Homburg: Die unter Julius Echter 1605 erbaute Zehentscheune neben dem Aufgang zum Kirchhof
Aufgenommen am 23. August 2013 · Standort 49.79279, 9.62135
Zum Bild
Großer Gedenkstein an der unter Julius Echter erbauten Homburger Zehentscheune (1614)
Gedenkstein an der unter Julius Echter erbauten Homburger Zehentscheune (1605/1614):
Laut Homburger Ortschronik (s.u.) verkauften die Söhne von Philipp von Gebsattel und Anna von Bibra, Otto Wilhelm und Wolf Christoph von Gebsattel, das von ihren Eltern erbaute Homburger Schloss sowie deren übrige Homburger Besitzungen am 22. Februar 1602 an das Hochstift Würzburg. Drei Jahre später ließ der damalige Würzburger Fürstbischof,
Freiherr Julius Echter zu Mespelbrunn, die Homburger Zehentscheuer errichten, worauf auch der kleinere der beiden Gedenksteine an der Außenwand der Scheune heute noch hinweist:
IULIU(S) BISCHOF ZU WIRTZBURCK Anno 1605
Neun Jahre später, also 1614, ließ der Bischof -vermutlich ohne weitere Baumaßnahmen durchzuführen- eine weitere, größere Gedenktafel an der Zehentscheuer (siehe Foto) anbringen. (Ähnliche Inschriftentafeln finden sich auch an Echter-Gebäuten in Lengfurt, Trennfeld und Marktheidenfeld.) Auf dieser ist zu lesen:
Joseph erhöcht Zu Fürste Stand
Bauet Scheure(n) in Egiptenla(n)d
Damit 9 (?) Volckh in hungersnot
Darauß mögt ha(n) nahru(n)g u(n): brod
Dies Fruchthaus u(n)d viel a(n)dere: ehr
Baut Julius Bischoff hin u(n) her
Dem Armen undertha(n) Zu nutz
Gott hat disn Joseph in sei(n) Schutz
1614
--
verwendete Quelle:
Huller, Lothar (Hrsg.: Markt Triefenstein). 1200 Jahre Homburg am Main. Band 1 (von 2) (1981, Gemeinde Markt Triefenstein), S. 71
d01854
Kleiner Gedenkstein an der unter Julius Echter erbauten Homburger Zehentscheune (1605)
Gedenkstein an der unter Julius Echter erbauten Homburger Zehentscheune (1605/1614):
Laut Homburger Ortschronik (s.u.) verkauften die Söhne von Philipp von Gebsattel und Anna von Bibra, Otto Wilhelm und Wolf Christoph von Gebsattel, das von ihren Eltern erbaute Homburger Schloss sowie deren übrige Homburger Besitzungen am 22. Februar 1602 an das Hochstift Würzburg. Drei Jahre später ließ der damalige Würzburger Fürstbischof,
Freiherr Julius Echter zu Mespelbrunn, die Homburger Zehentscheuer errichten, worauf auch der kleinere der beiden Gedenksteine an der Außenwand der Scheune (siehe Foto) heute noch hinweist:
IULIU(S) BISCHOF ZU WIRTZBURCK Anno 1605
Neun Jahre später, also 1614, ließ der Bischof -vermutlich ohne weitere Baumaßnahmen durchzuführen- eine weitere, größere Gedenktafel an der Zehentscheuer anbringen. (Ähnliche Inschriftentafeln finden sich auch an Echter-Gebäuten in Lengfurt, Trennfeld und Marktheidenfeld.) Auf dieser ist zu lesen:
Joseph erhöcht Zu Fürste Stand
Bauet Scheure(n) in Egiptenla(n)d
Damit 9 (?) Volckh in hungersnot
Darauß mögt ha(n) nahru(n)g u(n): brod
Dies Fruchthaus u(n)d viel a(n)dere: ehr
Baut Julius Bischoff hin u(n) her
Dem Armen undertha(n) Zu nutz
Gott hat disn Joseph in sei(n) Schutz
1614
--
verwendete Quelle:
Huller, Lothar (Hrsg.: Markt Triefenstein). 1200 Jahre Homburg am Main. Band 1 (von 2) (1981, Gemeinde Markt Triefenstein), S. 71
d01853
Der Zugang zum Homburger Kirchhof wird von den Heiligen Nepomuk (li.) und Burkhard (re.) bewacht (um 1730):
Laut Homburger Ortschronik (s.u.) wurden die beiden Statuen vermutlich um 1730 errichtet, standen ursprünglich aber vermutlich an der ehem.Zugbrücke (-> Brückenheiliger Nepomuk...), die einst über den Halsgraben der Burg auf den Schlossplatz führte. Über diese Brücke mussten auch die Wallfahrer, von welchen ab 1721 immer mehr zur
Burkardusgrotte (-> Heiliger Burkhard..) pilgerten.
--
verwendete Quelle:
Huller, Lothar (Hrsg.: Markt Triefenstein). 1200 Jahre Homburg am Main. Band 1 (von 2) (1981, Gemeinde Markt Triefenstein), S. 183
Schlagwörter
- Deutschland
- Bayern
- # A- Sommer
- # Wegkreuz
- # Stadt-Dorf
- Maintal
- # Ruine-Denkmal
- # 1700 - 1799
- # 1600 - 1699
- # Kirche
- Triefenstein
- # Friedhof
- Statue
- #Str. - St 2299
- # Gedenktafel
- Homburg am Main
- * -Heiliger Nepomuk
- #Str. - Würzburger Straße
- #Str. - Steige
- * Mespelbrunn - Freiherr Echter zu Mespelbrunn
- Bischbachtal
- 1730
- * -Heiliger Burkhard
- 1614
- #Str. - Zeller Tor
- #Str. - Julius-Echter-Platz
- 1605
Im Bildarchiv lässt sich dieses Foto in voller Größe ansehen, auf der Karte verorten und mit der Umgebung vergleichen.
Ähnliche Aufnahmen
-
Der Zugang zum Homburger Kirchhof wird von den Heiligen Nepomuk (li.) und Burkhard (re.) bewacht (um 1730)
23. August 2013
-
Großer Gedenkstein an der unter Julius Echter erbauten Homburger Zehentscheune (1614)
23. August 2013
-
Kleiner Gedenkstein an der unter Julius Echter erbauten Homburger Zehentscheune (1605)
23. August 2013
-
Kleine Burkhardusgrotte im Homburger Kirchhof
23. August 2013
-
Homburg am Main: Der Zugang zum Schloßplatz, früher mit Zugbrücke (mit Bergfried (12. Jhd.) und Getreidespeicher (16. Jhd.) rechts)
23. August 2013
-
Schloss Homburg: Der Gebsattel-Bau (1568)
23. August 2013
-
Der Gebsattel-Bau von 1568 (Schloss Homburg)
23. August 2013
-
Schloss Homburg (Philipp von Gebsattel, 1568)
23. August 2013