalb sind manche gut erhalten. Gehrig/Müller beschreiben eine Auswahl an der Außenseite von Martinskirche und Peterskapelle, weitere stehen im Inneren und im Keller der Kirche.
ConDVCtaM
Die Großbuchstaben C (100), D (500), V (5), C (100) und M (1000) ergeben 1705: das ganze Wort ist ein Chronogramm. Auf dem Grabstein folgen dreizehn solcher Zeilen.
| Standort | Wer | Jahr | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Martinskirche, Chor (gegenüber der Sebastianuskapelle) | Johannes Spehr, Kaplan des St.-Margarethenaltars | 1521 | Der Lockenkopf fällt auf; Kelch und Kreuz auf dem Messgewand sind stark abgetreten, die Inschrift oben abgeschlagen. Spehr ist 1494, 1514 und 1518 als Altarist am Petersaltar bezeugt und stammt wohl aus einer alteingesessenen Familie: 1451 studierte ein Ioannes Sper aus Bischofsheim in Wien. |
| Martinskirche, Chor | Hensen Kremer | 1466 | Im Schild ein Hauszeichen oder bürgerliches Wappen, darunter eine Waage, vermutlich das Werkzeug seines Berufs. Ein Jorg Kremer ist 1465 als Weinkäufer erwähnt, vielleicht der Sohn. |
| Martinskirche, Sakristeiaufgang | Lothar Friedrich Freiherr von Hoheneck, Oberamtmann in Bischofsheim | gestorben 3. Mai 1705 | Der wohl ungewöhnlichste Grabstein: ein dreizehnfaches Chronogramm, bei dem sich dreizehnmal das Todesjahr 1705 ergibt, in einem Fall mit einem einzigen Wort (ConDVCtaM). Die Inschrift gilt als kaum lesbar, ein schwieriges Latein mit seltenen Wörtern. Über ihr das Hoheneck-Wappen, links und rechts je vier Ahnenwappen (Hoheneck, Wolff genannt Metternich zur Gracht, Weichs, Drosdorf; Eltz, Heimstatt, Dalberg, Massenbach). Die Eltern waren der Aschaffenburger Viztum Johann Reinhard von Hoheneck und Marta Helene von Eltz. |
| Martinskirche, Sakristeiaufgang | Eberhard von Riedern, Amtmann 1453 bis 1465 | Januar 1465 | Einer der ältesten Steine an der Kirche. Das Riedernsche Wappen zeigt die Kanne, als Heimzier einen Mönchsrumpf. Die Inschrift nennt „un Ana sei dochter“. Eberhard erbaute den 1458 erstmals erwähnten älteren Riedernhof. |
| Martinskirche, Sakristeiaufgang | Wilhelm Bögner, Kaufmann und Weinhändler | gestorben 11. November 1739 | Er starb als Witwer mit 70 Jahren. Die letzten drei Zeilen sind ein Chronogramm. Seine Vornamen Johannes Georg stehen nur auf dem Grabstein. Sein Monogramm WB, zwei gekreuzte Doppelstriche und ein eng angelegtes B, findet man am Bögnerschen Haus seines Sohnes, am Einlauf des Mühlkanals in die frühere Badmühle und an einem Torbogen in der Klostergasse. Die Renaissance-Verzierung ist älter: Wahrscheinlich wurde ein alter Familiengrabstein neu beschriftet. |
| Martinskirche, Nordwand | Landolphus Marsilius Christophorus von Hoheneck | 1698 | Der Sohn des Oberamtmanns Lothar Friedrich starb mit vier Jahren; die Inschrift war ein Chronogramm, es sind nur Reste erhalten. Das sterbende Kind stützt sich auf einen Totenkopf, oben stehen vier Ahnenwappen, darunter das seiner Mutter Maria Eva von Bernhausen. |
| Martinskirche, Nordwand | Mann mit Halskrause und Schlüssel, Name unbekannt | 1604 oder 1664 (7. August) | Nur die obere Hälfte ist erhalten, die Todeszahl nicht sicher lesbar; die Umschrift und die Renaissanceverzierung passen eher zu 1604. |
| Martinskirche, Nordwesteingang (unter dem Vorbau) | Maria Sophia Sauer | 1710 | Ein Engel weist nach oben, der Tod zeigt mit knöcherner Hand auf die Todesurkunde, zu seinen Füßen vermutlich eine Sanduhr. Die Inschrift ist ein sechsfaches Chronogramm und stammt dem Stil nach vom selben Verfasser wie die des Lothar Friedrich von Hoheneck. |
| Martinskirche, Nordwesteingang | Anna Margaretha Echter von Mespelbrunn, geborene von Bicken | gestorben 6. Dezember 1655 | Sie starb mit 65 Jahren. Sie war mit Philipp Christoph Echter von Mespelbrunn verheiratet; beide Wappen stehen über der Inschrift, die vier Ahnenwappen der Frau sind stark verwittert. |
