Büscheme · Geschichte einer Stadt an der Tauber

Sonderseite

Bildstöcke und Kleindenkmale

Die tauberfränkische Landschaft ist wie wenige andere vom Bildstock geprägt. Wegkreuze, Sühnekreuze, Wetterkreuze, Bildstöcke und Kapellen stehen an alten Straßen und auf Anhöhen, oft an Stellen, die ein Gelübde, ein Unglück oder eine Dankbarkeit festhält. Auf Tauberbischofsheimer Gemarkung sind es viele: Der frühere Stadtarchivar Siegel zählte vierunddreißig Bildstöcke, und bei einer Erfassung der Flurdenkmale 1963 kamen für die Gemarkung 187 Objekte zusammen, die Grenzsteine eingerechnet.

Diese Seite stellt zunächst die Objekte vor, die Franz Gehrig und Hermann Müller in ihrer Stadtchronik von 1997 beschreiben. Sie sind samt Stiftern, Inschriften und Standorten dort belegt. Im zweiten Teil folgen alle Kleindenkmale, die auf der Gemarkung kartiert sind. Zu ihnen kommen Fotos und Beschreibungen nach und nach hinzu.

Die Steinkreuze unter ihnen, die Sühnekreuze, sind eine eigene Gruppe: Sie stammen meist aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit, tragen selten eine Inschrift und stehen oft an alten Wegen. Was man über sie sagen kann und was nicht, erklärt ein Kasten im Kapitel über Hexenzeit und Cent; die Zeichen auf den Kreuzen, etwa Pflug oder Küferhammer, deutet die Forschung meist als Berufszeichen, nicht als Tatwerkzeug. Im Inventar von Bernhard Losch (1981) sind für das Stadtgebiet fünfzehn Nummern verzeichnet, darunter die drei Kreuze an der Laurentiuskapelle, und ein Kreuz gilt als gestohlen; sie sind im Abschnitt „Steinkreuze und Sühnekreuze“ weiter unten beschrieben.

Neu ist der Abschnitt Karl Kolb 1952 und die Fotos von Dr. Ihringer: Kolbs Buch „Bildstöcke im Taubertal“ verzeichnet viele Bildstöcke der Gemarkung, und ein Exemplar mit eigenen Fotos aus den Jahren 1952 bis 1958 zeigt viele von ihnen, wie sie damals aussahen.

Zu Siegels Zählung und zur Erfassung von 1963 vgl. die Seite „Bildstöcke“ bei Jürgen Wohlfarth, buescheme.de. Die Zählungen sind nicht streng vergleichbar: Siegel meint Bildstöcke im engeren Sinn, die Erfassung von 1963 alle Flurdenkmale.

Die Gemarkung im Überblick

Jeder Punkt ist ein kartiertes Kleindenkmal, insgesamt 137. Die nummerierten roten Kreise sind die Stücke, die weiter unten nach Gehrig/Müller beschrieben werden. Die Karte ist schematisch: Umriss der Gemarkung und Lage der Objekte, ohne Straßen und Gelände.

mit Nummer: in Gehrig/Müller beschrieben
AltstadtWürttemberg-Denkmal (1866)1. WK-KriegerdenkmalVölkerschlachtdenkmalDenkmal für die deportierten JudenLeuze-Gehring-Denkmal (1866)Reuß-DenkmalAugust-Draude-GedenksteinDahl-Gedenktafel (Silberbrünnle)Stockmeister-Grabstein (Peterskapelle)Völkerschlachtdenkmal (früherer Standort, Friedrichshöhe)Eberhard von RiedernHense KremerJohannes SpehrDie adelige JungfrauDas Epitaph der Zeitbos-SöhneAnna Maria von WichsensteinDer kurmainzische KellerAnna Margaretha Echter von MespelbrunnMaria Margaretha KrebnerLandolphus von HoheneckLothar Friedrich von HoheneckMaria Sophia SauerWilhelm BögnerDie Frau mit dem Rosenkranz (Fragment)Hans WeinleinDie Kellersgattin mit dem VogelwappenPfarrer Konrad Herolt aus UissigheimAnselm Franz von SickingenDie Hügel- und Weber-TafelDas Riedern-EpitaphJacobus PfreundschickDas Schloss und der Meister HansDie Lerch-Tafel im RathaushofDie Henneberg-Tafel im RathaushofDie Stadtfahne von 1618Der Spruchbalken am KirchplatzLiobaplatz 2Martinsgasse 1Hauptstraße 12 („Ein und aus“)Frauenstraße, Ecke Untere GasseFrauenstraße 35Das Fachwerkhaus von 1592 in der FrauenstraßeDer Rehhof am Marktplatz 6Zwinger 2: Die Zehender-TafelDer Hausspruch in der BachgasseDer Wartturm auf dem HöhbergDer WolfsturmDer Wartturm am EdelbergDas Sakramentshäuschen der StadtkircheSpraitkapelle (obere)Spraitkapelle (untere)RektorskapelleLorenzikapelleStammbergkapellePeterskapelleMaria-Hilf-KapelleSebastianuskapelleHöhberg-KapelleNepomukPieta (Konvikt)Pieta (Stammberg) (Nr. 8)Pieta (Rektorskapelle) (Nr. 7)Nepomuk (Manggasse)Pieta (früherer Standort, Hauptstraße)Der Nepomuk auf der Süßbrücke in DittwarDie Brückenmadonna „Maria Ostiaria“ gegenüber der StadtkircheSühnekreuz im ForstgrundSühnekreuz am Paimarer WegSühnekreuz am HottenlochGedenkkreuz am Dienstadter WegSchwertkreuz am TeufelslochKlinglerin-Kruzifix (1590; auch Siebmacherkreuz)Arma-Christi-KreuzRincker-Kreuzigungsgruppe (Nr. 10)Butterhändlerkreuz (1491)Lang-KruzifixZubrod-KruzifixRichtplatzkreuzLerch-Kruzifix (Nr. 9)MissionskreuzFriedhofskreuzLeintal-KruzifixSühnekreuz Alte StraßeSühnekreuz an der Dienstadter Straße3 Sühnekreuze an der LorenzikapelleSühnekreuz am BrennerWegkreuz bei Bildhauer FleckSteinkreuz Dienstadt (Kreuzacker)Schwedenkreuz Dittwar (Hans Weber 1644)Hegeleinskreuz Dittwar (Langenberger 1607)Steinkreuz Hochhausen (Kreuz-Gewann)Kruzifix in der StadtkircheRies-KreuzschlepperBrenner-Kreuzschlepper (Rest)Wallfahrer-BildstockBildstock ForstbuckelStefans-PietaKreuzigungsbildstock (1666)LeprosenbildBildstock Alter und neuer AdamWendelinsbildBrenner-PietaHeilige Familie am Brenner (Nr. 5)Blockbild (Nr. 3)Mariensäule (Krankenhaus) (Nr. 4)Mariensäule (Heimberg) (Nr. 6)Reuß-PietaMaria Einsiedeliensis (Landratsamt)Pieta 1669 (Nr. 2)Retter der Stadt (Nr. 1)Zeitbös-Pieta (Nr. 11)Kreuzigungsbildstock (Stammberg, 1659)Grablegungsbildstock (Stammberg, 1643)Appental-FeldkapelleSpöhr-BildHottenloch-PietaHeilige Familie im MuckbachtalMetzger-BildstockMarienkrönung (Dienstadter Weg)Blutbild im LeintalDawerdle-NothelferGrenz-BildstockHupp-PietaMaria-Hilf-Bildstock (Staub) (Nr. 12)Maria-Hilf-Oberteil (Hauswand Dölzer)Ruhe Christi (Geiersberg) (Nr. 14)Ruhe Christi (Original, Foyer)Bildstock zur Friedhofsgründung (Hochhausen) (Nr. 13)Nothelfer-Bildstock (Königheimer Straße)Leprosenbild (Original, Peterskapelle)Bildstock Klostergasse (abgegangen)Bildstock Hauptstraße (Haus Burger, verschollen)Nothelfer-Oberteil (Museum im Schloss)Kreuzigungsreliefs (Limbachhaus)Kreuzigungsrelief (Sebastianuskapelle)Nothelfer-Bildstock (früherer Standort, Impfinger Straße)Maria Einsiedeliensis (Konviktsgarten)10953462111121413871 kmN
Kleindenkmale auf der Gemarkung Tauberbischofsheim. Positionen nach eigener Erfassung (GPS), Gemarkungsumriss nach der Grenzstein-Karte.

Die Inschriften sind so wiedergegeben, wie Gehrig/Müller sie mitteilen, ohne Auflösung der Abkürzungen und ohne Zeilenumbrüche. Die Standortangaben gelten für 1997; mehrere Stücke wurden versetzt (Block-Bildstock, Pietà der Rektorskapelle, Mariensäulen, Lerch-Gruppe).

Bildstöcke und Säulen

Gehrig/Müller greifen aus den vielen Bildstöcken der Gemarkung neun heraus. Alle stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, der „überaus bildstockfreudigen Zeit des Früh-, Hoch- und Spätbarock“.

Nr. 1

Der Stockmeister-Bildstock

1626 · Am Beginn des Stammbergwegs, vor der Außenmauer des früheren Konviktsgartens

Der Drei-Lilien-Bildstock beim Konvikt, frontal.
Der Drei-Lilien-Bildstock beim Konvikt, frontal.
Inschrift und Wappen am Sockel, sehr schwer lesbar.
Inschrift und Wappen am Sockel, sehr schwer lesbar.
Der Bildstock im heutigen Umfeld.
Der Bildstock im heutigen Umfeld.

Ein großer Gedenkstein, errichtet nach dem frühen Tod des achtzehnjährigen Heinrich Eberhardt Stockmeister, der am 29. Dezember 1626 nach langer Krankheit starb. Sein Vater Caspar Stockmeister war Ratsmitglied und Spitalmeister gewesen. Den Mittelteil nimmt ein Relief der Kreuzigung mit Maria und Johannes ein. Darüber sitzt ein giebelförmiger Aufbau mit dem Jesus-Monogramm IHS in einer ovalen Kartusche, der vielleicht erst später aufgesetzt wurde. Die Schrifttafel im breiten Sockel ist stark verwittert, ebenso das Wappenschild mit der Lilie der Familie.

An dem Stein hängt eine Geschichte. Nach Berberich soll er die Stadt 1806 vor dem Untergang bewahrt haben: Weil ein französischer Soldat ermordet worden war, sollte Bischofsheim niedergebrannt werden. Man führte den französischen Offizier zum Stockmeister-Bildstock, dessen Lilie zugleich das Wappen der französischen Könige war, und der Offizier ließ die Stadt in Ruhe. Gehrig/Müller geben die Erzählung nach Berberich wieder; einen Aktenbeleg nennen sie nicht.

Gott zu Lob und Eren auch alle die fürüber gehn zur Andacht und Dancksagung des unschuldigen Leiden Jesu Christi hat der erbar Jüngling Heinrich Eberhardt Stockmeister selligen Herr Caspar Stockmeister selig des Raths alhie hinderlassener Son dis Bildt alhero verschafft welcher dan auch nach groser Leibs Schwagheit ist in Gott seeliglich entschlaffen im Jahr 1626 den 29. December seines Alters gewest achzehn Jahr deme Gott genedig sein wolle Amen.

Sockel

Auf der Übersichtskarte: Nr. 1

Gehrig/Müller 1997, S. 478 (mit Verweis auf Berberich 1895, S. 159, und Kolb, Bildstöcke im Taubertal, 1952, Nr. 64).

Nr. 2

Der Rab-Bildstock

1669 · Am Beginn der Hochhäuser Straße, etwa in Höhe des Bahnhofs, links vor der Böschung

Kolb Nr. 135: Der Rab-Bildstock von 1669 an der Hochhäuser Straße. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
Kolb Nr. 135: Der Rab-Bildstock von 1669 an der Hochhäuser Straße. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.

Georg Rab und seine Frau Maria ließen ihn 1669 errichten; ihr Name steht auf der Rückseite des Sockels. Die von einem Kreuz bekrönte Bildtafel zeigt Maria mit dem Leichnam Jesu, links den heiligen Georg, rechts Maria Magdalena mit Salbgefäß und Totenkopf. Die Relieffiguren sind vorzüglich gearbeitet, ebenso die Engelsköpfe an der vierkantigen Säule und die Männerköpfe seitlich am Sockel.

Über den Stifter ist wenig bekannt. Georg Rab starb am 14. März 1708 mit achtzig Jahren; einen Beruf nennt das Totenbuch nicht. 1720 ist ein reicher Antoni Raab erwähnt, der zur Familie gehören könnte.

O du allerh(eiligste) Jungfraw Maria, wir bitten Dich, Du wollest Deinen Lieben Sohn für uns bitten, dass er uns gnädig sei.

Sockel

Auf der Übersichtskarte: Nr. 2

Gehrig/Müller 1997, S. 478 (mit Verweis auf Kolb, Bildstöcke im Taubertal, 1952, Nr. 135, und Kolb, Das Madonnenland, 1970, Nr. 34).

Nr. 3

Der Block-Bildstock

1724 · Am Querweg unterhalb des Hauses Heimberg zum Krankenhaus; früher an der Chorseite der Peterskapelle

Kolb Nr. 127: Der Block-Bildstock von 1724, damals vor der Peterskapelle. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
Kolb Nr. 127: Der Block-Bildstock von 1724, damals vor der Peterskapelle. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
Kolb Nr. 127: Der Block-Bildstock vor der Außenwand der Peterskapelle, mit einer Grabplatte im Hintergrund. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
Kolb Nr. 127: Der Block-Bildstock vor der Außenwand der Peterskapelle, mit einer Grabplatte im Hintergrund. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.

Der große, figurenreiche Bildstock des Andreas Block stand ursprünglich an der Chorseite der Peterskapelle. Die Stadt schenkte ihn dem Landkreis. Auf der Vorderseite zeigt die Bildtafel die selten dargestellte Kreuzabnahme. Die Rückseite zeigt das Kreuz in einem Wolkenkranz, darunter links den Vater mit sechs Söhnen, rechts zwei Töchter und die Mutter, jeweils mit einem Sterbekreuzchen über dem Kopf. Das Ganze krönt die heilige Barbara mit dem Kelch; weil ihr nach der Legende im Kerker ein Engel Kelch und Hostie reichte, gilt sie als Patronin einer gesegneten Sterbestunde. Unter dem Kreuz ist das Bruchstück einer Inschrift zu erkennen: „Hier liegen neun begraben …“, der Rest ist weggebrochen.

Heute steht im Sockel „Die Kreisstadt dem Main-Tauber-Kreis“. Nach Kolb lautete die frühere Inschrift auf eine Grabstätte des Andreas Block, der am 31. Januar im fünfzigsten Lebensjahr gestorben sei. Der Steinmetz Andreas Block wird 1718 im Taufbuch als Pate genannt, sein Sohn Johannes, ebenfalls Steinmetz, war 1724 Taufpate. Mehr weiß man von der Familie nicht.

VOR IHN DAS HAT VERFERTIGT IOANNES ANDREAE SOHN DESWEGEN ER HABEN SOLL EIN KVNFTIGE CRON ANNO MDCCXXIV.

Vorderseite

Auf der Übersichtskarte: Nr. 3

Gehrig/Müller 1997, S. 478 f. (mit Verweis auf Kolb, Bildstöcke im Taubertal, 1952, Nr. 127).

Nr. 4

Der Keim-Bildstock vom Wolferstetter Hof

1745 · Vor dem Eingang zum Kreiskrankenhaus

Eine hohe Säule, von traubenbehangenen Rebzweigen umwunden, darüber steht über einem korinthischen Kapitell die Rosenkranzmadonna mit dem Kind. Der Bildstock stammt vom Wolferstetter Hof und ist ein privates Geschenk an den Landkreis. Der Hofbauer Jacob Keim, der ihn 1745 aufrichten ließ, starb 1747. Sein Sohn Peter Keim, verheiratet mit Anna Maria, geborene Gärtner, wurde der nächste Hofbauer.

ZV LOB VND EHREN DER H(eiligen) JVNGFRAV MARIA HAD JACOB VND PETER KEIM ANAMARIA SEINE HAVSFRAV VON WOFVER STETHDEN AVFRICHDEN LASEN DISES 1745.

Sockel

Auf der Übersichtskarte: Nr. 4

Gehrig/Müller 1997, S. 480 (mit Verweis auf Kolb, Das Madonnenland, 1970, Nr. 443).

Nr. 5

Der Hefner-Bildstock

1746 · An der Albert-Schweitzer-Straße, etwas oberhalb der Abzweigung Goethestraße, links

Ein hoher Bildstock, der fast aus derselben Zeit stammt wie der vor dem Krankenhaus. Auch hier umwinden traubenbehangene Rebzweige die Säule. Über dem korinthischen Kapitell zeigt eine Bildtafel die Heilige Familie und die Heiligste Dreifaltigkeit: in der Mitte Jesus, Maria und Joseph, darüber der Heilige Geist als Taube, ganz oben Gott Vater.

Die Stifter Martin Hefner und seine Frau Maria Margaretha stammen offenbar aus Külsheim. Die Stadt Külsheim hat den Bildstock, der ursprünglich in ihrem Gemeindewald stand, dem Landkreis überlassen.

ZV EHREN DER ALLERH(eiligsten) DREIFALDIGKEIT HAT MARTIN HEFNER, SEINE HAVSFRAV MARIA MARGAREDA DISES BILDNVS AVFRICHDEN LASEN 1746 DEN 1. MARCI.

Sockel

Auf der Übersichtskarte: Nr. 5

Gehrig/Müller 1997, S. 481.

Nr. 6

Die Mariensäule des Schultheißen Baer

1792 · Vor dem Eingang zum Haus Heimberg, links; früher auf Hochhäuser Gemarkung am Weg Richtung Uissigheim

Eine hohe Mariensäule, die ein Privatmann dem Krankenhaus schenkte. Nach der Inschrift im Sockel stiftete sie 1792 der Hochhäuser Schultheiß Caspar Baer. Das Hochhäuser Standesbuch rühmt ihn: 25 Jahre sei er „zur Genugtuung aller ein guter und lobenswerter Schultheiß“ gewesen, danach sieben Jahre „an Leib und Kräften sehr schmerzlich krank“. Er starb am 30. September 1800.

Auf der Übersichtskarte: Nr. 6

Gehrig/Müller 1997, S. 481.

Pietà und Kreuzigungsgruppen

Daneben stehen auf der Gemarkung mehrere Großplastiken. Zwei davon sind Pietà-Gruppen, zwei Kreuzigungsgruppen, alle vier sind Stiftungen einzelner Bürger oder Amtsträger.

Nr. 7

Die Pietà der Rektorskapelle

1626 · Heute auf dem Hammberg am Waldrand; bis 1970 an der alten Würzburger Straße, gegenüber dem Kriegerdenkmal von 1866

Die Rektorskapelle am heutigen Standort am Waldrand des Hammbergs, seit Mai 1970. Foto: Hendrik Beierstettel.
Die Rektorskapelle am heutigen Standort am Waldrand des Hammbergs, seit Mai 1970. Foto: Hendrik Beierstettel.
Die nahezu lebensgroße Pietà bildet bis heute das Zentrum der Kapelle. Foto: Hendrik Beierstettel.
Die nahezu lebensgroße Pietà bildet bis heute das Zentrum der Kapelle. Foto: Hendrik Beierstettel.
Auf der linken vorderen Säule steht die Stifterinschrift mit der Jahreszahl 1626. Foto: Hendrik Beierstettel.
Auf der linken vorderen Säule steht die Stifterinschrift mit der Jahreszahl 1626. Foto: Hendrik Beierstettel.
Die Kapelle am ursprünglichen Standort an der alten Würzburger Straße, nach dem Umbau von 1892; rechts die Einfriedung des Soldatengrabs. Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde, Foto: Joseph oder August Heer.
Die Kapelle am ursprünglichen Standort an der alten Würzburger Straße, nach dem Umbau von 1892; rechts die Einfriedung des Soldatengrabs. Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde, Foto: Joseph oder August Heer.

Vier Säulen aus rotem Sandstein, ein geschwungenes Dach und darunter eine nahezu lebensgroße Pietà: Die Schmerzensmutter hält den Leichnam Christi auf dem Schoß. Das Datum der Stiftung steht in Stein gehauen. Am Vorabend des Festes Mariä Geburt, am 7. September 1626, ließen zwei Bürger der damaligen Stadt Bischofsheim das Werk errichten, mitten im Dreißigjährigen Krieg; 2026 wurde die Kapelle also vierhundert Jahre alt. Kenner der tauberfränkischen Marienbilder nennen die Pietà eine „seitenverkehrte Dettelbacher Pietà“.

Von den beiden Stiftern lässt sich Caspar Liebler am besten fassen. Er war ein Sohn Balthasar Lieblers und heiratete 1617 Katharina Stockmeister, die Tochter des Spitalmeisters. Das Melusinenhaus an der Hauptstraße, 1628 erbaut, war das Wohnhaus der Familie; nach dem Landschiederbuch lag es um 1650 im zweiten Haus unterhalb von Wacht- und Fleischhaus. Später war Liebler Ratsherr, für die Jahre 1646 bis 1648 ist er in diesem Amt belegt. Über Jacob Trefs ist wenig bekannt; seine Familie ist in Bischofsheim seit 1551 nachweisbar.

Den Namen Rektorskapelle verdankt der Bau nicht den Stiftern. Er kam erst gut zweihundert Jahre später auf: Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zog der Schulrektor jeden Samstag mit Kindern zur Kapelle, hielt dort eine Andacht und sang mit ihnen Marienlieder. Vermutlich war es Franz Anton Zipf (Zipp), laut Stadtchronik 1811 und 1812 Rektor und Chorleiter, zuvor Kantor; eine Akte des Generallandesarchivs Karlsruhe nennt ihn 1807 „Schul Cantor“, damals bat er um Besserstellung. Er starb am 14. Dezember 1812. Wie die Kapelle in den knapp zwei Jahrhunderten davor hieß, ist nicht überliefert.

Bis zum Frühjahr 1970 stand die Kapelle an der alten Würzburger Straße nahe dem heutigen Krankenhaus, gegenüber dem württembergischen Denkmal für die Gefallenen des Gefechts von 1866. Auf alten Aufnahmen ist sie ein geschlossener Bau mit Tür und Fenstern, doch das war nicht ihre ursprüngliche Gestalt: 1892 hatte man sie mit freiwilligen Beiträgen wiederhergestellt und dabei den offenen Säulenbau mit Mauern und Fachwerk verschlossen. Im Januar 1968 kündigten die Fränkischen Nachrichten an, die Kapelle solle wieder ins freie Feld kommen; sie verliere im Schatten der Bonifatiuskirche und der Bebauung auf dem Brenner ihren Charakter, außerdem erforderten die Straßenverbreiterung beim Krankenhausneubau und der schlechte Zustand eine Versetzung. Am 27. Mai 1970 meldete die Zeitung den vollendeten Wiederaufbau im Hammbergwald, auch Kaiserspitze genannt. Dort entfernte man Wände und Fachwerk wieder; Säulen, Dach und Pietà blieben erhalten. Der heutige Bau steht damit dem Aussehen von 1626 näher als der letzte Zustand vor der Versetzung.

Anno Christi 1626 Jar uff Mariae Geburt Abent gar ist Jesu und Maria zu Ehren von Caspar Libler, Jacob Trefs Bürger wohnent beyd in dieser Statt Bischofsheim diß werck hirgsatzt.

Linke vordere Säule des Schutzdachs

Auf der Übersichtskarte: Nr. 7

Gehrig/Müller 1997, S. 482 (mit Verweis auf Kolb, Das Madonnenland, 1970, Nr. 36; ein altes Foto der Kapelle bei Josef Heer, S. 190); Hendrik Beierstettel: Vierhundert Jahre, zwei Standorte. Die Rektorskapelle in Tauberbischofsheim (Artikel zum Jubiläum, veröffentlicht am 7. September 2026), dort mit den Zeitungsmeldungen von 1968 und 1970 und der Karlsruher Akte von 1807.

Nr. 8

Die Stammberg-Pietà

1711 · Neben der Stammbergkapelle (Maria-Schmerz-Kapelle)

Kolb zählt sie „zu den qualitätsvollsten Arbeiten des ganzen Taubergrundes“. Vor allem das fein ausgearbeitete Antlitz der Schmerzensmutter gilt als besonders reife Leistung.

Um das Entstehungsjahr gab es Unklarheit. Berberich schrieb, die Kapelle auf dem Steinberg, wie der Stammberg bis etwa 1900 hieß, habe der Amtskeller Gottfried Joseph Winterheld 1773 erbaut; über Herkunft und Alter des Gnadenbildes wusste er nichts und vermutete, es stamme aus einer aufgelösten älteren Wallfahrtskirche. Heute ist auf der Vorderseite „Anno 1711“ gut zu lesen. Zu Berberichs Zeit (1895) stand die Plastik in der Kapelle, und die Vorderseite war wohl verdeckt. Die Kapelle dürfte schon bestanden haben, als die Pietà gestiftet wurde; 1773 hat Winterheld sie wahrscheinlich nur erneuert.

Die Inschrift an der linken Seite nennt als Stifter die Kinder des Veit Carl Franck, Faktor des Mainzer Dompropstes (1682 bis 1708). Sein Sohn Johann Ludwig Franck folgte ihm im Amt (1708 bis 1715). Der Bildhauer heißt Biggen, mehr ist über ihn nicht bekannt; auch nicht, wo er arbeitete. Kolbs Vermutung, er habe einer Würzburger Werkstatt angehört, lässt sich nicht beweisen.

Zur Seeligen gedechnuß und Vorhaben herrn Veit Carl Franck ehmahls Factorn dahier zu Bishoffeheimb haben dises Bild deßen hinderlaßene Kinder hiherge-setzet Ao 1711.

Linke Seite

Wer solle dann mittleyden nicht MARIAE Mutter der da sieht Iesum also hingericht. – Biggen schulp.

Rechte Seite

Auf der Übersichtskarte: Nr. 8

Gehrig/Müller 1997, S. 482 f. (mit Verweis auf Berberich 1895, S. 241, und Kolb, Das Madonnenland, 1970, S. 60).

Nr. 9

Die Kreuzigungsgruppe des Amtmanns Lerch

1616 · Heute in der neuen Friedhofskapelle; ursprünglich im alten Friedhof bei der Peterskapelle

Kolb Nr. 100: Die Kreuzigungsgruppe des Amtmanns Lerch von 1616, damals im Museumsgarten bei der Peterskapelle. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
Kolb Nr. 100: Die Kreuzigungsgruppe des Amtmanns Lerch von 1616, damals im Museumsgarten bei der Peterskapelle. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.

Die älteste Tauberbischofsheimer Kreuzigungsgruppe stiftete Caspar Lerch von Dürmstein, kurmainzischer Amtmann in Bischofsheim von 1611 bis 1619. Eine Inschrift am oberen Sockel nennt eine Renovierung im Jahr 1796. Der Fuß des Kreuzstamms ist nach spätgotischer Art mit behauenen mehreckigen Steinen verziert, der breite Unterbau aus facettierten Quadern trägt die überlebensgroßen Figuren von Maria und Johannes. Diese beiden sind künstlerisch die wertvollsten Teile. August von Oechelhaeuser nannte sie „vortreffliche Arbeiten des ausgehenden Mittelalters“, den Gekreuzigten dagegen „eine unschöne, handwerksmäßige Arbeit“, die vielleicht erst 1796 angebracht wurde. Ob die Figuren tatsächlich aus verschiedenen Zeiten stammen, lässt sich nicht klären; der Unterschied in der Qualität ist nicht zu übersehen.

Im Sockel steht das Wappen Caspar Lerchs, umgeben von den Namen des Stifterpaares: Casp. Lerch und Marta Brendelin.

AD DEI SALVATORIS HONOREM CASPARVS LERCH IN DIRMSTEIN NOBILIS IMMEDIATVS IMPERII SATRAPAS EPISCOP(iensis) FIERI F(ecit) Ao IESV 1616.

Übersetzung: Zu Ehren Gottes, des Erlösers, ließ Caspar Lerch in Dürmstein, reichsfreier Ritter, Amtmann zu Bischofsheim, dies machen.

Tafel am Unterbau

Auf der Übersichtskarte: Nr. 9

Gehrig/Müller 1997, S. 483 f. Zu Lerch Kapitel 10.

