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Der Blutaltar (ca. 1626) der Walldürner Wallfahrtsbasilika St. Georg

Der Blutaltar (ca. 1626) der Walldürner Wallfahrtsbasilika St. Georg

Aufgenommen am 1. April 2013 · Standort 49.58439, 9.36641

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Der Blutaltar der Walldürner Wallfahrtsbasilika St. Georg: Der Blutaltar wurde in seiner heutigen Form ca. 1626 -also schon vor dem großen Umbau der Kirche- vom einheimischen Künstler Zacharias Juncker geschaffen. Teile des Altars könnten aber schon 1497 existiert haben. Auf dem Blutaltar ist in sechs Szenen -und zwar sowohl als Alabasterreliefs als auch als Gemälde- die Geschichte des Heiligen Blutes dargestellt. In der oberen, zentralen Nische ist das Blutwunder zudem nochmals vor einem Miniaturaltar dargestellt. Die Heiligenfiguren am Altar stellen seine Weihepatrone dar: Nikolaus, Katharina, Maria Magdalena, Elisabeth von Thüringen. Zusätzlich sieht man noch Engel, die die Leidenswerkzeuge Christi tragen. . Im Blutaltar befindet sich der silberne Schrein mit dem Korporale, also dem Altartuch, auf welches sich angeblich im Jahre 1330 der Inhalt des bereits konsekrierten Kelchs ergoss und so das Blutwunder provozierte. (s.u.) Der Altar kann umkreist werden. Auf seiner Rückseite hat man Blick in eine kleine Vertiefung, die mit einem vergoldeten Türchen (Darstellung des Blutbilds) verschlossen ist. Dahinter befindet sich wohl der silberne Schrein mit dem Korporale und seinem Schutztuch. Auf dem Korporale kann mittlerweile übrigens keinerlei Bild mehr festgestellt werden, das Schutztuch offenbart jedoch unter UV-Licht ein Bild des Gekreuzigten (jedoch ohne die Veronikaköpfe). -- verwendete Literatur (kann direkt in der Kirche für 2 EUR erworben werden): Schnell, Hugo & Steiner, Johannes (Hrsg.). Kunstführer Nr. 774: Wallfahrts- und Pfarrkirche Walldürn. (Wolfgang Brückner) (Schnell & Steiner: Regensburg 2002 (8. Auflage)) Die Walldürner Basilika St. Georg: Die heutige Wallfahrtsbasilika wurde zwischen 1698 und 1728 unter dem Bamberger Fürtsbischof und Mainzer Erzbischof Lothar Franz von Schönborn grundlegend umgebaut und beherbergt das Blutbild, zu welchem noch heute aus vielen Gegenden wegen des sog. Blutwunders von Walldürn gewallt wird (z.B. Heidingsfeld, Fulda). Das Blutwunder soll sich im Jahre 1330 ereignet haben, als Priester Heinrich Otto aus Unachtsamkeit nach der Wandlung den bereits konsekrierten Kelch umgestoßen haben soll und sich daraufhin das vergossene Blut Christi so auf dem Korporale verteilt haben soll, dass das Bild des Gekreuzigten und elf einzelne Häupter Christi mit Dornenkrone (Veronika) zu erkennen waren.

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