| Martinskirche, Nordwesteingang | Maria Margaretha Krebner, Frau des Stadtrats Johann Georg Vogel | gestorben 2. April 1696 | Ein Engel hält das Oval mit der Inschrift. Ihr Mann ließ das Epitaph setzen und starb am 9. September 1705. Darunter ein Satz: „Etiam post amara vivit amor“ (Auch nach Bitternissen lebt die Liebe). Ihr Vater war der Stadtrat Valentin Krebner; die Hausinschrift „16 HGV 89“ am Torbogen in der oberen Hauptstraße gehört zum selben Paar. |
| Martinskirche, Nordwesteingang | Centgraf Leonhard Hügel und Frau Magdalena, geb. Wüst; Oberzoller Veit Weber und Frau Margaretha, geb. Hügel | 1634, 1648, 1685, 1691 | Ein in die Wand eingelassener Gedenkstein, die umfangreiche Inschrift ist nahezu unversehrt. Magdalena starb am 28. Juni 1634, Leonhard Hügel am 30. Dezember 1648, Margaretha am 28. April 1685, Veit Weber am 20. Mai 1691. |
| Martinskirche, Nordwesteingang | Johann Sauer, kurmainzischer Amtskeller | gestorben 9. April 1637 | Der Stein ist stark beschädigt, der Name nicht mehr lesbar; nach den sonstigen Angaben kann es nur der Amtskeller Sauer sein. |
| Martinskirche, über dem Nordwesteingang | Die drei Söhne des Spitalmeisters Wilhelm Zeitbos und seiner Frau Christina | 1619 | Barockes Relief: Christus empfängt die von den Eltern geleiteten drei Kinder in Gegenwart von Heiligen. Darüber das Bibelwort „Lasset die Kindlein“ (Matthäus 19) und ein lateinisches Distichon. Gestorben waren Jacob Adam (4 Jahre 9 Monate), Hans Wilhelm (10 Tage) und ein drittes Kind, das „ohne die heilige Taufe“ starb. |
| Peterskapelle, Südwand | Anna Katharina Echter, geborene zu Rotenstein | gestorben 29. März 1637 | Der Stein befand sich ursprünglich in der Klosterkirche; noch 1898 hing das große Barock-Epitaph im Chor, später kam es an die Peterskapelle. Es ist von Ahnenwappen umgeben. |
| Peterskapelle, rechts neben der Tür | Peter Erstenberger, Spitalverwalter | 1543 | Der älteste erhaltene Grabstein des früheren Friedhofs. |
| Peterskapelle | Catharina Erstenberger, Tochter des Amtskellers Paul Erstenberger und der Osanna, geb. Erlenbach | gestorben 1. Juli 1602 | Das Mädchen starb mit einem Jahr und 20 Wochen. Es kniet mit langen Zöpfen und langem Gewand vor dem Kreuz, fast wie eine Erwachsene. Das Distichon über der Inschrift enthält das älteste Chronogramm des badischen Main- und Taubergrundes. |
| Peterskapelle | Franz Servontaine, Sonnenwirt und Posthalter | 1719 | Die Inschrift mit Chronogramm ist in den doppelköpfigen Reichsadler eingefügt, das Zeichen der Post: REQVIEM DONA IESV FRANCISCO SERVONTAIN, Ruhe schenke, o Jesus, dem Franz Servontaine. |
| Peterskapelle, Südwand | Caspar Stockmeister, Spitalmeister und Ratsverwandter | gestorben 14. Februar 1613 (Valentinstag) | Fast lebensgroß dargestellt, mit Gebetbuch und Rosenkranz in den Händen. In Kopfhöhe seitlich zwei Wappen: links das Stockmeister-Wappen mit der Lilie, rechts das der Familie Erstenberger, aus der seine Mutter stammte. |
Quelle: Franz Gehrig und Hermann Müller, Tauberbischofsheim. Beiträge zur Stadtchronik, 1997, S. 455 bis 477. Gehrig/Müller stützen sich dort auf die „Inschriften“ (Katalog der Inschriften des Main-Tauber-Kreises), A. von Oechelhaeuser (Kunstdenkmäler, 1898), A. Vierling (Steinmetzzeichen in Buchen, 1988), K. Azzola und H. Bormuth (1994), Berberich und Ogiermann.
Inschriften nach den „Deutschen Inschriften“ (Cucuel/Eckert 1942)
Der erste Band der „Deutschen Inschriften“ erfasst die Inschriften des badischen Main- und Taubergrundes bis 1650, darunter etwa dreißig Grabplatten und Epitaphe in Tauberbischofsheim und die Inschriften an sechs Bildstöcken und Kreuzen der Gemarkung. Kolb verweist in seinem Buch auf diese Nummern („Inschr. I“). Die folgenden Tabellen nennen die Bildstöcke und Kreuze, die Grabplatten und Epitaphe sowie einige Bauinschriften, das Sakramentshäuschen, die Altarflügel und eine Votivtafel; Glocken und Gemälde sind bewusst weggelassen.