Nr. 10

Die Kreuzigungsgruppe des Stadtrats Rincker

1792 · An der Ecke Wertheimer Straße und Albert-Schweitzer-Straße

Kolb Nr. 105: Die Kreuzigungsgruppe Rincker von 1792 an der Tauberbrücke. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
Kolb Nr. 105: Die Kreuzigungsgruppe Rincker von 1792 an der Tauberbrücke. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.

Der Stadtrat Rincker stiftete sie 1792 aus Dank dafür, dass er aus Hochwassernot gerettet worden war. Die Figuren sind von beachtlicher Qualität; Johannes und Maria zeigen noch die bewegte barocke Form.

Aspice peccator num non sim amator? Ut vivas morior. Quae nam dilectio maior? Wer hat jemals so geliebet? 1792

Übersetzung: Betrachte, Sünder, ob ich nicht der wahre Freund bin. Damit du lebst, sterbe ich. Denn welche Liebe ist größer?

Unter dem Kreuz

Könnt er und ich mehr lieben dich? Wie liebst o Mensch nun Ihn und mich?

Unter Maria

Sieh o Mensch und denk daran, dieses hat die Sünd gethan.

Unter Johannes

Auf der Übersichtskarte: Nr. 10

Gehrig/Müller 1997, S. 484. Zum Hochwasser vgl. Kapitel 13.

Weitere Bildstöcke in Gehrig/Müller

An anderer Stelle des Buches kommen drei weitere Bildstöcke vor: einer beim Spitalmeister Zeitbos, einer beim Apotheker Staub, einer, dessen Verbleib umstritten ist. Dazu ein Nachbar auf Dittigheimer Gemarkung, den die Autoren mit aufnehmen.

Nr. 11

Der Zeitbos-Bildstock

1612 · Am Weg zur Maria-Schmerz-Kapelle auf dem Stammberg

Kolb Nr. 132: Die Pietà des Spitalmeisters Zeitbös von 1612 am Weg zum Stammberg. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
Kolb Nr. 132: Die Pietà des Spitalmeisters Zeitbös von 1612 am Weg zum Stammberg. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.

Der Spitalmeister Wilhelm Zeitbos, 1614 zugleich Rent- und Baumeister, ließ ihn 1612 mit seiner Frau Christina errichten. Sein Vater war der Centgraf Wilhelm Zeitbos (1569 bis 1586). Für drei früh verstorbene Kinder stiftete das Ehepaar 1619 außerdem einen Grabstein, der heute über der nordwestlichen Eingangstür der Stadtkirche hängt. Gehrig/Müller erwähnen den Bildstock im Kapitel über das Spital nur nebenbei.

Auf der Übersichtskarte: Nr. 11

Gehrig/Müller 1997, S. 333.

Nr. 12

Der Maria-Hilf-Bildstock des Apothekers Staub

1715 · Heute an der Königheimer Straße, etwa in Höhe der Dölzersmühle

Der Bildstock an der Königheimer Straße
Der Bildstock an der Königheimer Straße
Das Oberteil mit Maria, Kind und Engelsköpfen
Das Oberteil mit Maria, Kind und Engelsköpfen
Die Inschrift am Sockel, zum Teil verwittert
Die Inschrift am Sockel, zum Teil verwittert
Das Oberteil an der Hauswand des Pferdeerlebnishofes Dölzer
Das Oberteil an der Hauswand des Pferdeerlebnishofes Dölzer

Der Apotheker und Ratsherr Johann Heinrich Ludwig Staub und seine Frau Maria Elisabetha ließen ihn aufstellen. Im Jahr 1700 hatten sie bereits die Maria-Hilf-Kapelle in der oberen Hauptstraße gebaut. Beide Stiftungen gehen vermutlich auf das berühmte Maria-Hilf-Bild von Lukas Cranach zurück, das seit der Mitte des 16. Jahrhunderts in unzähligen Kopien verbreitet war und auch auf fränkischen Bildstockreliefs auftaucht. Wer sich so etwas leisten konnte, dessen Apotheke lief offenbar gut; Staub wehrte 1702 mit einem langen Schreiben nach Mainz die Eröffnung einer zweiten Apotheke in der Stadt ab.

Eine zweite Ausfertigung des Oberteils mit dem Kreuz hängt an der Hauswand des Pferdeerlebnishofes Dölzer, rund 80 Meter entfernt. Ob dort das Original oder eine Kopie hängt, ist noch nicht geklärt.

Gott und Maria hat Herr Joan Hen… Ludwig Staub des Raths und Apotheker mit Maria Elisabetha seiner Hausfrau diese Statue machen lassen zu Ehren 1715.

Inschrift

Auf der Übersichtskarte: Nr. 12

Gehrig/Müller 1997, S. 347.

Nr. 13

Der Bildstock von 1572: Peterskapelle oder Hochhausen?

1572 · Früher außen am Chor der Peterskapelle; nach der hier vertretenen Annahme heute in der Friedhofskapelle Hochhausen

Der Bildstock von 1572 in der Friedhofskapelle Hochhausen
Der Bildstock von 1572 in der Friedhofskapelle Hochhausen
Die sechs Wappenschilder am Schaft (Zeichnungen). Aus: Ralf Knüttel: Flurdenkmale in Hochhausen (2023), Auszug
Die sechs Wappenschilder am Schaft (Zeichnungen). Aus: Ralf Knüttel: Flurdenkmale in Hochhausen (2023), Auszug
Aufsatz mit Kreuzigung, Inschrift und Umschrift. Aus: Ralf Knüttel: Flurdenkmale in Hochhausen (2023), Auszug, S. 76
Aufsatz mit Kreuzigung, Inschrift und Umschrift. Aus: Ralf Knüttel: Flurdenkmale in Hochhausen (2023), Auszug, S. 76

Er hat schon immer Rätsel aufgegeben. Seine lateinische Inschrift besagte, dass am Sonntag Exaudi 1572 dieser Ort zu Ehren Johannes des Täufers und des seligen Pankratius geweiht wurde. Berberich behauptete 1895, er habe den Stein oft gesehen, und zwar außen am Chor der Peterskapelle; jetzt sei er verschwunden und vermutlich in die Fundamente des Obereinnehmereigebäudes eingemauert worden. Dort sollen tatsächlich Bildstöcke und Grabsteine vom alten Petersfriedhof gelandet sein.

Gehrig/Müller kennen auch einen wappenreichen Bildstock im Hochhäuser Friedhof mit derselben Inschrift, halten die Gleichsetzung aber für unwahrscheinlich, weil die dort gezeigten Wappen keinen Bezug zu Bischofsheim hätten. Wahrscheinlicher bezog sich die Inschrift ihrer Ansicht nach auf den kleinen Friedhof beim Leprosenhaus jenseits der Tauber, das für Pestkranke errichtet worden war; nach dessen Auflösung sei der Bildstock zur Peterskapelle gebracht worden.

Dagegen spricht einiges. Der Stein steht heute in der Friedhofskapelle Hochhausen und wurde nach Ralf Knüttel (Flurdenkmale in Hochhausen, 2023) zur Einweihung des dortigen Friedhofs errichtet. Auf dem Schaft sind sechs Wappenschilder der Gründer eingemeißelt: Echter von Mespelbrunn, die Herren zu Rosenberg als damalige Besitzer von Hochhausen, Abt Johannes VIII. Knoll von Bronnbach, Erzbischof Daniel Brendel von Homburg, der Pfarrer (für 1566 ist Georg Heilmann belegt) und der Schultheiß Pfreundschig. Das sind Stifter, wie man sie für die Gründung eines Hochhäuser Friedhofs erwartet; der Mainzer Erzbischof war zwar auch Landesherr der Stadt Bischofsheim, ein eigener Bischofsheimer Bezug ist aus den Wappen aber nicht abzulesen. Auch der heilige Pankratius passt: Die Hochhäuser Kirche trägt sein Patrozinium. Knüttel nennt ihn gemeinsam mit einem weiteren Stein den ältesten Bildstock Hochhausens.

Hier wird deshalb die Annahme vertreten, dass es sich um denselben Stein handelt. Er war demnach nur zeitweise an der Peterskapelle untergestellt, vermutlich als Museumsstück, und steht heute wieder an seinem eigentlichen Ort. Ein Beweis ist das nicht: Die Annahme setzt voraus, dass Berberich den Stein tatsächlich an der Peterskapelle gesehen hat; ein Aktenbeleg für den Weg von Hochhausen nach Bischofsheim und zurück fehlt. Gehrig/Müller vertreten die Gegenmeinung. Der Standort in Hochhausen liegt außerhalb der Gemarkung und ist wie die „Ruhe Christi“ als Ausnahme aufgenommen.

ANNO 1572 COSEGRATVS EST LOCVS ISTE DOMINICA DIE EXAVDI IN HONORE SANCTI IOANNIS BAPTISTAE ET BEATI PANGRATII

Übersetzung: 1572, am Sonntag Exaudi (18. Mai) wurde dieser Ort zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers und des seligen Pankratius geweiht (nach Knüttel; so mit aufgelösten Kürzeln bei Knüttel; „COSEGRATVS“ steht dort so).

Inschrift

O SANCTISSIMA TRINITATIS | VNO DEVS NOSTRI | OMNIVM MISERERE IN COELI

Übersetzung: Nach Knüttel; sie ehrt die Heilige Dreifaltigkeit.

Umschrift

Auf der Übersichtskarte: Nr. 13

Gehrig/Müller 1997, S. 89 f. und S. 314; Berberich 1895; Ralf Knüttel: Flurdenkmale in Hochhausen (2023), S. 76 (Fotos und Auszüge mit Genehmigung).

Nr. 14

Die „Ruhe Christi“ (Erbärmde) am Geiersberg

15. Jahrhundert · Auf Dittigheimer Gemarkung, am Fuß des Geiersbergs

Das Original der Ruhe Christi (Erbärmde) im Foyer des geschlossenen Langzeitkrankenhauses
Das Original der Ruhe Christi (Erbärmde) im Foyer des geschlossenen Langzeitkrankenhauses

Dieser Nachbar gehört streng genommen nicht zu Tauberbischofsheim, wird aber von Gehrig/Müller aufgenommen, weil ihn ein Bischofsheimer Gastwirt stiftete. Auf einer von Sockel und kurzer Säule getragenen Platte sitzt Christus, den Blick in die Ferne gerichtet; mit dem linken Arm stützt er den Kopf, der rechte hängt über das Knie. Die Darstellung ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt, im tauberfränkischen Raum aber äußerst selten. Vielleicht zeigt sie Christus nach der Geißelung und vor der Dornenkrönung. Kolb sieht Parallelen zu den bayerischen Bildstöcken der „Erbärmde“, „Christi Kümmernis“ oder „Christi Rast“.

Am Sockel steht „HW 1895“, offenbar das Zeichen einer Renovierung. Die Inschrift nennt Franz Servontaine und seine Frau Margareta mit der Jahreszahl 1715. Gehrig/Müller lesen das als Stiftungsjahr; nach Hendrik Beierstettel ist 1715 das Datum einer Renovierung, der Stein selbst stammt aus dem 15. Jahrhundert. In der Fotosammlung Pano heißt er „Die Erbärmde auf dem Geiersberg“. Servontaine war von 1707 bis 1719 Gastwirt „Zur Sonne“ und seit 1706 zugleich Posthalter. Vielleicht hatte er auf dem Geiersberg ein Erlebnis, das ihn zur Erneuerung bewog; belegt ist das nicht. Sein Grabstein von 1719 liegt in der Martinskirche.

Am ursprünglichen Standort steht heute eine Kopie. Das Original befindet sich derzeit im Foyer vor dem ehemaligen Hallenbad im geschlossenen Langzeitkrankenhaus. Beide Orte sind in der Karte der Grenzsteine verzeichnet.

HEC SPECIES (PER?) DOMINVM FRANCISCVM SERVONTAINE ET MARGARETAM EIVS CONIVGEM ANNO 1715

Übersetzung: Diese Gestalt (ist errichtet) durch Herrn Franz Servontaine und seine Ehefrau Margareta im Jahr 1715.

Sockel

Auf der Übersichtskarte: Nr. 14

Gehrig/Müller 1997, S. 485 (mit Verweis auf Kolb, Bildstöcke im Taubertal, 1952, S. 10).

Steinkreuze und Sühnekreuze

Kaum ein anderer Landkreis hat so viele Steinkreuze wie der heutige Main-Tauber-Kreis. Im Inventar von 1981 führt Bernhard Losch für ihn 109 erhaltene Kreuze auf, dazu 32 verschwundene, mindestens acht davon erst seit 1970 (Losch 1981, S. 95). Das gesamte Land Baden-Württemberg kommt bei ihm auf über 1000 erhaltene Kreuze und, mit den belegten verschwundenen, auf rund 1500 (Losch 1981, S. XIII); 1968 hatte er noch mit etwa 770 gerechnet. Für den Kreis Tauberbischofsheim, wie er bis zur Kreisreform hieß, hatte Hans-Werner Siegel seit 1960 ein Gesamtverzeichnis erarbeitet, auf das sich Losch stützt (S. 95). Als Grund für die Dichte nennt er die Landschaft: Sie wurde früh und ohne Unterbrechung besiedelt, blieb bäuerlich und hat darum auch viele andere religiöse Kleindenkmale unversehrt überliefert (ebd.); allgemein sei die Dichte dort am höchsten, wo im Mittelalter ein lebendiger Kulturraum entstanden war, den spätere Industrialisierung und Verstädterung nicht überformt haben (S. XIV). Die Konfession spielte keine Rolle; die Reformation hat Steinkreuze nicht zerstört, und in evangelischen Gebieten stellte man sie ebenso weiter auf wie in katholischen (ebd.).

Die meisten dieser Kreuze tragen kein Zeichen, zwei Drittel sind glatt. Wo etwas eingehauen ist, steht im Kreis häufiger ein Kreuz oder ein Schwert als die sonst verbreitete Pflugschar. Nur zehn Kreuze nennen eine Jahreszahl; datiert wird deshalb überwiegend nach der Form. Kantenabschrägung, Tatzenkreuz und Winkelstützen verweisen auf das 14. bis 16. Jahrhundert, in den meisten Fällen dürfte es sich also um spätmittelalterliche Sühnekreuze nach einem Totschlag handeln (Losch 1981, S. 95).

Schriftquellen stützen das. Die städtischen Finanzlisten von Tauberbischofsheim aus den Jahren 1340/41 verzeichnen Einnahmen aus Totschlagbußen in Dienstadt und Dittigheim. Ein vollständiger Sühnevertrag aus dem benachbarten Weikersheim von 1463 zeigt, was man damals vereinbarte: Ein junger Mann war erschossen worden, und der Täter musste innerhalb eines Jahres ein Steinkreuz setzen, eine Messe mit zwei Priestern halten lassen, zehn Pfund Wachs für Kerzen stiften, außerdem Geld und Schadenersatz in Raten zahlen; als Vertragsstrafe drohten Hafer, Hosen für die Vermittler und zwei Eimer Wein für die Angehörigen beider Seiten (Losch 1981, S. 95 mit Anm. 15 f. auf S. 117).

Allgemein war der Sühnevertrag eine Vereinbarung zwischen dem Täter und den Angehörigen des Getöteten, oft unter Vermittlung Dritter. Neben der Geldleistung für die Hinterbliebenen verlangte er im Hochmittelalter zunehmend kirchliche Leistungen, das Seelgerät: Messen, Wachs, Spenden, Wallfahrten und als sichtbares Zeichen das Sühnemal, sehr oft ein steinernes Kreuz (Losch 1968, S. 88–90). Im Lauf des 16. Jahrhunderts verschwand die private Totschlagsühne weitgehend, weil die staatliche Strafverfolgung an ihre Stelle trat. Die Kreuze, die danach noch entstanden, setzten meist die Angehörigen selbst, als Gedenkzeichen für einen Verunglückten oder Ermordeten (Losch 1968, S. 91).

Die Volkssagen kreisen im Kreis meist um einen Totschlag und stehen damit dem historischen Hintergrund nahe. Sie konkurrieren mit dem Bezug auf Kriegszeiten, besonders auf die Schweden, die als Täter in ganz Franken herhalten müssen (Losch 1981, S. 95). Dazu passt, dass die Zeichen auf den Kreuzen von der Sage gern als Tatwerkzeug gedeutet werden, während Losch sie als Berufs- und Standeszeichen versteht (vgl. den Kasten im Kapitel Hexenzeit und Cent).

Die Verträge geben mitunter die Maße des Kreuzes an. Daraus ergibt sich als Normalmaß fünf Schuh Höhe, drei Schuh Breite und ein Schuh Tiefe, also etwa 150 mal 90 mal 30 Zentimeter; Verträge, die ein Kreuz „nach Landesbrauch“ verlangen, meinen vermutlich dieses Maß, das Losch als Mindestmaß versteht (Losch 1981, S. XV mit Anm. 54 f.). Auf der Gemarkung erreicht von den erhaltenen Kreuzen nur das dritte an der Laurentiuskapelle (160 cm) dieses Maß. Die meisten sind kleiner, bei den tief eingesunkenen fehlt der Teil unter der Erde. Als Standorte sah man öffentliche Orte vor: Wege und Kreuzwege, Anhöhen, die Nähe von Gerichtsplätzen und Grenzen, und wenn der Vertrag den Tatort nannte, die Straße dort (Losch 1981, S. XIV). Das Richtplatzkreuz und die Kreuze an der Laurentiuskapelle nahe der Galgenleite passen dazu.

Zu den Zeichen und Sagen gibt Losch für das ganze Land Zahlen an. Nur 35 Prozent der Kreuze tragen ein Zeichen und nur 18 Prozent eine Jahreszahl oder Inschrift; die größte Gruppe sind Berufszeichen mit 26 Prozent, darunter Pflugschar, Pflugsech und Pflug zusammen mit 12 Prozent, das Rebmesser mit 4 Prozent, und zwar genau dort, wo einst am meisten Wein wuchs (Losch 1981, S. XVII). Bei den Sagen stehen der gegenseitige Totschlag (25 Prozent) und sonstiger Totschlag (17 Prozent) vorn, dann Unglücksfälle (12 Prozent) und das Soldatengrab, meist ein Schwede aus dem Dreißigjährigen Krieg (8 Prozent); als Beteiligte erscheinen am häufigsten Metzger, Schäfer und Brüder, als Anlass der Streit um ein Kalb, um die Weidegrenze oder aus Eifersucht (S. XVIII). Losch sieht darin Erzählmuster, die den wirklichen Hergang durch allgemeine Motive ersetzen; die Sage vom Schäfer ist für Hohenlohe und die Alb typisch (ebd.). Auf der Gemarkung begegnen fast alle Muster: die Paimarer Burschen und die Dittwarer Kreuze mit „Schweden“. Gerade bei den Dittwarer Kreuzen belegt die Inschrift aber wirklich einen Tod durch Soldaten (1644, Nr. XII).

Wo mehrere Kreuze beisammenstehen, wie bei der Laurentiuskapelle, wurden sie nach Losch fast immer nachträglich zusammengetragen. Von sechzig Gruppen in Baden-Württemberg zeigen nur neun gleichartig geformte Kreuze, und die Deutung von drei Kreuzen als „Golgatha“ (Christus zwischen den Schächern) lehnt er ab (Losch 1968, S. 18 f.). Bei den drei Kreuzen an der Laurentiuskapelle ist das Zusammentragen sogar belegt: Zwei von ihnen stammen von der Grünsfelder Straße und kamen beim Kasernenbau hierher (Losch 1981, S. 107).

Die Kreuze der Gemarkung im Inventar von Losch

Nr. bei LoschLageBeschreibung
I–III
S. 107
Tauberbischofsheim, Südseite der Laurentiusbergkapelle

Drei Kreuze, von links gezählt: I aus Buntsandstein, 120 cm hoch, ins 16. Jahrhundert gesetzt, schlank und mit niedrigem Kopf; II aus Buntsandstein, 118 cm, 15./16. Jahrhundert, breiter Längsbalken und hoher Kopf; III aus Muschelkalk, 160 cm, 16./17. Jahrhundert, groß und schlank mit hohem Kopf. Auf II sind rechteckige und schräg abwärts laufende Ritzungen zu sehen, die als Küferhammer gelten; auf III eine nach unten gerichtete Pflugschar mit langem breitem Schaft.

Überlieferung: Ältere Leute wollten an I früher eine Schlange gesehen haben; andere sprechen von einer Schlinge oder einem Seil und beziehen sie auf das nahe Gewann Galgenleite. Mit dem Küferhammer von II soll ein Mord verübt worden sein. Am früheren Standort von III sei einem Jungen, der vom Pflug fiel, der Kopf abgerissen worden; nach anderer Erzählung kam ein pflügender Bauer um. II und III standen ursprünglich an der Grünsfelder Straße und wurden beim Kasernenbau hierher versetzt (nach Berberich 1895, S. 245).

Zur Marke „3 Sühnekreuze an der Lorenzikapelle“

IV
S. 107 f.
Tauberbischofsheim, ca. 750 m westlich der Stadtmitte am Weg nach Dienstadt, bei der Spraitkapelle (Richtplatzkreuz)

Buntsandstein, 110–120 cm hoch, 16./17. Jahrhundert, hoher Kopf, breiter Längsbalken. Auf den äußeren Hälften des Querbalkens sind Greifzange und Hammer im Relief ausgearbeitet, auf dem Kopf eine Schlange oder ein dreifach gewundenes Seil und darüber ein ovales Relief. Auf Kreuzmitte und Schaft verläuft ein Kreuzrelief, in das über die ganze Länge ein Zweihänder-Schwert eingearbeitet ist.

Überlieferung: Der Name „Richtplatzkreuz“ geht auf den ehemaligen Richtplatz im angrenzenden Gewann Sprait zurück. Losch gibt zwei Deutungen der Zeichen wieder: Zange, Hammer und Schlange als Berufswappen eines Schmieds, oder mit Azzola als Zeichen eines Dachdeckers (Flachhammer, Greifzange, Seil, Dachziegel). Das Schwert könnte auf den nahen Richtplatz zielen, dann wäre es das Gedenkkreuz für einen Hingerichteten; sicher ist das nicht (Anm. 80 f., S. 118).

Zur Marke „Richtplatzkreuz“

V
S. 108
Tauberbischofsheim, ca. 1,5 km nordöstlich an der alten Straße nach Großrinderfeld (alte Würzburger Straße)

Muschelkalk, 83 cm hoch, 16. Jahrhundert, ausgeglichene Form. Das Schaftende läuft seitlich aus und endet in einem hohen Fußklotz, dessen rechte Seite beschädigt ist. Zeichen und Inschrift gibt es nicht.

Zur Marke „Sühnekreuz Alte Straße“

VI
S. 108 f.
Tauberbischofsheim, knapp 1,6 km westlich der Stadtmitte links an der Straße Richtung Külsheim und Dienstadt

Buntsandstein, 67 cm hoch, 76 cm breit, 16./17. Jahrhundert, tief eingesunken. Der Kopfbalken verschmälert sich auffällig, vielleicht durch spätere Absplitterung; die Kanten des Querbalkens sind abgeschrägt und vor den Balkenenden abgesetzt. Zeichen gibt es nicht.

Zur Marke „Sühnekreuz am Hottenloch“

VII
S. 108
Tauberbischofsheim, ca. 2,75 km nordwestlich der Stadtmitte rechts der Straße nach Dienstadt

Buntsandstein, 68 cm hoch, 85 cm breit, 16./17. Jahrhundert. Lange, ausgeglichene Balken, die Unterkanten der Arme sind im Mittelstück abgeschrägt. Auf der Vorderseite ein eingetieftes Kreuz von 19 mal 13 cm.

Zur Marke „Sühnekreuz an der Dienstadter Straße“

VIII
S. 108
Tauberbischofsheim, ca. 3 km nordöstlich der Stadtmitte links am Weg im Forstgrund

Muschelkalk, 80 cm hoch, 74 cm breit. Hoher Kopf, sonst ausgeglichen, stark abgeschrägte Kanten; im Kopf ist die Andeutung einer länglichen Rille zu sehen. Losch datiert es auf das Ende des 14. oder ins 15. Jahrhundert und rechnet es damit zu den ältesten Kreuzen der Stadt. Eine Überlieferung nennt er nicht.

Zur Marke „Sühnekreuz im Forstgrund“

IX
S. 108 f.
Tauberbischofsheim, ca. 4,5 km nordöstlich am alten Paimarer Weg, am Nordrand des Mosig-Walds

Muschelkalk, 70 cm hoch, schräg eingesunken, 15. bis 17. Jahrhundert. Die Arme sind knapp, das Kreuz wirkt breitflächig. Zeichen gibt es nicht.

Überlieferung: Paimarer Burschen sollen sich bei der Rückkehr aus Tauberbischofsheim gegenseitig umgebracht haben.

Zur Marke „Sühnekreuz am Paimarer Weg“

X
S. 109
Tauberbischofsheim-Dienstadt, ca. 2,2 km nordwestlich des Orts am Feldweg Richtung Külsheim, zwischen den Fluren Diebspfad und Erpfel

Muschelkalk, 80 cm hoch, 16./17. Jahrhundert. Ungewöhnlich ist die flache Nische mit Spitzbogendach auf der Vorderseite, deren Giebel ein Wulst mit Anklang an Maßwerk schmückt; in der Nische steht das Relief einer Gestalt mit erhobenem Arm.

Überlieferung: Flurname „Kreuzacker“.

Zur Marke „Steinkreuz Dienstadt (Kreuzacker)“

XI
S. 109
Tauberbischofsheim-Dittigheim, Nordrand des Brückenwalds

Muschelkalk, 93 cm hoch, in einen quadratischen Sockel zementiert, die Ecken sind beschädigt. Kurze Balken, regelmäßige Form. Eingehauen ist eine große Jahreszahl, die Losch als „1491“ liest (er schreibt „vermutlich“).

Überlieferung: Hier soll ein Grünsfelder Butterhändler ermordet worden sein. Er war in Tauberbischofsheim gewesen, wurde auf dem Heimweg beim Brückliswald von Räubern überfallen und ausgeraubt, getötet und in ein Gebüsch geworfen; Bauern fanden die Leiche am nächsten Tag, und zum Andenken wurde das Kreuz aufgestellt. In Tauberbischofsheim und Dittigheim gilt es als „Mordkreuz“, bei dem es nicht geheuer ist: Ein Geist hängt sich Spätheimkehrern auf den Rücken, und wenn das Wilde Heer durchs Taubertal zieht, hört man es dort im Gebüsch jammern. Schutz bieten das Kreuzzeichen und ein Vaterunser (nach Assion 1972, S. 202 f., Nr. 277). Eine Zeitungsfassung von 1967 (Sammlung Stang, Bd. 1) erzählt dieselbe Tat mit einem Grünsfelder Metzger, der über den Laurentiusberg heimging, weil er die Verbrecher von der Galgenstätte fernwähnte; dort überfielen ihn Räuber, und seine Verwandten stifteten das Kreuz mit der Bitte um ein Gebet für sein Seelenheil.

Zur Marke „Butterhändlerkreuz (1491)“

XII
S. 109
Tauberbischofsheim-Dittwar, ca. 1,1 km westlich des Orts im Wald hinter den Rammersbergsteinbrüchen

Buntsandstein, 125 cm hoch, schief eingesunken, groß mit langen kräftigen Balken, 16./17. Jahrhundert. Die Inschrift ist nur teilweise lesbar: „1644 IST HANS WEBER / SIMONS SOHN / DES GERICHS / VON DEN SOLDATEN / ERSOSEN WORDEN“.

Überlieferung: Das Kreuz heißt „Schwedenkreuz“.

Zur Marke „Schwedenkreuz Dittwar (Hans Weber 1644)“

XIII
S. 109 f.
Tauberbischofsheim-Dittwar, ca. 2,5 km südwestlich der Ortsmitte, südwestlich der Höhe 302,6

Buntsandstein, 54 cm hoch, mit kurzem Kopf und kurzen Armen, aber betontem Längsbalken. Die Inschrift lautet: „ZU GETECKNUS HANS LANGENBERGER 1607 AUF DER STRAS DAS LEBEN GELASEN“.

Überlieferung: Ein Dittwarer Bauer soll 1644 beim Pflügen von den Schweden getötet worden sein. Das Kreuz heißt „Hegeleinskreuz“ oder „Schwedenkreuz“ (zu den Schweden vgl. XII).

