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Hier stand einst Freudenbergs Vorgängersiedlung Lullingescheid (beim Friedhof Freudenbergs)

Hier stand einst Freudenbergs Vorgängersiedlung Lullingescheid (beim Friedhof Freudenbergs)

Aufgenommen am 22. Juni 2012 · Standort 49.75541, 9.32213

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Hier stand einst Freudenbergs Vorgängersiedlung Lullingescheid (beim Friedhof Freudenbergs) Lullingescheid - Vorgängersiedlung Freudenbergs: Die Siedlung Lullingescheid (Lullingscheid, Lüllenseit) entstand spätestens ums Jahr 1100 herum. Die Siedlung umfasste wohl schon die gesamte Gemarkung der späteren Siedlung Freudenberg. Das Dorfzentrum lag aber wohl im Bereich des heutigen Freudenberger Friedhofs, denn die Lorenzkapelle (Friedhofskapelle St. Laurentius) war ursprünglich die Dorfkirche von Lullingescheid. Der älteste, heute noch erhaltene Teil der Lorenzkapelle ist das romanische Hauptschiff, welches im Jahr 1149 erbaut wurde. Im Jahr 1197 ließ dann Bischof Heinrich III. von Berg einen Wohnturm auf dem Berg im Großen Wald bauen (vermutlich noch nicht auf dem Areal der heutigen Freudenburg sondern an der heute Räuberschlösschen genannten Stelle (s.u.). In den Folgejahren entstand dann die Freudenburg. Der Niedergang Lullingescheids hängt direkt mit dem Bau der Freudenburg (bzw. evtl. bereits ihrer Vorgängeranlage, dem Räuberschlösschen) zusammen: Immer mehr Einwohner Lullingscheids -beim Bau der Burg ohnehin als Arbeiter beschäftigt- siedelten sich (ungefähr zwischen 1200 und 1246) nach und nach direkt unterhalb der neu entstehenden Burg an (Schutz durch die Burg und kürzerer Weg zum jahrelangen Arbeitsplatz). Die neu entstehende Siedlung wird mit Befestigungsmauern gesichert und mit der Burg verbunden und übernimmt den Namen der Burg: Im Jahr 1200 wird urkundlich bereits erstmals die Gemeinde Freudenberg unter dem NamenFroudenberc urkundlich erwähnt. In den Folgejahren siedeln immer mehr Einwohner Lullingscheids im neuen, gesicherten Froudenberc an- Freudenberg wächst und Lullingscheid vergeht. 1230-1240 wird die Burg dann erweitert und in Freudenberg eine (heute nicht mehr existente) Stadtkirche errichtet. Der Bau der Freudenberger Kirche war dann vermutlich der endgültige Todesstoß für Lullingscheid, denn nun konnte der gesamte Alltag und Lebensmittelpunkt an den neuen Siedlungsort verlegt werden. Jedenfalls wird Lullingscheid kurz darauf -nämlich am 4. Mai 1246- letztmals (und auch nur noch nebenbei) urkundlich erwähnt. Lullingscheid ist heute restlos verschwunden (vermutlich wurden sämtliche Steinbauten zur Errichtung der neuen Gebäude in Freudenberg abgetragen) - alleine die Lorenzkapelle, die ehem. Lullingscheider Dorfkirche, blieb als Friedhofskapelle erhalten. (Wahrscheinlich war auch bereits der Lullingscheider Friedhof auf dem Areal des heutigen Friedhofs, nämlich -wie damals üblich- unmittelbar um die Dorfkirche (Lorenzkapelle) herum. Als dann Freudenberg entstand und Lullingscheid unterging, wurde der alte Friedhof auch für die neue Siedlung Freudenberg weiter verwendet.) . Quelle: Homepage der Stadt Freudenberg Freudenberg - die Nachfolgesiedlung Lullingscheids: Einen äußerst umfangreichen Überblick über die Geschichte Freudenbergs bietet dieHomepage der Stadt Freudenberg! . Kurzüberblick (Quelle: de.wikipedia.org): 1159 wird Freudenberg als Lüllenseit (Lullingescheid, Lullingscheid) erstmals urkundlich erwähnt. (mehr: siehe oben) Zwischen 1160 und 1235 erbaut das Fürstbistum Würzburg, zu dem der Ort damals gehört, zunächst die erste Burg (Räuberschlößchen) und dann die Burg Frouwedenberch, deren Name sich dann auf die Siedlung überträgt. Im Jahre 1287 wird der Ort Freudenberg erstmals in einer Urkunde als Stadt (castrum et civitas = Burg und Stadt) bezeichnet. Am 9. September 1295 bestätigt der Würzburger Fürstbischof den Grafen von Wertheim die Belehnung mit Burg und Stadt. Kaiser Ludwig der Bayer verleiht 1333 das Gelnhäuser Stadtrecht an Wertheim. Damit ist das Recht verbunden, einen Wochenmarkt abzuhalten und die niedere Gerichtsbarkeit selbst durchzuführen. 1362 wird der Stadt durch Kaiser Karl IV. auch das Zollrecht verliehen. Vierzehn Jahre später erhält die Stadt vom Kaiser auch die Hochgerichtsbarkeit. Kirchlich gehört Freudenberg zu jener Zeit zum Bistum Mainz, weltlich jedoch zum Hochstift Würzburg. Die Stadt wird 1423 zum Sitz des Amtes Freudenberg, das neben der Stadt selbst auch Ebenheid, Boxtal und zwei Höfe umfasst. 1499 wird das Rathaus von Freudenberg unter Graf (Er)Asmus von Wertheim erbaut. Das Asmuswappen befindet sich noch heute am Rathaus. (Die Jahreszahl 1605 über dem Eingang ins Rathaus zeugt von einer grundlegenden Erweiterung in jenem Jahre.) Nach dem Tod des letzten Wertheimer Grafen 1556 fällt das Lehen an das Fürstbistum Würzburg zurück. Nachdem zunächst die Grafen von Stolberg beliehen werden, gehen Stadt und Burg 1581 an die Herrschaft Löwenstein-Wertheim. Um die Wende zum 17. Jahrhundert trifft die Hexenverfolgung auch Freudenberg: 150 Bewohner der Stadt werden bis 1632 als Hexen und Hexer verbrannt. 1612 fällt die Stadt erneut an das Fürstbistum Würzburg zurück. Im Rahmen der Mediatisierung kommt Freudenberg 1803 an die Grafschaft Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. Aber bereits 1806 wird die Stadt mit der Rheinbundakte badisch. Zunächst noch dem standesherrlichen Amt Löwenstein-Wertheim-Freudenberg zugehörig, kommt die Stadt mit dessen Auflösung 1813 zum Amt Wertheim, mit dem es 1938 im Landkreis Tauberbischofsheim aufgeht. Die Kreisreform 1973 führt schließlich zur Zugehörigkeit zum neuen Tauberkreis, der seit 1974 Main-Tauber-Kreis heißt. 1935 verliert Freudenberg das Stadtrecht, das dem Ort erst 1956 wieder verliehen wird. Der historische Stadtkern Freudenbergs steht als Gesamtanlage seit 2004 unter Denkmalschutz. Oberhalb der Stadt erhebt sich die Ruine der Freudenburg, die auf das späte 12. Jahrhundert zurückgeht. Die Friedhofskapelle St. Laurentius stammt in ihren ältesten Teilen von 1149. Die alte katholische Pfarrkirche St. Laurentius wurde 1691/92 errichtet, eine neue, ebenfalls St. Laurentius geweihte katholische Pfarrkirche 1957.

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