Der Katalog ist im Frakturdruck gesetzt; die lateinischen und frühneuhochdeutschen Inschriften in Antiqua stehen hier wie gedruckt. Wo der Druck der Inschrift nur schwer lesbar war, ist der Wortlaut sinngemäß wiedergegeben (Nr. 16, 17, 160, 161, 205, 212, 306, 490).
Bildstöcke und Kreuze
| Nr. | Jahr | Inschrift oder Befund |
|---|---|---|
| Nr. 351 S. 141 | 1578 | Bildstock an der Landstraße nach Mergentheim, beim ersten Seitenweg links PER MISERERE MEI TOLITVR IRA DEI (am Giebel); darunter: IESVS CHRISTVS WARER GOTT VND MENSCH MEIN ERLÖSER VND SELIGMACHER 1578; innen über dem Kruzifix: P 51 |
| Nr. 382 S. 147 | 1608 | Bildstock im Wald südlich vom Bahnhof Dittwar, etwa 100 Meter neben der Wegkreuzung ICH IORG WEIMER BVRGER VND METZIGER ZV BISCHOFSHEIM HAT DIS BILT GOT ZV LOB VNDT EHR DA HER MACHEN LASEN DIE WEIL IM GOT MIT GESVNTHEM LEIB SO OFT VBER DEN BER AVS VND EIN HAT GEHOLFEN GOT WOL IM VND DEN SEINIGEN VNDT ALEN FROMEN METZIGERN WEITER VND LENGER GENADT VERLEIHEN DVRCH IESVM CHRISTVM AMEN |
| Nr. 389 S. 149 | 1612 | Bildstock am Weg zur Maria-Schmerz-Kapelle auf dem Steinberg GOTT DEM ALLMECHTIGEN VND SEINER HOCHWVRDIGEN MVTTER MARIAE ZV LOB VND EHRN HAT WILHELM ZEITBOS VND CHRISTINA SEIN HAVSFRAV DISS BILDT VFRICHTEN LASSEN 1612; darunter: O CHRISTENMENSCH NIM HIE ZV HERZE WIE LEIDT DER HERR FVR DICH GROSS SCHMERTZEN DARVM DV IHM SOLDT DANCKBAR SEIN WEIL ER WARDT DER ERLÖSER DEIN |
| Nr. 392 S. 150 | 1616 | Kreuzigungsgruppe im alten Friedhof bei der Peterskapelle AD DEI SALVATORIS HONOREM CASPARVS LERCH IN DVRMSTEIN NOBILIS IMMEDIATVS IMPERY SATRAPAS EPISCOP: FIERI F. Ao IESV 1616; im Sockel des Kreuzes das Wappen (vorn Lerch von Dirmstein, hinten Brendel von Homburg) mit den Beischriften CASP: LERCH und MARTA BRENDELIN |
| Nr. 402 S. 151 | 1626 | Reliefbild im Konviktsgarten GOTT ZV LOB VND EREN AVCH ALLE DIE FVR VBER GEHN ZVR ANDACHT VND DANCKSAGVNG DES VNSCHVLDIGEN LEIDEN IESV CHRISTI HAT DER ERBAR IVNGLING HEINRICH EBERHARDT STOCKMEISTER SELIGEN HERR CASPAR STOCKMEISTER SELIG DES RATHS ALHIE HINDERLASSENER SON DIS BILDT ALHERO VERSCHAFFT WELCHER DAN AVCH NACH GROSER LEIBSSCHWAGHEIT IST IN GOTT SEELIGLICH ENTSCHLAFFEN IM IAR 1626 DEN 29 DECEMBER SEINES ALTERS GEWEST ACHZEHN DEME GOTT GENEDIG SEIN WOLLE AMEN |
| Nr. 420 S. 156 | 1643 | Bildstock vor der Maria-Schmerz-Kapelle auf dem Steinberg O MENSCH GEDENCK DAS DER ERLÖSER DEIN FVR DICH GELITTEN HAB GROSSE PEIN; CHRISTI ZV EHREN VND SEINER RVH STAT LIS ALHIR MACHEN DISEN BILTSTOCK WILHELM GROS VND CATHARINA SE HAVSFRAVW ANNO 1643; O MVTER SCHMERTZ WIH WAR DEIN HERTZ IN DAS GRAB DEIN SVN SAST LEGEN EIN |
Grabplatten, Grabmäler und Epitaphe
| Nr. | Jahr | Inschrift oder Befund |
|---|---|---|
| Nr. 118 S. 61 | 1398 | Heinrich Hartmut, Pfarrer in Bischofsheim, Stadtkirche, verschwunden anno dni millesimo ccc nonagesimo octavo ipsa die Sanct. martiris obiit dnus Henricus hartmudi plebns in Bischoff. Nach Severus und Würdtwein überliefert; der Stein ist verloren. Eine Metallgusstafel von 1513 für Pfarrer Johannes Jacobi (Nr. 202) war auf ihm angebracht. |
| Nr. 158 S. 74 | 1462 | Wilhelm von Dottenheim, verschwunden Anno dni MCCCCLXII uff Kindlie tag starb der streng und vest Wilhelm von Dottenem dem gott gnade (28. Dezember). Nach Würdtwein. |