Zur Marke „Hegeleinskreuz Dittwar (Langenberger 1607)“

XIV
S. 110
Tauberbischofsheim-Hochhausen, nicht ganz 2 km westlich der Ortsmitte am westlichen Waldrandweg

Buntsandstein, 110 cm hoch, schlank mit langen Balken und betontem Achteckquerschnitt; ein Arm ist herausgebrochen, das Kreuz ist in einen Sockel eingelassen. Losch datiert es ins 14. bis 16. Jahrhundert.

Überlieferung: Ein Bauer, der verunglückte und sich dabei den rechten Arm verletzte, soll aus Wut dem Kreuz den rechten Arm abgeschlagen haben. Flurname „Kreuz“.

Zur Marke „Steinkreuz Hochhausen (Kreuz-Gewann)“

XV
S. 110
Tauberbischofsheim-Impfingen, ca. 3 km nordöstlich der Ortsmitte am Waldrandweg nordwestlich der Flur Teufelsloch

Buntsandstein, 130 cm hoch, schlank, schmaler Sockel, 16./17. Jahrhundert, Ecken teilweise abgeschlagen. Vorne ein Ritterschwert mit großem Knauf und gerader Parierstange; auf der Rückseite eine große, geschwungene Raute, die aus dem Stein gearbeitet ist.

Überlieferung: Jemand sei ermordet worden; das Kreuz heißt „Mordkreuz“.

Zur Marke „Schwertkreuz am Teufelsloch“

verschwunden 16
S. 116
Tauberbischofsheim, an der Straße nach Külsheim bei der Abzweigung nach Dienstadt

Ein Kreuz aus Buntsandstein mit Kleeblattenden, auf dem „IHS“ mit Kreuzzeichen und darunter ein Herz zu sehen waren. Losch führt es unter den verschwundenen Kreuzen, es sei um 1975 gestohlen worden. Ob das Kreuz, das heute dort fotografiert ist, ein Wiederfund oder eine Nachbildung ist, ist unbekannt.

Zur Marke „Gedenkkreuz am Dienstadter Weg“

Die Nummern sind die des Inventars von Losch (Tauberbischofsheim I–XV, dazu die Nummer 16 unter den verschwundenen Kreuzen). Die Zuordnung zu den Marken der Karte beruht auf den Koordinaten, die Losch angibt; bei V, VI und VII liegt die Marke 150 bis 250 Meter vom Lospunkt entfernt, Lage und Beschreibung passen aber zu den Marken „Sühnekreuz Alte Straße“, „Sühnekreuz am Hottenloch“ und „Sühnekreuz an der Dienstadter Straße“. Das „Sühnekreuz am Brenner“ liegt nur etwa 60 Meter vom Standort von V entfernt und ist wohl dasselbe Kreuz oder sein Nachfolger. Für die vier Kreuze X, XII, XIII und XIV (Dienstadt, Dittwar, Hochhausen) gab es bisher keine Marke; sie sind jetzt nach den Koordinaten bei Losch eingetragen, ihre Lage ist auf etwa 100 Meter genau. Die Maße und Beschreibungen geben den Stand von Losch 1981 wieder, die Inschriften stehen so, wie er sie liest.

Das Siebmacherkreuz bei Külsheim (Külsheim III)

Etwa 3 km südöstlich von Külsheim steht an einem Weg im Wald Taubenloch ein Buntsandsteinkreuz, 140 cm hoch, mit einer Inschrift auf Querbalken und Schaft. Losch liest sie so: „ANNO 1590 DEN (LETS)TEN AUGUST (I)/IST DER ERBAR ANDRES SCHMIT/BURGER UND SIBER ZU BISHOFSHEIM/AN DISEM ORT IAMERLICH ERMORDET WORDEN/DEM GOT GENAD“. Das Kreuz erinnert also an einen Bürger und Sieber („Siebmacher“) aus Bischofsheim, der Ende August 1590 an dieser Stelle umgebracht wurde, und heißt „Siebmacherkreuz“. Es ist nicht das Klinglerin-Kruzifix auf der Tauberbischofsheimer Gemarkung, das 1590 von der Witwe Elisabet Klingler gestiftet wurde. Dass beide Stiftungen zusammenhängen, ist nicht belegt. Wegen der Verwechslungsgefahr heißt die Marke der Karte jetzt „Klinglerin-Kruzifix (1590; auch Siebmacherkreuz)“.

Losch 1981, S. 105

Kreuze in den Nachbarorten (außerhalb der Gemarkung)

Diese Kreuze stehen nicht auf der Tauberbischofsheimer Gemarkung, sondern in den Nachbarorten. Sie sind hier nur zum Vergleich aufgeführt und nicht in der Karte verzeichnet. Die Bezeichnung (z. B. „Werbach III“) ist die Nummer im Inventar von Losch.

Nr. bei LoschBeschreibung
Großrinderfeld I
S. 102
Am Feldweg Richtung Brunntal. Buntsandstein, 60 cm hoch, 16./17. Jahrhundert, mit konkaven Winkelstützen. Jemand sei im Streit erschlagen worden; Flurname „Kreuze“.
Großrinderfeld II
S. 102
Rund 2 km südöstlich des Orts links vom Baumgärtleinsweg, in einer kleinen Anlage. Muschelkalk, 16./17. Jahrhundert. Zwei Schäfer sollen sich beim Essen ihrer Linsensuppe auf dem Feld gestritten und gegenseitig erschlagen haben; Benennung und Flurname „Linsenkreuz“.
Grünsfeld I und II
S. 102
An der Winterleiten, am Waldrandweg Richtung Uhlberg, zwei Kreuze etwa 100 m voneinander entfernt. Muschelkalk; I (100 cm) trägt ein Ritterschwert und stammt aus dem 16. Jahrhundert, II (175 cm) die Jahreszahl 1493. Ein Jäger und ein Wilderer sollen sich gegenseitig erschossen haben, für jeden sei ein Kreuz gesetzt worden.
Grünsfeld III (Grünsfeldhausen)
S. 103
An der Straße Richtung B 27 vor der Autobahnunterführung, nach dem Autobahnbau neu aufgestellt. Muschelkalk, 70 cm, 15./Anfang 17. Jahrhundert, mit einem eingeritzten Kreuz.
Königheim
S. 104
Das Kreuz wurde 1977 bei Kanalarbeiten gefunden und im Bauhof sichergestellt; es soll in Rathausnähe aufgestellt werden. Sandstein, 80 cm, mit Einrillung im Querbalken. Eine Abbildung von 1927 zeigt ein ähnliches Kreuz mit großem Schwert und der Jahreszahl „169“ mit einer weiteren, undeutlichen Ziffer.
Külsheim I
S. 104
Am Ortsausgang Richtung Tauberbischofsheim, Hauptstraße 87, zwischen zwei Bildstöcken. Buntsandstein, 80 cm, Ende 15./Anfang 17. Jahrhundert; auf der Vorderseite ein Rechteck und darunter das Relief eines aufrecht stehenden Messers oder Dolchs.
Külsheim II
S. 104
Am Gaisheckenpfad im Wald Taubenloch. Sandstein, 73 cm, 16. Jahrhundert. Hier soll ein verirrter Junge wiedergefunden worden sein; „Knäbleinskreuz“.
Külsheim IV (Eiersheim)
S. 105
Links an der Straße nach Külsheim am Waldrand, 1965 im Gewann Maden ausgegraben. Sandstein, 120 cm, 16./17. Jahrhundert, mit eingetieftem Kreuz in der Mitte. Am früheren Standort soll im Dreißigjährigen Krieg ein schwedischer Offizier von seinen Soldaten ermordet worden sein; „Schwedenkreuz“.
Lauda-Königshofen I (Gerlachsheim)
S. 105
Knapp 1 km außerhalb von Gerlachsheim rechts der B 290 Richtung Tauberbischofsheim; 1974 aus einem Acker entfernt und nach der Restaurierung am Rain neu aufgestellt. Muschelkalk, 106 cm, mit der Inschrift „S. VEITS KIRCHLEIN“; das Kreuz soll an diese 1525 zu Beginn des Bauernkriegs zerstörte Kapelle erinnern.
Lauda-Königshofen II und III (Gerlachsheim)
S. 105
II steht rechts an der Straße nach Grünsfeld (Muschelkalk, 70 cm, 15./Anfang 16. Jahrhundert), III rund 2,3 km nordöstlich des Orts am Ende des Graßenberggrabens (Muschelkalk, 110 cm, 17. Jahrhundert). Bei III sollen sich zwei Kinder, während die Eltern im Wald arbeiteten, beim Spielen gegenseitig getötet haben.
Werbach I
S. 110
Am Straßenrand vor der steinernen Welzbachbrücke. Weißer Sandstein, 112 cm, stark verwittert, 15./16. Jahrhundert.
Werbach III
S. 111
Am Winterleitenweg, rund 1,75 km östlich des Orts. Buntsandstein, 100 cm, 15./16. Jahrhundert, mit zwei Rillen im Kopf. Hier soll jemand ermordet worden sein.
Werbach IV (Gamburg)
S. 111
Beim Sportplatz. Buntsandstein, 62 cm; die Inschrift lautet in Loschs Lesung: „ANNO 1571 DEN 12 IULII IST AN DISE ORT MORDLICHE UMGEBRACHT VO IRE DIESTKECHT BARBARA HASEN HERIGS SELIG WITFRAU …“. Sie berichtet vom Mord an Barbara Hasen, der Witwe eines Herig, durch ihren Dienstknecht; genannt werden außerdem die Erben (Hans Cutz und Peter …). Die Lesung ist lückenhaft. Das Kreuz heißt „Schwedenkreuz“, der Flurname „Kreuzwiesen“.
Werbach V und VI (Gamburg)
S. 111
V (105 cm, 15./16. Jahrhundert) steht links am Weg zum Friedhof; hier soll ein Schäfer vom Blitz erschlagen worden sein. VI (64 cm) steht an der alten Steige, dem Lindhellenweg, und trägt die Jahreszahl 1598; es wird mit einem der umgekommenen Burschen aus Reicholzheim in Verbindung gebracht (siehe Wertheim, Kreuzgruppe).
Werbach VIII (Werbachhausen)
S. 112
In einer Grünanlage am Ortsausgang Richtung Werbach. Buntsandstein, 115 cm, Achteckquerschnitt, im linken Arm die Jahreszahl 1634. Zwei Bauern, die sich mit dem Fuhrwerk auf dem schmalen Weg begegneten und nicht ausweichen wollten, sollen sich mit der Hacke erschlagen haben; Friedrich Rückert hat daraus das Gedicht „Die beiden Fuhrleute“ gemacht.

Quelle: Bernhard Losch: Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg. Ein Inventar. Stuttgart 1981 (Forschungen und Berichte zur Volkskunde in Baden-Württemberg 4), hier Landkreis Main-Tauber-Kreis, S. 95–118; ders.: Steinkreuze in Südwestdeutschland. Tübingen 1968 (Volksleben 19).

Karl Kolb 1952 und die Fotos von Dr. Ihringer

Das Buch „Bildstöcke im Taubertal“ von Karl Kolb erschien 1952 im Wig-Verlag Tauberbischofsheim. Kolb hat die Bildstöcke des Tales nach Motiven geordnet (Kreuzigung, Kreuztragung, Pietà, Mariensäulen, Vierzehn Nothelfer und andere), jeden mit Standort, Maßen, Material, Jahr und Inschrift verzeichnet und die Zeichnungen selbst angefertigt. Das Buch zählt 260 Nummern, geordnet nach dem Bildmotiv, nicht nach dem Ort. Ein Ortsregister am Ende nennt, welche Nummern zu Tauberbischofsheim gehören.

Dr. Josef Ihringer aus Tauberbischofsheim (gestorben 1958) hat sein Exemplar um eigene Fotos der Bildstöcke erweitert. Sie entstanden zwischen 1952 und 1958. Das Exemplar liegt heute im Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde; der Vorstand hat gestattet, Texte und Fotos mit dem Vermerk „Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde“ zu verwenden. Die Nummern unter den Fotos sind die Nummern des Buches, so lassen sich Foto und Eintrag eindeutig zuordnen. Die Beschreibungen auf dieser Seite sind eigene Zusammenfassungen; die Inschriften stehen im Wortlaut der Vorlage.

Die Tabelle nennt alle Kolb-Nummern, die sich einem Objekt der Gemarkung zuordnen lassen, dazu die Stücke auf Nachbargemarkung, die hier mitgeführt werden, darunter den Bildstock von Dittwar, den ein Bischofsheimer Bürger stiftete.

Nr. bei KolbStandort 1952JahrHeuteFoto
7Garten des Heimatmuseums an der Peterskapelle (1952 bereits wieder in der Dittigheimer Nordost-Flur)15. JahrhundertDie „Ruhe Christi“ (Erbärmde) am Geiersberg (außerhalb der Gemarkung, hier mitgeführt)
8Museumsgarten, in der Gartenmauer eingesetzt1469Kreuzigungsreliefs (Limbachhaus)heute
9Wellenberg, im Kapellchen (untere Spraitkapelle)ohne JahrSpraitkapelle (untere)heute
10Museumsgartenmauerohne JahrKreuzigungsrelief (Sebastianuskapelle)heute
11Museumsgartenmauerohne JahrKreuzigungsreliefs (Limbachhaus)heute
13Mergentheimer Straße, Ecke Laurentiusweg1578 (Relief vielleicht 1451)Leprosenbild
17Alte Würzburger Straße, sogenanntes Klinglerkreuz1590Klinglerin-Kruzifix (1590; auch Siebmacherkreuz)
26Wellenberg, gegenüber einer Kapelle, ehemalige Richtstättevermutlich um 1800Richtplatzkreuz
51Dittwar, oberhalb des Bahnhofs am Waldrand1608Metzger-Bildstock (außerhalb der Gemarkung, hier mitgeführt)
55Hochhausen, Friedhof1572Der Bildstock von 1572: Peterskapelle oder Hochhausen? (außerhalb der Gemarkung, hier mitgeführt)
64Konviktsgarten1626Der Stockmeister-Bildstock
67Vor der Stammbergkapelle1659Kreuzigungsbildstock (Stammberg, 1659)
68Alte Würzburger Straße, unter dem Kreuz Maria und Johannes2. Hälfte 17. JahrhundertBildstock Forstbuckel
69Impfinger Straße1666Kreuzigungsbildstock (1666)
70Laurentiusberg1687Bildstock Alter und neuer Adam
71Wellenberg, Kapelle (Kreuzigung außen über dem Eingang)2. Hälfte 17. JahrhundertSpraitkapelle (untere)
100Museumsgarten (Garten der Peterskapelle)1616Die Kreuzigungsgruppe des Amtmanns Lerch1950er (Ihringer)
102Pfarrkirche, linker Seiteneingang unter dem TürvorbauAnfang 17. JahrhundertKruzifix in der Stadtkirche
105Tauberbrücke1792Die Kreuzigungsgruppe des Stadtrats Rincker1950er (Ihringer)
116Hochhäuser Straße (Sägewerk Gehrig)1760Ries-Kreuzschlepper1950er (Ihringer)
117Alte Straße1763Brenner-Kreuzschlepper (Rest)1950er (Ihringer)
127Vor der Peterskapelle (Museumsgarten)1724Der Block-Bildstock1950er (Ihringer)
132Weg zum Stammberg oberhalb des Konvikts1612Der Zeitbos-Bildstock1950er (Ihringer)
135Hochhäuser Straße, unterhalb des Staatsbaus1669Der Rab-Bildstock1950er (Ihringer)
145Klostergarten (Klostergasse), über der TorausfahrtAnfang 18. JahrhundertBildstock Klostergasse (abgegangen) (abgegangen)
147Landstraße Tauberbischofsheim nach Impfingen1752Stefans-Pieta1950er (Ihringer)
155Külsheimer Straße (Hottenloch), in der Weinbergsmauer1714Hottenloch-Pieta1950er (Ihringer)
168Hauptstraße neben dem Gymnasium (Haus Burger)Ende 17. JahrhundertBildstock Hauptstraße (Haus Burger, verschollen) (nicht wiedergefunden)
171Museumsgarten (damals dort abgestellt)1728Pieta (Konvikt)
175Alte Straße18. JahrhundertBrenner-Pieta
180Rebgut hinter dem Hupphaus an der Schmiederstraße1739Hupp-Pieta
218Sprait1724Marienkrönung (Dienstadter Weg) (abgegangen)
225Königheimer Straße1715Der Maria-Hilf-Bildstock des Apothekers Staub
235Königheimer Straße, gegenüber dem Sägewerk Meyer1775Maria Einsiedeliensis (Landratsamt)heute
238Alte Straße1697Wallfahrer-Bildstock
241Leinental1744Blutbild im Leintal
244Vor der Stammbergkapelle (Grablegung)1643Grablegungsbildstock (Stammberg, 1643)
255Dittigheim, Landstraße nach Tauberbischofsheim, in der Weinbergsmauerum 1780Dawerdle-Nothelfer (außerhalb der Gemarkung, hier mitgeführt)
256Landstraße nach Impfingen (Impfinger Straße, Duderstadter Allee)1866 (Tafel im Museum: 1868)Nothelfer-Oberteil (Museum im Schloss)
257Laurentiusberg, unterhalb der Kapelleum 1800Wendelinsbild
260Königheimer Straße1866Nothelfer-Bildstock (Königheimer Straße)

Nicht zugeordnet

  • Nr. 60 (Landstraße Külsheim nach Tauberbischofsheim, 1632): Bildstock mit dem heiligen Franziskus. Gehört nach Külsheim (vermutlich Eiersheim), nicht hierher.

Die Nummern 1 bis 40 fehlen im Exemplar von Dr. Ihringer; sie wurden einem zweiten, vollständigen Exemplar der Teilbibliothek entnommen, das keine Fotos enthält.

Madonnen: Kolb 1951

Ein Jahr vor den „Bildstöcken im Taubertal“ erschien Kolbs Buch „Madonnen im Taubertal“ (Wig-Verlag Tauberbischofsheim 1951). Es erfasst nicht nur Bildstöcke, sondern alle Marienbilder des Tals bis hin zu Hausmadonnen und Figuren in Kapellen und ordnet sie nach Typen: Pietà, Mariahilf nach Cranach, Immakulata, Himmelskönigin. Die Tabelle nennt die Nummern, die Tauberbischofsheim betreffen. Kolbs Abkürzung HM bedeutet in den Pietà- und Madonnenlisten Heimatmuseum: Die Peterskapelle und die untere Sebastianuskapelle dienten damals als Museum, und die dortigen Figuren stehen unter dieser Bezeichnung. Die Beschreibungen sind eigene Zusammenfassungen. Standorte und Zustand gelten für 1951.

Nr. bei KolbStandort 1951JahrBeschreibungHeute
5
Pietà
Laurentiuskapelle am LaurentiusbergAnfang 18. Jahrhundert

Holzpietà, 75 Zentimeter, im Sockel Seraphim. Der Kopf Mariens ist leicht geneigt und dem Betrachter zugewandt, ebenso der Kopf Christi. Heute nicht mehr ermittelt.

Lorenzikapelle
26
Pietà
Kapelle am Stammberg, über dem Portal1781

Etwa 40 Zentimeter, roter Sandstein, bemalt; die Jahreszahl 1781 steht im Sockel. Maria sieht zum Betrachter, der Kopf Christi hängt nach unten, die Kniee Christi sind nach innen gezogen.

Stammbergkapelle
29
Pietà
Stammbergkapelle, Aedikula des Altars1711

Gruppe von 110 Zentimetern in rotem Sandstein, gefasst und neu bemalt, im Altar der Kapelle. Die Arbeit ist nach Kolb reicher ausgearbeitet als seine Nr. 26 und 27. Oeschelhäuser nennt für diese Gruppe das Jahr 1711; Kolb weist darauf hin, dass die Pietà damit die weitaus älteste seines Typs im Taubertal wäre, und bezweifelt die Angabe. Die Inschrift neben der Kapelle bestätigt 1711. Die Abbildung im Buch zeigt die Pietà im Altar der Kapelle, wo sie zu seiner Zeit stand.

Pieta (Stammberg)
34
Pietà
Heimatmuseum, untere SebastianuskapelleMitte 18. Jahrhundert

Holzpietà, etwa 50 Zentimeter; Maria breitet die Arme im Schmerz aus, Christus liegt fast auf der Erde. Die Komposition erinnert an die Pietà des Riemenschneider-Schülers von Hof Lilach. Linke Hand Mariens und linker Fuß Christi fehlen. Die untere Sebastianuskapelle diente damals als Heimatmuseum.

Sebastianuskapelle
37
Pietà
Hauptstraße, Privatbesitz (Ries)18. Jahrhundert

Maria fasst Christus unter beiden Achselhöhlen, so dass fast ein Gnadenstuhl entsteht. Beide Figuren sind dem Betrachter zugewandt. 70 bis 80 Zentimeter, Holz, gefasst, sehr bäuerliche, zeitlose Arbeit. Sie stammt aus einem Haus in der Rosengasse, in dem die Familie früher wohnte.

ohne Marke
38
Pietà
Wellenberg, Privatbesitz (Weinig)Ende 18. Jahrhundert

Sehr elegante Ausführung des Typs von Nr. 37, mit Anklang an den Gnadenstuhl, aber bewegter. 50 Zentimeter, Stuck, gefasst, sehr manierierte Arbeit.

ohne Marke
40
Pietà
Heimatmuseum, Peterskapelle2. Hälfte 18. Jahrhundert

Christuskörper wie bei Nr. 36 in Bad Mergentheim, aber einfachere Arbeit; Maria schaut nicht nach oben. 107 Zentimeter, Holz, zugehörig gefasst; die linke Hand Mariens ist etwas verdreht und neu eingesetzt.

Peterskapelle
61
Madonna
Klosterkirche, rechte Seitenwand (früher Heimatmuseum)2. Hälfte 18. Jahrhundert

Reiche Rokokofigur mit Strahlen hinter dem Kopf Mariens, die nach oben sieht. 130 Zentimeter mit Kugel, Holz, zugehörig gefasst; Kreuzstab und Jesuskind fehlen.

ohne Marke
67
Mariahilf
Blumengasse (Haus Löhr)ohne Jahr

Relief unter einem reichen Sockel mit Schrifttafel, rechts und links hinter Maria je ein übergroßer Seraph. Etwa 50 Zentimeter, roter Sandstein, neu gelb gestrichen, primitive Arbeit. Kolb vermutet einen ehemaligen Bildstock. Inschrift: „MARIA SOLLST (?)“.

ohne Marke
68
Mariahilf
Mariahilfkapelle, über dem Portalum 1700

Marienrelief auf kleinem Sockel mit Seraphim, rund 50 Zentimeter, weiß gestrichen; es entstand mit der Kapelle. Das Altarbild der Kapelle zeigt dieselbe Darstellung als Ölgemälde, mit dem Kopftuch Mariens nach Cranachs Vorbild. Die Inschrift im Inneren über der Tür nennt als Stifter den „wohledel und kunstreichen“ Johann Heinrich Staub, Ratsherrn und Apotheker, und seine Frau Maria Elisabeth, 1700. Ein weiteres Ölbild dieser Art hing im Frankonasaal.

Maria-Hilf-Kapelle
69
Mariahilf
Apotheke am Sonnenplatz, über der Tür des Labors (im Hof)vor 1721

Dieselbe Darstellung wie Nr. 68, ebenfalls von Staub gestiftet; über dem Eingang das Hauszeichen J. M. S. (Johann und Maria Staub). Kolb stellt fest, dass alle drei Stiftungen, die Kapelle, der Bildstock an der Königheimer Straße und das Bild an der Apotheke, von demselben Apotheker stammen.

ohne Marke
70
Mariahilf
hinterer Höhberg, offene KapelleEnde 18. Jahrhundert

Relief auf Sockel mit Inschriftplatte, die Komposition langgezogen; etwa 80 Zentimeter, roter Sandstein, gefasst, derbe Arbeit. Die Schrifttafel hat asymmetrische Mäanderverzierung. Inschrift: „HEILIGE MARIA BITT FÜR UNS“.

Höhberg-Kapelle
78
Madonna
Zwinger, auf Konsole an der Hauseckeohne Jahr

Das bekleidete Kind steht mit beiden Füßen auf den Knien der sitzenden Mutter. 80 Zentimeter, Holz, gefasst, zeitlos.

ohne Marke
80
Madonna
Hauptstraße 84, in einer Steinnische1608

Ganzfigur, 25 Zentimeter, Holz, etwas verwittert, stark verblasste Bemalung, primitive, zeitlose Arbeit; der Rahmen ist jünger. Im roten Sandsteinrahmen steht die Jahreszahl 1608.

ohne Marke
81
Madonna
obere Sebastianuskapelle, oberer Aufbau des Altarsohne Jahr

Ganzfigur der Maria als Königin mit Szepter und Krone, 100 bis 120 Zentimeter, Holz, mit St. Georg und St. Rochus rechts und links. Kolb vergleicht sie mit der eleganteren Darstellung dieser Art vom Würzburger Marktplatz.

Sebastianuskapelle
91
Immakulata
neben der Stadtkircheum 1700

Maria mit Sternenkranz, der Mantel in den Gürtel gesteckt, so dass eine Art Rock entsteht. Roter Sandstein, gefasst, die Füße sind abgeschlagen, der Sockel neu, derbe Arbeit. Inschrift im Sockel: „Hl. Maria ohne Sünd empfangen, bitt für uns.“ Auf der rechten Seite des Sockels steht der Hinweis auf den früheren Standort auf einer Brücke; sie stand auf der Tauberbrücke.

ohne Marke
92
Immakulata
Königheimer Straße 135, Hauswand des alten Hauses (Sägewerk Mayer), im GlaskastenMitte 18. Jahrhundert

Manierierte Arbeit, 90 bis 100 Zentimeter, Holz, gefasst.

ohne Marke
106
Immakulata
Sonnenplatz, im Hof des Hauses Görres, auf einem Postament1. Hälfte 18. Jahrhundert

Etwa 100 Zentimeter, Stein, stark verwittert.

ohne Marke
110
Immakulata
MariahilfkapelleMitte 18. Jahrhundert

Maria hält ein Szepter statt der Lilie und trägt einen Sternenkranz; 105 Zentimeter, Holz, sehr gut gefasst. Im Buch abgebildet.

Maria-Hilf-Kapelle
112
Immakulata
Spital, Treppenhaus1. Hälfte 18. Jahrhundert

Krone und Szepter (oder Lilie) fehlen; 40 Zentimeter, Holz, gefasst, neu gefasst, einfache Arbeit.

ohne Marke
114
Immakulata
Schloßweg, Privatbesitz (Dr. Ihringer)Mitte 18. Jahrhundert

95 Zentimeter, verwittert, mit verblasster Bemalung, nach Restaurierung neu gefasst, flotte Arbeit.

ohne Marke
116
Immakulata
Heimatmuseum, Peterskapelle1. Hälfte 18. Jahrhundert

114 Zentimeter, Holz, zugehörig gefasst, flotte Falten, sonst etwas steif.

Peterskapelle
119
Immakulata
Konviktsgarten2. Hälfte 18. Jahrhundert

Strahlenkranz, statt der Lilie ein Seraphim in der Hand; knitterige, zerfetzte Falten. Gestein, gefasst, 130 Zentimeter.

ohne Marke
120
Immakulata
Hauptstraße (Haus Dickerhof), Muschelnische an der HauseckeEnde 18. Jahrhundert

Etwa 90 Zentimeter, Holz, zugehörig gefasst, manierierte Arbeit.

ohne Marke
121
Immakulata
Heimatmuseum, untere Sebastianuskapelleum 1800

Flatternder Mantel, weiß-golden bemalt, klassizistisch; 150 Zentimeter, Holz, einfach gefasst.

Sebastianuskapelle
134
Madonna
Marktplatz 6, Krässegment über dem Torbogen1702

Die Weltkugel trägt vorn einen Seraphim; Krone und Szepter fehlen. 80 bis 90 Zentimeter, Stein, gefasst, neu gestrichen. Inschrift: „ZUM REHE HOFF 1702“ (Wappenkartusche mit Blütenbaum und Reh).

ohne Marke
135
Madonna
Hauptstraße 15, Muschelnische an der Hauseckeum 1700

Mit Herzogskrone; möglicherweise einige Ergänzungen, Reste der Bemalung. 70 Zentimeter, Holz, gefasst.

ohne Marke
148
Madonna
Heimatmuseum, untere Sebastianuskapelle, Glaskastennach Kolb nicht vor der Mitte des 18. Jahrhunderts

Großer Strahlenkranz, eigenartige Parallelfalten, Kind ohne Krone, etwas verblasste Bemalung, einfachere Arbeit; etwa 30 Zentimeter, Holz, gefasst.

