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Das Schürer-Denkmal (1607) an der Rückseite der Friedhofskapelle (1585) in Hochhausen

Das Schürer-Denkmal (1607) an der Rückseite der Friedhofskapelle (1585) in Hochhausen

Aufgenommen am 18. Januar 2012 · Standort 49.66027, 9.63519

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Das Schürer-Denkmal (1607) an der Rückseite der Friedhofskapelle (1585) in Hochhausen Das Schürer-Denkmal an der Rückseite der Friedhofskapelle: - Nach Bechtold, Knüttel, Teller, Schramm & Votteler wurde das Schürer-Denkmal von Ortsvorsteher Werner Schramm auf einem Lagerplatz in Gerlachsheim wiederentdeckt und an seinem usrprünglichden Standort an der Außenwand der Kapellenrückseite wiedererrichtet. Das Denkmal wurde im Jahre 1607 von Veit Schürer (2. Reihe, links, auf dem Bildstock), dem Sohn des Friedhofs-Stifters Hanns Schürer (1. Reihe, links, auf dem Bildstock), errichtet. Vor der Stiftung des Friedhofs durch Hanns Schürer wurden die Toten um die Kirche herum beerdigt. - Die Inschrift auf dem Gedenkstein lautet: IM 1565 IAR, HAT DER ERBAR HANNS SCHURER UND SEIN HAUSFRAW BARBARA DEN GOTTS ACKER GESTIEF WELCHER IN DER EHR s: IOANN BAPTIST GEWEIHET IST. ANNO 1607 HAT DER ERBAR VEIT SCHURER SCHULTHEIS DISES EPITAPHIUM SEINER LIEBEN HAUSFRAWEN ANNA BUNDSCHUGIN UND SEINEN ELDERN ZU EHRN UND GE DECHTNUS AUFRICHTEN LASSEN DENEN SELLEN UND UNS ALLEN WOLLE GOTT GE NEDIG UND BARMHERTZIG SEIN AMEN SCHLAFT IM FRIDEN IR LIEBE BRUDER UND SCHWESTER MEIN GOTT HELF MIR ZU EUCH HEREIN - Inschrift über Hanns Schürer (1. Reihe, links): HANNS SCHURER DEN TOD HAB ICH UBERSTRITTEN - Inschrift über Barbara Schürer (1. Reihe, rechts): BARBARA SCHURERIN DRUMB WO LLET GOT AUCH FUR UNS BIT TEN - Wenn man den Abbildungen auf dem Gedenkstein glauben darf, hatten Veit Schürer und seine Frau Anna Bundschu 12 Kinder (zweite Reihe auf dem Gedenkstein). Nach Bechtold, Knüttel, Teller, Schramm & Votteler waren die Schürers damals die sehr wohlhabenden Müller in Hochhausen. Veit und Anna Schürers Tochter Anna kam einige Jahre später zusammen mit ihrem Ehemann in einem Hexenprozess zu Tode. Inschrift auf einer Infotafel am Eingangstor zum Friedhof: Der Friedhof wurde 1565 von Hanns Schürer gestiftet und am 18. Mai 1572 eingeweiht. 1585 wurde die Friedhofskapelle errichtet. Von 1607 stammt das Epitaph des Schultheißen Veith Schürer. Bildstock zur Friedhofsgründung (Angaben nach Bechtold, Knüttel, Teller, Schramm & Votteler): In der Friedhofskapelle befindet sich ein Bildstock zur Friedhofsgründung, der früher neben dem Friedhof stand. Direkt um das Bild (Kreuzigungsszene) herum befindet sich die Umschrift O Sanctissima Trinitatis Uno Deus Nostri Omnium Miserere In Coeli. Die aus dem Lateinischen übersetzte Inschrift auf dem Sockel lautet: 1572, am Sonntag Exaudi(18. Mai) wurde dieser Ort zu Ehren des Heiligen Johannes des Täufers und des seligen Pankratius geweiht. Auf dem Sockel des Bildstocks befinden sich sechs Wappen: Freiherr Echter zu Mespelbrunn, Herren zu Rosenberg (die damaligen Besitzer von Hochhausen), Abt Johannes VIII Knoll, Daniel Brendel von Homburg (Erzbischof von Mainz), Georg Heilmann (zumindest im Jahr 1566 noch Pfarrer von Hochhausen), Familie Pfreundschig (für Bürgermeister Jacob Pfreundschig). (Mehr Infos und Fotos vom Bildstock, den Grabsteinen in der Kapelle, dem Kapelleninnenraum etc gibt es Flurdenkmale in Hochhausen, siehe unten.) Quelle der Angaben nach Bechtold, Knüttel, Teller, Schramm & Votteler: Obst- und Gartenbauverein Hochhausen. Flurdenkmale in Hochhausen (2007; erhältlich Buchhandel "Schwarz auf Weiß", Tauberbischofsheim und bei Markus Bechtold Tel. 09341/61039) weitere Infos zum Friedhof von Hochhausen gibt es auch im Kommentar zum Foto Die alte Friedhofskapelle (1585) in Hochhausen.

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