| Nr. 160 S. 74 | 1465 | Eberhard von Riedern, Amtmann, Stadtkirche, Keller Umschrift mit dem Todestag nach Dreikönig (10. Januar); innerhalb das Riedernsche Wappen mit Helmzier. Der Ritter ist 1442 als Amtmann zu Wildenberg und 1453 als Amtmann in Tauberbischofsheim bezeugt. Siehe auch: Spuren in Stein: Sakramentsaufgang, Eberhard von Riedern |
| Nr. 161 S. 75 | 1466 | Hense Kremer, Stadtkirche, Keller Umschrift: Anno domini ... am samstag ... starb Hense Kremer dem got gnad amen. Siehe auch: Spuren in Stein: Hensen Kremer |
| Nr. 172 S. 78 | 1484 | Wilhelm von Dottenheim, Ritter, verschwunden Anno Dni MCCCCLXXXIIII uff mittwochen nach sanct Erhards tag starb der streng und vest Wilhelm Adel von Dottenhem ritter (14. Januar). Nach Würdtwein. |
| Nr. 190 S. 83 | Ende 15. Jahrhundert | Konrad Herolt, Pfarrer in Uissigheim, Stadtkirche, Keller Bruchstück: [con]radus herolt | plebanus in uffige(n) ... In der Mitte Kelch mit Oblate. |
| Nr. 191 S. 83 | Ende 15. Jahrhundert | Frau (Name zerstört), Stadtkirche, Keller Stehende Frau mit Rosenkranz, der Kopf in flachem Relief. Von der stark zerstörten Umschrift ist lesbar: Anno d... tag starb ... got gnedig sein amen. |
| Nr. 195 S. 83 | 15./16. Jahrhundert | Hans Weinlein, Stadtkirche, Keller noch sant leonhardus tag starb hans weinlein dem got gnedig. Im Wappenschild eine schräg gestellte Klammer zwischen zwei Rosen. |
| Nr. 202 S. 85 | 1513 | Johannes Jacobi, Pfarrer, Stadtkirche, verschwunden Ano dni 1513 1. Augusti obiit hon. dns Johes Jacobi plebns huj. ecclie cuius aia requiescat in pace amen. Metallgusstafel, früher auf dem Stein des Heinrich Hartmut (Nr. 118). |
| Nr. 205 S. 86 | 1521 | Johannes Spehr, Kaplan des Margarethenaltars, Stadtkirche, Keller Anno dni ... mensis septembris ... hon. dns Johes Spehr cappell(anus) sete Margarete ... aia requiescat in pace amen. Umrisszeichnung eines Priesters mit Kelch und Kreuz. Siehe auch: Spuren in Stein: Johannes Spehr |
| Nr. 209 S. 87 | 1523 | Wilhelm Schard (Schraud), Dekan und Pfarrer zu Impfingen, Stadtkirche, Chor, verschwunden anno dni 1523 uff sambstag nach exaudi starb der würdig herr Wilhelm Schard dechant des capitulo thauhergau, pferrer zu umpffingen (23. Mai). Nach Severus und Würdtwein. |
| Nr. 212 S. 88 | 1534 | adelige Jungfrau (Wappen Tann und Thüngen), Stadtkirche, nordöstliche Seitenkapelle Anno dm 1534 am donnerstag nach des heiligen Kreuzes tag (17. September) ... die edel und tugendthafte Jungfrau ... von der Tann, der got gnedig und barmherzig sei. Die beiden oberen Wappen sind Tann und Thüngen. Siehe auch: Kdm 1898, S. 189 |
| Nr. 216 S. 91 | 1543 | Peter Erstenberger, Spitalverwalter, Peterskapelle, Südwand ANNO MD. XLIII | DEN XVI MAY STARB DER WOLLACT | BAR VND WE ... | PETER ERSTEBERG | MENS SV | PER AST | RA SEDET (Die Seele hat ihren Sitz über den Sternen.) Siehe auch: Spuren in Stein: Peter Erstenberger |
| Nr. 252 S. 105 | 1579 | Bruchstück eines Grabmals, Peterskapelle (Bruchstück über Nr. 258) IESVS CHRISTVS WARER MENSCH VND GOTT HERR BESCHER VNS DAS DEGLIG BROTT HERR HILF VNS ARME SVNDER IN VNSER LETZEN NOT AMEN 1579 |
