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Lauda: Sandsteinkreuz von 1593 auf der gotischen Tauberbrücke (1510/1512) [Details: siehe Kommentar]

Lauda: Sandsteinkreuz von 1593 auf der gotischen Tauberbrücke (1510/1512) [Details: siehe Kommentar]

Aufgenommen am 25. Dezember 2011 · Standort 49.57056, 9.70757

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Lauda: Sandsteinkreuz von 1593 auf der gotischen Tauberbrücke (1510/1512) Auf dem Kreuz ist das Wappen von Lauda eingemeißelt, welches wohl seit der Zugehörigkeit der Stadt zum Herzogtum Franken (1506) verwendet wurde. Auch der zur Zeit der Errichtung des Steinkreuzes regierende Würzburger Bischof Julius Echter von Mespelbrunn trug in seinem Wappen eine ähnliche Fahne. Es ist also plausibel, dass sich das Wappen Laudas tatsächlich seit Erschaffung des Steinkreuzes dort befindet und nicht nachträglich angebracht wurde. _ Inschrift auf dem Steinkreuz (unter dem Wappen): IHR ALLE DIE DEN WEG FÜRÜBER GEHET MERCKET DOCH UND SEHET OB AUCH EIN SCHMERTZEN SEIJ WIE MEIN SCHMERT(Z) THRENORUM IEREMIE C I 1593 _ THRENORUM IEREMIE C I = Hinweis auf die Quelle des Zitats: Klagelieder Jeremias, in der Septuaginta Threni genannt. _ Eine Legende besagt, dass das Sandsteinkreuz zum Gedenken an die vernichtende Niederlage der Bauern im Bauernkrieg bei der Schlacht auf dem Königshofer Turmberg am 2. Juni 1525 errichtet worden sei und dem Steinmetz einer der Bauern aus der Umgebung Vorbild für die Figur des Gekreuzigten gewesen sein soll. _ Angeblich hielt im Bauernkrieg der Bauernanführer des Taubertaler Haufens (Schwarzer Haufen), der fränkische Adlige Florian Geyer im Juni 1525 an der späteren Stelle des Steinkreuzes eine aufrüttelnde Rede zu den Bauern, die vom bündnischen Heer unter Führung von Georg Truchsess von Waldburg-Zeil schon arg zugesetzt bekommen hatten. Der fränkische Dichter Anton Schnack berichtet sogar, dass Florian Geyer sich dabei sogar an ein Steinkreuz angelehnt habe. Dies ist aber wohl alles nicht wahr: Florian Geyer war bei der Schlacht am Königshofer Turmberg gar nicht anwesend (und das heute vorhande Sandsteinkreuz auf der Tauberbrücke ist ja ohnehin 68 Jahre jünger). Das Kreuz wurde von einem Steinmetz geschaffen, welchen Kolb (Bildstöcke im Taubertal, 1952) den Laudaer Meister nennt: Von ihm existieren noch 7 Kreuze sehr ähnlicher Artin der Gegend, drei davon in Lauda. Da von ihm außerdem eine Grabplatte in der Friedhofskapelle Lauda (Liebfrauenkapelle) und die Wappen am Rathaus und am Haus Hellinger stammen, liegt die Vermutung nahe, dass er in Lauda lebte. Mehr Infos zur Tauberbrücke bei Lauda generell und allen drei darauf befindlichen Kleindenkmalen gibt es im Kommentar zu diesem Foto!

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