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Die Pieta vor dem Holzkreuz auf dem Stahlberg (ca. 1865)

Die Pieta vor dem Holzkreuz auf dem Stahlberg (ca. 1865)

Aufgenommen am 10. Dezember 2011 · Standort 49.68733, 9.56195

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Holzkreuz mit Pieta auf dem Stahlberg (ca. 1865) Auf einem mächtigen, altarähnlichen Steinsockel sitzt ein weiterer, erheblich kleinerer Steinsockel. Auf diesem steht das Holzkreuz und davor in einem Glasschrein eine steinerne Pieta. Auf der Vorderseite des kleinen Sockels findet sich auch die Inschrift: Schon früh naht ihrem Herzen Das scharfe Schwert der Schmerzen: Doch bleibt sie stets gelaszen. Und liebet die sie hassen. . Die Errichtung des Stationswegs, der Kapelle und des Holzkreuzes mit Pieta auf dem Stahlberg sind auf das Bestreben zweier frommer Uissigheimer Schwestern zurückzuführen, von denen die ältere die treibende Kraft war und im Dorf von allen nur Tante Nanni gerufen wurde. Tante Nanni hieß mit richtigem Namen Maria Anna Hübner (* 21.12.1824, + 22.11.1910), ihre Schwester Franziska Hübner (* ca. 1830, + 18.2.1900). Sie waren die Töchter des Schlossers Johann Josef Hübner und der Johanna Regina, einer geborenen Fleugaus aus Unterschüpf. Die bedien Schwestern hatte ihr Leben Gott verschrieben, ohne jedoch in einen Orden einzutreten. Tante Nanni arbeitete als Näherin im Kloster Bronnbach bei Prinzessin Adelheid von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und deren Mann Prinz Dom Miguel von Portugal. Dort kam sie vermutlich mit Kauzinermönchen des Wallfahrtsorts Engelberg bei Miltenberg ins Gespräch. Diese ermutigten sie vermutlich, den Uissigheimer Stahlberg nach Vorbild des Kreuzbergs (Rhön) zu einem religiösen Andachtsort umzugestalten. Von den 1860er Jahren an galt nun Tante Nannis größte Aufmerksamkeit dem Stahlberg. Das erste, was Tante Nanni und ihre frommen Freundinnen erreichten, war die Errichtung eines hochragenden Holzkreuzes oben auf dem Berg im Jahr 1865. (Obiges Kreuz?) Ein Jahr später wurde dann eben schon mit dem Stationsweg begonnen und als dieser endlich 1869 fertig gestellt war, folgte bereits ein Jahr später die Grundsteinlegung der Dreifaltigkeitskapelle. . verwendete Quellen: Lauf, Helmut & Uihlein, Otto. Uissigheim im Spiegel seiner 1200jährigen Geschichte (Eigenverlag der Gemeinde Uissigheim, 1966), S. 330 ff, 411 ff und 395, Nr. 31 GISterm Web; dort im Navigator (links) bei Datenquellen in der Kategorie Kleindenkmale im Main-Tauber-Kreis, Unterkategorie Külsheim, Kleindenkmale Uissigheim auswählen und anschließend auf der Karte daneben auf das Kleindenkmal-Symbol Nr. 30 klicken (Textinfos in Popup-Fenster werden eingeblendet).

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