Mühlsteinrohling
Aufgenommen am 12. Mai 2012 · Standort 49.71753, 9.28799
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Mühlsteinrohling:
Dieser Rohling wurde aus einer quadratischen Platte von 24 cm Dicke durch Absprengen des Randes mit dem Sprengmeißel ausgeschlagen. Die Rundung ist etwas größer angelegt, als die Breite des Steins an zwei Stellen betrug. Bei der Fertigstellung hätte der Stein etwas kleiner werden müssen. Deutlich sichtbar ist ein Achskreuz mit 20 cm breiten Bahnen.
(Text auf Infoschild V. direkt neben dem Rohling)
Geologie und Sandsteinverarbeitung am Wannenberg:
Der Anschluss des Mittleren oder Hauptbuntsandsteins bildet der Felssandstein. Als rötlicher, dickbankiger, gelegentlich Gerölle führender Sandstein mit guter Kornrundung begrenzt dieses widerstandsfähige Gestein die Berge um Bürgstadt. Dieser Felssandstein liefert, in verschiedenen großen Kluftkörpern brechend und manchmal in mehrere Lager aufgespalten, das Material für die in seinem Austritt regelmäßig vorkommenden Schutthänge, die sich zu Felsmeeren verbreitern können. Die Heunefässer, Heunesäulen, Sarkophage und Mühlsteine des Wannenbergs sind aus solchen natürlichen Bruchstücken hergestellt. Sie wurden also nicht in Steinbrüchen gebrochen, sondern Felsstücke wurden an ihrem Liegeplatz bearbeitet. Auch der Ringwall wurde mit diesem Material errichtet. Der Felssandstein bot für die Ringwallerbauer weitere Vorteile: Er führt, besonders in der feuchten Jahreszeit, Wasserhorizonte, die kleine Quellen in seinem Austritt speichern.
(Text auf Infoschild Nr. II auf dem Historischen Wanderweg)
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