Zwei Bildstöcke an einer Weggabelung
Aufgenommen am 8. Februar 2013 · Standort 49.55409, 9.34091
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Der Nischenbildstock der beiden Bildstöcke an einer Weggabelung (Hainstadt):
Der Bildstock steht gemeinsam mit einem weiteren unter einer Birke an einer Weggabelung bei den Zwanzigmorgen nordöstlich von Hainstadt. DieInschrift auf dem anderen der beiden Bildstöcke (Heilig-Blut-Motiv) könnte darauf hinweisen wollen, dass womöglich beide Bildstöcke zeitgleich von denselben Stiftern errichtet wurden.
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Der Stamm des oben zu sehenden Bildstocks beginnt am Boden leicht verbreitert und viereckig (unteres Stammviertel), geht dann aber in eine achteckige Stammform über. Auf dem Stamm sitzt ein Bildgehäuse mit leicht konkav geschwungenem Satteldach und tiefer Nische.
In der Nische befindet sich heute eine moderne, bronzefarbene Marienfigur mit Jeuskind in den Armen. Direkt oberhalb der Nische entdeckt man ein kleines Kreuzrelief, womöglich nachträglich eingehauen.
Der Bildstock weist keinerlei Inschrift auf, wirkt aber in seinem Erscheinungsbild (insb. die tiefe Nische mit dem Satteldach) wie ein typischer Bildstock des 17. Jahrhunderts - mit einigen geringfügigen Variationen. Ich würde den Bildstock in die Mitte bis Ende des 17. Jahrhunderts einstufen. Falls sich die Inschrift des benachbarten Heilig-Blut-Bildstocks aber tatsächlich auf beide Bildstöcke beziehen sollte, wäre auch dieser Nischenbildstock aus dem Jahre 1757 und damit etwas jünger als sein Aussehen vermuten ließe.
Der Heilig-Blut-Bildstock (1757) der beiden Bildstöcke an einer Weggabelung (Hainstadt):
Der Bildstock steht gemeinsam mit einem Nischenbildstock unter einer Birke an einer Weggabelung bei den Zwanzigmorgen nordöstlich von Hainstadt.
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Der höhere der beiden Bildstöcke hat als Motiv die übliche Abbildung des Walldürner Blutwunders, eingerahmt von zwei Säulen, die an ihren beiden Längsenden jeweils mit Muschelornamentik verziert sind. Zentral zwischen den beiden oberen Muscheln ein beflügelter Engelskopf. Als Abschluss nach oben findet sich auf dem Bildteil noch ein kleines Steinkreuz, auf welchem als flache Reliefs Kopf, Hände, Füße und Herz des Gekreuzigten zu sehen sind.
Das Bild ruht auf einem viereckigen Stamm, der sich im unteren Viertel sockelartig leicht verbreitert. Auf diesem verbreiterten Abschluss findet sich vorne die Inschrift:
Gott zu ehr
en hat mel
chor knörzer
und seine ha-
us frau und
seine schwist-
er Barbara
Beide auf-
richten
lassen
1757
.
Das Wort Beide läßt Spekulationen zu: Entweder ist es bloss als Verdeutlichung eingefügt, dass es sich bei Hausfrau und Schwester Barbara auch wirklich um zwei verschiedene Frauen (mit gleichem Vornamen?) handelt (beide Frauen) oder es sind damit beide Bildstöcke gemeint, die hier nebeneinander unter der Birke stehen. Ich tendiere zu Ersterem, da mir derandere Bildstock etwas älter erscheint (Mitte-Ende 17. Jhd.).
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- * Knörzer - Melchor Knörzer ; Barbara
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