Sebastianuskapelle
150
Madonna
Bahnhofstraße, kleines PostamentMitte 18. Jahrhundert

Rechts und links der Figur eine Lilie; der rechte Unterarm Mariens ist weggebrochen, das Kind ohne Krone, die Fassung neu. 50 Zentimeter, Holz.

ohne Marke
153
Madonna
Heimatmuseum, Peterskapelle1. Hälfte 18. Jahrhundert

Himmelskönigin mit zwei Engelchen am Rock und Herzogskrone; 130 Zentimeter, Holz, Krone und rechter Arm Mariens beschädigt, die Krone des Kindes fehlt, alte schöne Fassung, derb-schöne Arbeit. Kolb nennt sie als echte Verkörperung der Himmelskönigin. Im Buch abgebildet.

Peterskapelle
156
Madonna
Rentamtsgasse 1vielleicht 19. Jahrhundert

Etwa 60 Zentimeter, Holz, gefasst, neu gefasst, primitive Arbeit.

ohne Marke
161
Mariensäule
Konviktsgarten, neben der Gartenmauer18. Jahrhundert

Das Kind ist weggebrochen, es gibt Beschädigungen am Kopf, die Krone fehlt, das Gewand ist reich verziert, derbe zeitlose Arbeit. 130 Zentimeter, Sandstein, mürbe. Inschrift: „MARIA EINSIEDELIENSIS“. Die Figur steht noch heute dort.

Maria Einsiedeliensis (Konviktsgarten)

Quelle: Karl Kolb: Madonnen im Taubertal. Bildstöcke, Hausmadonnen und Kleinplastik. Tauberbischofsheim (Wig-Verlag) 1951. Benutzt wurde eine Kopie aus dem Bestand von Hendrik Beierstettel.

Alle erfassten Kleindenkmale

Die folgenden Listen nennen jedes kartierte Objekt mit seiner Lage. Wo ein Objekt oben beschrieben ist, steht der Verweis dabei. Weitere Beschreibungen und Fotos folgen.

Bildstöcke und Säulen (45)

NameLageHinweis
Appental-Feldkapelle49.6150° N, 9.6265° OKarte
Bildstock Alter und neuer Adam49.6230° N, 9.6725° O
Der Kreuzigungsbildstock von 1687 am Ende der Laurentiusbergstraße.
Der Kreuzigungsbildstock von 1687 am Ende der Laurentiusbergstraße.
Das Oberteil des Bildstocks im Detail.
Das Oberteil des Bildstocks im Detail.
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Kreuzigungs-Bildstock an einem Trampelpfad am Ende der Laurentiusbergstraße

Inschrift auf dem Bildstock:

Anno 1687 hat Vitus Carens Spolein und Anna Maria seine Haus Frau zu Ehren Gottes dises Bilt mahen lassen.

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 70, Laurentiusberg, 1687): Das Kreuz wächst nach dem Bild des „alten und neuen Adam“ aus dem Leib des liegenden Adam; neben ihm sitzt Eva, hinter ihm steht der Tod mit der Sense. Seitlich stehen die Namenspatrone Sebastian und Laurentius, die Stifter Vitus Larenz Spolein und seine Frau Anna Maria. Kolb stellt den Stein neben den Bildstock Nr. 67 von 1659 und sieht in beiden eine seltene Auswirkung des Todes Christi auf die Menschheit.

Karte
Bildstock Forstbuckel49.6394° N, 9.6960° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Sogenannter „Judenbildstock“ am Forstbuckel, seitlicher Nebenweg der Alten Straße. 17 Jahrhundert.

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 68, Alte Würzburger Straße, unter dem Kreuz Maria und Johannes, 2. Hälfte 17. Jahrhundert): Etwa 100 Zentimeter hoch, die Inschrift schon 1952 unleserlich. Hendrik Beierstettel setzt ihn mit dem Bildstock am Forstbuckel gleich, der im Volksmund Judenbildstock heißt.

Karte
Bildstock Hauptstraße (Haus Burger, verschollen)49.6203° N, 9.6588° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 168, Hauptstraße neben dem Gymnasium (Haus Burger), Ende 17. Jahrhundert): In den Sockel der Hauswand eingemauert, 50 Zentimeter hoch und 25 Zentimeter über dem Boden; der Kopf Mariens fehlt, grau gestrichen. Kolb vermutet einen früheren Bildstock. Bisher nicht wiedergefunden, vielleicht von Efeu verdeckt.

Karte
Bildstock Klostergasse (abgegangen)49.6218° N, 9.6637° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 145, Klostergarten (Klostergasse), über der Torausfahrt, Anfang 18. Jahrhundert): Ein Rest mit harten Falten, 60 bis 70 Zentimeter hoch; Kopf Mariens und Christi fehlen, auch sonst beschädigt. Kolb vermutet, es sei früher ein Bildstock gewesen. Heute ist nichts mehr zu finden; die Marke zeigt den früheren Standort.

Karte
Bildstock zur Friedhofsgründung (Hochhausen)49.6601° N, 9.6352° ONr. 13, oben beschriebenKarte
Blockbild49.6293° N, 9.6717° ONr. 3, oben beschriebenKarte
Blutbild im Leintal49.6426° N, 9.6449° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Wallfahrts-Bildstock zum Heiligen Blut (Walldürn) von 1744:

Inschrift auf dem Sockel:

GOTT zu LOBEN UND DEM H. BLUT ZU EHREN IST DIESER BILDSTOCK HIEHER GESETZT WORDEN 1744

Stützmauer (im Vordergrund):

Laut Inschrift auf einem der Mauersteine stammt die Mauer aus dem Jahre 1695 und wurde 1953 erneuert.

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 241, Leinental, 1744): Blutbild, oben von Engeln gehalten; 95 mal 230 Zentimeter. Die Inschrift sagt, der Bildstock sei zu Ehren des heiligen Blutes 1744 hierher gesetzt worden.

Karte
Brenner-Kreuzschlepper (Rest)49.6315° N, 9.6808° O
Kolb Nr. 117: Der Kreuzschlepper-Bildstock an der Alten Straße am Brenner, 1763, damals noch mit dem Relief. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
Kolb Nr. 117: Der Kreuzschlepper-Bildstock an der Alten Straße am Brenner, 1763, damals noch mit dem Relief. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
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Aus dem Fotoarchiv Pano

An der alten Straße von Tauberbischofsheim Richtung Würzburg steht unmittelbar nach der Abzweigung des Weges hoch auf den Hammberg ein Bildstockstamm, der jahrelang im Schlehengebüsch verborgen war. Das Oberteil des Bildstocks fehlt und der Sockel befindet sich inzwischen großteils unter der Erdoberfläche, so dass heute nur noch der vierkantige Stamm und die beiden ersten Zeilen der Sockelinschrift zu sehen sind: .

DER GERE= CHTE KOMT (...) .

Diese zwei Zeilen genügen jedoch, um mehr über den Bildstock herauszufinden: Karl Kolb (s.u.) fand den Bildstock Anfang der 1950er Jahre nämlich noch mit Oberteil und vollständig lesbarer Inschrift vor. Er beschreibt das Oberteil so: .

Jesus, kreuztragend, Simeon, zwei Krieger und ein Anführer. Darüber im Wolkenkranz Seraphim. Das Oberteil war weiterhin nach Kolb wohl ca. 75cm hoch, aus rotem Sandstein und relativ gut erhalten. . Die Sockelinschrift gibt Kolb –ohne Zeilenumbrüche- wie folgt an: .

Der Gerechte komt umb und niemand ist der es in seinem Herze bedenkt ES. 57. V. PMMR 1763. . Der Bildstock stammt also offenbar im Jahr 1763 von PMMR gestiftet. Dabei dürfte es sich vermutlich um zwei Personen, P.M. und M.R., handeln. Da es sich bei zwei Stiftern meist um ein Ehepaar handelt, könnte R. der erste Buchstabe des Mädchennamens der Stifterin sein, die mit Vornamen wohl Maria oder Margaretha hieß. Der Ehemann hieß mit Vornamen wahrscheinlich Peter, Philipp oder Paulus.

verwendete Quelle:

Kolb, Karl. Bildstöcke im Taubertal. (Tauberbischofsheim: Wig-Verlag 1952); S.26, Nr.117

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 117, Alte Straße, 1763): Jesus mit dem Kreuz, Simeon, zwei Krieger und ein Anführer, darüber in einem Wolkenkranz Seraphim. 75 mal 150 Zentimeter, roter Sandstein, gelb gefasst. Die Inschrift lautet „O Jesus erbarm dich unser“, dazu ein Bibelzitat nach Jesaja und die Jahreszahl 1763. Von dem Bildstock ist heute nur noch der Stamm erhalten.

Karte
Brenner-Pieta49.6307° N, 9.6789° O
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Inschrift:

F H C H

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 175, Alte Straße, 18. Jahrhundert): Eine Freigruppe auf einer 170 Zentimeter hohen Säule, schon 1952 so stark zerstört, dass man die Komposition kaum erkennt; Kopf und Schultern Mariens fehlen. Inschrift: FH. GH.

Karte
Dawerdle-Nothelfer49.6148° N, 9.6754° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Das Bild stammt ungefähr von 1780 und war ursprünglich in eine Weinbergmauer eingesetzt.

(Quelle: Karl Kolb Bildstöcke im Taubertal, Wig-Verlag TBB (1952))

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 255, Dittigheim, Landstraße nach Tauberbischofsheim, in der Weinbergsmauer, um 1780): Ungewöhnlicher Bildstock der Vierzehn Nothelfer, 140 Zentimeter hoch, im oberen Dreieck Gott Vater mit Weltkugel und Taube. Er steht auf Dittigheimer Gemarkung, wenige Meter von der Gemarkungsgrenze am Beginn des Taubentals, und wird wegen der Nähe hier mitgeführt.

Karte
Grablegungsbildstock (Stammberg, 1643)49.6181° N, 9.6421° O
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Inschrift auf dem Bildstock:

O Mensch gedenck das der Erlöser dein für dich gelitten hab grosse Pein.

Christi zu Ehren und seiner Ruh Stat lis al hir machen disen Biltstock Wilhelm Gros und Catharina se Hausfrauw anno 1643

O Mutter Schmertz wih war dein Hertz in das Grab dein Sun sast legen ein

1643

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 244, Vor der Stammbergkapelle (Grablegung), 1643): Quer im Raum steht ein Sarg mit dem toten Christus, links trauert Magdalena, rechts berührt Maria seinen Arm; oberhalb des Sarges wird der Kopf eines Kriegers sichtbar. Oben ein Adamsschädel und der Längsbalken eines Kreuzes. Seitlich stehen Wilhelm mit Helm, Fahne und Buch und Katharina mit Rad, Schwert und Palme, die Namenspatrone der Stifter Wilhelm und Catharina Gros. 110 mal 230 Zentimeter.

Nach den Deutschen Inschriften 1942 (Nr. 420, S. 156): Bildstock vor der Maria-Schmerz-Kapelle auf dem Steinberg. Das Bild oben zeigt, so der Katalog, den Tod Mariens; links und rechts auf der Rahmung je ein Wappenschild, im Sockel dasselbe Wappen mit der Jahreszahl 1643. Höhe 360 Zentimeter. Der Katalog nennt den Stein einen Bildstock mit Rollwerktafel; die Darstellung der Grablegung bei Kolb (Nr. 244) lässt sich damit verbinden.

Karte
Grenz-Bildstock49.6296° N, 9.6238° O
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Inschrift auf dem Bildstock sehr gut zu lesen, aber ohne Punkt und Komma natürlich in Frühneuhochdeutsch...

Karte
Heilige Familie am Brenner49.6283° N, 9.6729° ONr. 5, oben beschriebenKarte
Heilige Familie im Muckbachtal49.6053° N, 9.6451° O
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Hinweis auf einer Metallplatte an der Seite des Sockels:

Restauriert im Jahre 2001. Tauberfränkische Heimatfreunde Tauberbischofsheim

Karte
Hottenloch-Pieta49.6229° N, 9.6466° O
Kolb Nr. 155: Die Pietà von 1714 an der Külsheimer Straße beim Hottenloch. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
Kolb Nr. 155: Die Pietà von 1714 an der Külsheimer Straße beim Hottenloch. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
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Nach Kolb 1952 (Nr. 155, Külsheimer Straße (Hottenloch), in der Weinbergsmauer, 1714): Hinter der Pietà liegt ein Muschelornament, darüber der Kreuzaufbau. Links steht Georg auf dem Drachen mit der Palme, rechts Agnes mit Lamm und Palme. 80 mal 230 Zentimeter, die Oberfläche blättert stark ab. Nach der Inschrift ließen Jörg Schuln und seine Frau Agnes das Bild 1714 machen.

Karte
Hupp-Pieta49.6289° N, 9.6881° O
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Nach Kolb 1952 (Nr. 180, Rebgut hinter dem Hupphaus an der Schmiederstraße, 1739): Übliche Größe, roter Sandstein; die Jahreszahl 1739 steht auf der Rückseite.

Karte
Kreuzigungsbildstock (1666)49.6249° N, 9.6673° O
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Nach Kolb 1952 (Nr. 69, Impfinger Straße, 1666): 65 Zentimeter hohes Relief ohne Kreuz, 230 Zentimeter mit Säule; das Kreuz oben und ein Teil der Säule sind neu. Auf der Säule steht „A 1666 S“, dazu der Vermerk einer Erneuerung durch Karl Hügel 1896.

Karte
Kreuzigungsbildstock (Stammberg, 1659)49.6181° N, 9.6420° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Detailreicher Kreuzigungsbildstock (1659) - Der linke Bildstock vor der Tauberbischofsheimer Stammbergkapelle:

Das von vier Engelsköpfen umrahmte Kreuzigungsbild ist außergewöhnlich detailreich:

Rechts und links neben dem gekreuzigten Jesus sind auch noch die beiden Schächer am Kreuz dargestellt. Über dem Kopf des (vom Betrachter aus) linken, reuigen Mitgekreuzigten ist ein Engel zu sehen, der dessen Seele -in Form eines Säuglings- hinfort trägt. Über dem Kopf des rechten, verstockten und nicht bereuenden Schächers ist hingegen zu sehen, wie dessen Seele (wieder in Form eines Säuglings) von einem drachenartigen Fabelwesen (Teufel?) weggetragen wird.

Hinter den drei Kreuzen auf halber Höhe ein Wolkenkranz.

Darunter, ebenfalls als sehr flaches Relief im Hintergrund, vier römische Soldaten.

Unter dem Kreuz des linken Schächers steht Maria, unter dem des rechten Johannes und unter Jesu Kreuz kniet Maria Magdalena, mit salbgefäß und den Kreuzstamm umfassend.

.

Auch die Seitenflächen des Bildteils weisen noch Figuren auf, nämlich die Namenspatrone des Stifterehepaars:

Auf der linken Seitenfläche ist Matthäus mit Winkelmaß und auf der rechten die Heilige Margareta mit Drachen, Kette und Palme abgebildet.

.

Kolb fand auf dem Bild noch Spuren von Goldfarbe und ein hölzernes Abschlusskreuz, beides heute restlos verschwunden.

.

Auf dem Sockel, der kaum breiter als der viereckige Stamm ist, findet sich keinerlei Inschrift - ziemlich sicher trug der Sockel auch noch niemals eine Inschrift.

Eine Stifter-Inschrift ist aber dennoch vorhanden, bloss dass sie bei diesem Bildstock an einem dafür eher ungwöhnlichen Platz zu finden ist, nämlich direkt unter dem Bild (also an einer Stelle, wo sonst eher fromme Sprüche stehen):

Jesu und Mariae

dene h:h: Matthaeo [u]nd

Margarethae zue Lob [u]nd Ehr

habe[n] diß Mattheus Schmid von König

kheimb und Marga

retha sein Eheliche

.

Oben auf dem Stamm (Vorderseite) dann sehr groß das Stiftungsjahr:

1659

.

Da die Stifterinschrift auf dem Bildteil unvermittelt abzubrechen scheint (nach Ehelichewürde ich noch etwas wie Hausfrau aufrichten lassen Anno...), wäre es möglich, dass es sich nicht mehr um den Original-Stamm und -Sockel handelt. Evtl. wurde diese bei einer Renovierung ausgetauscht und auf dem neuen Stamm dann nur noch die Jahreszahl der womöglich auf dem Originalstamm zu Ende geführten Inschrift angebracht.

Kopie und Original:

Dieser vom Königheimer (!) Ehepaar Matthäus und Margareta Schmid 1659 gestiftete Bildstock vor der Tauberbischofsheimer Stammbergkapelle wurde 70 Jahre später im Auftrag eines anderen Königheimer Ehepaars (Jacob und Magdalena Faulhaber) noch einmal kopiert. Diese Kopie (Fotos hier), die künstlerisch jedoch nicht ans Original vor der Stammbergkapelle heranreicht, steht im Königheimer Brauereiweg, einer Seitengasse der alten Weinstrasse.

verwendete Literatur:

Kolb, Karl. Bildstöcke im Taubertal. (Tauberbischofsheim: Wig-Verlag 1952); S.19 (Nr.67)

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 67, Vor der Stammbergkapelle, 1659): Die Kreuzigung mit den beiden Schächern ist ungewöhnlich figurenreich: Unter dem Kreuz kniet Magdalena, im Hintergrund stehen Soldaten, ein Engel trägt die Seele des reuigen Schächers fort, über dem anderen schwebt ein drachenartiges Wesen mit einer Seele. Auf den Seitenflächen stehen Matthäus mit dem Winkelmaß und Margareta mit Drache, Kette und Palme, die Namenspatrone der Stifter Matthäus Schmid aus Königheim und seiner Frau Margareta (1659). 120 mal 260 Zentimeter, Reste von Vergoldung, das Kreuz aus Holz; der Querbalken fehlt.

Karte
Kreuzigungsrelief (Sebastianuskapelle)49.6224° N, 9.6615° O
Kolb Nr. 10: Das Kreuzigungsrelief, heute im Obergeschoss der Sebastianuskapelle. Foto: Hendrik Beierstettel.
Kolb Nr. 10: Das Kreuzigungsrelief, heute im Obergeschoss der Sebastianuskapelle. Foto: Hendrik Beierstettel.
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 10, Museumsgartenmauer, ohne Jahr): Unter dem Kreuz stehen Maria und Johannes; am oberen Teil des Kreuzbalkens verläuft ein Spruchband. 63 Zentimeter, roter Sandstein, stark verwittert, sehr primitive, zeitlose Arbeit. Heute hängt das Relief innen in der oberen Kapelle der Sebastianuskapelle, im Obergeschoss.

Karte
Kreuzigungsreliefs (Limbachhaus)49.6234° N, 9.6632° O
Kolb Nr. 8: Das Kreuzigungsrelief von 1469, heute im Limbachhaus in der Frauenstraße. Foto: Hendrik Beierstettel.
Kolb Nr. 8: Das Kreuzigungsrelief von 1469, heute im Limbachhaus in der Frauenstraße. Foto: Hendrik Beierstettel.
Kolb Nr. 11: Das Kreuzigungsrelief mit den Kelchengeln, heute im Limbachhaus in der Frauenstraße. Foto: Hendrik Beierstettel.
Kolb Nr. 11: Das Kreuzigungsrelief mit den Kelchengeln, heute im Limbachhaus in der Frauenstraße. Foto: Hendrik Beierstettel.
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 8, Museumsgarten, in der Gartenmauer eingesetzt, 1469): Corpus auf einem T-förmigen Kreuzbalken, dahinter eine Kreuzglorie; darunter stehen Maria und Johannes, darüber hält ein Engel das Schriftband INRI. An der Seite der Brustwunde fängt ein Engel das Blut in einem Kelch auf. Maria hält die gekreuzten Arme vor der Brust, Johannes trocknet sich mit der linken Hand das linke Auge. 135 Zentimeter, Sandstein, die Ränder stark beschädigt, unbemalt, mit der Jahreszahl 1469. Kolb nennt ein fast gleiches Stück von 1416 in der Kirche von Grünsfeld. Heute steht das Relief im Limbachhaus in der Frauenstraße, das den Tauberfränkischen Heimatfreunden gehört.

Nach Kolb 1952 (Nr. 11, Museumsgartenmauer, ohne Jahr): Unter dem Kreuz stehen Maria und Johannes mit gefalteten Händen, dazu zwei Engel, die in Kelchen das Blut Christi auffangen; unten liegt eine Frau mit einem Kelch, vermutlich Magdalena. Über dem T-förmigen Kreuz ein Spruchband, das Ganze ist mit Steinplatten überdacht, das Dach vielleicht neu. 135 Zentimeter, roter Sandstein, zwei gekreuzte Beile eingehauen und darunter die Buchstaben HS. Heute steht das Relief im Limbachhaus in der Frauenstraße.

Karte
Leprosenbild49.6231° N, 9.6708° O
Die Replik des Kreuzigungsbildstocks an der Laurentiusbergstraße. Das Original wird auf 1451 datiert und wurde 1578 wohl erneuert.
Die Replik des Kreuzigungsbildstocks an der Laurentiusbergstraße. Das Original wird auf 1451 datiert und wurde 1578 wohl erneuert.
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Bildstock:

Per misere mei tollitur ira dei

Jesus Chritus war er Gott und Mensch mein Erlöser und Seeligmacher

1578

Aus der Karte der Grenzsteine

Die Marke steht an der Replik des Bildstocks von 1578 an der Laurentiusbergstraße (beim Evangelischen Kindergarten). Das Original steht auf der Rückseite der Peterskapelle, an die Hauswand gelehnt.

Nach Kolb 1952 (Nr. 13, Mergentheimer Straße, Ecke Laurentiusweg, 1578 (Relief vielleicht 1451)): Kreuz mit Maria und Johannes, 127 Zentimeter, roter Sandstein, stark verwittert. In der Dachschräge ist ein lateinischer Spruch eingehauen, im Relief stehen ein P und die Zahl 51, die Kolb als 1451 liest. Darunter steht der Satz „Jesus Christus wahrer Gott und Mensch, mein Erlöser und Seligmacher“ mit der Jahreszahl 1578. Es ist das Leprosenbild von 1578; an dieser Stelle stand das Original (Hendrik Beierstettel).

Nach den Deutschen Inschriften 1942 (Nr. 351, S. 141): Bildstock an der Landstraße nach Mergentheim, beim ersten Seitenweg links. Im Oberteil ein Kruzifix mit Johannes und Maria, 140 mal 59 Zentimeter, mit dem Monogramm WL. Der Standort an der Mergentheimer Straße bestätigt, dass das Leprosenbild dort stand.

Karte
Leprosenbild (Original, Peterskapelle)49.6222° N, 9.6590° O
Das Original an der Nordwand der Peterskapelle. Sein ursprünglicher Standort war der Beginn der Laurentiusbergstraße, an der Ecke zur Mergentheimer Straße.
Das Original an der Nordwand der Peterskapelle. Sein ursprünglicher Standort war der Beginn der Laurentiusbergstraße, an der Ecke zur Mergentheimer Straße.
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Aus der Karte der Grenzsteine

Das Original des Leprosenbilds (Bildstock von 1578) steht auf der Rückseite der Peterskapelle, an die Hauswand gelehnt. An der Laurentiusbergstraße steht eine Replik (siehe Marke "Leprosenbild").

Nach Kdm 1898 (S. 200) stand an der Landstraße nach Dittigheim ein spätgotischer Bildstock von 1578 mit Kruzifix in der Nische; ob das hier gemeint ist, ist nicht belegt.

Karte
Maria Einsiedeliensis (Konviktsgarten)49.6187° N, 9.6536° O
Kolb 1951 Nr. 161: Die Mariensäule im Konviktsgarten, wo sie noch heute steht. Foto: Hendrik Beierstettel.
Kolb 1951 Nr. 161: Die Mariensäule im Konviktsgarten, wo sie noch heute steht. Foto: Hendrik Beierstettel.
Karte
Maria Einsiedeliensis (Landratsamt)49.6230° N, 9.6609° O
Kolb 1952 Nr. 235: Die Mariensäule von der Königheimer Straße, heute im Treppenhaus des Landratsamts. Foto: Hendrik Beierstettel.
Kolb 1952 Nr. 235: Die Mariensäule von der Königheimer Straße, heute im Treppenhaus des Landratsamts. Foto: Hendrik Beierstettel.
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 235, Königheimer Straße, gegenüber dem Sägewerk Meyer, 1775): Mariensäule, 100 mal 230 Zentimeter, rot gefasst, mit einem Engelskopf am dorischen Kapitell; der Sockel steckt in der Weinbergsmauer. Die Inschrift „Maria Einsiedeliensis 1775“ erinnert nach Kolb an eine Wallfahrt nach Maria Einsiedeln.

Karte
Maria-Hilf-Bildstock (Staub)49.6129° N, 9.6473° ONr. 12, oben beschriebenKarte
Maria-Hilf-Oberteil (Hauswand Dölzer)49.6133° N, 9.6483° OKarte
Marienkrönung (Dienstadter Weg)49.6251° N, 9.6426° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Der Rest eines Bildstocks "Marienkrönung" (1724) am alten Dienstadter Weg:

Karl Kolb (s.u.) fand 1952 noch den gesamten Bildstock vor, Säule und Bild müssen also irgendwann in den letzten 60 Jahren verschwunden sein.

Nach Kolb handelte es sich um eine Darstellung der Marienkrönung, worauf auch die Sockelinschrift eindeutig hinweist. Dabei endete das Relief offenbar mit dem Figurenumriss und besaß einen Wolkenhintergrund. Als Maße gab Kolb 90cm (Bildhöhe) + 250cm (Höhe Säule mit Sockel) an.

Außerdem erwähnt Kolb, dass der Bildstock zerschossen gewesen wäre.

Inschrift auf dem noch vorhandenen Sockel:

GOTT HIER

ERHEBEN THUT

ZUR CRON EINS

KÖNIGS DOCHTER

??EBEN

SO EINEN KÖNIG

HAT ZUM SOHN

IST EIN GESPONS

BEII NEBEN

Darunter (oder auf der Säule bzw. dem Bild?) stand offenbar noch laut Kolb, aber heute nicht mehr erkennbar:

1724

R. 1892 E. u. S.

--

verwendete Quellen:

Kolb, Karl. Bildstöcke im Taubertal. (Tauberbischofsheim: Wig-Verlag 1952); S.44, Nr.218

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 218, Sprait, 1724): Marienkrönung als Relief, das mit dem Figurenumriss endet, Wolkenhintergrund, 90 mal 250 Zentimeter, zerschossen. Die Sockelinschrift deutet das Bild als Krönung der Königstochter. Heute steht nur noch der Sockel, der Rest wurde gestohlen.

Karte
Mariensäule (Heimberg)49.6304° N, 9.6716° ONr. 6, oben beschriebenKarte
Mariensäule (Krankenhaus)49.6288° N, 9.6737° ONr. 4, oben beschriebenKarte
Metzger-Bildstock49.6024° N, 9.6381° O
Der Metzgerstein von 1608 am Gissigheimer Pfad.
Der Metzgerstein von 1608 am Gissigheimer Pfad.
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Kleindenkmal Nr. 05 (Dittwar): Der außergewöhnliche 'Metzgerstein' (1608) am Anfang des Gissigheimer Pfades

Der Metzgerstein (1608):

Der Metzgerstein ist ein sehr großer und hinsichtlich der umfangreichen, ausschweifenden Inschrift (der ursprünglich für eine Inschrift wohl vorgesehene Platz reichte offenbar bei Weitem nicht aus...) und des Doppelbildes (Kreuzigungsrelief und drunter Relief des Stifters mit Kalb und Hund) außergewöhnlicher Bildstock.

Wie die Inschrift (s.u.) verrät, hat der (Tauber)bischofsheimer Metzger Jörg Weimer den Bildstock 1608 Gott zum Dank dafür errichten lassen, dass er so oft -wohl zusammen mit in Gissigheim oder Dittwar aufgekauftem Schlachtvieh (vgl. Relief)- unversehrt diesen steilen Weg vom wieselberg heruntergekommen ist.

