Grenzsteine Tauberbischofsheim

Die Grenzsteine der Gemarkung Tauberbischofsheim

Rund 30 Kilometer lang ist die Grenze, die Tauberbischofsheim von seinen Nachbarorten trennt. Über Jahrhunderte war sie mit Steinen markiert. Wo sie standen, wie sie aussahen und welche Zeichen sie trugen, hielten die Grenzgänger in Protokollen fest – das älteste stammt von 1569, das jüngste von 1893.

Diese Website führt die neun erhaltenen Grenzbeschreibungen Stein für Stein zusammen und vergleicht sie mit dem, was bei den Begehungen von 2017 bis 2021 im Gelände noch zu finden war. Für jeden Stein lässt sich verfolgen, wann er zum ersten Mal erwähnt wird, wie er beschrieben wurde und ob er heute noch steht.

Moosbewachsener Grenzstein aus Sandstein im Wald. Auf der Vorderseite ein Wappenschild mit dem Mainzer Rad.
Stein 58 von 1508 beim Heidenkessel am Hang des Wieselbergs, an der Grenze zu Dittwar: Wappenschild mit Mainzer Rad. Foto: Hendrik Beierstettel

Wo Sie anfangen können

Karte der Grenzsteine Alle Steine auf der Karte, mit den historischen Beschreibungen, Fotos, alten Flurkarten und Flurnamen. Funktioniert auch unterwegs auf dem Handy. Verschwundene Steine Wo standen die Steine, die heute fehlen? Die Karte berechnet ihre Standorte aus den Abstandsangaben der alten Protokolle und zeigt, wie sicher jede Angabe ist. Die Protokolle Die handschriftlichen Grenzbücher von 1569 bis 1872 – und ein Stein, im Original und in der Abschrift durch drei Jahrhunderte verfolgt. So wird gerechnet Wie aus alten Rutenangaben und heute noch stehenden Steinen ein Standort wird – Schritt für Schritt an einem Beispiel, dem verschwundenen „1308er“. Steine suchen Einen bestimmten Stein finden oder Steine nach Merkmalen auswählen, etwa alle mit Mainzer Rad an der Grenze zu Impfingen.

Die Grenze und ihre Nachbarn

Die Gemarkung Tauberbischofsheim grenzt an Impfingen, Hochhausen, Dittigheim, Dittwar, Königheim, Dienstadt, Großrinderfeld, Grünsfeldhausen und Grünsfeld. Bis 1803 war Tauberbischofsheim eine kurmainzische Amtsstadt; mehrere Nachbarorte gehörten zum Hochstift Würzburg. Viele Steine tragen deshalb auf der Bischofsheimer Seite das Mainzer Rad und ein kleines „b“ für Bischofsheim, auf der Rückseite das Zeichen des Nachbarorts.

Die Quellen

Grundlage sind die Protokolle der Grenzgänge von 1569 (wiederholt 1580), 1608, 1683, 1700, 1749 und 1872, die Großrinderfelder Grenzbegehung von 1784 und die Grenzberichtigungen von 1887 bis 1893. Bei jedem Grenzgang wurde die Grenze abgeschritten; die Protokolle zählen die Steine, beschreiben ihre Zeichen und nennen ab 1608 auch die Abstände in Ruten. Wie die Angaben ausgewertet wurden, steht unter Quellen und Methode.

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