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Doppelseitiger Träubelesbildstock Pieta/Kreuzigung (1716/ 1781)

Doppelseitiger Träubelesbildstock Pieta/Kreuzigung (1716/ 1781)

Aufgenommen am 15. August 2013 · Standort 49.67686, 9.47150

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Doppelseitiger Träubelesbildstock Pieta/Kreuzigung (1716/ 1781) am Steinbacher Ortseingang Der Bildstock mit Träubeles-Stamm besitzt auf beiden Seiten des Oberteils Reliefdarstellungen: Auf der Vorderseite sieht man zentral die Pieta. Bei diesem Relief fällt auf, dass es so scheint, als würde Maria mit ihrem linken Arm eine Art Kugel (Kopf?) festhalten. Mit ihrer rechten Hand stützt sie den Kopf ihres vom Kreuze abgenommenen Sohnes, der vor ihr auf dem Boden kauert und dessen rechter Arm über Marias Bein geschlagen ist. Rechts und links von der unter einem aufgezogenenen Baldachin sitzenden Pieta findet sich noch jeweils ein Heiligenrelief: . Bei dem linken Heiligen könnte es sich um Hieronymus handeln, worauf Buch, langes Gewand, Bart und der ihm zu Füßen liegende Totenkopf bzw. Löwe hindeuten. Der rechte Heilige müsste der Heilige Sebastian sein, der typischerweise an einen Baum gebunden (und von Pfeilen durchbohrt) abgebildet wird. . Auf der Rückseite des Oberteils ist als flaches Relief Jesus am Kreuz zu sehen. Unter der –ebenfalls wieder von einem aufgezogenen Vorhang umrahmten- Kreuzigungsdarstellung kann man ein kleines, ovales Inschriftenmedaillon erkennen, das (heute) allerdings keine Inschrift (mehr) enthält. Soweit noch erkennbar, könnte dort aber einmal etwas gestanden haben. . Auf dem Sockel findet sich mittig eine große Jahreszahl: 1781 . Die 8 ist dabei oben offen. Lauf (s.u.) liest 1786, für mich ist die letzte Ziffer jedoch eindeutig eine 1. Bei näherem Hinsehen erkennt man, dass diese Jahreszahl quer über eine vorherige Inschrift gehauen wurde: Der Sockel wurde für den heutigen Bildstock um 90 Grad nach links gekippt und hatte ursprünglich offenbar zunächst einen anderen Bildstock getragen. Die ursprüngliche, heute also senkrecht stehende Inschrift läßt sich noch ziemlich gut rekonstruieren: . ZU EHREN GOTTES HAT B(????)RT SC(????)T DIE(???) (?)ILT STOC(?) (??)FF (RICH???) LASEN IM IAHR 17(1)6 . Diese ursprüngliche Sockelinschrift dürfte vervollständigt einmal gelautet haben (Stiftername und Jahreszahl ergänzt nach Lauf, s.u.): Zu Ehren / Gottes hat / Bernhart / Schraut / diesen Bilt- / stock auff-/ richten lasen / im Iahr / 1716 . Lauf (s.u.) weiß zu berichten, dass der Bildstock in der Gemeinderechnung von 1717 erwähnt wird, wonach der Maurer von Hundheim drei Pfund Blei zum Bild beim Schutz verbraucht habe. Außerdem sei auf einem Gemarkungsplan aus dem Jahr 1770 ein Bildstock rechts der Külsheimer Straße eingezeichnet. Dabei könnte es sich um diesen Bildstock handeln. Der Bildstock wurde 1966 neu aufgestellt,nachdem sein Sockel bis dahin schon nahezu vollständig in der Erde versunken war. . verwendete Quellen: (1) GISterm Web; dort im Navigator (links) bei Datenquellen in der Kategorie Kleindenkmale im Main-Tauber-Kreis, Unterkategorie Külsheim, Kleindenkmale Steinbach auswählen und anschließend auf der Karte daneben auf das Kleindenkmal-Symbol Nr. 2 klicken (Textinfos in Popup-Fenster werden eingeblendet). (2) Lauf, Helmuth. Steinbach – Meine Heimat. (Stadt Külsheim (Hrsg.), 1996)

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