-

Inschrift auf dem Bildstock:

Ich Jörg Weimer, Bürger und Metzger in Bischofsheim hat dis Bilt Got zu Lob undt Ehr da her machen lasen die weil im Gott mit gesunthem Leib so oft über den Ber[g] aus und ein hat geholfen. Got wol im und den Seinigen undt alen fromen Metzigern weiter und lenger genadt verleihen durch Jesum Christum Amen 1608.

Der Gissigheimer Pfad:

Der Gissigheimer Pfad wurde Jahrhunderte lang von den Bewohnern Gissigheims und Dittwars als Fußweg ins Brehmbachtal und weiter nach Tauberbischofsheim benutzt. Das Teilstück zwischen Gissigheim und Dittwarer Bahnhof wurde mittlerweile wieder vollständig begehbar gemacht und beschildert ("Gissigheimer Pfad"). Das Anfangsstück am Dittwarer Bahnhof hoch auf den Wieselberg ist ziemlich steil.

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 51, Dittwar, oberhalb des Bahnhofs am Waldrand, 1608): Ein Relief zeigt einen Metzger, der ein Kalb führt, dahinter einen Hund; darüber Wappen mit Beil und den Buchstaben IW. Nach der Inschrift ließ Jörg Weimer, Bürger und Metzger in Bischofsheim, den Bildstock 1608 aus Dankbarkeit aufstellen, weil ihm Gott auf dem Weg über den Berg so oft gesund hin und zurück geholfen habe. Der Stein steht auf Dittwarer Gemarkung, gilt hier aber als Tauberbischofsheimer Bildstock.

Nach den Deutschen Inschriften 1942 (Nr. 382, S. 147): Bildstock im Wald südlich vom Bahnhof Dittwar, etwa 100 Meter neben der Wegkreuzung. In der Nische des Stammes ist der Stifter mit einem Kalb und seinem Hund dargestellt, im Wappen ein Metzgerbeil mit den Buchstaben I W. Höhe 280, Breite 40 Zentimeter. Der Katalog stellt den Stein unter Tauberbischofsheim, obwohl er auf Dittwarer Flur steht.

Karte
Nothelfer-Bildstock (früherer Standort, Impfinger Straße)49.6316° N, 9.6655° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 256): Hier an der Impfinger Straße stand ursprünglich der Bildstock der Vierzehn Nothelfer von 1866 (Stifter Burkard Schmitt und Therese Ohlenschläger); sein Oberteil befindet sich heute im Landschaftsmuseum im Schloss (Marke „Nothelfer-Oberteil“).

Karte
Nothelfer-Bildstock (Königheimer Straße)49.6173° N, 9.6524° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Sockel:

Dieses Bild wurde errichtet zur Ehre der vierzehen Nothelfer im Jahre 1866

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 260, Königheimer Straße, 1866): In der Mitte das Jesuskind, darunter die sehr naturalistisch gearbeiteten Heiligen im Halbkreis, im Pfeiler ein Medaillon mit der heiligen Agnes und dem Lamm. 100 mal 170 Zentimeter, gelb gefasst. Die Inschrift nennt 1866. Kolb hält den Stein für einen späten Nachfolger des Nothelfer-Typs.

Karte
Nothelfer-Oberteil (Museum im Schloss)49.6212° N, 9.6616° O
Das Oberteil des Bildstocks der Vierzehn Nothelfer von der Impfinger Straße (Kolb Nr. 256), heute im Tauberfränkischen Landschaftsmuseum im Schloss. Foto: Hendrik Beierstettel.
Das Oberteil des Bildstocks der Vierzehn Nothelfer von der Impfinger Straße (Kolb Nr. 256), heute im Tauberfränkischen Landschaftsmuseum im Schloss. Foto: Hendrik Beierstettel.
Das Oberteil mit der Tafel des Museums: Die Heiligen sind benannt, ein altes Foto zeigt den Bildstock am früheren Standort (Kolb Nr. 256). Foto: Hendrik Beierstettel.
Das Oberteil mit der Tafel des Museums: Die Heiligen sind benannt, ein altes Foto zeigt den Bildstock am früheren Standort (Kolb Nr. 256). Foto: Hendrik Beierstettel.
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 256, Landstraße nach Impfingen (Impfinger Straße, Duderstadter Allee), 1866 (Tafel im Museum: 1868)): Üblicher Aufbau, aber steif: Der Vorhang kommt aus der Krone hervor und wird in den oberen Ecken zu Knoten hochgehalten. 100 mal 230 Zentimeter, Pfeiler aus gelbem Sandstein, der obere Aufsatz erneuert. Die Inschrift nennt Burkard Schmitt und seine Frau Therese, geborene Ohlenschläger. Das Oberteil mit den Vierzehn Nothelfern befindet sich heute im Tauberfränkischen Landschaftsmuseum im Schloss.

Karte
Pieta 166949.6235° N, 9.6577° ONr. 2, oben beschriebenKarte
Retter der Stadt49.6186° N, 9.6541° ONr. 1, oben beschriebenKarte
Reuß-Pieta49.6214° N, 9.6645° OKarte
Ries-Kreuzschlepper49.6276° N, 9.6568° O
Der Kreuzschlepper-Bildstock, 1760 von Daniel Ries errichtet, in der Hochhäuser Straße nahe der Volksschule.
Der Kreuzschlepper-Bildstock, 1760 von Daniel Ries errichtet, in der Hochhäuser Straße nahe der Volksschule.
Kolb Nr. 116: Der Kreuzschlepper-Bildstock von Daniel Ries, 1760, an der Hochhäuser Straße. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
Kolb Nr. 116: Der Kreuzschlepper-Bildstock von Daniel Ries, 1760, an der Hochhäuser Straße. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 116, Hochhäuser Straße (Sägewerk Gehrig), 1760): Jesus mit dem Kreuz, Simeon, zwei Soldaten und ein Anführer, darüber Gott Vater. 80 mal 170 Zentimeter, rotes Sandsteinmaterial, Reste von Bemalung. Am Sockel steht „Jesu Christe erbarme sich“ und „1760 hat Daniel Ries dies Bild hierher setzen lassen“, dazu ist ein Frauenschuh eingehauen.

Karte
Ruhe Christi (Geiersberg)49.6101° N, 9.6845° ONr. 14, oben beschriebenKarte
Ruhe Christi (Original, Foyer)49.6304° N, 9.6721° O
Das Original der Ruhe Christi (Erbärmde) im Foyer des geschlossenen Langzeitkrankenhauses
Das Original der Ruhe Christi (Erbärmde) im Foyer des geschlossenen Langzeitkrankenhauses
Karte
Spöhr-Bild49.6152° N, 9.6493° OKarte
Stefans-Pieta49.6360° N, 9.6640° O
Kolb Nr. 147: Die Pietà des Kilian Stefa von 1752 an der Landstraße nach Impfingen. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
Kolb Nr. 147: Die Pietà des Kilian Stefa von 1752 an der Landstraße nach Impfingen. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 147, Landstraße Tauberbischofsheim nach Impfingen, 1752): Hinter der Pietà liegt ein Muschelornament, die Darstellung greift über den Rahmen hinaus, der Arm Christi ist leicht angewinkelt. 70 mal 230 Zentimeter, stark beschädigt, Teile mit Zement und Gips ergänzt. Die Inschrift nennt Kilian Stefa und seine Hausfrau, der Rest steckt im Boden.

Karte
Wallfahrer-Bildstock49.6334° N, 9.6836° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Wer kann die Inschrift vollständig entziffern?

1697

8. Ju ?

Wallfar ?

D: ?

Jo: Carl Seiz ?

Würzburg

?

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 238, Alte Straße, 1697): Ein flacher Stein mit einem Blutbild, von Engeln getragen, darunter sieben Stifter, über dreien ein eingeschlagenes Kreuz. 90 mal 200 Zentimeter, vermoost. Die Inschrift nennt den 8. Juni 1697 und einen Wallfahrer aus Würzburg.

Karte
Wendelinsbild49.6232° N, 9.6733° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Bildstock für mich nicht mehr zu entziffern, aber noch deutlich vorhanden.

Heiliger Wendelin: Da auf dem Bildstock ein Schäfer mit Hirtenstab und 2 Schafen abgebildet und der Schutzpatron der Hirten (und des Landvolks) der Heilige Wendelin ist, vermute ich einmal, dass er das sein soll.

Ein Foto vom Hl. Wendelin gibt es hier

und alle Infos zum Hl. Wendelin hier .

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 257, Laurentiusberg, unterhalb der Kapelle, um 1800): Bei Kolb ein Bildstock der Vierzehn Nothelfer mit abgebrochener Krone, Seraphim in den Ecken und einem Medaillon mit Pietà im Pfeiler; 105 mal 165 Zentimeter, Sockel Kalkstein. Die Inschrift nennt eine Renovierung. Das ursprüngliche Oberteil mit den Nothelfern wurde später bei Bauarbeiten zerstört und durch das heutige Wendelinsbild ersetzt (Hendrik Beierstettel).

Karte
Zeitbös-Pieta49.6174° N, 9.6505° ONr. 11, oben beschriebenKarte

Kreuze (26)

NameLageHinweis
3 Sühnekreuze an der Lorenzikapelle49.6224° N, 9.6736° O
Die Laurentiuskapelle mit den drei Sühnekreuzen.
Die Laurentiuskapelle mit den drei Sühnekreuzen.
Das Pflug-Kreuz an der Laurentiuskapelle.
Das Pflug-Kreuz an der Laurentiuskapelle.
Das Küferhammer-Kreuz: Auf dem Kreuz sind die Umrisse eines Küferhammers eingehauen, eine Inschrift gibt es nicht.
Das Küferhammer-Kreuz: Auf dem Kreuz sind die Umrisse eines Küferhammers eingehauen, eine Inschrift gibt es nicht.
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Aus dem Fotoarchiv Pano

& d00192 & d00193

3 alte Sühnekreuze (ca. 16. Jhd.) neben der Laurentiuskapelle (1702)

Infos zu den drei Sühnekreuzen rechts neben der Kapelle (incl. Detailfotos):

suehnekreuz.de

Standort: An der Südseite der Laurentiusbergkapelle.

Geschichte: Das mittlere und rechts stehende Kreuz (II, III) wurden bei Kasernenbau von der Grünsfelder Straße hierher versetzt. (Losch 1981)

Quellen und Literatur: • Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S.107

Größe / Material: 120:73:20 / Buntsandstein

Geschichte: Auf der Seitenfläche des Kreuzstammes ein Messingblech mit der Inschrift: Restauriert im Jahre 1999. Tauberfränkische Heimatfreunde Tauberbischofsheim. Ecken teilweise beschädigt. Bearbeitungsspuren. Form: schlank mit vergleichsweise niedrigem Kopf. Datierung: ca. 16.Jh. (Losch 1981)

Sage: Ältere Einwohner wollen früher eine Schlange abgebildet gesehen haben bzw. eine Schlinge oder ein Seil als Hinweis auf das Gewann "Galgenleite" in der Nähe.

Größe / Material: 118:75:30 / Buntsandstein

Geschichte: Balkenenden leicht beschädigt. Form: zeigt breiten Längsbalken mit hohem Kopf. Zeichen: Einritzungen rechteckig und schräg abwärts, als Küfershammer gedeutet. Datierung: ca. 15./16.Jh. (Losch 1981)

Sage: Mit dem Küfershammer soll ein Mord verübt worden sein.

Größe / Material: 160:92:27 / Muschelkalk

Geschichte: Form: ist groß und schlank mit hohem Kopf. Zeichen: Pflugschar, nach unten gerichtet, leicht links plaziert; langer breiter Schaft; breite Schar mit knapp und leicht gerundet zusammenlaufender Spitze. Datierung: ca. 16./17.Jh. (Losch 1981)

Sage: 1. Am früheren Standort soll einem Jungen, der vom Pflug fiel, der Kopf abgerissen worden sein. 2. Ein pflügender Bauer soll umgekommen sein.

d00191 & d00192 & d00193

3 alte Sühnekreuze (ca. 16. Jhd.) neben der Laurentiuskapelle (1702)

Infos zu den drei Sühnekreuzen rechts neben der Kapelle (incl. Detailfotos):

suehnekreuz.de

Standort: An der Südseite der Laurentiusbergkapelle.

Geschichte: Das mittlere und rechts stehende Kreuz (II, III) wurden bei Kasernenbau von der Grünsfelder Straße hierher versetzt. (Losch 1981)

Quellen und Literatur: • Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S.107

Größe / Material: 120:73:20 / Buntsandstein

Geschichte: Auf der Seitenfläche des Kreuzstammes ein Messingblech mit der Inschrift: Restauriert im Jahre 1999. Tauberfränkische Heimatfreunde Tauberbischofsheim. Ecken teilweise beschädigt. Bearbeitungsspuren. Form: schlank mit vergleichsweise niedrigem Kopf. Datierung: ca. 16.Jh. (Losch 1981)

Sage: Ältere Einwohner wollen früher eine Schlange abgebildet gesehen haben bzw. eine Schlinge oder ein Seil als Hinweis auf das Gewann "Galgenleite" in der Nähe.

Größe / Material: 118:75:30 / Buntsandstein

Geschichte: Balkenenden leicht beschädigt. Form: zeigt breiten Längsbalken mit hohem Kopf. Zeichen: Einritzungen rechteckig und schräg abwärts, als Küfershammer gedeutet. Datierung: ca. 15./16.Jh. (Losch 1981)

Sage: Mit dem Küfershammer soll ein Mord verübt worden sein.

Größe / Material: 160:92:27 / Muschelkalk

Geschichte: Form: ist groß und schlank mit hohem Kopf. Zeichen: Pflugschar, nach unten gerichtet, leicht links plaziert; langer breiter Schaft; breite Schar mit knapp und leicht gerundet zusammenlaufender Spitze. Datierung: ca. 16./17.Jh. (Losch 1981)

Sage: 1. Am früheren Standort soll einem Jungen, der vom Pflug fiel, der Kopf abgerissen worden sein. 2. Ein pflügender Bauer soll umgekommen sein.

d00191 & d00192 & d00193

3 alte Sühnekreuze (ca. 16. Jhd.) neben der Laurentiuskapelle (1702)

Infos zu den drei Sühnekreuzen rechts neben der Kapelle (incl. Detailfotos):

suehnekreuz.de

Standort: An der Südseite der Laurentiusbergkapelle.

Geschichte: Das mittlere und rechts stehende Kreuz (II, III) wurden bei Kasernenbau von der Grünsfelder Straße hierher versetzt. (Losch 1981)

Quellen und Literatur: • Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S.107

Größe / Material: 120:73:20 / Buntsandstein

Geschichte: Auf der Seitenfläche des Kreuzstammes ein Messingblech mit der Inschrift: Restauriert im Jahre 1999. Tauberfränkische Heimatfreunde Tauberbischofsheim. Ecken teilweise beschädigt. Bearbeitungsspuren. Form: schlank mit vergleichsweise niedrigem Kopf. Datierung: ca. 16.Jh. (Losch 1981)

Sage: Ältere Einwohner wollen früher eine Schlange abgebildet gesehen haben bzw. eine Schlinge oder ein Seil als Hinweis auf das Gewann "Galgenleite" in der Nähe.

Größe / Material: 118:75:30 / Buntsandstein

Geschichte: Balkenenden leicht beschädigt. Form: zeigt breiten Längsbalken mit hohem Kopf. Zeichen: Einritzungen rechteckig und schräg abwärts, als Küfershammer gedeutet. Datierung: ca. 15./16.Jh. (Losch 1981)

Sage: Mit dem Küfershammer soll ein Mord verübt worden sein.

Größe / Material: 160:92:27 / Muschelkalk

Geschichte: Form: ist groß und schlank mit hohem Kopf. Zeichen: Pflugschar, nach unten gerichtet, leicht links plaziert; langer breiter Schaft; breite Schar mit knapp und leicht gerundet zusammenlaufender Spitze. Datierung: ca. 16./17.Jh. (Losch 1981)

Sage: 1. Am früheren Standort soll einem Jungen, der vom Pflug fiel, der Kopf abgerissen worden sein. 2. Ein pflügender Bauer soll umgekommen sein.

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 107, Nr. Tauberbischofsheim I–III) zwei der drei Kreuze, das mittlere und das rechte, von der Grünsfelder Straße hierher versetzt, beim Kasernenbau. Das mittlere trägt eine Ritzung, die als Küferhammer gedeutet wird, das rechte eine Pflugschar. Zur Schlange am linken Kreuz erzählte man sich eine Verbindung zur nahen Galgenleite.

Karte
Arma-Christi-Kreuz49.6244° N, 9.6689° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Sockel:

O Kreuz deine Hoffnung sei gegrüßt

An dir hat Gott die Schuld gebüßt

Vermehre den Glauben den Frieden, deine Huld

Lösch aus der Sünder Sünden Schuld.

1870.

Ein sehr eigenwilliges Kreuz, reichlich verziert. Warum aber z.B. ein Würfel auf dem Kreuz liegt, erschließt sich mir jetzt nicht wirklich.

Karte
Butterhändlerkreuz (1491)49.6180° N, 9.7006° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 109, Nr. Tauberbischofsheim XI, Dittigheim) trägt das Kreuz eine große Jahreszahl, die er als 1491 liest. Die Sage: Ein Grünsfelder Butterhändler wurde auf dem Heimweg von Räubern getötet; das Kreuz wurde ihm zum Gedenken gesetzt. Als „Mordkreuz“ gilt es als unheimlich (Wildes Heer, Geist; Schutz: Kreuzzeichen und Vaterunser).

Aus der Sammlung Stang (Bd. 1, Zeitungsausschnitt „Die Mörder lauerten sogar beim Galgen auf“, handschriftlich 1967 datiert): Das Feldkreuz mit der Jahreszahl 1491 steht einen Steinwurf abseits des Wanderwegs nach Grünsfeld nahe dem Rundweg über die Christusruh nach Dittigheim. Nach der Sage ging ein Grünsfelder Metzger, der in Tauberbischofsheim Geld eingelöst hatte, über den Laurentiusberg heim, wo früher der Galgen stand, und wurde dort von Räubern erschlagen; seine Verwandten stifteten das Steinkreuz.

Karte
Friedhofskreuz49.6252° N, 9.6575° OKarte
Gedenkkreuz am Dienstadter Weg49.6273° N, 9.6389° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Buntsandsteinkreuz mit Kleeblattenden und Herz-Relief (an der Kreuzung des Dienstadter Wegs mit der Külsheimer Straße):

Das Kreuz trägt im Kopfbalken die Inschrift IHS. Darunter -in der Kreuzmitte- ist ein Herz-Umriss eingehauen.

Losch (s.u.) fand das Kreuz 1981 nicht mehr vor und hatte daraufhin offenbar in Erfahrung gebracht, dass es im Jahre 1975 spurlos verschwunden war. Spätestens seit 2010 (da fiel es mir das erste Mal bewusst auf) steht es aber wieder an seinem ursprünglichen Platz. Nur eine Kopie oder wirklich das Original?

Mangels Kreuz konnte Losch damals keinen Datierungsversuch vornehmen. Ich würde es im 17. oder 18. Jahrhundert verankern, kann aber auch gründlich daneben liegen.

--

verwendete Quellen:

Losch, Bernhard. Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg.(Stuttgart: Theiß-Verlag 1981)

suehnekreuz.de

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 116, verschwundene Kreuze Nr. 16) stand an der Abzweigung nach Dienstadt ein Buntsandsteinkreuz mit Kleeblattenden, „IHS“ und Herz, das um 1975 gestohlen wurde.

Karte
Hegeleinskreuz Dittwar (Langenberger 1607)49.5748° N, 9.6118° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 109 f., Nr. Tauberbischofsheim XIII, Dittwar) ein kleines Buntsandsteinkreuz mit der Inschrift „ZU GETECKNUS HANS LANGENBERGER 1607 AUF DER STRAS DAS LEBEN GELASEN“. Die Sage verbindet es mit einem Bauern, der 1644 beim Pflügen von den Schweden getötet worden sein soll; es heißt „Hegeleinskreuz“ oder „Schwedenkreuz“. Lage ungefähr.

Karte
Klinglerin-Kruzifix (1590; auch Siebmacherkreuz)49.6357° N, 9.6878° O
Das Klinglerkreuz, auch Siebmacherkreuz, an der alten Würzburger Straße in der Viertelesgrube. Es wurde 1590 von der Witwe errichtet, vermutlich an der Todesstelle eines Siebmachers Klingler.
Das Klinglerkreuz, auch Siebmacherkreuz, an der alten Würzburger Straße in der Viertelesgrube. Es wurde 1590 von der Witwe errichtet, vermutlich an der Todesstelle eines Siebmachers Klingler.
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Sockel:

ANNO DNI 1590

DEN MONTAG

NACH DEM

ANDERN SON-

TAGS ADVENT

HAT ELISABET

KLINGLERIN

WITTID DIS

BILT GOT ZU

LOB UND ZU

EHREN STEL-

LEN LASSEN

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 105, Nr. Külsheim III) gehört der Name „Siebmacherkreuz“ eigentlich zu einem Steinkreuz im Wald Taubenloch bei Külsheim, also außerhalb unserer Gemarkung. Dessen Inschrift gedenkt des Bischofsheimer Bürgers und Siebers Andres Schmit, der Ende August 1590 dort ermordet wurde. Verwechslungsgefahr: Das Klinglerin-Kruzifix hier wurde 1590 von der Witwe Elisabet Klingler gestiftet; ob der Name übertragen wurde, ist offen. [Zum Siebmacherkreuz bei Külsheim](https://beierstettel.de/tbb/bildstoecke.html#siebmacherkreuz-kuelsheim)

Nach Kolb 1952 (Nr. 17, Alte Würzburger Straße, sogenanntes Klinglerkreuz, 1590): 250 Zentimeter hoch, roter Sandstein, gelb gefasst. Die Inschrift nennt den Montag nach dem zweiten Adventssonntag 1590 und die Witwe Elisabeth Klinglerin als Stifterin; unter der Inschrift steht ein Schachbrettmuster im Kreis. Kolb ordnet das Kreuz einem Meister zu, dessen Kreuze er in der Gruppe 16 ff. zusammenfasst.

Karte
Kruzifix in der Stadtkirche49.6224° N, 9.6608° O
Das Kruzifix im Inneren der Stadtkirche St. Martin (Kolb Nr. 102). Foto: Hendrik Beierstettel.
Das Kruzifix im Inneren der Stadtkirche St. Martin (Kolb Nr. 102). Foto: Hendrik Beierstettel.
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 102, Pfarrkirche, linker Seiteneingang unter dem Türvorbau, Anfang 17. Jahrhundert): Kreuz mit Maria und Johannes, die einzeln auf Konsolen an der Wand stehen. Der Sockel ist stark gotisierend, alle Figuren, besonders der Corpus, gotisierend. Heute hängt das Kruzifix im Inneren der Stadtkirche St. Martin.

Karte
Lang-Kruzifix49.6214° N, 9.6654° OKarte
Leintal-Kruzifix49.6416° N, 9.6367° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Sockel des Wegkreuzes:

Dises Creutz hat Gott zu Ehren der ehrsamme Niclaus Kuhn des Gerichts, und seine ehelice Haus Fraw Maria, auferichten lassen den 23ten Märtz 1774

Die Sockelinschrift ist auf diesem Foto besser zu erkennen.

Karte
Lerch-Kruzifix49.6254° N, 9.6563° ONr. 9, oben beschriebenKarte
Missionskreuz49.6231° N, 9.6626° O
Das Missionskreuz auf dem Marktplatz.
Das Missionskreuz auf dem Marktplatz.
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Sockel:

Vorne:

Pia haec D.N.J. Chr. imago loco veteris collabentis parochianor. donis erecta per J.Sch. par. s. confirm. die a. Rev. Dno. Archiep. Joanne Christiano Roos sol. ritu est benedicta VI. Maji MDCCCLXXXVII.

-Rechte Seite:_

Ecce Crucem Domini! Fugite partes adversae! Vicit Leo de trobu Juda. Radix David! Alleluja!

Linke Seite:

Hoc signum crucis Erit in coelo

Alleluja!

Quando Dominus Ad judicandum venerit

Alleluja!

Der auf der Vorderseite des Sockels genannte Johann(es) Christian Rooswar von 1886 bis 1896 Erzbischof des Erzbistums Freiburg. In seiner Amtszeit wurde 1891 in Tauberbischofsheim das „Erzbischöfliche Knaben-Konvikt“ eröffnet.

Missionskreuz auf dem Marktplatz (1887):

Auf dem Marktplatz stand seit 1720 ein hölzernes Missionskreuz. Da es verwittert war, wurde es 1887 durch ein steinernes ersetzt. Beim Abbrechen des Holzkreuzes fand man eine Urkunde, welche in das neue Kreuz wieder eingefügt wurde. Das steinerne Kreuz wurde für 820 Mark von Bildhauer Ziegler aus Tauberbischofsheim gefertigt. Ins Fundament wurden dabei die Treppensteine und der Sockel des alten Kreuzes eingemauert und die alten Reliquien und die Urkunde des alten Kreuzes wurden wieder in den "Stamm" des neuen Kreuzes integriert. Das Kreuz wurde am 6. Mai 1887 durch Erzbischof Dr. Johann(es) Christian Roos von Freiburg unter großer Beteiligung der Einwohner eingeweiht.

Im Jahr 1953 wurde eine neue Christus-Figur durch Bildhauer Bruno Fleck angefertigt und am Kreuz angebracht.

Karte
Richtplatzkreuz49.6234° N, 9.6496° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Das Richtplatzkreuz (beim ehem. Richtplatz von Tauberbischofsheim)

Der ehem. Richtplatz von (Tauber-)Bischofsheim:

Beim ehemaligen Richtplatz von Bischofsheim finden sich heute zwei Kleindenkmale: Rechts des Weges (von TBB kommend) eine kleine, offene Feldkapelle und links des Weges unter einem Baum ein Sühnekreuz, welches womöglich bereits einst die Richtstätte als solche markierte.

-

Das Steinkreuz am ehem. Richtplatz:

Das Buntsandsteinkreuz fällt auf den ersten Blick dadurch auf, dass das obere Ende des Längsbalkens und beide Enden des Querbalkens nach außen hin verbreitert sind. Das obere Ende des Längsbalkens ist zudem nach links und zur Vorderseite hin abgeschrägt. Bei genauerem Betrachten fallen weitere Besonderheiten auf, die das Kreuz von den meisten anderen Sühne- oder Gedenkkreuzen unterscheiden: Auf dem Kreuz sind einige Symbole in Reliefform angebracht. Jeweils auf der äußeren Hälfte des Querbalkens finden sich Greifzange (links) und Hammer (rechts). Im oberen Drittel des Längsbalkens sind eineSchlange (oder ein dreifach gewundenes Seil) und rechts darüber ein ovales, oben waagrecht abschließendes Relief (Wappenschild oder Kopf?) angebracht. Die unteren zwei Drittel des Längsbalkens bedeckt das große Relief eines Kreuzes, in dessen Längsbalken sich wiederum das Relief eines Schwertes mit langem Griff (Zweihänder) findet.

Stellen Schwert und Seil Richtschwert und Henkersseil dar? Losch sieht das in seinen Anmerkungen anders: Er erläutert, dass Hammer, Zange und Schlange typische Berufswappen des Schmieds wären und das ganmz oben befindliche Relief somit ein Amboss oder Schlegel sein könnte. Er erwähnt aber auch, dass andere Experten Flachhammer und Greifzange als typische Dachdeckersymbole deuten, die gewundene Linie in diesem Kontext dann ein Seil und das darüber befindliche Relief einen Dachziegel darstellen könnte. Aber auch Losch erscheint es aufgrund der Nähe zum ehemaligen Richtplatz plausibel, dass das Kreuz unmittelbar mit diesem (Markierung des Richtplatzes bzw. des Weges zu diesem) zu tun haben könnte oder als Gedenkkreuz für einen Hingerichteten aufgestellt wurde.

Losch (s.u.) datiert das Kreuz auf das 16. oder 17. Jahrhundert.

Losch erwähnt zudem, dass das Kreuz als Richtplatzkreuz bezeichnet werde und führt dies auf den ehem. Richtplatz im angrenzenden Gewann Sprait zurück. Zur genauen früheren Lage des Richtplatzes gibt es offenbar zwei unterschiedliche Meinungen: In einigen anderen Büchern über Tauberbischofsheim fand ich wiederholt den Hinweis, dass sich der Richtplatz exakt hier an der Stelle des Richtplatzkreuzes und der daneben stehenden Kapelle befand. Losch sieht das offenbar anders und verlegt den Richtplatz wohl ca. 1km nordwestlich davon, ungefähr dorthin, wo heute die Anlage des Tauberbischofsheimer Reitclubs steht. Dieses Waldstück hat nämlich heute den Gemarkungsnamen Richtplatz.

