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St.Martin-Tympanon (1471) über dem Seitenportal der ihm geweihten Külsheimer Pfarrkirche

St.Martin-Tympanon (1471) über dem Seitenportal der ihm geweihten Külsheimer Pfarrkirche

Aufgenommen am 2. Dezember 2012 · Standort 49.67056, 9.52272

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St.Martin-Tympanon (1471) über dem Seitenportal der ihm geweihten Külsheimer Pfarrkirche: Links neben dem Heiligen Martin, der auf dem Pferd sitzend gerade dem Bettler die Hälfte seines Mantels reicht, befindet sich ein Engel, der ein überdimensioniertes Wappenschild vor sich trägt. Das Schild zeigt im zweiten und dritten Feld das Isenburger Wappen, Felder 1 und 4 sind leer. Unter dem Bild eine Inschrift. Die Inschrift lautet: Anno dm m cccc lxxi s martinus Also: [Anno domini 1471 St.Martin] Nach Cucuel & Eckert deutet das Wappen auf Diether von Isenburg hin, der 1459-1463 und 1475-1482 Mainzer Erzbischof war. Die Zwischenzeit seiner Absetzung und Bannung nutzte Graf Johann III. von Wertheim 1463, um das mainzische Külsheim zu besetzen. 1473 schloss Diether von Isenburg wieder Frieden mit dem Papst, wurde kurz drauf zum zweiten Mal Erzbischof, konnte aber erst 1481/82 Külsheim wieder zurück erobern. Sollten Cucuel & Eckert mit ihren Schlussfolgerungen recht haben, könnte das Tympanon demnach also nicht 1471 entstanden sein, sondern erst nach 1475 oder eher sogar noch 1481. Vermutlich hat der Bildhauer einfach ein x vergessen... -- verwendete Literatur: Cucuel, Ernst & Eckert, Hermann. Die Inschriften des badischen Main- und Taubergrundes. Wertheim - Tauberbischofsheim. (Stuttgart: J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung 1942); S.20 (Nr.12)

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