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Mühlsteinrohling

Mühlsteinrohling

Aufgenommen am 12. Mai 2012 · Standort 49.72286, 9.29790

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Mühlsteinrohling: Dieser Mühlsteinrohling wurde durch eine ringsum laufende Nut von 4 cm Tiefe und 3 cm Breite aus einer bis zu 42 cm dicken Platte herausgesprengt. Im Allgemeinen verlief diese Sprengung wunschgemäß, nur an zwei Stellen setzte sie seitlich ab. Das Plattenstück, von dem der Rohling abgesprengt wurde, ist noch daneben zu sehen. Der Stein sollte einen Durchmesser von genau einem Meter bekommen, woraus Experten schließen, dass er frühestens nach Einführung des metrischen Systems angefertigt wurde. (Text auf Infoschild VI. direkt neben dem Rohling) Geologie und Sandsteinverarbeitung am Wannenberg: Der Anschluss des Mittleren oder Hauptbuntsandsteins bildet der Felssandstein. Als rötlicher, dickbankiger, gelegentlich Gerölle führender Sandstein mit guter Kornrundung begrenzt dieses widerstandsfähige Gestein die Berge um Bürgstadt. Dieser Felssandstein liefert, in verschiedenen großen Kluftkörpern brechend und manchmal in mehrere Lager aufgespalten, das Material für die in seinem Austritt regelmäßig vorkommenden Schutthänge, die sich zu Felsmeeren verbreitern können. Die Heunefässer, Heunesäulen, Sarkophage und Mühlsteine des Wannenbergs sind aus solchen natürlichen Bruchstücken hergestellt. Sie wurden also nicht in Steinbrüchen gebrochen, sondern Felsstücke wurden an ihrem Liegeplatz bearbeitet. Auch der Ringwall wurde mit diesem Material errichtet. Der Felssandstein bot für die Ringwallerbauer weitere Vorteile: Er führt, besonders in der feuchten Jahreszeit, Wasserhorizonte, die kleine Quellen in seinem Austritt speichern. (Text auf Infoschild Nr. II auf dem Historischen Wanderweg)

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