Auch Kolb (s.u., S.13, Nr.26) erwähnt das Kreuz. Er zB verortet es direkt auf die frühere Richtstätte und glaubt auf dem Kreuz neben Kreuz-, Hammer-, Schwert- und Zangenrelief einen Spruch und ein Wappenschild zu identifizieren. Als Wappenschild erkennt er dabei offenbar das oberste Relief, als Spruch vermutlich das direkt darunter befindliche, gewundene Seil (Schlange). Er gibt aber keinerlei Inhalt des vermeintlichen Spruchs an. Ich denke, dass Kolb hier falsch liegt und interpretiere dieses Relief persönlich eher als Schlange als Symbol für die (böse) Versuchung, der alle hier einstmals Hingerichteten in irgendeiner Form -zumindest nach Meinung des Richters- unterlegen waren und deshalb dafür hier gerichtet wurden.

-

Die letzte Hinrichtung in Tauberbischofsheim:

Am 10. November 1820 fand auf dem Bischofsheimer Richtplatz die letzte Hinrichtung statt. Vor den Augen zahlreicher Schaulustiger wurden drei Mörder enthauptet: Die Frau des Königheimer Müllers Trabold hatte ihren Ehemann von ihrem Geliebten, Andreas Geier, und ihrer Magd, Marianne Hilpert, ermorden lassen, wofür alle drei mit dem Tod bestraft wurden. Von diesem Verbrechen und der Hinrichtung der drei Mörder erzählt eine Ballade in 42 Strophen nach der Melodie Im Lande Mesopotamien:

.

Die dreifache Hinrichtung in Tauberbischofsheim am 10. November 1820

(aufgezeichnet 1902 von einem Herrn Löhr, zitiert nach Carlheinz Gräter (in:Tauberbischofsheim, 1975))

.

Königheim, Du Dorf in Reben,

Mußt Du solches noch erleben,

Daß man Deines Müllers Blut

Frevelhaft verspritzen tut.

Weinend sitzt Andreas Geier,

Bei der Liebsten in der Scheuer,

Denn die Alten leiden's nicht,

Daß man sie zusammenspricht.

Ihm zu bleiben ewig treulich,

Schwur sie ihrem Andres freilich,

Dann rückt er nach Mannheim ein,

Wo die Grenadiere sein.

Sprach der Alte: Nimm den Trabold,

Sei dem Müllers Sohn nicht abhold,

Zwanzigtausend kriegt er mit,

Gieb dem Andres einen Tritt.

Freilich hat sie angebissen,

Mädle, wo war Dein Gewissen?

An dem Fest Sankt Wendelin,

War sie schon Frau Traboldin.

Friedlich klapperte die Mühle,

Bis mit liebendem Gefühle,

Andres seinen Urlaub nahm,

Und als ein Gefreiter kam.

Stolz gedrillt des Schnauzers Sprossen,

In dem Frack, wie angegossen,

Schritt er unterm Tschakkodach,

Alle Mädchen schielten nach.

Auch Frau Trabold sah den Geier,

Und es flog wie Höllenfeuer,

Ihr in's flatterhafte Herz,

Bald hub an der alte Scherz.

Ihrer losen Viehmagd Hilpert,

Gab sie einen Ring, versilbert,

Und um diesen schnöden Lohn,

Spielte sie den PostilIon.

Eines Tag's tat es passieren,

Daß der Müller fuhr nach Düren,

Schrieb das Weib: Andreas, heut,

Schaffst Du mir ihn auf die Seit'.

Dieser lief mit seiner Flinten,

Schnell nach Weikerstetten hinten,

Trabold kam, doch Andreas,

Zeigt sich feiger als ein Haas.

Als der Müller kam lebendig,

Tat die Müllerin unbändig,

Abendlich, als Alles schlief,

Sie herbei den Andres rief.

Andres, was sind das für Possen,

Warum hast Du nicht geschossen?

Schäme Dich als ein Rekrut,

Heute machst Du ihn kaput.

Und es stand vor Trabold's Bette,

Mit dem Beil die Magd, die nette,

Und Andres mit dem Pistol,

Sprach das Weib: Jetzt trefft ihn wohl.

Und es schlug die Marianne,

Mit der Axt dem Müllersmanne,

Aufs Gedankenfutteral,

Müllerin, das war fatal.

Schlag nur zu, er tut noch zappeln,

Andres schieß, er will noch babbeln,

Und er schoß mit dem Pistol,

Dreimal ihm durch's Kamisol.

Alle sprangen dann in's Freie,

ließen laufen Küh' und Säue,

Rosse, Enten und die Gäns',

Helft Ihr Leute, Mörder send's!

Aber noch im selben Winter,

Kam die Nachbarschaft dahinter,

Und der Amtmann, Ortallo,

Nahm ein Prislein. Sprach: So. So!

Mit dem Schreiber, Schmitt geheißen,

Fuhr er mit der Extrachaisen,

Hin nach Königheim zum Stern,

Andres lud man vor die Herrn.

Schon beim Wirtshaus auf der Gassen,

Sah man Andreas erblassen,

Auf die erste Frage blos,

Fiel sein Herz ihm in die Hos.

Seine Beine taten schlottern,

Und man hörte leis ihn stottern,

Ja, Herr Amtmann, ich will's g'steh',

Ich, die Magd und d' Frau send's g'we.

Festgekettet Fuß und Kragen,

Fuhr man sie auf Leiterwagen,

Nach dem Oberhofgericht,

Das in Mannheim Händel schlicht.

Hinter dicken Eisenspitzen,

Sah man die Mordtäter schwitzen,

Und im schwarzdrapierten Saal,

Richtete das Tribunal.

Und der Schreiber sprach am Gitter,

Was ich melde, das ist bitter,

Hört Ihr drei, der Fall liegt bös,

Eure Köpfe kostet es.

Dann schrieb er auf einen Fetzen,

Schwarz soll seine Säbel wetzen,

Und ein Extrabüttel lief,

Trug nach Bischofsheim den Brief.

Todeblaß, geknickt, gebrochen,

Tat man wieder sie einlochen,

Tags darauf, im hellen Trab,

Fuhren sie von Mannheim ab.

Und es riefen alle Oerter,

Seht die Königheimer Mörder,

Und sie nahmen bald in Bi-

schofsheim in dem Turm Logis.

Kröten, Ratten, Molche, Mäuse,

Machten über sie die Reise,

Oben flog die Fledermaus,

Dann erschien der Henkerschmaus.

Linsensupp' mit Bratwurstringle,

Sauerkraut mit Schweinezüngle,

Stellt der Vogt auf Tisches Mitt',

Wünschend guten Appetit.

Auf drei Schoppen Wellenberger,

Schnarchte Andres etwas ärger,

Als sich hätte jetzt gebührt,

Dann ward sein Genick rasiert.

Höret, was ich tu' ansagen,

Morgen ist ein Kopfabschlagen,

Pünktlich 10 Uhr auf dem Sprat,

Ruft der Englert durch die Stadt.

Düster hing der Tauberhimmel,

Als Herr Reuter auf dem Schimmel,

Mit der Bürgerkompanie,

Stand dem Zehntturm vis-a-vis.

Ein Getrommel und ein Blasen,

Hat sich hernach hören lassen,

Und drei Karren schwarz in Flor,

Standen vor dem Taubertor.

Und darauf tat man sie setzen,

Jung und Alt mußt sich entsetzen,

Denn sie kamen frisch gekämmt,

Und im schwarzen Totenhemd.

Vorwärts hieß es, und die Wägen,

Rasselten dem Sprat entgegen,

Hintenher in Straßendreck,

Fuhr der Bürgermeister Schreck.

Mit dem Dreispitz mit den Federn,

Folgt der Rat in Mantelrädern,

Feierlich gemessenen Schritts,

Mit Herrn Weigand an der Spitz.

Dann die Stadtgard' in vier Häufen,

Mit geladenen Flintenläufen,

Stolz die Säbel umgehängt,

Und die Ränzlein eingezwängt.

Nach dem Hottenloche hinter,

Strömten Männer, Weiber, Kinder,

Als die Glocke 10 Uhr bot,

Konnt man weder Hüst noch Hott.

Von dem roten Blutgerüste,

Sprach Andreas bleich und triste,

Alle, die Ihr uns begafft,

Folget nie der Leidenschaft.

Darauf sah man durch den Nebel,

Plötzlich drei blitzblanke Säbel,

Hauen auf die Hälse nackt,

Fürchterlich hat es geknackt.

Ein Getös war in den Lüften,

Als wär in die Höllengrüften,

Eine Fahrt gewesen noch,

Dann ward's still im Hottenloch.

Läuft die Lieb auf rechten Wegen,

Bringt sie manchmal Glück und Segen,

Irrt sie aber in den Sumpf,

Spielt der Teufel seinen Trumpf.

verwendete Quellen:

Kolb, Karl. Bildstöcke im Taubertal. (Tauberbischofsheim: Wig-Verlag 1952)

Gräter, Carlheinz. Tauberbischofsheim. Porträt einer fränkischen Stadt.(Donauwörth: Fränkisch-Schwäbischer-Heimatverlag 1975)

Losch, Bernhard. Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg.(Stuttgart: Theiß-Verlag 1981)

suehnekreuz.de

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 107 f., Nr. Tauberbischofsheim IV) ein Kreuz des 16./17. Jahrhunderts mit Greifzange, Hammer, Schlange oder Seil und einem Schwert über die ganze Schaftlänge. Der Name stammt vom Richtplatz im Gewann Sprait. Die Zeichen deutet Losch als Berufswappen (Schmied oder Dachdecker), das Schwert könnte auf eine Hinrichtung zielen.

Nach Kolb 1952 (Nr. 26, Wellenberg, gegenüber einer Kapelle, ehemalige Richtstätte, vermutlich um 1800): 107 Zentimeter über dem Boden, roter Sandstein, stark vermoost. Eingeschlagen sind Kreuz, Schwert, Hammer, Zange, ein Spruch und ein Wappenschild. Nach der Überlieferung bezeichnet das Kreuz die Stelle der letzten Hinrichtung; Kolb rechnet daher frühestens mit einer Entstehung um 1800, ein Beleg dafür fehlt.

Karte
Rincker-Kreuzigungsgruppe49.6240° N, 9.6679° ONr. 10, oben beschriebenKarte
Schwedenkreuz Dittwar (Hans Weber 1644)49.5918° N, 9.6220° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 109, Nr. Tauberbischofsheim XII, Dittwar) ein Buntsandsteinkreuz im Wald hinter den Rammersbergsteinbrüchen. Die Inschrift lautet in Loschs Lesung: „1644 IST HANS WEBER / SIMONS SOHN / DES GERICHS / VON DEN SOLDATEN / ERSOSEN WORDEN“. Das Kreuz heißt „Schwedenkreuz“. Lage ungefähr.

Karte
Schwertkreuz am Teufelsloch49.6558° N, 9.6962° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Das Mordkreuz beim Teufelsloch im Großrinderfelder Forst:

Das Steinkreuz -ein Sühne- oder Gedenkkreuz- wird auf das 16. oder 17. Jahrhundert datiert und markiert nach volkstümlicher Überlieferung die Stelle eines Mordes.

Auf der Vorderseite des Längsbalkens ist großflächig ein Ritterschwert mit großem Knauf und gerader Parierstange eingehauen, auf der Rückseite des Kreuzes eine große geschwungene Raute mit kleinen Ovalen etwas außerhalb der Spitzen.

Das Kreuz steht ca 30m vom Waldrand entfernt, an welchem die ehemals viel genutzte Hohe Straße zwischen Impfingen und Großrinderfeld verlief. Wenige Meter vom Kreuz entfernt zweigt zudem von dieser Hohen Straße ein -vermutlich früher ebenfalls stark frequentierter- Weg in den Großrinderfelder Forst ab, der sich dann im Wald nahe des Kreuzes sofort teilt: Die eine Route führt ziemlich direkt durch den Großrinderfelder Forst in den Forstgrund, in welchem sie auf einen weiteren alten Handelsweg trifft. Die andere, vermutlich noch geschichtsträchtigere Variante führt direkt am Waldrand des Großrinderfelder Forsts entlang durchs Teufelsloch letztendlich ebenfalls in den Forstgrund und markiert zudem schon seit langer Zeit die Gemarkungsgrenze zwischen Großrinderfeld und Bischofsheim. Die ersten ca 100m nach dem Kreuz Richtung Teufelsloch verlief dieser Weg ursprünglich wohl leicht anders als der heutige Waldweg (oder es gab hier am Kreuz gar noch eine weitere Abzweigung direkt zum Beginn des Teufelslochs), worauf die hier im Wald befindlichen Reste eines tief in den Waldboden eingegrabenen Hohlwegs hinweisen.

Das Kreuz steht also an einer Stelle, die vor langer Zeit wohl ein relativ großer und gleichzeitig ziemlich abgelegener Verkehrsknotenpunkt war - der ideale Arbeitsplatz für Wegelagerer. Die Vermutung liegt somit nahe, dass das Kreuz die Stelle eines Raubmords markieren könnte.

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Verwendete Quellen:

Losch, Bernhard. Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg. (Theiss: Stuttgart 1981)

suehnekreuz.de

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 110, Nr. Tauberbischofsheim XV, Impfingen) ein 130 cm hohes Buntsandsteinkreuz des 16./17. Jahrhunderts mit Ritterschwert vorne und großer Raute auf der Rückseite. Die Überlieferung: Hier sei jemand ermordet worden („Mordkreuz“).

Karte
Steinkreuz Dienstadt (Kreuzacker)49.6448° N, 9.5861° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 109, Nr. Tauberbischofsheim X, Dienstadt) ein Muschelkalkkreuz des 16./17. Jahrhunderts, 80 cm hoch, mit einer flachen Spitzbogennische und dem Relief einer Gestalt mit erhobenem Arm. Flurname „Kreuzacker“. Lage nach den Koordinaten bei Losch, ungefähr.

Karte
Steinkreuz Hochhausen (Kreuz-Gewann)49.6633° N, 9.6116° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 110, Nr. Tauberbischofsheim XIV, Hochhausen) ein schlankes Buntsandsteinkreuz des 14. bis 16. Jahrhunderts, 110 cm hoch, mit Achteckquerschnitt; ein Arm fehlt. Die Sage: Ein verunglückter Bauer habe dem Kreuz aus Wut den rechten Arm abgeschlagen. Flurname „Kreuz“. Lage ungefähr.

Karte
Sühnekreuz Alte Straße49.6301° N, 9.6781° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 108, Nr. Tauberbischofsheim V) steht das Kreuz an der alten Würzburger Straße nach Großrinderfeld. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert, ist 83 cm hoch und läuft am Schaftende in einen hohen Fußklotz aus.

Karte
Sühnekreuz am Brenner49.6306° N, 9.6789° O
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Karte
Sühnekreuz am Hottenloch49.6224° N, 9.6475° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Sühnekreuz am Nachtschatten neben der Külsheimer Straße (L 504)

Sühnekreuz am Nachtschatten neben der Külsheimer Straße (L 504):

Losch (s.u.) datiert das Sühne- oder Gedenkkreuz auf das 16. oder 17. Jahrhundert.

Das Kreuz steht nicht mehr an seinem Originalstandort: Losch hatte das Kreuz 1981 noch tief in die Erde eingesunken am linken Fahrbahnrand und ca. 500m die Straße weiter hochRichtung Külsheim vorgefunden. Dafür, dass dieser frühere Standort vermutlich noch der Originalstandort des Kreuzes war, spricht neben der Tatsache, dass das Kreuz dort tief eingesunken war, auch, dass an jener Stelle -einer kleinen Senke- ein alter Weg mit teilw. Hohlwegs-Charakter in den Wald auf den Stammberg hoch zieht.

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verwendete Quellen:

Losch, Bernhard. Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg.(Stuttgart: Theiß-Verlag 1981)

suehnekreuz.de

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 108, Nr. Tauberbischofsheim VI) ein tief eingesunkenes Buntsandsteinkreuz des 16./17. Jahrhunderts, 67 cm hoch, an der Straße Richtung Külsheim und Dienstadt. Eine Überlieferung nennt Losch nicht.

Karte
Sühnekreuz am Paimarer Weg49.6377° N, 9.7116° O
Das Sühnekreuz am Paimarer Weg.
Das Sühnekreuz am Paimarer Weg.
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Sühnekreuz am alten Paimarer Weg, am Nordrand des Moosig-Waldes:

Das Sühnekreuz wird von Losch aufs 15. bis 17. Jahrhundert datiert. Es steht am Waldrand des Moosig-Waldes zum Schwarzen Acker hin, wenige Meter von einem am Waldrand entlang verlaufenden Weg entfernt - der von Tauberbischofsheim herziehenden alten Paimarer Straße.

Der Sage nach sollen sich hier Paimarer Burschen auf dem nächtlichen Heimweg von einem Fest in Tauberbischofsheim im Streit um ein Mädchen gegenseitig erschlagen haben.

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Verwendete Quellen:

Losch, Bernhard. Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg.(Theiss: Stuttgart, 1981)

suehnekreuz.de

Siegel, Hans Werner. Zwischen Tag und Dunkel. Sagen und Geschichten aus dem Taubergrund. (FN-Druck: Tauberbischofsheim, 1982)

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 108 f., Nr. Tauberbischofsheim IX) ein schräg eingesunkenes Kreuz des 15. bis 17. Jahrhunderts am Nordrand des Mosig-Walds. Paimarer sollen sich hier bei der Heimkehr aus Tauberbischofsheim gegenseitig umgebracht haben.

Karte
Sühnekreuz an der Dienstadter Straße49.6290° N, 9.6257° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 108, Nr. Tauberbischofsheim VII) ein Buntsandsteinkreuz des 16./17. Jahrhunderts mit langen Balken und einem eingetieften Kreuz von 19 mal 13 cm auf der Vorderseite.

Karte
Sühnekreuz im Forstgrund49.6423° N, 9.6935° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Losch 1981 (S. 108, Nr. Tauberbischofsheim VIII) ein Muschelkalkkreuz, 80 cm hoch, mit stark abgeschrägten Kanten und einer länglichen Rille im Kopf. Losch setzt es an das Ende des 14. oder ins 15. Jahrhundert; es gehört damit zu den ältesten Kreuzen der Stadt. Eine Sage nennt er nicht.

Karte
Wegkreuz bei Bildhauer Fleck49.6232° N, 9.6574° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Das Wegkreuz steht auf dem Grundstück des Bildhauers Fleck, Wellenbergstraße 2. Es müsste aus dem 16. Jahrhundert stammen bzw. eine gute Nachbildung sein.

Karte
Zubrod-Kruzifix49.6178° N, 9.6470° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Sockel:

Gott zur Ehre hat dieses Bild Adam Zubrod Lev. u. seine Ehefrau Thekla geborene Deckert errichten lassen 1867.

Karte

Figuren (8)

NameLageHinweis
Der Nepomuk auf der Süßbrücke in Dittwar49.5900° N, 9.6378° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 12.03 (18. Jahrhundert)

Die Nepomukstatue steht in Dittwar auf der kleinen Süßbrücke, dem Ölbachbrücklein der Talstraße. Die Buntsandsteinfigur folgt den klassischen Statuen des Brückenheiligen, die vor allem um die Mitte des 18. Jahrhunderts in der ganzen Region beliebt wurden. Sie gehört trotzdem in dieses Buch, denn sie stammt aus Tauberbischofsheim: Sie stand bis in die 1840er Jahre auf der alten Tauberbrücke.

Die Tauber hatte 1845 mit schweren Hochwassern die Brücke beschädigt, und der Nepomuk musste abgenommen werden; dabei verlor er Füße und Sockel. Als die Brücke neu gebaut wurde, wollte man ihn auf dem Neubau nicht mehr haben. Ab 1847 lag er auf dem Petersfriedhof, bis man ihn 1877 in den Pfarrgarten stellte. Die Dittwarer Angaben nennen als Jahr des Brückenbaus 1840. Dekan Mönch wünschte, die Figur solle wieder im Bereich der Tauberbrücke aufgestellt werden, doch dazu kam es nie. Erst nach über 145 Jahren fand Nepomuk wieder Platz auf einer Brücke, die allerdings nicht über die Tauber führt, sondern über den kleinen Ölbach. Die Stadt Tauberbischofsheim stiftete die Figur.

In Dittwar selbst stand früher laut Auskunft eines alten Einwohners kein Nepomuk, und auch die Ortschronik erwähnt keinen. Die Figur dürfte ihren Platz im Zuge der Ortskernsanierung gefunden haben, die nach dem Hochwasser vom 21. Juni 1984 nötig war, dem Fronleichnamstag: Nach einem Wolkenbruch südwestlich des Orts im Bereich Esselbrunn-Reißberg mit bis zu 150 Millimetern Niederschlag schwoll der sonst fast trockene Ölbach in kürzester Zeit auf 13,5 Kubikmeter pro Sekunde an und hinterließ ein Bild der Zerstörung. Seither hat der Nepomuk seine Schutzfunktion nach Dittwarer Lesart mit Bravour erfüllt; Tauberbischofsheim hat in der Zwischenzeit freilich einige Hochwasser erlebt.

Karte
Die Brückenmadonna „Maria Ostiaria“ gegenüber der Stadtkirche49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 12.04 (1700 bis 1750 (Stil))

Gegenüber dem Hauptportal der Stadtkirche steht in einer kleinen Grünanlage eine barocke Immakulata aus Sandstein, die der Stil auf die Jahre 1700 bis 1750 setzt. Sie war eine der beiden Brückenheiligen der alten Tauberbrücke, die andere war der Nepomuk (). Die Inschriften auf dem Sockel erzählen ihre Wanderschaft:

Auf der Rückseite steht lateinisch, dass der Kurat und Pfarrverweser Johannes Schott die Figur hierher holen und aufstellen ließ. Das Hochwasser von 1845 hatte die Brücke beschädigt; beim Neubau nahm man die Madonna von ihrem Podest, und sie lag ab 1847 auf dem Friedhof der Peterskapelle. Pfarrverweser Schott stellte sie 1877 an den Turm der Vorgängerkirche, später stand sie an einem Haus in der Nähe, und als der Gesellenverein und die katholische Jugend den Kirchplatz 1949 herrichteten, bekam sie den heutigen Platz.

Der heutige Sockel ist ursprünglich offenbar ein Grabstein gewesen, auf den man die Figur gesetzt hat; der alte Brückensockel fehlt, die Füße der Figur sind abgebrochen. Der Pfarrer des Liobaglöckleins gab ihr 1951 den Namen Maria Ostiaria, Maria die Türhüterin. Hans Werner Siegel beklagte später, die Figur habe in ihrer Anlage kaum Würde und werde im Volksmund der „Bildstock auf dem Hunde-Klo“ genannt; er schlug vor, sie auf die neue Tauberbrücke zurückzubringen.

Hl. Maria ohne Sünd empfangen, bitt für uns.

Vorderseite des Sockels

Einst auf der Brücke in hohen Ehren bis 1846, dann auf dem Friedhof in Vergessenheit bis 1877.

rechte Sockelseite
Karte
Nepomuk49.6224° N, 9.6606° O
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Karte
Nepomuk (Manggasse)49.6219° N, 9.6625° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Direkt vor dem Haus verläuft der vom Brehmbach abgezweigte Mühlkanal durch die Tauberbischofsheimer Altstadt. Er fließt danach weiter durch die Manggasse Richtung Klostergasse, Bachgasse, Badgasse, Grabenweg, um dann schließlich bei der Vitryallee direkt in die Tauber zu münden.

Die Nepomukfigur selbst ist nicht erkennbar datiert. Über der Eingangstüre des Hauses, an welchem er angebracht ist, findet sich allerdings die Jahreszahl 1737. Vermutlich stammt er daher auch aus dem 18. Jahrhundert, womöglich thront er schon seit dem Bau des Hauses hier.

Karte
Pieta (früherer Standort, Hauptstraße)49.6231° N, 9.6656° OKarte
Pieta (Konvikt)49.6181° N, 9.6531° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Die Pieta am Stammbergweg wurde im frühen 18. Jahrhundert errichtet und war damals die erste Station bei der Maria-Schmerz-Wallfahrt (nach Walldürn). (Quelle: Infotafel in der Stammbergkapelle)

Ihre Inschrift lautet:

"Gott und der schmerzhaften Mutter zu Ehren den 13ten Mai 1728 I.L.S.-M.M.S"

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 171, Museumsgarten (damals dort abgestellt), 1728): Altarbildstock mit architektonischem Aufbau, hinter der Pietà ein Muschelornament, im oberen Korbbogen Gott Vater, im Sockel ein Blutbild. 145 mal 230 Zentimeter. Kolb las die Inschrift „Gott und der schmerzhaften Mutter Jesu zu Ehren den 11. May 1721 von I. L. S. M. M. S.“. Am Stein steht aber eindeutig der 13. Mai 1728; Kolb hat sich verlesen. Es ist dieselbe Pietà, die heute am Stammbergweg gegenüber dem Konvikt steht. Ursprünglich stand sie am Beginn der Hauptstraße, von der Tauberbrücke her kommend; 1952 war sie im Garten der Peterskapelle zwischengeparkt.

Karte
Pieta (Rektorskapelle)49.6350° N, 9.6815° ONr. 7, oben beschriebenKarte
Pieta (Stammberg)49.6178° N, 9.6420° ONr. 8, oben beschriebenKarte

Kapellen (9)

NameLageHinweis
Höhberg-Kapelle49.6131° N, 9.6627° OKarte
Lorenzikapelle49.6223° N, 9.6737° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf einer Sandsteinplatte an der Außenwand der Kapelle, rechts neben der Tür:

Zu Gotes und diser Patrohen Ehr setz Simon Dür dise Kapelen hieher Anno 1702

Infos zu den drei Sühnekreuzen rechts neben der Kapelle (incl. Detailfotos):

suehnekreuz.de

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kdm 1898 (S. 200) wurde die Laurentiuskapelle am alten Weg nach Grünsfeld inschriftlich 1702 von Simon Dürr erbaut und schon 1748 renoviert.

Karte
Maria-Hilf-Kapelle49.6217° N, 9.6598° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kdm 1898 (S. 200) lag die Maria-Hilf-Kapelle früher dicht vor dem Oberen Tor in der Vorstadt; ein kleiner schmuckloser Bau des frühen 18. Jahrhunderts, Portal mit Madonnenstatue und geschweiftem Giebel, links neben der Tür der Gedenkstein des Apothekers Staub.

Karte
Peterskapelle49.6222° N, 9.6591° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Die Peterskapelle ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt Tauberbischofsheim. Bis Ende des 20. Jahrhunderts noch wurde als Baudatum das Jahr 1584 vermutet, weil diese Jahreszahl über dem ehemaligen Emporenzugang im Westgiebel zu lesen ist. Dass die Kapelle - vor allem der eingezogene, verschmälerte Chor mit dem kleinen romanischen Fenster an der Ostseite (der wohl älteste Teil des Gebäudes)- aber sehr viel älter ist, zeigte sich erst 1999: Bei der Restaurierung wurden dendrochronologische Untersuchungen durchgeführt, anhand welcher erkannt wurde, dass die Eichenbalken des Chordachstuhls aus zwischen 1178 und 1180 gefällten Bäumen gefertigt worden sind. Die Fälldaten der Hölzer des Schiffsdachstuhls liegen wesentlich später.

Um 1500 stand die Peterskapelle noch vor den Toren der Stadt. Welche Funktion sie bis dahin besaß, ist unklar. Evtl. war sie Pfarrkirche einer älteren Ursiedlung von Bischofsheim, was jedoch bisher reine Spekulation ist. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde jedenfalls auf dem Gelände um die Peterskapelle ein neuer Friedhof angelegt (und 1551 nochmals erweitert), da der erste Friedhof bei der alten, nicht mehr existenten Martinskirche zu klein geworden war. Die Peterskapelle wurde zur Friedhofskapelle.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Friedhof um die Peterskapelle dann schließlich auch zu klein und so wurde 1856 der neue, heutige Friedhof an der Hochhäuser Straße angelegt. Von da an wurde die Peterskapelle kaum noch genutzt und verfiel zusehends.