| Nr. 258 S. 107 | 1582 | Endres Walz, Bürger, und Margaretha, seine Frau, Peterskapelle, Nordwand ANNO 1582 VFF MATHEI IST IN GOTT VERSCHIEDEN DER ERBAR VND FVRNEMER ENDRES WALTZ BVRGER ZV BISCHOFSHEIM VNND ANNO 1582 DEN 20 TAG MARCI IST VERSCHIEDEN DIE ERBARE VND TVGENTSAME FRAW MARGARECHA SEIN ECHLICHE HAVSFRAW DEREN SELLEN GOTT GNEDIG SEIN WOLLE AMEN. Leeres Kreuz vor einem Geheimschrein, darunter links und rechts eine kniende Familie von zehn Köpfen; 261 mal 174 Zentimeter. Siehe auch: Kdm 1898, S. 198 |
| Nr. 277 S. 116 | zwischen 1591 und 1600 | Alexander von Riedern († 1588) und Anna Maria von Crailsheim, Stadtkirche, nördliches Seitenschiff Prunkgrabmal mit den Freigestalten des Ehepaars vor dem Kruzifix, dem Würzburger Meister Hans Rodlein zugeschrieben. Im Gebälk 14 Wappen. Auf den Schiefertafeln im Sockel reimt die Inschrift als Akrostichon den Namen ALEXANDER VON RIDERN; die Tafeln berichten vom Tod am 15. März 1588 mit 32 Jahren und von der Stiftung durch die Witwe, die 1623 starb. Siehe auch: Kdm 1898 (Epitaph der Riedern), Gehrig/Müller; Riedernhof |
| Nr. 282 S. 119 | Ende 16. Jahrhundert | Frau eines Kellers (Name zerstört), Stadtkirche, Keller Sehr abgetreten, in der Mitte ein Wappen mit herabstoßendem Vogel; erkennbar nur noch ... KELLERS ALHIE ELICHE HAVSFRAV. |
| Nr. 283 S. 119 | 1600 | Kilian Kantzler, Ratsverwandter, Peterskapelle, Nordwand GEDENCKE O MENSCH IN ALLE DEINE WEERCKE DEINER LETZTEN DING SO WIRST DV EWIGLICH NICHT SVNDIGEN (Eccle. 7); ANNO 1600 IAR DE 2 IAVNARY IST DER ERNHAFT VND VORNEME HERR KILLIAN KANTZLER GEMESSENER RATHS VERWANDT ALHIE ZV BISCHFFSCHEIM IN GOTT SAILLIG ENTTSCLAFFEN DER ALLMECHTIGE GOTT WOLLE IME EIN FRÖLLICHE AVFFERSTEHVNG VERLEIHEN AMEN. Die untere Tafel gilt seiner Frau Margaretha Speckhardtin, Jahr und Tag sind freigelassen. Stuckwerk, 308 mal 145 Zentimeter, mit Hausmarken. Siehe auch: Kdm 1898, S. 198 |
| Nr. 288 S. 121 | 1602 | Catharina Erstenberger, Tochter des Amtskellers Paul Erstenberger, Peterskapelle, außen an der Südwand ZV EHRE VND EWIGER GEDECHNVS IHREM LIEBEN TÖCHTERLEI CATHARINE SEINES ALTARS I IAR VND 20 WOCHE WILCHES DEN I IVLY AO 1602 VÖ DISER WELT ZV DE HIMLISCHE FREWDE ERFORDERT WÜRDE LIESEN SEINE DAMALS TRAWRIGE ELTER PAVLVS ERSTENBERGER VND OSANNA ERLENBACHIN DISES STAINLEI SETZEN. Im Gebälk ein Chronostichon: ANNVS DOMINI M DC II MENSIS QVINTILIS ... Es ist das einzige Chronostichon innerhalb der Grenzen dieses Bandes; die Jahreszahl ergibt sich aus den überhöhten Buchstaben. Siehe auch: Spuren in Stein: Catharina Erstenberger |
| Nr. 305 S. 127 | 1612 | Margareta Berger, Pfründnerin im Spital, Peterskapelle, außen an der Südwand ANNO 1612 DEN 14 WINTER MON IST MARGARETA BERGER IN IM SPITAL BISHOFSHAIM IN GOTT ENTSCHLAFEN DER SELLEN GOTT GNEDIG SEIN [WÖ]LL. Einfache Platte mit zehn Zeilen von ungeübter Hand; das Wappen mit M B ist unkenntlich. |
| Nr. 306 S. 128 | 1613 | Caspar Stockmeister, Spitalmeister und Ratsverwandter, Peterskapelle, außen an der Südwand ANNO 1613 AUF DEN HEYLIGEN VALTINEN DAS IST DER EHRENHAFFT SORGEACHT HERR CASPAR STOCKMEISTER GEWESENER SPITALMEISTER VND RATHS VERWANDTER ALLHIE ZV BISCHAFFS HEIM IN GOTT VERBLIEBEN DER ALMACHTIG GOTT WOLLE IHME GNEDIG SEIN AMEN. Die Datierung nach dem Valentinstag (14. Februar) kommt hier zum letzten Mal vor. Rechts das Wappen der Erstenberger; 260 mal 110 Zentimeter. Caspar ist der Vater des Heinrich Eberhard Stockmeister (Bildstock Nr. 402). Siehe auch: Bildstock und Grabstein Stockmeister |
