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Steinkreuz (vermutlich vor 1569) unter der großen Weide im Heidlein

Steinkreuz (vermutlich vor 1569) unter der großen Weide im Heidlein

Aufgenommen am 8. Februar 2013 · Standort 49.60350, 9.44379

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Steinkreuz (vermutlich vor 1569) unter einer alten Weide (Höpfingen): Die Weide steht an der (alten) Hardheimer Straße am süd-östlichen Ortsrand von Höpfingen. Unter der Weide stehen heute zwei Bildstöcke und ein altes Steinkreuz. . Das Kreuz ist bei Losch (s.u.) gelistet. Demnach wurde es am heutigen Standort (Gewann Heidlein) im Jahre 1968 auf dem großen Sandsteinsockel neu errichtet. Es dürfte aber nicht allzu weit vom Originalstandort entfernt worden sein, zumindest spielt die regionale Sage zur Stiftung des Kreuzes auch in Gewann Heidlein. (s.u.) Das Kreuz hat einen achteckigen Querschnitt und auf nahezu allen Seiten kleinere Einkerbungen (z.B. Kreuze), die jedoch wohl eher irgendwann nachträglich eingeritzt wurden. Da laut Losch in einem Güterverzeichnis von 1569 ein solches Steinkreuz erwähnt werden soll und -zumindest heute- in Höpfingen kein anderes niederes Steinkreuz existiert, dürfte das Kreuz älter als 1569 sein (15. Jhd. oder erste Hälfte 16. Jhd.). Falls das Kreuz tatsächlich so alt ist, dürfte es sich wahrscheinlich um ein Sühnekreuz handeln. Zu dieser Datierung passt allerdings nicht die lokale Sage, die sich um das Kreuz rankt, was aber nichts Besonderes ist, denn die meisten mündlichen Überlieferungen zu den Errichtungsgründen solcher Steinkreuze wurden diesen nachträglich (oft jahrhunderte später) angedichtet. Und so soll es sich auch bei diesem Kreuz (mal wieder) um ein Schwedenkreuz handeln, also ein Kreuz, das mit der schwedischen Besatzung während des 30jährigen Krieges (1618-48) zu tun haben soll, konkret: Während des Dreißigjährigen Krieges, im Jahr 1632, hausten die Schweden in Höpfingen. Bei ihrem Abmarsch hätten sie einen Höpfinger Bürger mitgenommen und hier im Wiesendistrikt Heidlein (Flurname: Am steinernen Kreuz) schließlich erschossen. Als Denkmal wurde ihm (von Höpfingern) an der Stelle seines Todes das Steinkreuz errichtet. -- verwendete Quellen: suehnekreuz.de Losch, Bernhard. Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg.(Theiss: Stuttgart 1981), Seite 165 f.

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