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Spraitkapelle - Die Kapelle beim Richtplatzkreuz

Spraitkapelle - Die Kapelle beim Richtplatzkreuz

Aufgenommen am 24. Dezember 2011 · Standort 49.62334, 9.64968

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Der ehem. Richtplatz von (Tauber-)Bischofsheim: Beim ehemaligen Richtplatz von Bischofsheim finden sich heute zwei Kleindenkmale: Rechts des Weges (von TBB kommend) eine kleine, offene Feldkapelle und links des Weges unter einem Baum ein Sühnekreuz, welches womöglich bereits einst die Richtstätte als solche markierte. - Die Feldkapelle beim Richtplatz: Die kleine, offene Kapelle selbst ist jüngeren Datums, dürfte aus dem 19. oder gar 20. Jhd. stammen bzw. wurde in jener Zeit wiedererrichtet. Die kleine Feldkapelle beherbergt aber zwei Bilder vermutlich erheblich älteren Datums, die eventuell einmal ursprünglich die Bildteile von zwei Bildstöcken darstellten: In die Innenwand der Kapelle ist ein Bild aus rotem Sandstein eingelassen, welches Maria und Johannes links und rechts neben dem Gekreuzigten zeigt. Johannes hält in seinen Händen ein Buch. Karl Kolb (s.u.) erkannte noch Reste einer Bemalung und bezeichnet das Bild als sehr primitive, plumpe Arbeit, zeitlos. Das sehe ich etwas anders: Gerade die Darstellung der Maria, deren gesamter Körper alleine durch die Falten ihres Kleides abgebildet wird, erscheint mir für die Schaffenszeit des Bildes im Vergleich mit anderen Bildern sogar durchaus innovativ. Datieren würde ich das Bild nämlich aufs 16. Jhd bzw. auf das frühe 17. Jhd. In der Außenwand der Kapelle, direkt über dem Eingang, findet sich das zweite Bild: Erneut die Kreuzigungsszene mit Maria und Johannes unterm Kreuz, diesmal jedoch aus gelbem Sandstein und am Rand mit Engelsköpfen verziert. Zumindest dieses Bild war ziemlich sicher ursprünglich der Bildteil eines Bildstocks und wird von Kolb (s.u.) auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts datiert. verwendete Quellen: Kolb, Karl. Bildstöcke im Taubertal. (Tauberbischofsheim: Wig-Verlag 1952) d01227

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Spraitkapelle (untere, 1795)

Aus der Karte der Grenzsteine

Nach Kolb 1952 (Nr. 9, Wellenberg, im Kapellchen (untere Spraitkapelle), ohne Jahr): Das Kreuzigungsrelief im Inneren der Kapelle ist 87 Zentimeter hoch, aus rotem Sandstein, mit Resten von Bemalung. Maria steht wie bei Nr. 8, Johannes blickt zu Christus auf und hält in der linken Hand ein Buch. Die Köpfe messen 13 und 14 Zentimeter, die ganze Figur 58 Zentimeter. Kolb nennt es sehr primitive, plumpe und zeitlose Arbeit. Das Kreuzigungsbild außen über dem Eingang ist Kolb Nr. 71.

Nach Kolb 1952 (Nr. 71, Wellenberg, Kapelle (Kreuzigung außen über dem Eingang), 2. Hälfte 17. Jahrhundert): Das 62 Zentimeter hohe Kreuzigungsrelief mit Maria und Johannes sitzt über dem Eingang der kleinen Kapelle. Kolb nennt es flotte Barockarbeit und meint, es sei früher ein Bildstockbild gewesen. Die Zuordnung zur unteren Spraitkapelle stammt von Hendrik Beierstettel.

In der Stadtgeschichte (Büscheme) · In der Karte der Grenzsteine

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