Ab 1922 wurde in der Peterskapelle das Heimatmuseum eingerichtet, wodurch sie 1931/32 erstmals in größerem Umfang renoviert wurde. 1955 jedoch wurden wegen der Feuchtigkeit in der Kapelle nahezu alle Sammlungen ausgelagert. Die Kapelle wurde sich selbst überlassen und verfiel immer mehr. 1999 schließlich wurde aus einer Bürgerinitiative heraus der Förderverein Peterskapelle e.V. gegründet. Die Kapelle wurde umfassend saniert (bis 2004).

Die zahlreichen Grabsteine an den Außenwänden der Kapelle und im Garten -dem ehem. Friedhof- um die Kapelle sind Zeugen des alten Friedhofs. Die ältesten Grabsteine stammen aus der Zeit um 1350, die Großzahl aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

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Die Kapelle kann besichtigt werden: Der Schlüssel ist in der Tourist-Information im Rathaus, Marktplatz 8, erhältlich.

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kdm 1898 (S. 198 f.) trägt die Kapelle über der Westtür die Jahreszahl 1584 und lag im 15. Jahrhundert angelegten zweiten Friedhof vor der Stadt. Außen das Epitaph des Spitalverwalters Peter Erstenberger (1543), das älteste erhaltene Denkmal des Friedhofs, innen die Epitaphe Waltz (1532) und Kantzler (1600).

Karte
Rektorskapelle49.6350° N, 9.6815° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Die Kapelle wurde am 7. September 1626 gestiftet und wird 2026 vierhundert Jahre alt. 1892 wurde sie mit freiwilligen Beiträgen wiederhergestellt und dabei mit Mauern und Fachwerk geschlossen. Bis Mai 1970 stand sie an der alten Würzburger Straße, gegenüber dem Denkmal von 1866; sie wurde wegen der Straßenverbreiterung beim Krankenhausneubau und der Bebauung des Brenners an den Rand des Hammbergwalds (Kaiserspitze) versetzt, wo sie wieder als offene Feldkapelle steht.

Inschrift an der linken vorderen Säule: "Anno Christi 1626 Jahr Uff Maria Geburt gar Ist Jesu und Maria zu ehren Von Kaspar Liebler und Jakob Trefs wohnend beide Burger in dieser Stadt Bischofsheim dieses Werk gesetzt"

Zu ihrem Namen kam die Rektorskapelle, weil noch bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts der örtliche Schulrektor jeden Samstag mit einigen Schülern an der Kapelle eine Andacht abhielt.

Nach Kdm 1898 (S. 200) stand die Rektorskapelle an der Straße nach Würzburg, dem Kriegerdenkmal gegenüber, und stammte aus dem Jahr 1626; sie war „vor Kurzem erneuert“ (Wiederherstellung 1892).

Karte
Sebastianuskapelle49.6224° N, 9.6615° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kdm 1898 (S. 196) wurde die ursprünglich dem heiligen Michael geweihte Kapelle über dem Beinhaus am Tag des heiligen Apollinaris (23. Juli) 1474 gegründet; die Inschrift über dem kleinen Fenster links vom Eingang meldet das. Der Name wechselte, als eine Sebastiansbruderschaft ihren Gottesdienst dort hielt.

Karte
Spraitkapelle (obere)49.6267° N, 9.6442° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf einer kleinen Sandsteintafel an der rechten Innenwand der offenen Kapelle:

GOT ZU EHR

HAT PHILIP Werr

MACH 1754

Karte
Spraitkapelle (untere)49.6234° N, 9.6496° O
Kolb Nr. 9: Das Kreuzigungsrelief im Inneren der unteren Spraitkapelle. Foto: Hendrik Beierstettel.
Kolb Nr. 9: Das Kreuzigungsrelief im Inneren der unteren Spraitkapelle. Foto: Hendrik Beierstettel.
Die untere Spraitkapelle beim Richtplatzkreuz, mit dem Kreuzigungsrelief über dem Eingang (Kolb Nr. 71) und dem Relief im Inneren (Kolb Nr. 9). Foto: Hendrik Beierstettel.
Die untere Spraitkapelle beim Richtplatzkreuz, mit dem Kreuzigungsrelief über dem Eingang (Kolb Nr. 71) und dem Relief im Inneren (Kolb Nr. 9). Foto: Hendrik Beierstettel.
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Der ehem. Richtplatz von (Tauber-)Bischofsheim:

Beim ehemaligen Richtplatz von Bischofsheim finden sich heute zwei Kleindenkmale: Rechts des Weges (von TBB kommend) eine kleine, offene Feldkapelle und links des Weges unter einem Baum ein Sühnekreuz, welches womöglich bereits einst die Richtstätte als solche markierte.

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Die Feldkapelle beim Richtplatz:

Die kleine, offene Kapelle selbst ist jüngeren Datums, dürfte aus dem 19. oder gar 20. Jhd. stammen bzw. wurde in jener Zeit wiedererrichtet. Die kleine Feldkapelle beherbergt aber zwei Bilder vermutlich erheblich älteren Datums, die eventuell einmal ursprünglich die Bildteile von zwei Bildstöcken darstellten:

In die Innenwand der Kapelle ist ein Bild aus rotem Sandstein eingelassen, welches Maria und Johannes links und rechts neben dem Gekreuzigten zeigt. Johannes hält in seinen Händen ein Buch. Karl Kolb (s.u.) erkannte noch Reste einer Bemalung und bezeichnet das Bild als sehr primitive, plumpe Arbeit, zeitlos. Das sehe ich etwas anders: Gerade die Darstellung der Maria, deren gesamter Körper alleine durch die Falten ihres Kleides abgebildet wird, erscheint mir für die Schaffenszeit des Bildes im Vergleich mit anderen Bildern sogar durchaus innovativ. Datieren würde ich das Bild nämlich aufs 16. Jhd bzw. auf das frühe 17. Jhd.

In der Außenwand der Kapelle, direkt über dem Eingang, findet sich das zweite Bild: Erneut die Kreuzigungsszene mit Maria und Johannes unterm Kreuz, diesmal jedoch aus gelbem Sandstein und am Rand mit Engelsköpfen verziert. Zumindest dieses Bild war ziemlich sicher ursprünglich der Bildteil eines Bildstocks und wird von Kolb (s.u.) auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts datiert.

verwendete Quellen:

Kolb, Karl. Bildstöcke im Taubertal. (Tauberbischofsheim: Wig-Verlag 1952)

d01227

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 9, Wellenberg, im Kapellchen (untere Spraitkapelle), ohne Jahr): Das Kreuzigungsrelief im Inneren der Kapelle ist 87 Zentimeter hoch, aus rotem Sandstein, mit Resten von Bemalung. Maria steht wie bei Nr. 8, Johannes blickt zu Christus auf und hält in der linken Hand ein Buch. Die Köpfe messen 13 und 14 Zentimeter, die ganze Figur 58 Zentimeter. Kolb nennt es sehr primitive, plumpe und zeitlose Arbeit. Das Kreuzigungsbild außen über dem Eingang ist Kolb Nr. 71.

Nach Kolb 1952 (Nr. 71, Wellenberg, Kapelle (Kreuzigung außen über dem Eingang), 2. Hälfte 17. Jahrhundert): Das 62 Zentimeter hohe Kreuzigungsrelief mit Maria und Johannes sitzt über dem Eingang der kleinen Kapelle. Kolb nennt es flotte Barockarbeit und meint, es sei früher ein Bildstockbild gewesen. Die Zuordnung zur unteren Spraitkapelle stammt von Hendrik Beierstettel.

Karte
Stammbergkapelle49.6179° N, 9.6418° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kdm 1898 (S. 200) wurde die Maria-Schmerz-Kapelle auf dem Steinberg (Stammberg) 1773 vom Amtskeller Winterheld erbaut; sie enthält eine steinerne Pietà von 1711, die Stationen der sieben Schmerzen Mariä entstanden 1772 (1880 und 1893 renoviert). Davor standen Bildstöcke von 1559 und 1643, ein dritter von 1612 gegenüber der zweiten Station.

Karte

Denkmäler (49)

NameLageHinweis
1. WK-Kriegerdenkmal49.6231° N, 9.6660° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Sockel:

Vorderseite: 1914-1918. Sie kämpften, sie starben und werden ewig leben. Ihren Heldensöhnen die dankbare Heimatstadt Tauberbischofsheim.

linke Seite: 1914 -im Weltkrieg- 1918 stritten für Heimat und Vaterland 781 Söhne der Stadt. 143 gaben ihr Bestes für uns ihr Leben.

rechte Seite: 1870-1871 im Kampfe für Deutschlands Einheit wurden 73 Söhne der Stadt zu den Fahnen einberufen.

Karte
Anna Margaretha Echter von Mespelbrunn49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.17 (1655)

Nordwesteingang. Sie starb am 6. Dezember 1655 mit 65 Jahren; sie war mit Philipp Christoph Echter von Mespelbrunn verheiratet, beide Wappen stehen über der Inschrift, die vier Ahnenwappen der Frau, einer geborenen von Bicken, sind stark verwittert.

Karte
Anna Maria von Wichsenstein49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.15 (1623)

Im Keller, mit acht Wappen, stark abgetreten. Sie war in erster Ehe mit Alexander von Riedern verheiratet, dem letzten seines Stammes, und stiftete für ihn das Grabmal (siehe unten); in zweiter Ehe mit Bernhard von Wichsenstein, wie die Tafel vom Riedernhof () berichtet. Die Umschrift nennt als Todestag den 13. März 1623.

Karte
Anselm Franz von Sickingen49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.27 (1636)

An der Westwand liegt die Kindergrabplatte für Anselm Franz von Sickingen, geboren nach der Platte am 12. Oktober 1636 und gestorben am 4. März 1636, was nicht stimmen kann (Humbracht nennt 1635 als Geburtsjahr). Sein Vater Johann Schweickard von Sickingen war mainzischer Rat und Oberamtmann zu Bischofsheim.

Karte
August-Draude-Gedenkstein49.6232° N, 9.6679° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Gedenkstein:

August Draude Weg

...und das Bild eines Spechtes als Symbol für den Spessart-Wanderverein.

Beginnt hier der August-Draude-Wanderweg? Und wohin führt dieser? Eine Wanderwegausschilderung mit entsprechendem Namen ist mir sonst noch nirgends aufgefallen... Der Wanderweg existiert unter diesem Namen vermutlich nicht mehr offiziell.

Karte
Dahl-Gedenktafel (Silberbrünnle)49.6405° N, 9.6263° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift der Tafel auf dem Gedenkstein:

Am Silberbrünnle. In dankbarer Erinnerung an die verdienstvollen Natur- und Heimatfreunde Karl Dahl (1885-1962) & Bertl Dahl (1894-1975). Verein der Spessartfreunde e.V. Tauberbischofsheim

Karte
Das Epitaph der Zeitbos-Söhne49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.14 (1619)

Ein Reliefbild aus Stuck in Architekturumrahmung über dem westlichen Nordeingang, 207 mal 240 Zentimeter: Christus empfängt die von den Eltern geleiteten drei Kinder in Gegenwart von Heiligen. Darüber das Bibelwort „Lasset die Kindlein“ (Matthäus 19) und ein lateinisches Distichon: „Warum beklagt ihr unseren Tod, trauernde Eltern? Nicht Tod, sondern ewiges Leben ist uns zuteil.“ Gestorben waren Jacob Adam (4 Jahre 9 Monate), Hans Wilhelm (10 Tage) und ein drittes Kind, das „ohne die heilige Taufe“ starb. Die Eltern, der Spitalmeister Wilhelm Zeitbos und Christina, hatten schon 1612 einen Bildstock gestiftet ().

Karte
Das Fachwerkhaus von 1592 in der Frauenstraße49.6233° N, 9.6631° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.15 (1592)

Ein Fachwerkhaus in der Frauenstraße trägt die Jahreszahl 1592; das älteste Haus an der Kirche hat nach dem Inventar von 1898 die Jahreszahl 1568.

Lage ungefähr.

Karte
Das Riedern-Epitaph49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.29 (um 1595)

Das Prunkgrabmal im nördlichen Seitenschiff der Stadtkirche ist das größte der Stadt: ein Aufbau mit den freistehenden Gestalten des Ehepaares, einander gegenüber vor dem Kruzifix kniend, mit allegorischen Figuren in den Flügelteilen und vierzehn Ahnenwappen im Gebälk. Man schreibt es dem Würzburger Meister Hans Rodlein zu und datiert es zwischen 1591 und 1600. Auf den Schiefertafeln im Sockel ergeben die Anfangsbuchstaben der Verszeilen, senkrecht gelesen, den Namen ALEXANDER VON RIDERN, ein Akrostichon.

Die Verse berichten, dass Alexander von Riedern, der letzte seines Stammes, am 15. März 1588 mit zweiunddreißig Jahren starb. Seine Witwe, Anna Maria von Crailsheim, ließ das Epitaph für ihn und sich errichten, noch zu Lebzeiten; das Datum ihres eigenen Todes, 1623, ist nachträglich eingefügt. Die Verse sagen auch, dass der Junker „nicht hohes Mut“ gehabt habe, aber ein frommer Mann gewesen sei. Wo Alexander gewohnt hat, steht ein anderer Stein an: die Tafel vom Riedernhof ().

Karte
Das Sakramentshäuschen der Stadtkirche49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 15.01 (1448)

Im Chor der Stadtkirche steht das Sakramentshäuschen, ein Gehäuse für die geweihte Hostie. Sein achteckiger kurzer Stamm trägt auf sieben Seiten eine lateinische Inschrift mit der Jahreszahl 1448; darüber sitzen zwei Wappen: links Diether von Erbach, Erzbischof von Mainz, rechts das Mainzer Domkapitel. Von der vorderen, der Wand parallelen Seite sind schichtweise große Stücke abgesprungen, deshalb ist die Inschrift lückenhaft.

Die ältere Literatur hat viel aus ihr herausgelesen. Mone bezog die Baumeister auf die Kirche und den letzten auf das Sakramentarium, Niedermayer machte Krebs zum Steinmetzen, und das Künstlerlexikon wiederholte diese Irrtümer. Der Katalog der Deutschen Inschriften räumt auf: „baumeister“ bedeutet hier Bauherr, wie bei der Grabinschrift Nr. 203 und der Engelsbrunneninschrift Nr. 45, und „magister fabricae“ bezeichnet den Gotteshausmeister, den es an der Pfarrkirche gab, nicht den Leiter der Bauhütte. Die Bürgermeister Conrad Stoll und der Gotteshausmeister Conrad Heimburg sind also die Auftraggeber „dieses Werkes“, ob sie es von Amts wegen waren oder als persönliche Stifter, muss offen bleiben. Der Meister des Kunstwerks ist Dietrich Krebs, der, wie das Künstlerlexikon vermutet, aus Münster im Oberamt Mergentheim stammen mag.

Karte
Das Schloss und der Meister Hans49.6212° N, 9.6616° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.02 (1490)

Am Kapellenerker des kurmainzischen Schlosses sitzt an der schrägen Vorderseite eines Kragsteins die Figur eines Mannes in gespreizter Haltung. Auf seinem Brustlatz steht die gemalte Inschrift HNAS, an der Deckplatte des Gesimses die Jahreszahl MCCCCLXXXX, also 1490. Die Buchstaben haben immer Rätsel aufgegeben. Die einfache Erklärung, die mittleren zwei seien vertauscht, überzeugt nicht, denn ein Steinmetz meißelt den Vornamen aus vier Buchstaben nicht falsch.

Über dem oberen Gesims des Erkers sind zahlreiche Steinmetzzeichen eingemeißelt, darunter offenbar das Meisterzeichen. Dasselbe Zeichen findet sich in zwei Kirchen der Umgebung: in der 1497 vollendeten Martinskirche von Külsheim, wo sich der Baumeister als Träger einer Gewölberippe mit denselben gespreizten Beinen verewigt hat, und in der Stadtkirche St. Oswald in Buchen, gleich dreimal, unter anderem auf einem runden Schlussstein von 1507. Dass an den drei Bauten derselbe Meister arbeitete, gilt als gesichert.

Auch die Inschrift HNAS scheint gelöst. Sie ist sehr wahrscheinlich die falsche Übermalung einer anders eingemeißelten Fassung: Ursprünglich folgten auf das H das Steinmetzzeichen und dann die Buchstaben AS. Als man die Figur farbig übermalte, war das Zeichen vielleicht schon so verwittert, dass man es als N las. Gemeint war also HAS für Hans, denn auch N oder M wurden oft weggelassen und durch einen Abkürzungsstrich ersetzt. Der Meister Hans war offenbar ein begehrter Baumeister, den der baufreudige Mainzer Erzbischof Berthold von Henneberg von Stadt zu Stadt holte. Seinen Familiennamen wollte man aus einem Schlussstein in Buchen lesen, der einen Doppelhammer und das Wort „diter“ zeigt, also Hans Diter; neuere Untersuchungen haben dem die Grundlage entzogen, denn der Hammer mit der Doppelfläche ist ein Küferschlegel und wohl das Zeichen des Stifters Dieter Bender, eines Fassbinders. Vom Meister kennt man weiter nur den Vornamen.

Karte
Denkmal für die deportierten Juden49.6221° N, 9.6590° OKarte
Der Hausspruch in der Bachgasse49.6222° N, 9.6643° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.20 (1636)

An einer Scheuer in der Bachgasse 18 stehen unter einem Fenster acht Zeilen Hausspruch auf fast schwarzem Holz, daneben in einem Wappenschild ein Ochse mit gekreuzten Metzgerbeilen.

Der Bauherr, Hans Vogel, war Metzger, Enkel des 1578 drittreichsten Einwohners Steffan Vogel (Nr. 224), und seit 1614 mit Katharina Zehender verheiratet, der Tochter des Julius Zehender. Er starb 1637; seine Witwe heiratete im selben Jahr den Notar Petrus Faulhaber ().

WER WILL BAVN AN DIE STRASSN, DER MVS JEDERMANN REDEN LASEN. ES IST KEINER AVF DER WELT, DAS JEDERMANN SEIN BAVEN GEFÄLLT.

Hausspruch an der Scheuer, Bachgasse 18, 1636

Lage ungefähr.

Karte
Der kurmainzische Keller49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.16 (1637)

Im Keller, mit einem Steinmetzzeichen im Giebel (C S): Die Umschrift nennt als Todestag den 9. April 1637 den „ehrnvesten hochachtbaren Herrn Joann., chur Meintz Keller alhie“. Der Familienname ist nicht lesbar; nach den sonstigen Angaben (und den Notizen von Gehrig/Müller) kann es nur der Amtskeller Johann Sauer sein.

Karte
Der Rehhof am Marktplatz 649.6229° N, 9.6624° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.18 (1702)

Über dem Portal des Hauses Marktplatz 6 steht eine barocke Muttergottes mit dem Jesuskind, 1702 angebracht. Das Haus ist der Rehhof, nach dem Rehwappen so genannt (auch Hirschhof). Über dem Treppenaufgang im Inneren steht ein lateinischer Segensspruch, der das Haus als Ort des Friedens und der Genesung beschreibt: Wer eintritt, soll vom Frieden beglückt eintreten, wer es verlässt, am Leib gesundet.

Der Rehhof gehört zu den sogenannten Sieben Höfen. Nach der Überlieferung bestand Bischofsheim zur Zeit des heiligen Kilian und des heiligen Bonifatius aus sieben Höfen, von denen einzelne Häuser der Stadt lange die Namen trugen: der Rehhof, der Rote Hof („Dies Haus, das steht in Gottes Hand, zum roten Hof bin ich genannt“), der Gelbhof, der Bischofshof. Berberich hält das schon deshalb für wahrscheinlich, weil die meisten Ortsnamen der Umgebung auf einzelne Höfe zurückgehen; die Häuser selbst stammen natürlich nicht mehr aus jener Zeit, die Namen vererbten sich auf die Nachfolgebauten. Man habe das Muttergottesbild schon verkaufen und durch ein anderes ersetzen wollen; das wurde abgelehnt.

Lage ungefähr.

Karte
Der Spruchbalken am Kirchplatz49.6471° N, 9.6587° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.07 (1563)

Am Haus Kirchplatz 1 verläuft über dem ersten Obergeschoss ein Holzbalken mit einer Inschrift, die erst 1933 freigelegt wurde: sichtbare Höhe 20 Zentimeter, Länge 270 Zentimeter.

Im Nebensatz der zweiten Verszeile könnte ein Verbum fehlen, des Reimes wegen weggelassen („wirst legen“); wahrscheinlicher ist: „auf welchem Bett das geschieht“. Der Sinn liegt ohnehin auf der Hand: Memento mori, auf dem ersten Stock eines Wohnhauses.

MENSCH DV MVST STERBEN DAR FVR HILFT NICHT VND WEIST NICHT VF WELCH BETT DAS GESICHT WEST NIT WIES WIRT GAN DARUMB SOLTV ALBE GEN IN REW STAN

Inschrift auf dem Balken, nach den Deutschen Inschriften

Lage ungefähr.

Karte
Der Wartturm am Edelberg49.6319° N, 9.6848° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 14.03 (14. Jahrhundert)

Die Überreste des dritten Wartturms liegen am Edelberg, rund 50 Meter im Wald oberhalb der Weinberge. Auch hier steht eine Hinweistafel von Herbert Baumann.

Karte
Der Wartturm auf dem Höhberg49.6131° N, 9.6593° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 14.01 (14. Jahrhundert)

Der Wartturm auf dem Höhberg stand dort, wo der Fußpfad vom Bismarckturm hoch auf den Höhenweg trifft. Erhalten ist ein bewachsener Hügel, auf dem man stehen kann; eine Ruhebank steht in der Nähe. Die Überreste werden ins 14. Jahrhundert datiert. Eine Tafel von Herbert Baumann weist auf sie hin.

Karte
Der Wolfsturm49.6358° N, 9.6399° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 14.02 (14. Jahrhundert)

Die Überreste des Wolfsturms liegen im Tannenwald, schräg nordöstlich unterhalb des Waldkindergartens. Er zählt zu den Warttürmen des 13./14. Jahrhunderts; die Hinweistafel an der Stelle stammt von Herbert Baumann.

Karte
Die adelige Jungfrau49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.13 (1534)

An der Nordwand der nordöstlichen Seitenkapelle, 199 mal 84,5 Zentimeter. Die Umschrift nennt als Todestag den 17. September 1534, einen Donnerstag nach Kreuzerhöhung, und rühmt eine Jungfrau von Adel und Tugend; die beiden oberen Wappen sind als Tann und Thüngen aufzulösen, die unteren sind noch zu deuten.

Karte
Die Frau mit dem Rosenkranz (Fragment)49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.23 (Ende 15. Jahrhundert)

Im Keller der Stadtkirche liegt das Fragment einer Grabplatte aus dem späten Mittelalter: eine stehende Frau mit Rosenkranz. Der Name ist zerstört.

Karte
Die Henneberg-Tafel im Rathaushof49.6232° N, 9.6625° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.04 (um 1500)

In die Mauer des Rathaushofs, neben der Lerch-Tafel (), ist eine Tafel mit dem Wappen des Erzbischofs Berthold von Henneberg eingelassen.

Lage ungefähr.

Karte
Die Hügel- und Weber-Tafel49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.28 (1634 bis 1691)

Am Nordwesteingang erinnert eine Tafel an den Centgrafen Leonhard Hügel und seine Frau Magdalena sowie an den Oberzoller Veit Weber und seine Frau Margaretha (1634 bis 1691).

Karte
Die Kellersgattin mit dem Vogelwappen49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.25 (Ende 16. Jahrhundert)

Die Platte einer Kellersgattin vom Ende des 16. Jahrhunderts im Keller zeigt das Wappen eines herabstoßenden Vogels.

Karte
Die Lerch-Tafel im Rathaushof49.6232° N, 9.6625° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.03 (1613)

In die Hofmauer des Rathauses ist, auf der Rückseite, eine Renaissancetafel eingelassen, die die Wappen von Kurmainz und des Amtmanns Lerch zeigt: CASPARVS LERCH IN DVRMSTEIN SATRAPAS EPISCOPIENSIS QVESTORIBVS IOHANNE SPEHR ET DAVIDE SPEHR FIERI ORDINAVIT ANNO CHRISTI 1613. Lerch ließ also 1613 durch die Rentmeister Johann und David Speher etwas bauen; worauf sich die Nachricht bezieht, ist unbekannt.

Lage ungefähr.

Karte
Die Stadtfahne von 161849.6232° N, 9.6625° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.05 (1618)

Im Rathaus wird die Stadtfahne von 1618 bewahrt. Nach der Inschrift stifteten sie die Rentmeister Johann Kenniken und Johann Glissighemer unter dem Amtmann Caspar Lerch; das Lerch-Wappen auf der Messingspitze entspricht dem am Tor der Rollmühle.

Lage ungefähr.

Karte
Eberhard von Riedern49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.10 (1465)

Eine Platte, die nach den Deutschen Inschriften im Keller lag und nach Gehrig/Müller am Sakristeiaufgang steht, einer der ältesten Steine der Kirche. Innerhalb der Umschrift das Riedernsche Wappen mit der Kanne und als Helmzier ein Mönchsrumpf, 207 mal 105 Zentimeter. Die Umschrift nennt als Todestag den Donnerstag nach dem Heiligen Dreikönigstag (10. Januar). Der Ritter Eberhard von Riedern ist 1442 als Mainzer Amtmann auf der Wildenburg und 1453 als Amtmann in Tauberbischofsheim belegt; er erbaute den 1458 erstmals erwähnten älteren Riedernhof.

Karte
Frauenstraße 3549.6234° N, 9.6630° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.14 (1566)

Über dem Torbogen steht 1568, darüber ein wohl neueres Bild einer Ährenleserin und eine Marienstatue; ein Schild bezeichnet das Weinbauernhaus mit 1566; hinter dem Torgang steht „AM 1566“ mit einem Schild aus schwer deutbaren Zeichen, wohl Weinbauernzeichen. Nach dem Türkensteuerregister von 1578 wohnten in der damaligen Armengasse zahlreiche Weinbauern. Im Vorgarten stehen zusammengetragene Steine anderer Häuser: JMS 1722 mit Kaufmannszeichen (vielleicht der Weinhändler Johann Michael Schäffner), 1662 und FMS 1745.

Lage ungefähr.

Karte
Frauenstraße, Ecke Untere Gasse49.6233° N, 9.6631° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.13 (1591/92)

An der Ecke Frauenstraße und Untere Gasse stehen an einem Eck die Initialen GD und 1592, darunter in einem Schild GD und KH, am anderen Eck GEORG DILMAN 1591. Die Ecksteine stammen wohl von zwei Häusern, denn gewöhnlich wurde nur das Jahr der Fertigstellung angebracht. Georg Dillmann war von 1580 bis 1604 Domkapitelsfaktor und gehörte zu den vermögenden Bürgern; mit Julius Zehender wird er 1604 in der Bauinschrift der Zehntscheuer genannt. Über KH ist nichts bekannt.

Lage ungefähr.

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Hans Weinlein49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.24 (um 1500)

Die Platte des Hans Weinlein im Keller der Stadtkirche trägt im Wappen eine Klammer zwischen zwei Rosen.

Karte
Hauptstraße 12 („Ein und aus“)49.6232° N, 9.6646° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.10 (1582)

An der Hauptstraße 12 sitzt ein spätgotischer Eselsrücken mit der Inschrift EIN VND AVS, dazwischen ein Schild mit den Initialen CB. Die Inschrift meint wohl nicht nur den Ein- und Ausgang des Hauses, sondern das Leben. Die Initialen könnten zum Ziegler Christoffel Behem gehören, der im Türkensteuerregister von 1578 (Nr. 97) steht. Am Haus hängt außerdem eine Hochwassermarke von 1784.

Lage ungefähr.

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Hense Kremer49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.11 (1466)

Im Schild ein Hauszeichen oder bürgerliches Wappen, darunter eine Waage, vermutlich das Werkzeug seines Berufs. Ein Jorg Kremer ist 1465 als Weinkäufer erwähnt, vielleicht der Sohn. Die Umschrift nennt einen Samstag des Jahres 1466 als Todestag.

Karte
Jacobus Pfreundschick49.6231° N, 9.6626° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.30 (1645)

Im Hof des Rathauses liegt eine Grabplatte aus dem Franziskanerkloster, 180 mal 82 Zentimeter, mit acht Zeilen Schrift. Die Inschrift gedenkt des Ratsherrn Jacobus Pfreundschick, der am 29. November 1645 starb und den das Kloster als seinen „einzigartigen Gönner“ rühmt.

