Das rechte der zwei direkt nebeneinander stehenden Steinkreuze: Es markiert evtl. den ehem. Grünsfelder Richtplatz oder den Ort eines Mordes
Aufgenommen am 27. Dezember 2011 · Standort 49.61759, 9.76691
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Das rechte der zwei direkt nebeneinander stehenden Steinkreuze: Es markiert evtl. den ehem. Grünsfelder Richtplatz oder den Ort eines Mordes
Auf dem Steinkreuz ist ein Schwert eingehauen, es ist vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Solche Steinkreuze standen manchmal an Richtplätzen (Hinrichtungsstätten). Es könnte aber auch die Stelle eines Mordes markieren.
Landwehr (s.u.) kennt drei Sagen, die sich um diese beiden nebeneinander stehenden Kreuze ranken:
-a- Nach der einen Sage soll ein Jäger einen Wilderer auf frischer Tat gestellt haben, woraufhin es zum Duell kam, bei dem beide den Tod fanden.
-b- Die zweite Sage zu den beiden Kreuzen lautet nach ihm so, dass ein Uhlberger Bauer in Grünsfeld einst Vieh vekauft habe und auf dem Rückweg dann einem Raubmord zum Opfer fiel. Der Mörder wurde gefasst und direkt neben dem Tatort mit dem Schwert hingerichtet.
-c- Und nach der dritten Sage schließlich, welche Landwehr als nachträglichen Eintrag in den Grünsfelder Kirchenbüchern fand, sollen sich am Originalstandort der Kreuze (oben an der Winterleiten steht ein halbversunkenes Kreuz mit einem Schwert und 30 Schritt weiter hinaus rechts am Waldweg steht noch ein grösseres Kreuz (...)) einst zwei Edelleute gegenseitig erstochen haben.
. Laut Landwehr war an den Kreuzen noch bis 1937 der Waldrand (am Originalstandort), bevor sie dann 1982 im Zuge der Flurbereinigung an den
nebenan verlaufenden Verbindungsweg Grünsfeld-Uhlberg versetzt wurden (heutiger Standort).
verwendete Literatur:
Landwehr, Gerhard. Chronik des Weilers Hof Uhlberg. 750 Jahre. 1244 - 1994. (Hof Uhlberg [Selbstverl.], 1994)
Schlagwörter
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