| Nr. 315 S. 130 | 1619 | Die drei Söhne des Spitalmeisters Wilhelm Zeitbos und der Christina, Stadtkirche, über dem westlichen Nordeingang LASSET DIE KINDTLEIN VND WEHRET IHNEN NIT ZV MIR ZV KOMEN DANN SOLCHER IST DAS HIMMELREICH MATTHAEI AM 19 CAP; FVNERA QVID MOESTI PLORATIS NOSTRA PARENTES NON MORS SED NOBIS VITA PERENNIS ADEST; DIES EPITAPHIVM HABEN HERR WILHELM ZEITBOS DES RATHS ALHIE VND CHRISTINA SEIN EHELICHE HAVSFRAW ZV CHRISTSELIGER GEDECHTNVS IHREN IN GOTT RVHENDEN DREYEN LIEBEN SOHNLEIN NEMBLICH IACOB ADAM SEINES ALTERS 4 IAR 9 MONAT HANS WILHELM SEINES ALTERS 10 TAG VND DEM DRITTEN WELCHES IN KINDTLICHER VNSCHVLDT OHNE DIE HEILIGE TAVFF TODTS VERFAHREN IN IHRER GROSSE BETRVBNVS VFRICHTEN LASSEN ANNO 1619. Reliefbild aus Stuck, 207 mal 240 Zentimeter, Christus empfängt die von den Eltern geleiteten drei Kinder; im Aufsatz ein Distichon (STYLTE QVID EST MVNDVS MORTIS NISI CAVSA FVTVRA ...). Siehe auch: Spuren in Stein: Söhne des Wilhelm Zeitbos |
| Nr. 317 S. 131 | 1623 | Anna Maria von Wichsenstein, geborene von Crailsheim, Witwe, Stadtkirche, Keller ANNO DONI 1623 DEN 13 TAG MARTI STARB DIE EDLE VND EHRNTVGENTSAME FRAW ANNA MARIA VON WICHSENSTE[IN] GEBORNE VON CRAILSHEIM WITTIB DERE SELE GOT DER [AL]MECHTIG GNEDIG VND BARMHERTZIG SE[IN] WOLLE AMEN. Stark abgetreten, acht Wappen. Sie war in erster Ehe mit Alexander von Riedern verheiratet und stiftete für ihn das Grabmal Nr. 277. Siehe auch: Kdm 1898 (Epitaph der Riedern) |
| Nr. 327 S. 134 | 1636 | Anselm Franz von Sickingen, Kind, Stadtkirche, Westwand A[NS]HELMVS FRANCISCVS VON SICKINGEN | Das adeliche kindt ward geboren den 12 OCTOBRIS Anno 1636 | Starb widerumb den 4 MARTY Anno 1636. Weißer Sandstein, Wappen Sickingen und Dalberg. Der Vater Johann Schweickard von Sickingen war mainzischer Rat und Oberamtmann zu Bischoffsheim. |
| Nr. 329 S. 134 | 1637 | Anna Katharina Echter, geborene von Rotenstein, Peterskapelle, außen an der Südwand (aus der Sebastianskapelle) ANNO 1637 DEN 29 MARCI STARB DIE HOCHEDELGEBORNNE FRAW FRAW ANNA CHATARINA ECHTERIN FREIFRAW GEBORNE ZV R[OTENSTE]INN DEREN SEELEN GOTT GENAT AMEN. In der Mitte die Wappen Echter und Rotenstein, in den Ecken Rotenstein, Stein, Oberstein und Nassau. Siehe auch: Spuren in Stein: Anna Katharina Echter |
| Nr. 330 S. 134 | 1637 | kurmainzischer Keller (Name nicht lesbar), Stadtkirche, Keller ANNO 1637 DEN IX APRIL IST DER EHRNVEST HOCHACTBAR HERR IOANN CHVR MEINTZ KELLER ALHIE SEELIG ENTSCHLAFEN DESSEN SEEL GOTT GENEDIG [S]EIN AMEN. Mit dem Steinmetzzeichen C S im Giebel der Schrifttafel. Siehe auch: Spuren in Stein: Johann Sauer, Amtskeller |
| Nr. 355 S. 136 | 1645 | Jacobus Pfreundschick, Ratsherr, Gönner des Klosters, heute im Hof des Rathauses, vom Franziskanerkloster ANNO 1645 29 NOV OBIIT ORNATIS DNS IACOBVS PFREVNDSCHICKH ORDINIS SENA ET S FRANCI HVIVS LOCI FAVTOR SINGVLARIS CVIVS ANIMA REQVIESCAT IN PACE. Einfache Platte, acht Zeilen. |
