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Knörtzer-Bildstock (1738) - nicht mehr am Original-Standort weit oben tief im Großen Wald

Knörtzer-Bildstock (1738) - nicht mehr am Original-Standort weit oben tief im Großen Wald

Aufgenommen am 18. Mai 2012 · Standort 49.74618, 9.32949

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Knörtzer-Bildstock (1738) - nicht mehr am Original-Standort weit oben tief im Großen Wald Knörtzer-Bildstock (1738): Die Inschrift auf dem Sockel: ANNO 1738 DEN 18 T EN DECEMB HAT Z U EHREN IESU MAR IA IOSEPH DIESEN BILDSTOK LASEN AUFRIGTEN DER ERSAME MATHAE US KNÖRTZER UN D MARIA URSULA SEINE HAUSFRAU Der Standort: Der Bildstock stand nach Lauf (s.u.) ursprünglich wohl auf halbem Weg zwischen demDreiwegebild (an dessen Originalstandort beim Stundenstein),_ bei welchem sich der von Freudenberg heraufziehende Viehweg in die Richtungen Ebenheid und Rauenberg gabelteund der großen alten Buche kurz vorm Laukenhof. Vermutlich wurde der Bildstock nach einer augescheinlich erfolgten Renovierung der Sockelinschrift (irgendwann nach 1982) nicht mehr an seinen Originalstandort weit oben im Großen Wald zurück gebracht, sondern (zwecks besserer Erreichbarkeit?) am Waldparkplatz (zur Freudenburg) wieder errichtet. Der Stifter: Die Stifter sind in der Inschrift namentlich erwähnt: Matthäus (Mathes) Knörtzer und seine Ehefrau Maria Ursula. Elf Jahre nach der Stiftung des obigen Bildstocks ließen die beiden erneut einen Bildstock im Großen Wald errichten - das Dreiwegebild (1749). Auch das Dreiwegebild hatten sie der Heiligen Familie gewidmet. Auch das Dreiwegebild steht heute nicht mehr an seinemOriginalstandort beim Stundenstein,_ bei welchem sich der von Freudenberg heraufziehende Viehweg in die Richtungen Ebenheid und Rauenberg gabelte. Außerdem gibt es in der Nähe des heutigen Standorts des obigen Bildstocks von 1738 mit der Kreuzschlaffe (1750) ein weiteres, von einem anderen Knörtzer (ein Sohn des Mathes?) gestiftetes Kleindenkmal. Der Grund für diese drei Knörtzer-Stiftungen, die somit allesamt im Großen Wald am alten (Vieh-)Weg Freudenberg - Rauenberg stehen, ist naheliegend: Ab 1738, also dem Jahr, in welchem der erste Knörtzer-Bildstock errichtet wurde, war Mathes Knörtzer derErbpächter des damals zum Amt Freudenberg gehörenden Laukenhofs. Der Laukenhof existiert heute noch und liegt auf der Höhe am Waldrand des Großen Waldes - und zwar beim alten (Vieh-)Weg Freudenberg - Rauenberg. Die Knörtzers hatten somit also wohl regelmäßig diesen teilweise sehr steilen und finsteren Waldweg nach Freudenberg zu gehen. Und die Kreuzschlaffe und die beiden Bildstöcke sollten sie auf dieser Strecke sicherlich vor Unglück bewahren. Zusätzliche bzw. andere Gründe für die Errichtung der drei Kleindenkmale hätten aber auch die historisch belegten großen Viehseuchen in den Jahren 1732 und 1735 und die riesigen Heuschreckenschwärme des Jahres 1749 sein können. Das Bild: Wie die Sockel-Inschrift verrät, ist der Bildstock der Heiligen Familie geweiht. Heute befindet sich in der Bildnische jedoch eine kleine Pieta mit der Inschrift O Maria hilf!. Es ist also anzunehmen, dass sich ursprünglich eine Figurengruppe der Heiligen Familie in der Bildnische befand. Was mit dieser geschah, ist nicht mehr bekannt. verwendete Literatur: Lauf, Helmuth. Bildstöcke, Hausmadonnen und Hausheilige in Freudenberg. FN-Druck (Tauberbischofsheim, 1982)

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