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DiePieta von 1711 neben der Stammbergkapelle

DiePieta von 1711 neben der Stammbergkapelle

Aufgenommen am 20. Oktober 2011 · Standort 49.61790, 9.64182

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Die Pieta von 1711 neben der Stammbergkapelle Die Pieta neben der Stammbergkapelle wurde 1711 erbaut und verkörpert das Antlitz der Schmerzenmutter. Vermutlich stammt sie aus einer aufgelösten, älteren Wallfahrtskirche; um 1895 stand sie noch in der Kapelle. (Quelle: Infotafel in der Stammbergkapelle) Inschrift auf dem Sockel: Wer sollte dann mittleyden nicht, Mariae Mutter, der da sicht Jesum also hingericht. L.F. Biggen. Schulp Zur Seeligen Gedechnußs und Vorhaben herin Veif Carl Franck ehemahls Factorn dahier zu Bishoffeheim b.haben dißes Bild deßsen hinderlaßsene Kinder hihergesetzet. AD 1711

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Die Stammberg-Pietà (1711)

Aus der Stadtgeschichte Tauberbischofsheim

Kolb zählt sie „zu den qualitätsvollsten Arbeiten des ganzen Taubergrundes“. Vor allem das fein ausgearbeitete Antlitz der Schmerzensmutter gilt als besonders reife Leistung.

Um das Entstehungsjahr gab es Unklarheit. Berberich schrieb, die Kapelle auf dem Steinberg, wie der Stammberg bis etwa 1900 hieß, habe der Amtskeller Gottfried Joseph Winterheld 1773 erbaut; über Herkunft und Alter des Gnadenbildes wusste er nichts und vermutete, es stamme aus einer aufgelösten älteren Wallfahrtskirche. Heute ist auf der Vorderseite „Anno 1711“ gut zu lesen. Zu Berberichs Zeit (1895) stand die Plastik in der Kapelle, und die Vorderseite war wohl verdeckt. Die Kapelle dürfte schon bestanden haben, als die Pietà gestiftet wurde; 1773 hat Winterheld sie wahrscheinlich nur erneuert.

Die Inschrift an der linken Seite nennt als Stifter die Kinder des Veit Carl Franck, Faktor des Mainzer Dompropstes (1682 bis 1708). Sein Sohn Johann Ludwig Franck folgte ihm im Amt (1708 bis 1715). Der Bildhauer heißt Biggen, mehr ist über ihn nicht bekannt; auch nicht, wo er arbeitete. Kolbs Vermutung, er habe einer Würzburger Werkstatt angehört, lässt sich nicht beweisen.

Zur Seeligen gedechnuß und Vorhaben herrn Veit Carl Franck ehmahls Factorn dahier zu Bishoffeheimb haben dises Bild deßen hinderlaßene Kinder hiherge-setzet Ao 1711.

Linke Seite

Wer solle dann mittleyden nicht MARIAE Mutter der da sieht Iesum also hingericht. – Biggen schulp.

Rechte Seite

Gehrig/Müller 1997, S. 482 f. (mit Verweis auf Berberich 1895, S. 241, und Kolb, Das Madonnenland, 1970, S. 60).

In der Stadtgeschichte (Büscheme) · In der Karte der Grenzsteine

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