Bauinschriften, Sakramentshäuschen, Altarflügel und Votivtafel
| Nr. | Jahr | Inschrift oder Befund |
|---|---|---|
| Nr. 16 S. 22 | 1474 | Sebastianuskapelle, Nordwand außen über dem Fenster des Erdgeschosses Lob und ere allen heiligen. Als man zalt MCCCC LXXIIII in der christenheit sant Appollinaris tag (23. Juli) wart der erst stein gelegt. Got geb allen den das ewige leben die ir hilff und stewr dorzu tun oder geben. (Wortlaut sinngemäß aus der schwer lesbaren Wiedergabe des Katalogs) Steintafel in erhabener Schrift, 60 mal 178 Zentimeter. Der Katalog hält die Schriftformen für die besten erhabenen des ganzen Gebietes; die letzte Zeile verweist auf Beisteuer in Geld, Material oder Diensten. |
| Nr. 17 S. 22 | um 1474 | Sebastianuskapelle, Quaderstein außen Trost got alle glaubige seele (Wortlaut sinngemäß) Der Spruch wendet sich an die Lebenden wie Nr. 16 und 18 und passt zum Friedhof ringsum und zum Beinhaus im Untergeschoss; er kann auch als Segensformel für alle hier Liegenden gelesen werden. |
| Nr. 18 S. 23 | um 1474 | Sebastianuskapelle, Kragstein am nordwestlichen Eckpfeiler gnotosolitos (in der Schreibung der Vorlage) Ein Kragstein mit einer Figur, die nach unten zeigt, und einer lange rätselhaften Inschrift. Seit Mone gab es viele Deutungen (gnoti seauton, gnotos solidos, gnoto soli deo und andere). Der Katalog löst das Rätsel mit einem Fund von Preisendanz: Eine Inkunabel von 1476 trägt den Titel „gnotosolitos sive speculum conscientiae“ (Arnoldus de Geilhoven, Brüssel), und die Quelle setzt das Wort mit „nosce te ipsum“, Erkenne dich selbst, gleich. An einer Kapelle mit Beinhaus meint das die Rede der Toten an die Lebenden. |
| Nr. 38 S. 29 | 1563 | Haus Kirchplatz 1, Holzbalken über dem ersten Obergeschoss MENSCH DV MVST STERBEN DAR FVR HILFT NICHT VND WEIST NICHT VF WELCH BETT DAS GESICHT WEST NIT WIES WIRT GAN DARUMB SOLTV ALBE GEN IN REW STAN Sichtbare Höhe 20, Länge 270 Zentimeter, Schrift 5 Zentimeter; die Inschrift wurde erst 1933 freigelegt. Der Katalog erwägt, im Nebensatz sei ein Verbum ausgelassen (etwa „wirst legen“) oder „vf welch(em) bett das geschieht“ zu lesen. |
| Nr. 60 S. 41 | nach 1588 | Landratsamt, Steintafel über dem Eingang Über der Tafel drei Wappen mit den Überschriften WISCHENSTEIL RIEDERN CHREILSHEIM. Links: IM IAR ALS MAN ZALT FVNFZEHENHVNDERT VND DARZV ACHTZIG ACHT BESVNDER DER LEZT DES EDLEN VHRALTN STAMMEN DERN VON RIDERN ALEXANDER MIT NAMEN ALS ER IM IAR IETZ OBGEMELT SELIG ABSCHIDT VON DISER WELT DISEN EDLEN SITZ IN BISCHOFSHEIM DER STAT SEIM EHELICHEN GEMAHL LEGIRT HATT DER EDLEN VND EHRNTVGENTSAM ANNA MARIAE VON CRAILSHEIM. Rechts: WELCHE DEM EDLN VON WICHSENSTEIN IVNGKER BERNHADN VERMEHRET WAHR HERNACH IM NEVN VND ACHTZIGSTEN IAHR EIN IVNGKER FVRWAR AVFRECHT VND FRVM VND IST ALSO IN ERZELTER SVM DIS HAVS VON DERN VON RIDERN STAMMEN AN GEMELTE FRAVE VON CRAILSHEIM KOMMEN VND IRE NECHSTE ERBEN ALL ODER WEM SIES VERSCHAFF DVRCH TODTS FALL WELCHEN O HERR IN IENEM LEBEN WOLST EWIGE FREVDT VND WONVNG GEBE Das Gebäude stammt von 1750; die Tafel ist vom früheren Riedernhof übernommen (67 mal 86 Zentimeter, stark übermalt). Zu den drei Genannten vgl. das Grabmal Nr. 277. |
