Die Liebfrauenkapelle (ca. 1620) und ein Bildstock von 1780
Aufgenommen am 21. Februar 2014 · Standort 49.59346, 9.87917
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Bildstock mit Marienkrönung und 3 Heiligenreliefs (1780)
Der Bildstock steht am Wegrand des Kapellenwegs, nur wenige Meter vor der Liebfrauenkapelle. Auf seinem Oberteil, welches nach oben zentral mit der fürs späte 18. Jhd. typischen Krone abschließt, ist das übliche Motiv der Marienkrönung dargestellt: Jesus (mit Kreuz) zu ihrer Linken und Gott (mit Reichsapfel) zu ihrer Rechten setzen der auf den Knien betenden Maria gemeinsam die Krone auf, über der mittig der Heilige Geist in Form einer Taube schwebt. .
Auf dem vierkantigen Stamm folgen, jeweils in ovalen, kranzförmigen Rahmen, noch drei kleine Heiligenreliefs, nämlich:
- vorne: Der
Heilige Josef (S / Josepf) - links: Der
Heilige Valentin (S / Vallentinus) - rechts: Die
Heilige Anna (S / Anna)
Vorne auf dem Stamm, direkt unter dem Bild des Heiligen Josefs, beginnt dann die Stifterinschrift:
Zu Ehren der
heiligen Drei
faltigkeit hat
Valentin
Michel und
Anna seine
Ehefrau
disen bildst-
ock setzen lasen
den 2. October
1780
verwendete Quelle: Liste der Baudenkmäler in Bütthard
Die dem Heiligen Laurentius geweihte (Lieb-)Frauenkapelle am Gaisbrunner Bach (Bütthard, ca.1620)
Die Kapelle St. Laurentius, auch Frauenkapelle bzw. Kapelle zu unserer Lieben Frau genannt, ist ein Saalbau mit eingezogenem Chor und Dachreiter mit Spitzhelm und dürfte um 1620 erbaut worden sein. Vermutlich gab es aber bereits einen (hölzernen) Vorgängerbau.
Über dem Eingangsportal prankt groß das Wappen des Johann Gottfried von Aschhausen, der Fürstbischof von Würzburg (1617-1622) und Bamberg (1609-1622) und ein fürchterlicher Hexenverbrenner war.
Innenausstattung der Kapelle: - Der
Hochaltar (1735) und die Seitenaltäre (1737) wurden gemeinsam von den Kitzinger Schreinern/Bildhauern Math. Deichelmann und Johann Doser (+ 1746) erschaffen. Der Hochaltar wird von den Heiligen
Nepomuk (links) und Aquilinus von Mailand flankiert. Der Heilige Aquilinus, auch bekannt als Heiliger Wezelin, wurde um 970 in Würzburg geboren, die Verehrung in Würzburg begann in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, nachdem seine Geschichte in der Acta Sanctorum geschildert worden war. - Die
Kanzel stammt aus dem Jahre 1740 und ist ein Werk des Würzburgers Georg Adam Gutmann (1709-1748). - Innen, ganz oben über dem Zwischenbogen zum Hochaltar, findet sich erneut das Wappen des Fürstbischofs Gottfried von Aschhausen und darunter die Jahreszahl
1620.
Direkt vor der Kapelle stehen zwei Linden (Kapellenlinden), die als Naturdenkmäler geschützt sind.
.
verwendete Quellen:
Liste der Baudenkmäler in Bütthard
Menth, Georg. Die Bildhauerfamilie Auwera in Aub. Zu Leben und Werk der Bildhauer im 18. Jh. zwischen Main und Tauber. (Stadt Aub: Kunst und Geschichte, Band II) (Wolfratshausen: Aubanusverlag 1978), S. 236, 260 & 310-311
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- 1780 - 02.10.1780
- * Michel - Valentin Michel & Anna
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