Die Altäre der Frauenkapelle wurden 1735-37 erschaffen
Aufgenommen am 21. Februar 2014 · Standort 49.59283, 9.87960
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Die dem Heiligen Laurentius geweihte (Lieb-)Frauenkapelle am Gaisbrunner Bach (Bütthard, ca.1620)
Die Kapelle St. Laurentius, auch Frauenkapelle bzw. Kapelle zu unserer Lieben Frau genannt, ist ein Saalbau mit eingezogenem Chor und Dachreiter mit Spitzhelm und dürfte um 1620 erbaut worden sein. Vermutlich gab es aber bereits einen (hölzernen) Vorgängerbau.
Über dem Eingangsportal prankt groß das Wappen des Johann Gottfried von Aschhausen, der Fürstbischof von Würzburg (1617-1622) und Bamberg (1609-1622) und ein fürchterlicher Hexenverbrenner war.
Innenausstattung der Kapelle: - Der
Hochaltar (1735) und die Seitenaltäre (1737) wurden gemeinsam von den Kitzinger Schreinern/Bildhauern Math. Deichelmann und Johann Doser (+ 1746) erschaffen. Der Hochaltar wird von den Heiligen
Nepomuk (links) und Aquilinus von Mailand flankiert. Der Heilige Aquilinus, auch bekannt als Heiliger Wezelin, wurde um 970 in Würzburg geboren, die Verehrung in Würzburg begann in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, nachdem seine Geschichte in der Acta Sanctorum geschildert worden war. - Die
Kanzel stammt aus dem Jahre 1740 und ist ein Werk des Würzburgers Georg Adam Gutmann (1709-1748). - Innen, ganz oben über dem Zwischenbogen zum Hochaltar, findet sich erneut das Wappen des Fürstbischofs Gottfried von Aschhausen und darunter die Jahreszahl
1620.
Direkt vor der Kapelle stehen zwei Linden (Kapellenlinden), die als Naturdenkmäler geschützt sind.
.
verwendete Quellen:
Liste der Baudenkmäler in Bütthard
Menth, Georg. Die Bildhauerfamilie Auwera in Aub. Zu Leben und Werk der Bildhauer im 18. Jh. zwischen Main und Tauber. (Stadt Aub: Kunst und Geschichte, Band II) (Wolfratshausen: Aubanusverlag 1978), S. 236, 260 & 310-311
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- 1620
- * Aschhausen - Gottfried von Aschhausen
- 1735
- * Deichelmann - Math. Deichelmann (Schreiner)
- * Doser - Johann Doser (Bildhauer)
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