| Nr. 88 S. 49 | 1612 | Oberes Tor, Rundbogentor, früher am abgegangenen oberen Stadttor, heute an der Mühle in der Dittigheimer Straße IOANNES SCHWICHARDVS ARCHEPISCOPVS MOGVNTINVS PRINCEPS ELECTOR; unten links: CASPAR LERCH VON DVRMSTEIN CHVRFVRSTLICHER MENTZSCHER AMBTMAN ALHY A° 1612; rechts: PAVLVS ERSTENBERGER AMBTS KELLER BERNHART BAIER WOLF MVLLER DISER STAT RENTMAISTERE Im Gesims über dem Rundbogen zwei kleine Wappen: links Lerch von Dirmstein, rechts ein Rad, das auch als Helmzier erscheint (vielleicht das Wappen von Tauberbischofsheim); in der Mitte das Wappen des Erzbischofs. Die Inschrift hält die Erneuerung des Oberen Tores 1612 fest. Die Nebenpforte trägt: ANNO 1812 HAT STEPHAN WEBER UND SUSSANA WEBERN EINE GEBOHRNE KREUTTERN DISSEN BOGE VON DER STATT BISCHOFSHEIN GEKAUFT UND HIERHER SETZEN LASSEN. Der Katalog erwähnt, Lerchs Grabstein habe früher im Peterskirchhof gestanden. |
| Nr. 490 S. 178 | 1448 | Stadtkirche, Stamm des Sakramentshäuschens im Chor Anno domini MCCCC XLVIII sein baumeister gewesen dis werkes Conrad Stoll, Conrad Heimburg und hat gemacht meister Dietrich Krebs von Münster (Wortlaut sinngemäß aus der schwer lesbaren Wiedergabe des Katalogs) Der achteckige Stamm steht mit einer Seite an der Wand, die sieben freien Seiten tragen die Schrift. Darüber zwei Wappen: Diether von Erbach, Erzbischof von Mainz, und das Mainzer Domkapitel. Der Katalog berichtigt ältere Deutungen: „baumeister“ bedeutet hier Bauherr, Stoll und Heimburg sind die Auftraggeber, und der Meister des Werkes ist Dietrich Krebs, der vermutlich aus Münster im Oberamt Mergentheim stammt. Die beiden Namen stehen auch auf der Glocke von 1448 (Nr. 445). |
| Nr. 492 S. 178 | vor 1500 | Zwei Altarflügel im katholischen Pfarrhaus (Stand 1942) Auf Spruchbändern lateinische Gebete (die „Versiculi S. Gregorii“) links, deutsche Verse rechts, z. B. „Gott mein schöpffer und erlöser ...“ Beiderseitig bemalte Flügel, außen Petrus und Paulus, innen die Stifterfamilie kniend in Anbetung: links der Vater mit neun Söhnen, von denen einer geistlich gekleidet ist, rechts die Mutter mit fünf Töchtern. Jede Gestalt trägt ein Spruchband. Die Flügel waren als Schranktüren verwendet und dabei verkürzt worden, so dass Enden der Bänder verloren gingen. Ehrensberger hat die Quelle der lateinischen Verse gefunden, es sind die Gebete des heiligen Gregor aus mittelalterlichen Gebetbüchern. Maße der Originalteile 102 mal 50 Zentimeter. |
| Nr. 516 S. 187 | 1615 | Votivtafel außen an der Peterskapelle GOTT ZV LOB V EHR IST GESETZT HIEHER DVRCH HER DAVIT SPETH DES RATHS V BARBARA SEN EHL HAVSFRAV DISER STATS ANNO DOMINI 1615 W:G:W:S:I:M:Z: Bemalte Tafel, 83 mal 58 Zentimeter. Die letzten sieben Buchstaben lassen sich als Spruch deuten: Wie Gott will, so ist mein Ziel. David Speth wird auch in Nr. 90 genannt. In der Kunsttopographie von 1898 heißt die Tafel Votivtafel David und Barbara Speth. |
Quelle: Ernst Cucuel, Hermann Eckert: Die Inschriften des badischen Main- und Taubergrundes (Wertheim-Tauberbischofsheim). Die Deutschen Inschriften, 1. Band (Heidelberger Reihe, 1. Band). Stuttgart 1942 (Metzler), Nachdruck Stuttgart 1969 (Druckenmüller). Flurdenkmäler Nr. 341-425, Grab- und Gedächtnisinschriften Nr. 102-340.