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Das Wolfsbild (1607/ 1716) an der Mönchenstraße

Das Wolfsbild (1607/ 1716) an der Mönchenstraße

Aufgenommen am 10. August 2013 · Standort 49.68844, 9.50031

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Das Wolfsbild (1607/ 1716) am Lochgraben zwischen Külsheim und Hundheim An der Stelle, an welcher die alte Mönchenstraße den Lochgraben quert, steht im Gebüsch versteckt ein alter Bildstock, der nach Krug (s.u.) Wolfsbild genannt wird. Den Namen hat er aufgrund des Wappenreliefs, welches auf halber Höhe vorne auf dem Stamm zu sehen ist: In dem Wappemschild ist neben den Stifterinitialen LB ein springender Hund (oder eben Wolf) zu sehen. Der Stifter kam laut Inschrift aus Hundheim (s.u.) und nach Krug soll dieses Wappen auch als Vorlage für das heutige Hundheimer Gemeindewappen gedient haben. Auf dem Bildstockoberteil mit seinem vierseitigen Satteldach erkennt man vorne ein Kreuzigungsrelief und an beiden Seitenflächen etwas unterschiedliche Kreuzreliefs mit den Marterwerkzeugen. Am unteren, vorderen Rand des Oberteils ist noch schwach eine kleine Jahreszahl zu erkennen: 1607 . Diese (bzw. den gesamten Bildstock) müssen Cucuel & Eckert (s.u.) wohl übersehen haben, denn zumindest ist der Bildstock bei ihnen nicht gelistet, obwohl sie ansonsten nahezu alle Bildstöcke bis ca. Ende des Dreißgjährigen Krieges erfasst haben. Direkt unter der Jahreszahl –schon auf dem Bildstockstamm- folgt dann die restliche Inschrift: . HAT + LINH ART BISCH OF VON H UNTEN DIS BILT GOTZUEH REN AUFE [Wappen] GERICHT [Steinmetzzeichen] HPSL 1716 . 19 Jahre zuvor, im Jahr 1588, ließ ein Hans Bischof in Hundheim (Ortsausgang Richtung Neunkirchen) einen kleinen Kreuzigungsbildstock errichten – Linhart Bischofs Vater? . Natürlich gibt es zum Wolfsbild auch eine regionale Sage: Nach einer mündlichen Hundheimer Überlieferung (zitiert nach Bischof, s.u.) hätten einst Hundheimer Bauern auf dem Acker beim Wolfsbild, der an den Waldrand grenzt, sommerliche Feldarbeit verrichtet und währenddessen ihr schlafendes Kleinkind am heutigen Standort des Wolfsbilds unter den Schatten eines Baumes gelegt. Als sie zur Vesperpause zum Kind zurück gingen, war dieses spurlos verschwunden. Eine große Suchaktion, an der sich auch alle Jäger und Treiber der Gegend beteiligt hatten, weil man in der Nähe Wolfsspuren gefunden hatte, blieb ohne Erfolg. Erst viel später wurde dann in der Umgebung ein Wolf erschossen. Daraufhin hätten die unglücklichen Eltern das Wolfsbild errichten lassen. . zitierte Quellen: GISterm Web; dort im Navigator (links) bei Datenquellen in der Kategorie Kleindenkmale im Main-Tauber-Kreis, Unterkategorie Külsheim, Kleindenkmale Külsheim auswählen und anschließend auf der Karte daneben auf das Kleindenkmal-Symbol Nr. 25 klicken (Textinfos in Popup-Fenster werden eingeblendet). Bischof, Heinz. Der Wappenstein in der Külsheimer Flur.; in: Badische Heimat, 45 (1965) S. 307 - 311. Auf Badische-Heimat.de gibt es eine PDF-Onlineversion Cucuel, Ernst & Eckert, Hermann. Die Inschriften des badischen Main- und Taubergrundes. Wertheim - Tauberbischofsheim. (Stuttgart: J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung 1942), [Bildstock ist hier nicht gelistet]

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