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Bildstock von 1620 - Hier soll im 30jährigen Krieg jemand ermordet worden sein

Bildstock von 1620 - Hier soll im 30jährigen Krieg jemand ermordet worden sein

Aufgenommen am 7. März 2014 · Standort 49.61928, 9.78607

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Michel Heins Bildstock von 1620 in Uhlberg Der Bildstock steht hinter einem Uhlberger Hof in einem Garten. Direkt hinter dem Bildstock gehen zwei Wege hoch auf den Poppenhauser Berg bzw. aufs Uhlbergle ab. Die Nische des Kalkstein-Bildstocks mit vierkantigem Stamm ist heute leer. Auf dem Rundbogendach steht ein kleines Steinkreuz mit einem eingekerbten Kreuz und der Inschrift IHS. Direkt unter der Nische steht die erste Zeile der Inschrift (ANNO 1620), worauf dann aber zunächst ein Wappen mit Pflugschar und den Stifternamen-Initialen M H zu sehen ist, bevor die restliche Inschrift folgt. Die gesamte Inschrift lautet: . ANNO 1.6.Z0 [Wappen] HAT GOT ZU LOB UND EHR MICHEL HEIN UND BARBARA SEIN EHL ICHE HAUS FRAUM DIS BILT AUFGERICHT AMEN . Der Stifternachname wurde irgendwann in letzter Zeit auf HEHN abgeändert, hieß aber ursprünglich sicher HEIN, wie ihn auch Cucuel & Eckert und Landwehr (s.u.) wiedergeben. Bei Landwehr ist auch noch deutlich HEIN auf dem Foto zu erkennen. Außerdem kommt nach Landwehr der Name Hein (Heyn / Heim / Heimen / Heimbsen) bereits ab 1426 in Uhlberg vor, Hehn jedoch erst ab 1693, also 73 Jahre nach Errichtung des Bildstocks. (vgl. Landwehr (s.u.), S, 80, 85, 90, 171, 186). . Landwehr berichtet außerdem , dass am 22.4.1632 ein Michel Hein (Heim) aus Uhlberg eine Margerete Göbel aus Unterwittighausen, Georg Göbels Witwe, heiratete. Der ebenfalls verwitwete Stifter oder sein gleichnamiger Sohn? Landwehr (s.u.) erwähnt eine mündliche Überlieferung, nach welcher am Standort des Bildstocks jemand im 30jährigen Krieg ermordet worden sei. verwendete Quellen: [1] Cucuel, Ernst & Eckert, Hermann. Die Inschriften des badischen Main- und Taubergrundes. Wertheim - Tauberbischofsheim. (Stuttgart: J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung 1942), S. 151, Nr. 399 [2] Landwehr, Gerhard. Chronik des Weilers Hof Uhlberg. 750 Jahre. 1244 - 1994. (Hof Uhlberg [Selbstverl.], 1994)

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