Doppelseitiger Bildstock (ca. 1750) in der Frauenkapelle
Aufgenommen am 21. Februar 2014 · Standort 49.59262, 9.87959
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Doppelseitiger Bildstock (ca. 1750) in der Büttharder Frauenkapelle
Der Bildstock steht heute in der Frauenkapelle, direkt links am Eingang und wurde zum Weihwasserspender umfunktioniert. Schon alleine die Tatsache, dass es sich um einen Bildstock handelt, dessen Oberteil beidseitig ein Reliefbild besitzt, zeigt, dass der Bildstock ursprünglich sicher nicht in der Kapelle gestanden hatte, sondern vielmehr so an einem Weg bzw. einer Wegkreuzung, dass aus beiden Wegesrichtungen jeweils eines der zwei Reliefs zu sehen war. Womöglich stand er direkt rechts neben der Kapelle, da dort ein Stein zu entdecken ist, der einstmals ein Bildstocksockel hätte sein können.
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Menth (s.u.) zitiert eine Quelle, nach welcher irgendwo auf dem Bildstock die Jahreszahl
1770 zu sehen sein soll, kann diese jedoch –wie ich- nicht selbst entdecken. Er zweifelt dieses Datum aufgrund des Bildstockstils auch an, datiert ihn eher auf die Mitte des 18. Jhd. und schreibt ihn dem Kitzinger Bildhauer Reiner Wirl zu, der 1763 gestorben ist. .
Auf der (heutigen) Vorderseite des Bildstocks ist ein
Pieta-Relief zu sehen, auf der Rückseite die Marienkrönung mit Jesus, Gott und dem Heiligen Geist (als Taube).
verwendete Quellen:
Menth, Georg. Die Bildhauerfamilie Auwera in Aub. Zu Leben und Werk der Bildhauer im 18. Jh. zwischen Main und Tauber. (Stadt Aub: Kunst und Geschichte, Band II) (Wolfratshausen: Aubanusverlag 1978), S. 236, 260 & 310-311
Die dem Heiligen Laurentius geweihte (Lieb-)Frauenkapelle am Gaisbrunner Bach (Bütthard, ca.1620)
Die Kapelle St. Laurentius, auch Frauenkapelle bzw. Kapelle zu unserer Lieben Frau genannt, ist ein Saalbau mit eingezogenem Chor und Dachreiter mit Spitzhelm und dürfte um 1620 erbaut worden sein. Vermutlich gab es aber bereits einen (hölzernen) Vorgängerbau.
Über dem Eingangsportal prankt groß das Wappen des Johann Gottfried von Aschhausen, der Fürstbischof von Würzburg (1617-1622) und Bamberg (1609-1622) und ein fürchterlicher Hexenverbrenner war.
Innenausstattung der Kapelle: - Der
Hochaltar (1735) und die Seitenaltäre (1737) wurden gemeinsam von den Kitzinger Schreinern/Bildhauern Math. Deichelmann und Johann Doser (+ 1746) erschaffen. Der Hochaltar wird von den Heiligen
Nepomuk (links) und Aquilinus von Mailand flankiert. Der Heilige Aquilinus, auch bekannt als Heiliger Wezelin, wurde um 970 in Würzburg geboren, die Verehrung in Würzburg begann in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, nachdem seine Geschichte in der Acta Sanctorum geschildert worden war. - Die
Kanzel stammt aus dem Jahre 1740 und ist ein Werk des Würzburgers Georg Adam Gutmann (1709-1748). - Innen, ganz oben über dem Zwischenbogen zum Hochaltar, findet sich erneut das Wappen des Fürstbischofs Gottfried von Aschhausen und darunter die Jahreszahl
1620.
Direkt vor der Kapelle stehen zwei Linden (Kapellenlinden), die als Naturdenkmäler geschützt sind.
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verwendete Quellen:
Liste der Baudenkmäler in Bütthard
Menth, Georg. Die Bildhauerfamilie Auwera in Aub. Zu Leben und Werk der Bildhauer im 18. Jh. zwischen Main und Tauber. (Stadt Aub: Kunst und Geschichte, Band II) (Wolfratshausen: Aubanusverlag 1978), S. 236, 260 & 310-311
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- * Wirl - Reiner Wirl (Bildhauer)
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