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Der Bildstock-Grabstein des Andreas Block von 1724 (stand ursprünglich neben der Peterskapelle)

Der Bildstock-Grabstein des Andreas Block von 1724 (stand ursprünglich neben der Peterskapelle)

Aufgenommen am 23. Januar 2012 · Standort 49.62938, 9.67169

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Der Bildstock-Grabstein des Andreas Block von 1724 (stand ursprünglich neben der Peterskapelle) Inschrift unter dem Bild auf der Vorderseite: VOR IHN DAS HAT VERFERTIGT IOANNES ANDREAE SOHN DESWEGEN ER HABEN SOLL EIN KUNFTIGE CRON ANNO MDCCXXIV Inschrift unter dem Bild auf der Rückseite: HIER LIEGEN NEUN BEGRABEN (Rest ist weggebrochen) Heutige Inschrift auf dem Sockel: Die Kreisstadt dem Main-Tauber-Kreis (Ziemlich dreist, fremde Grabsteine zu verschandeln und zu verschenken - und was will man dem Beschenkten damit sagen? Ich würde es jedenfalls etwas befremdlich finden, wenn mir jemand einen Grabstein schenken würde...) _ Nach K. Kolb, zitiert nach Gehrig & Müller in Tauberbischofsheim (s.u.), standursprünglich auf dem Sockel: Epitaphium vor den Vatter wo man Iesum nimbt vom Creuz herab. Aldor liegt Andreas Block im Grab, gestorben ist den 31. Jenner im 50. Jahr, sein Leyden hat er nun hier volbragt... und Jar 17... Ursprünglich stand der besonders detaillierte Bildstock an der Chorseite derPeterskapelle. Der Bildstock ist zweiseitig, hat also auf beiden Seiten ein Bild: Auf der Vorderseite ist die sehr detailliert dargestellte Kreuzabnahme zu sehen, auf der Rückseite Jesus am Kreuz und ihm zu Füßen, auf den Knien betend, vermutlich die Familie Block: Vater, Mutter, 6 Söhne und 2 Töchter. Da zumindest 5 Söhne ein Kreuzchen über dem Kopf haben, waren sie zum Zeitpunkt der Aufrichtung des Bildstocks vermutlich alle schon eines wohl frühen Todes gestorben. Auf dem Bild steht noch eine kleine Figur der Heiligen Barbara mit Kelch - der Patronin für die gesegnete Sterbestunde. Andreas Block war Steinmetz uns starb 1724 - im Jahr der Errichtung des Bildstocks. Sein Sohn Johannes Block (ebenfalls Steinmetz) hat den Bildstock wohl -und deshalb auch so aufwendig- aus Anlaß des Todes des Vaters als Grabstein fürs eigene Familiengrab auf dem Friedhof bei der Peterskapelle erstellt. Der noch zu entziffernde Rest der Inschrift auf der Rückseite ("Hier liegen neun begraben...", s.o.) könnte bedeuten, dass Johannes Block der letzte Überlebende seiner drüber abgebildeten, ehem. 10-köpfigen Familie war. (Quelle: Franz Gehrig & Hermann Müller. Tauberbischofsheim. Verein tauberfränkische Heimatfreunde e.V. (FN Druck 1997))

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Der Block-Bildstock (1724)

Aus der Stadtgeschichte Tauberbischofsheim

Der große, figurenreiche Bildstock des Andreas Block stand ursprünglich an der Chorseite der Peterskapelle. Die Stadt schenkte ihn dem Landkreis. Auf der Vorderseite zeigt die Bildtafel die selten dargestellte Kreuzabnahme. Die Rückseite zeigt das Kreuz in einem Wolkenkranz, darunter links den Vater mit sechs Söhnen, rechts zwei Töchter und die Mutter, jeweils mit einem Sterbekreuzchen über dem Kopf. Das Ganze krönt die heilige Barbara mit dem Kelch; weil ihr nach der Legende im Kerker ein Engel Kelch und Hostie reichte, gilt sie als Patronin einer gesegneten Sterbestunde. Unter dem Kreuz ist das Bruchstück einer Inschrift zu erkennen: „Hier liegen neun begraben …“, der Rest ist weggebrochen.

Heute steht im Sockel „Die Kreisstadt dem Main-Tauber-Kreis“. Nach Kolb lautete die frühere Inschrift auf eine Grabstätte des Andreas Block, der am 31. Januar im fünfzigsten Lebensjahr gestorben sei. Der Steinmetz Andreas Block wird 1718 im Taufbuch als Pate genannt, sein Sohn Johannes, ebenfalls Steinmetz, war 1724 Taufpate. Mehr weiß man von der Familie nicht.

VOR IHN DAS HAT VERFERTIGT IOANNES ANDREAE SOHN DESWEGEN ER HABEN SOLL EIN KVNFTIGE CRON ANNO MDCCXXIV.

Vorderseite
Kolb Nr. 127: Der Block-Bildstock von 1724, damals vor der Peterskapelle. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde. Kolb Nr. 127: Der Block-Bildstock vor der Außenwand der Peterskapelle, mit einer Grabplatte im Hintergrund. Foto: Dr. Josef Ihringer (1952 bis 1958), Archiv der Tauberfränkischen Heimatfreunde.

Gehrig/Müller 1997, S. 478 f. (mit Verweis auf Kolb, Bildstöcke im Taubertal, 1952, Nr. 127).

In der Stadtgeschichte (Büscheme) · In der Karte der Grenzsteine

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