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Stand ungefähr hier einmal die verschwundene Ortschaft Willetzheim?

Stand ungefähr hier einmal die verschwundene Ortschaft Willetzheim?

Aufgenommen am 4. September 2013 · Standort 49.59786, 9.64618

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Das untergegangene Dorf Willetzheim (bei Dittwar): Dieses Areal (siehe Foto), rechts des Muckbaches zwischen einer (inzwischen auch abgetragenen, weiter Richtung Dittwar gelegenen) Mühle und demHeidenkessel gelegen, trägt noch heute den Flurnamen Häuserrain. Wenige hundert Meter weiter nördlich mündet der Muckbach dann in den Brehmbach. Dort wurden beim Bau der Brehmbachbahn (1912-14) Reste von Kaminen, Herdstellen und gelegte Steinplatten gefunden. Dieser Bereich -also rechts des Muckbachufers auf dem letzten Kilometer des Bachs vor seiner Mündung in den Brehmbach- wird daher von den Autoren der Dittwarer Ortschronik (s.u.) grob als der ehemalige Standort des urkundlich belegten Dorfes Willetzheim (Willenzheim, Wiletzhaim) vermutet. Evtl. handelte es sich dabei ja auch nicht um ein fest begrenztes Dorf, sondern um mehrere Weiler/Höfe/Mühlen, die sich von der Mündung des Muckbachs lose am Ufer des Bachs entlang Richtung Dittwar zogen. Gegenüber (andere Uferseite) des Standorts des obigen Fotos endet der vom Wieselberg/Götzenberg herunter ziehende Heidenkessel im Muckbachtal. Der Heidenkessel war vermutlich ein bedeutender vorchristlicher Kultort (spätestens seit Keltenzeit). Aus alten Dokumenten geht hervor, dass der Heidenkessel noch im 13. Jahrhundert bewohnt war - evtl. war auch hiermit das Dorf Willetzheim am Fuße des Heidenkessels gemeint. (Die nicht zum Christentum übergetretenen Bewohner des Heidenkessels sollen demnach die Dittwarer Einwohner auf deren feiertäglichen Kirchgängen nach Bischofsheim beim Vorbeimarsch mit Dreck beworfen haben.) War Willetzheim also die Wohnsiedlung der heidnischen Hüter des vorchristlichen Kultortes im Heidenkessel - und führte das womöglich auch zum (gewaltvollen) Untergang Willetzheims? Spätestens im Dreißigjährigen Krieg (1618-48) muss Willetzheim jedenfalls untergegangen sein, danach findet es zumindest keinerlei Erwähnung mehr. Urkundlich erwähnt wird Willetzheim vor allem in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts (1502, 1515, 1560). Willetzheimer (bzw. Dittwarer) Einwohner, die dabei im Zusammenhang mit Zinszahlungen erwähnt werden, sind: Heinz Weyprecht, Heintz Hörmans, Endres Spärer, Hans Kammerberg, Hans Weinig, Paulus Khun, Vlein Berk, Christoph Thorwart, Heintz Kann, Heintz Zigler, Fritz Aichel, Jorg Durman, Hanns Dirlein. Laut Dittwarer Ortschronik (s.u.) soll es zum verschwundenen Ort Willetzheim zahlreiche Sagen geben, die dort aber leider nicht näher erläutert sind. Vermutlich haben sie -wie üblich bei abgegangenen Orftschaften- mit dem Untergang Willetzheims zu tun und dabei tippe ich einmal (ohne jegliche Belege) auf zwei große Themengebiete: Brandschatzung im Dreißgjährigen Krieg, vornehmlich durch die Schweden, bzw. Untergang als Gottesstrafe wegen der heidnischen Einwohner bzw. alleine aufgrund der räumlichen Nähe zum Heidenkessel. - verwendete Quelle: Homepage des Heimat- und Kulturvereins Dittwar insb. der dort auffindbaren Dittwarer Ortschronik

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