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In den Felsenställen bei der Feldkapelle übernachtete das Waldweidevieh

In den Felsenställen bei der Feldkapelle übernachtete das Waldweidevieh

Aufgenommen am 5. April 2014 · Standort 49.66062, 9.43448

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Die Reste der Feldkapelle der Hundheimer und Steinbacher Waldweidehirten (1719) Nach Bischof (s.u.) wurde die Meßdörfer Kapelle im Hundheimer Bergwald am Peter-und-Paulstag des Jahres 1719 (=29.6.1719) vom Hundheimer Pfarrer Johann Matthäus Hamelius (Hammel) zu Ehren der Hl. Jungfrau Maria von Loretto und des Hirtenheiligen Wendelin geweiht. Damit sei ein altes Gelübde der dortigen Waldweidehirten endlich in Erfüllung geangen. Der Grund für das einst abgegebene Gelübde wird nicht genannt, aber vermutlich war es dem glimpflichen Ausgang eines Unwetters geschuldet, welches Vieh und Hirten auf dem Feld überraschte. Die Kapelle liegt nach Bischof an dem alten Weg, der von Hundheim zum Hundheimer Bergwald führt. . Neben der Kapelle errichtete ein Einsiedler seine kärgliche Behausung, ob bereits zusammen mit der Errichtung der Kapelle oder erst einige Jahre später, konnte ich nicht herausfinden. Jedenfalls fand Bischof im Hundheimer Totenbuch fürs Jahr 1778 den Vermerk, dass der Einsiedler gestorben sei: Martin Hübner, O.M.S., Einsiedler in der Eremitage im Hundheimer Berg, am 17. Oktober. Es gab wohl keinen Nachfolger mehr, Kapelle und Einsiedler-Hütte verfallen allmählich. Allerdings muss zumindest die Kapelle im Jahr 1803 noch zumindest für gelegentliche Gottesdienste nutzbar gewesen sein, denn Bischof fand in einem alten Bericht auch folgenden Hinweis: Im Berg besteht eine Eremitage mit Kapelle. Alldort wird auf Sankt Martinstag, auf den Bittmontag und auf Sonntag nach Wendelin ein ganzer Gottesdienst gehalten. . Spätestens ab 1850 aber, mit der nahezu vollständigen Umstellung des Kuh- und Schweineweidebetriebs auf ganzjährige Stallhaltung, verlor die Kapelle aber ihre Bedeutung. Sie muss da aber schon einige Jahrzehnte verfallen und nicht mehr nutzbar gewesen sein, denn Bischof (1964, s.u.) erwähnt, dass vor 100 Jahren (also ca 1860) Hundheimer Bauern die Kapelle wieder aufrichten wollten, das mühselige Vorhaben aber bald wieder aufgaben. Allerdings hätten die Bauern dann zumindest unten an der Hirtenbrünnlisquelle ein kleines Bildhäuschen errichtet. . Diese Hirtenbrünnlisquelle, die schon damals zeitweise versiegte, konnte ich noch nicht finden. Sie muss in der Nähe (den Hang runter) der Kapelle und Einsiedelei liegen, denn der Einsiedler trank von dort ebenso wie die Hirten und deren Vieh. Die Quelle lag laut Bischof in der Nähe der Felsenställe, welche sich wiederum direkt ober- und unterhalb des Kapellenwegs befanden. Direkt gegenüber der Kapellenruine –auf der anderen Wegseite- kann man noch einen dieser Felsenställe sehr gut erkennen: Es handelt sich um eine kleinere (ca 50m2) große, geebnete Fläche am ansonsten recht steilen Hang, die von mächtigen Steinbrocken umschlossen wird. In diesen Felsenställen ruhte das Weidevieh über Nacht. . Nach Süden hin fällt der steile Hang des Bergwalds zum Katzenbach ins Katzental ab. Das Katzental ist erst seit ca. 1920 mit heute großteils Fichten bewaldet. Zuvor wurde auch dieses von den Waldweidehirten für die Rinder, Schafe und Schweine zur Ecker- und Eichelmast benutzt. Der Name Katzental kommt nach Bischof von Geatzental (=Waldweidetal). . verwendete Quelle: Bischof, Heinz. Heimatbuch Hundheim. (Tauberbischofsheim: Schnaufer-Druck, 1964)

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