Fünf Inschriften sind nur durch Abschriften des 18. Jahrhunderts bekannt, bei Severus und Würdtwein. Die Steine selbst sind verloren. 1398: Heinrich Hartmut, Pfarrer in Bischofsheim, gestorben am Tag des Märtyrers (Nr. 118). 1462: der „streng und vest“ Wilhelm von Dottenheim, am Kindleintag, dem 28. Dezember (Nr. 158). 1484: Wilhelm von Dottenheim, Ritter, am Mittwoch nach St. Erhard, dem 14. Januar (Nr. 172). 1513: der Pfarrer Johannes Jacobi, eine Metallgusstafel, die auf dem Stein des Hartmut angebracht war (Nr. 202). 1523: der Dekan des Taubergaus und Pfarrer zu Impfingen, Wilhelm Schard (Schraud), am Samstag nach Exaudi, dem 23. Mai (Nr. 209).

ANNO 1645 29 NOV OBIIT ORNATIS DNS IACOBVS PFREVNDSCHICKH ORDINIS SENA ET S FRANCI HVIVS LOCI FAVTOR SINGVLARIS CVIVS ANIMA REQVIESCAT IN PACE

Inschrift, nach den Deutschen Inschriften
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Johannes Spehr49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.12 (1521)

Chor, gegenüber der Sebastianuskapelle. Ein Priester mit Kelch und Kreuz in Umrisszeichnung, der Lockenkopf in Relief; stark abgetreten, die Inschrift oben abgeschlagen. Spehr, Kaplan des Margarethenaltars, ist 1494, 1514 und 1518 als Altarist am Petersaltar bezeugt; 1451 studierte ein Ioannes Sper aus Bischofsheim in Wien. Der Margarethenaltar blieb bis ins 18. Jahrhundert; die heilige Margareta ist zweite Patronin der Kirche.

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Landolphus von Hoheneck49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.19 (1698)

Nordwand. Der Sohn des Oberamtmanns Lothar Friedrich starb mit vier Jahren; die Inschrift war ein Chronogramm, es sind nur Reste erhalten. Das sterbende Kind stützt sich auf einen Totenkopf, oben stehen vier Ahnenwappen, darunter das seiner Mutter Maria Eva von Bernhausen.

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Leuze-Gehring-Denkmal (1866)49.6532° N, 9.6900° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Denkmal:

Oberm. Leuze

Fahrkan. Gehring

Zwei im Jahre 1866 gefallenen Württembergischen Kriegern gewidmet

weitere Informationen:

FN-Artikel, 6.10.2006: Erinnerung an letzten Bruderkrieg - Erinnerung an letzten Bruderkrieg

FN-Artikel, 13.3.2002: Historische Grenzen erkundet - Dreimärker und alte Steine zeugen von vielfältiger Geschichte

Kanonier K. C. Gehring stammt aus Zaisersweiher bei Maulbronn. Für ihn gibt es zwei weitere Denkmale:

Sein Name (dort Göhring geschrieben) wird auch auf dem großen Württemberg-Denkmal in Tauberbischofsheim genannt. Ein Foto des Denkmal-Ausschnitts mit seinem Namen gibt es hier.

Auf dem Großrinderfelder Friedhof, wo er offenbar in einem Massengrab zusammen mit 15 weiteren württembergischen Soldaten beerdigt wurde. (Für Foto auf den vorherigen Link klicken.)

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Liobaplatz 249.6226° N, 9.6616° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.08 (1568)

Gegenüber dem Turm der Martinskirche trägt ein Haus einen abgeflachten Eselsrücken als Türsturz; die Jahreszahl 1568 wird vom Jesus-Monogramm IHS zerteilt. Vermutlich wohnte zeitweise ein Altarpriester der Stadtkirche darin.

Lage ungefähr.

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Lothar Friedrich von Hoheneck49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.20 (1705)

Sakristeiaufgang. Der Oberamtmann starb am 3. Mai 1705. Der Stein ist das dreizehnfache Chronogramm, von dem im Kasten oben die Rede ist; über der Inschrift das Hoheneck-Wappen, links und rechts je vier Ahnenwappen. Die Eltern waren der Aschaffenburger Viztum Johann Reinhard von Hoheneck und Marta Helene von Eltz.

Karte
Maria Margaretha Krebner49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.18 (1696)

Nordwesteingang. Ein Engel hält das Oval mit der Inschrift. Ihr Mann, der Stadtrat und Weinhändler Johann Georg Vogel, ließ das Epitaph setzen und starb am 9. September 1705. Darunter ein Satz: „Etiam post amara vivit amor“, Auch nach Bitternissen lebt die Liebe. Ihr Vater war der Stadtrat Valentin Krebner; die Hausinschrift „16 HGV 89“ am Torbogen in der oberen Hauptstraße gehört zum selben Paar.

Karte
Maria Sophia Sauer49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.21 (1710)

Unter dem Vorbau am Nordwesteingang. Ein Engel weist nach oben, der Tod zeigt mit knöcherner Hand auf die Todesurkunde, zu seinen Füßen vermutlich eine Sanduhr. Die Inschrift ist ein sechsfaches Chronogramm und stammt dem Stil nach vom selben Verfasser wie die des Lothar Friedrich von Hoheneck.

Karte
Martinsgasse 149.6223° N, 9.6617° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.09

Ein ähnlicher Eselsrücken mit Schnurverzierung wie am Liobaplatz 2 () findet sich an der Martinsgasse 1, ohne Jahr.

Lage ungefähr.

Karte
Pfarrer Konrad Herolt aus Uissigheim49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.26

Ein Bruchstück im Keller der Stadtkirche gehört zu einer Platte für einen Pfarrer Konrad Herolt aus Uissigheim.

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Reuß-Denkmal49.6411° N, 9.6324° O
Die Inschrift auf dem Stamm: „Hier ist Valentin Reus mit dem Fuhrwerk verunglückt und gestorben am 23. Februar 1882. Ein Vater unser für die armen Seelen!“
Die Inschrift auf dem Stamm: „Hier ist Valentin Reus mit dem Fuhrwerk verunglückt und gestorben am 23. Februar 1882. Ein Vater unser für die armen Seelen!“
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf dem Gedenkstein:

Hier ist Valentin Reus mit dem Fuhrwerk verunglückt und gestorben am 23. Februar 1882. Ein Vater unser für die armen Seelen!

.

In einem Artikel in den Fränkischen Nachrichten vom 19.11.2009 wird vermutet, dass Valentin Reus wohl bei Holzrückarbeiten umgekommen sei.

.

Die Bildnische war lange Zeit leer, ob und wenn ja welche Heiligenfigur sich ursprünglich in dieser befand, ist nicht mehr bekannt. Heute findet sich darin ein Relief des heiligen Valentin aus dem Jahre 2009.

.

Der Originalstandort des Gedenksteins ist gegenüber des heutigen Standorts, also am gegenüberliegenden Wegrand, wo der Gedenkstein vom Weg abgewandt und kaum erkennbar im Dickicht des Gebüschs vor sich hin schlummerte.

Karte
Stockmeister-Grabstein (Peterskapelle)49.6222° N, 9.6592° O
Das Epitaph des Caspar Stockmeister, Spitalmeister und Ratsmitglied, gestorben 1613, an der Außenwand der Peterskapelle.
Das Epitaph des Caspar Stockmeister, Spitalmeister und Ratsmitglied, gestorben 1613, an der Außenwand der Peterskapelle.
Die Inschrift: „Anno 1613 auf den heyligen Valtinen Dag ist der ehrenhafft vorgeacht Herr Caspar Stockmeister gewesener spitalmeister und Rathsverwandter alhie zu bischoffsheim in gott verschieden …“
Die Inschrift: „Anno 1613 auf den heyligen Valtinen Dag ist der ehrenhafft vorgeacht Herr Caspar Stockmeister gewesener spitalmeister und Rathsverwandter alhie zu bischoffsheim in gott verschieden …“
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts bis 1856 befand sich um die Peterskapelle (um 1180) herum der Friedhof der Stadt (Tauber-)Bischofsheim. Die Grabsteine wurden nach Auflösung des Friedhofs damals nicht entfernt, sondern nur näher um die Kapelle herum zusammen gerückt, da ein Teil des ehem. Friedhofsareals dem an der Nordseite der Peterskapelle im Jahre 1866 neu erbauten Spital als Garten zugeschlagen wurde. Auch obiger Grabstein stand früher schon auf diesem ehem. Petersfriedhof.

Mehr Infos zur Peterskappelle gibt es als Kommentar zum Foto der Peterskapelle

Das Epitaph des Caspar Stockmeister zeigt den 1613 verstorbenen Spitalmeister, Rentmeister und Faktor des St.-Stephanus-Altares fast in Lebensgröße. In Kopfhöhe sind seitlich zwei Wappen angebracht, nämlich links das Lilienwappen der Familie Stockmeister und rechts das Wappen der Familie Erstenberger, aus der die Mutter des Verstorbenen stammte.

Über dem Kopf Caspar Stockmeisters befindet sich eine Inschrift:

Anno 1613 auf den heyligen Valtinen dag ist der Ehrenhafft vorgeacht Herr Caspar Stockmeister gewesener Spitalmeister und Rathsverwandter alhie zu bischoffsheim in gott verschieden

der almächtig gott wolle ime gnedig sein amen

Caspar Stockmeister war der Vater von Heinrich Eberhard Stockmeister (1608-1626), welcher in den Anfangsjahren des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) 18-jährig nach großer Leibes-Schwachheit am 29. Dezember 1626 gestorben ist. Heinrich Eberhardt war also 5 jahre alt, als sein Vater starb und überlebte diesen selbst dann nur um 13 Jahre.

Aus Anlass des frühen Todes von Heinrich Eberhardt Stockmeister wurde 1626 ein großer Gedenkstein errichtet, welcher sich heute rechts vorne neben dem Hotel St. Michael ("Konvikt") nahe der Straße befindet. Unter dem Foto des Gedenksteins finden sich in den Kommentaren Infos zum Gedenkstein und zur mit diesem verbundenen Sage.

Karte
Völkerschlachtdenkmal49.6225° N, 9.6738° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Inschrift auf der Säule:

Friedrichs-Höhe

Inschrift auf dem Sockel:

Errichtet an der Gedächtnisfeier des 50. Jahrestages der Leipziger Schlacht von der Stadt Tauberbischofsheim den 18. Oktober 1863.

Aus der Karte der Grenzsteine

Ursprünglich stand das Denkmal auf der Friedrichshöhe, vor dem Bau der Kurmainz-Kaserne (siehe die Marke „Völkerschlachtdenkmal (früherer Standort, Friedrichshöhe)“).

Karte
Völkerschlachtdenkmal (früherer Standort, Friedrichshöhe)49.6173° N, 9.6757° O
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Aus der Karte der Grenzsteine

Auf der Friedrichshöhe (Flurname) stand das Völkerschlachtdenkmal ursprünglich, bevor die Kurmainz-Kaserne gebaut wurde. Heute steht es an anderer Stelle (Marke „Völkerschlachtdenkmal“).

Karte
Wilhelm Bögner49.6224° N, 9.6608° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 09.22 (1739)

Sakristeiaufgang. Der Kaufmann und Weinhändler starb am 11. November 1739 als Witwer mit 70 Jahren; seine Vornamen Johannes Georg stehen nur auf dem Grabstein. Die letzten drei Zeilen sind ein Chronogramm. Sein Monogramm WB findet man am Bögnerschen Haus seines Sohnes, am Einlauf des Mühlkanals in die frühere Badmühle und an einem Torbogen in der Klostergasse. Die Renaissance-Verzierung ist älter: Wahrscheinlich wurde ein alter Familiengrabstein neu beschriftet.

Karte
Württemberg-Denkmal (1866)49.6267° N, 9.6714° O
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Aus dem Fotoarchiv Pano

Das Württemberg-Denkmal aus rotem Sandstein ließ König Karl von Württemberg errichten und die Namen der Gefallenen darauf (ursprünglich) in Bronzeplatten anbringen. Es wurde am 24. Juli 1867, dem ersten Jahrestag der Schlacht, eingeweiht. Im (umzäunten) Massengrab vor dem Denkmal liegen 68 Württemberger Soldaten.

Manche der auf dem Württemberg-Denkmal genannten Soldaten sind auf dem Großrinderfelder Friedhof begraben. Sie landeten nach den Kämpfen vermutlich zunächst verwundet im dortigen Lazarett (Kirche Großrinderfeld), wo sie dann verstarben. Ein Foto der Grabsteine auf dem Großrinderfelder Friedhof gibt es hier.

weitere Informationen:

Details zum Kampf um Tauberbischofsheim, insb. um die Tauberbrücke

Historisches Foto vom Württemberg-Denkmal

Tauberbischofsheim in Wikipedia

Inschriften auf dem Denkmal:

(Eine Widmung und die Namen der in der Schlacht um Tauberbischofsheim gefallenen Württemberger 12 Offiziere, 125 Soldaten und weiteren 63 vermißten Soldaten)

KARL I. KOENIG VON WUERTTEMBERG.

DEN TAPFEREN WUERTTEMBERGISCHEN KRIEGERN.

WELCHE AM 24ten JULI 1866 DEN HELDENTOD FANDEN.

EHRE IHREM ANDENKEN

(Foto1 - Foto2)

Oberlieutenant im 5ten Inf. Reg. König Karl. KARL GUST. ADOLF MAUCH aus Stuttgart.

Oberlieutenant im 1ten Jäger Bat. GEORG WLTH. HERM. van der HOOPgeb. zu Schmitte, Grosh. Hessen.

Lieutenant in der Artillerie. KARL ERH. WILH. v. MARCHTHALER aus Heilbronn.

Lieutenant im 2ten Inf. Regiment. ALBERT MILLAUER aus Ellwangen.

Lieutenant im 8ten Inf. Regiment. OTTO MAR. GEORG GÉRARD aus Ludwigsburg.

Lieutenant im 3ten Jäger Bat. EUGEN von HUEGEL aus Stuttgart.

Fähnrich im 5ten Inf. Reg. König Karl. HERM. ANTON MARZ aus Ellwangen.

Fähnrich im 3ten Jäger Bat. WILHELM LEHR aus Ellwangen.

Oberstlieutenant im 5ten Inf. Reg. König KarI. GUIDO von KNOERZER aus Untergröningen, O.A. Gaildorf.

Hauptmann im Generalstab. FERDINAND HOFMEISTER aus Esslingen.

Hauptmann im 5ten Inf. Reg. König Karl. G. K. A. C. von KOENNERITZ aus Stuttgart.

Hauptmann im 5ten Inf. Reg. König KarI. HEINR. OTTO ROSCHMANN aus Ludwigsburg.

ARTILLERIE.

Oberm. K. F. K. Leuze. Eningen, Reutlingen.

Oberkan. F. Fischer. Pfahlbach, Oehringen.

Kan. K. C. Göhring. Zaisersweiher, Maulbronn.

Kan. G. W. Keller. Siglingen, Neckarsulm.

(Foto)

1tes REIT. REG. KOENIG KARL.

R I. G. Scheck. Kl. Eislingen, Göppingen.

R Fr. I. Schmieg. Roth, Mergentheim.

(Foto)

1tes INF. REG. KOENIGIN OLGA.

S I. I. Eberwein. Waldenbuch, Stuttgart.

S Mich. Eppler. Thailfingen, Balingen.

S W. F. Forstbauer. Kilchberg, Tübingen.

S Johann Gförer. Eutingen, Horb.

S Joh. Georg Krayss. Blaubeuren.

S Joh. Lehmann. Busenweiler, Sulz.

S Fridl. Müller. Deisslingen, Rottweil.

S M. Pfau. Unteriflingen, Freudenstadt.

S Gustav Schmid. Spaichingen.

(Foto)

2tes INF. REGIMENT.

S I. Ph. Eiting. Mönchberg, Herrenberg.

S L. F. Finkbeiner. Thonbach, Freudenstadt.

S Joseph Haas. Schramberg, Oberndorf.

S Joh. G. Hartmann. Pfrondorf, Nagold.

S Chr. Hess. Grötzingen, Nürtingen.

S G. Hörz. Frickenhausen, Nürtingen.

S D. SpeideI. Wolfschlugen, Nürtingen.

S Fr. Vosseler. Thuningen, Tuttlingen.

S W. Weinmann. Obernheim, Spaichingen.

S Joh. M. Zapf. Schlierbach, Göppingen.

(Foto)

3tes INF. REGIMENT.

Rottenm. I. G. Diehl. Rüdern, Esslingen.

S I. D. L. Frech. Eschenau, Weinsberg.

S Joh. Kuhnle. Endersbach, Waiblingen.

S Mich. Maier. Gutenberg, Kirchheim.

S Joh. Schuhmacher. Pfrondorf, Nagold.

S F. Schwarzwälder. Nellingen, Essling.

S I. M. E. Setzer. Bibersfeld, Hall.

(Foto)

5tes INFANT. REGIMENT KOENIG KARL.

Feldw. Ch. Badtmann. Weiler, Weinsberg.

Feldw. B. Straub. Degmarn, Neckarsulm.

B. Tamb. Ch. F. Speisser. Pliening. Stuttgart.

Obermann Gustav Benk. Wangen.

S Jos. Bauer. Binswangen, Riedlingen.

S Joh. Baur. Wegstetten, GaiIdorf.

S Joseph Biggel. Berg, Wangen.

S Jos. Bruck. Ertingen, RiedIingen.

S I. G. Deissinger. Mergelstetten, Heidenh.

S Matth. Dreher. Erisdorf, Riedlingen.

S G. Alb. Epple. Feuerbach, Stuttgart.

S A. Feldmayer. Zipplingen, Ellwangen.

S Joh. G. Häbe. Unlingen, Riedlingen.

S I. G. Heer. Wäschenbeuren, Welzheim.

S Joh. Herzer. Hütten, Ellwangen.

S G. Fr. Hofsäss. Oberndorf, Welzheim.

S E. I. Holl. Königsbronn, Heidenheim.

S I. G. Högerle. Edelbeuren, Biberach.

S G. Fr. Jeuther. Michelfeld, Hall.

S Markus Mayer. Boll, Göppingen.

S Franz Martin. Matzenhaus, Tettnang.

S Joh. Müller. Hofstetten, Ellwangen.

S Felix Niess. Dettingen, Heidenheim.

S Karl Gottlieb Raaf. Urach.

S Chr. Roth. Metzlenshof, Gaildorf.

S Georg Schmid. Geislingen.

S I. G. Schneider. Wellbrechts, Wangen.

S A. Schneider. Lautenhof, Ellwangen.

S Karl Gottlieb Schnorr. Nürtingen.

S Fr. Schönleb. Neuhausen, Urach.

S M. Steinhauser. Waldburg, Ravensburg.

S A. Walter. Finkenberg, Ellwangen.

S Val. Weber. Röttingen, Neresheim.

S Christoph W. Wiedenmann. Heidenheim.

S B. Wiedmann. Hürben, Heidenheim.

S I. I. Wünsch. Ossweil, Ludwigsburg.

(Foto)

7tes INF. REGIMENT.

Ob. Feldw. I. Schmid. Altenstadt, Geisling.

S M. Baisch. Meichelstetten, Münsingen.

S August. Dav. Fauser. Nehren, Tübingen.

S Matth. Kapfer. Wagenhofen, Neresheim.

S Leopold Kugler. Iggingen, Gmünd.

S Gust. Schmid. Steinbach, Esslingen.

S Heinrich Wilhelm Walter, Stuttgart.

(Foto)

8tes INF. REGIMENT.

Oberm. I. F. Reger. Adolzfurth, Oehringen.

Oberm. Ioh. G. Schaffner. Crailsheim.

Oberm. K. G. Settele. Westernhaus, Künzelsau.

Rottm. K. Ph. Reiber. Kemnath, Stuttgart.

S Joh. Heinr. Iust. Aldinger, Stuttgart.

S Chr. Gremsler. Biberach, Heilbronn.

S G. A. Heninger. Altkrautheim, Künzelsau.

S I. I. Hügel. Amrichshausen, Künzelsau.

S M. H. A. Kolb. Bayerbach, Oehringen.

S Joh. Krapf. Baiereck, Schorndorf.

S L. F. Kühlbrey. Bietigheim, Besigheim.

S Bernh. Levi. Laudenbach, Mergentheim.

S K. F. Löffler. Grossheppach, Waiblingen.

S V. Michler. Markelsheim, Mergentheim.

S G. L. Mütsch. Löcherholz, Künzelsau.

S Joh. Nopomuk Rapp. Lauffen, Rottweil.

S Chr. Renz. Dertingen, Maulbronn.

S A. K. Riekert. Neuhütten, Weinsberg.

S A. Adam Ruoff. Pleidelsheim, Marbach.

S G. F. Schäfer. Goldbach, Crailsheim.

S G. M. Scheitterlein. Brettheim, Gerabronn.

S W. Stuber. Ochsenbach, Brackenheim.

S Wilhelm Weiss. Dürrmenz, Maulbronn.

S Ch. K. Wild. Oberriexingen, Vaihingen.

(Foto)

1tes JAEGERBATAILLON.

Oberm. Ch. F. Lautenbach. Gemmrigheim, Besigh.

Oberm. Karl Albert Maier. Reutlingen.

J R. Bräuninger. Schrozberg, Gerabronn.

J I. Dannecker. Rathshausen, Speiching.

J Chr. Gottschalk. Althengstett, Calw.

J Johann Iakob Hasert. Schorndorf.

J Leonhard Heyd. Gaisbach, Oehringen.

J Emil A. Hirt. Löwenstein, Weinsberg.

J Joh. Jak. Hohl. Deufringen, Böblingen.

J Anton Jauch. Dunningen, Rottweil.

J Mich. Chr. Kümmerer. Hessenthal, Hall.

J Gust. O. Roller. Oberhaugstett, Calw.

J Reinh. Speisser. Börstingen, Horb.

(Foto)

3tes JAEGERBATAILLON.

Oberm. Ch. Schmollinger. Lienzing, Maulbronn.

Rottm. Sebastian Wilhe1m Seeger. Ulm.

J Johann Friedrich Bopp. Münsingen.

J Chr. Gaukler. Bodnegg, Ravensburg.

J Alois Greck. Niederhofen, Leutkirch.

J Jak. A. Harsch. Faurndau, Göppingen.

J Jos. Härle. Königshofen, Biberach.

J Joh. G.Jeuter. Eriskirch, Tettnang.

J August Loder. Bierstetten, Saulgau.

J L. Necker. Scharenstetten, Blaubeuren.

J Jos. Saam. Kirchhausen, Heilbronn.

J Jak. Schmitt. Maisenbach, Neuenbürg.

J Karl Würich. Pleidelsheim, Marbach.

(Foto)

VERMISSTE die als todt angenommen werden müssen.

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1tes INF. REG. KÖNIGIN OLGA.

S K. King. Untertischneck, Oberndorf.

S J. G. Scheurenbrand. Denkendorf, Eßl.

S J. G. Binder. Bickelberg, Sulz.

S E. Staudenmaier. Adelmannsfeld. Aal.

S J. G. Stoll. Wolfschlugen, Nürtingen.

S Jos. Schöch. Fulgenstdt., Saulg.

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2tes INFANTERIE REGIMENT.

S Ad. Bernhardt. Freudenstadt.

S Th. Eble. Weil d. Stadt, Leonberg.

S Joh. Jung. Emmingen, Nagold.

S Joh. Kopp. Nufringen, Herrenberg.

S J. F. Kraußhaar. Unterensing. Nürt.

S Ch. F. Lieb. Neuenhaus, Nürtingen.

S Rup. Noll. Börstingen, Horb

S Th. Wünsch. Nufringen, Herrenbrg.

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5tes INF. REG. KÖNIG KARL.

O.Feldw. H. Bacher. Wurmlingen, Tuttl.

Feldw. I. A. Abel. Neuffen, Nürtingen.

S Jos. Bay. Rotenbach, Ellwangen.

S F. Brugger. Bühl=Eglofs, Wangen.

S F. Bühler. Beuren, Riedlingen.

S K. Gutschenreiter. Thanhaus Waldsee.

S J. A. Heeber. Niederstetten, Gerabronn.

S J. Hutt. Ottenhof, Adelmannsfeld. Aal.

S J. F. Kächele. Hutten, Urach.

S Ph. J. Knauß. Schorndorf.

S J. E. Kurz. Schorndorf.

S K. Munding. Oggelshausen, Riedlg.

S A. Ott. Suppingen, Blaubeuren.

S J. G. D. Reinwald. Brettenfld. Gerabr.

S Fr. Ruof. Eschach, Gaildorf.

S A. Simmer. Blönried, Saulgau.

S J. Staible. Erolzheim, Biberach.

S J. M. Stehle. Gosbach, Geislingen.

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7tes INFANTERIE REGIMENT.

S J. B. Sugg. Hohentengen, Saulgau.

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8tes INFANTERIE REGIMENT.

Feldw. C. Vogt. Pleidelsheim, Marb.

Oberm. G. Murr. Hessigheim, Besig.

S G. Arnold. Massenbach, Brackenh.

S G. Breuning. Beutelsbach, Schorndrf.

S J. G. Hofmann. Bronn, Mergenth.

S G. A. Kurr. Berndshofen, Künzels.

S L. C. Kurz. Großingersheim, Besigh.

S J. C. F. Müller. Belzhag, Öhringen.

S C. K. Peter. Hörschhof, Backng.

S B. Schmid. Bargau, Gmünd.

S J. J. Schäffer. Großingersh. Besigh.

S M. Schnürle. Schwarzenbrg. Neuenbg.

S G. Schöller. Schäftersh. Mergenth.

S Ch. M. Schwarz. Vorhof Weinsberg.

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3tes JAEGERBATAILLON.

Feldw. A. Bader. Ellwangen.

J J. Ballester. Unterschneidh. Ellw.

J J. G. Gaiser. Rübgarten, Tübingen.

J H. Heckeler. Schöckingen, Leonberg.

J J. Ch. Hummel. Altensteig, Nagold.

J J. L. Kick. Reichenbach Göppingen.

J J. Killmaier. Ersingen, Ehingen.

J C. Kohler. Schwenningen, Rottweil.

J J. Laggai. Altstadt, Rottweil.

J J. M. Mestle. Schemmerberg, Biberach.

J J. M. Preisendanz. Weil i. Schönb. Böbl.

J J. Riekert. Meidelstetten, Münsing.

J G. F. Reber. Bartenbach, Backnang.

J G. F. Stetter. Bittenfeld Waiblingen.

J A. Stumpp. Schmiechen, Blaubeur.

J J. Weiß. Pfullingen, Reutlingen.

(Foto)

Für Kanonier K. C. Gehring (Göhring) aus Zaisersweiher bei Maulbronn gibt es zwei weitere Denkmale:

beim Teufelsloch im Wald zwischen Tauberbischofsheim und Großrinderfeld. Dort oben im Wald kam er wohl zu Tode bzw. wurde dort verwundet und erlag dann später im Großrinderfelder Lazarett seinen Verletzungen. Ein Foto seines Denkmals beim Teufelsloch gibt es hierl.

auf dem Großrinderfelder Friedhof, wo er offenbar in einem Massengrab zusammen mit 15 weiteren württembergischen Soldaten beerdigt wurde. (Für Foto auf den vorherigen Link klicken.)

Karte
Zwinger 2: Die Zehender-Tafel49.6217° N, 9.6609° O
Neu aus dem Buch „Steine am Weg“, Nr. 10.19 (1595)

Am Zwinger trägt ein Haus eine prächtige Wappentafel: unten IVLIVS ZEHENDER, darüber das Zehender-Wappen (ein Greif über drei Sternen), seitlich die Namen und Wappen seiner Frauen Margaretha Denerin und Catharina Pfrvndschigin, oben ein Sinnspruch. Julius Zehender war von 1590 bis 1604 Dompropstfaktor. Das Haus gilt nicht als Geburtshaus des Abtes Leonhard Pfreundschick: Die Familie ist um 1650 als Besitzer der Rollenmühle (heute Halbigsmühle) nachgewiesen, dort dürfte er um 1635 geboren sein. Die Madonna auf der barocken Konsole stammt von etwa 1750, ihr Schöpfer ist unbekannt.

Lage ungefähr.

Karte