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Blick vom vom 'Gipfel' des Giebelsbergs zu dem Wäldchen mit den beiden alten Steinkreuzen

Blick vom vom 'Gipfel' des Giebelsbergs zu dem Wäldchen mit den beiden alten Steinkreuzen

Aufgenommen am 27. Dezember 2011 · Standort 49.61387, 9.76469

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Das rechte der zwei direkt nebeneinander stehenden Steinkreuze: Es markiert evtl. den ehem. Grünsfelder Richtplatz oder den Ort eines Mordes Auf dem Steinkreuz ist ein Schwert eingehauen, es ist vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Solche Steinkreuze standen manchmal an Richtplätzen (Hinrichtungsstätten). Es könnte aber auch die Stelle eines Mordes markieren. Landwehr (s.u.) kennt drei Sagen, die sich um diese beiden nebeneinander stehenden Kreuze ranken: -a- Nach der einen Sage soll ein Jäger einen Wilderer auf frischer Tat gestellt haben, woraufhin es zum Duell kam, bei dem beide den Tod fanden. -b- Die zweite Sage zu den beiden Kreuzen lautet nach ihm so, dass ein Uhlberger Bauer in Grünsfeld einst Vieh vekauft habe und auf dem Rückweg dann einem Raubmord zum Opfer fiel. Der Mörder wurde gefasst und direkt neben dem Tatort mit dem Schwert hingerichtet. -c- Und nach der dritten Sage schließlich, welche Landwehr als nachträglichen Eintrag in den Grünsfelder Kirchenbüchern fand, sollen sich am Originalstandort der Kreuze (oben an der Winterleiten steht ein halbversunkenes Kreuz mit einem Schwert und 30 Schritt weiter hinaus rechts am Waldweg steht noch ein grösseres Kreuz (...)) einst zwei Edelleute gegenseitig erstochen haben. . Laut Landwehr war an den Kreuzen noch bis 1937 der Waldrand (am Originalstandort), bevor sie dann 1982 im Zuge der Flurbereinigung an den nebenan verlaufenden Verbindungsweg Grünsfeld-Uhlberg versetzt wurden (heutiger Standort). verwendete Literatur: Landwehr, Gerhard. Chronik des Weilers Hof Uhlberg. 750 Jahre. 1244 - 1994. (Hof Uhlberg [Selbstverl.], 1994) Das linke der zwei direkt nebeneinander stehenden Steinkreuze: Es erinnert vermutlich an ein Unglück im Jahr 1493 (Sage 'Der Bildstock mit der Näherin.' ???) Auf dem Steinkreuz ist groß die Jahreszahl 1493 zu lesen, links davon befindet sich ein kleines Kreuz, rechts davon ein Punkt/Stern. Über der Jahreszahl ist ein weiteres Kreuz eingemeißelt. Unter der Jahreszahl befindet sich ein kleines, mir unbekanntes Zeichen, welches an das altgriechischische Pi erinnert. Darunter schließlich ist ein weiteres, sehr großes Symbol eingehauen. Auf einschlägigen Seiten -z.B. suehnekreuz.de- fand ich kein Symbol mit wirklich ähnlichem Aussehen. Es könnte einen Löffel darstellen oder aber auch eine mittelalterliche (Strick-/Häkel-)Nadel! Für die Nadel spricht, dass es zu dieser Gegend eine alte, dazu sehr gut passende Sage gibt (dokumentiert z.B. im Buch Zwischen Tag und Dunkel - Sagen und Geschichten aus dem Taubergrund ): Der Bildstock mit der Näherin. An einem aufgehobenen Feiertag wollte ein fremdes Weib mit ihrem kleinen Kinde nach Grünsfeld in die Kirche. Zwischen dem Uhlberger Hof und dem Städtchen merkte sie, daß es zu spät sey, daher sie sich am Wege niedersetzte und anfing zu nähen, wobei sie sprach: „Gott zu Ehren Will ich mein Kind ernähren.“ Während sie arbeitete, kam ein Gewitter und erschlug sie, ohne das Kind, welches hart neben ihr lag, nur im Geringsten zu beschädigen. – Später wurde zum Andenken dieses Vorfalls auf dem Platze ein steinerner Bildstock errichtet, auf welchem die Begebenheit ausgehauen ist. ( zitiert nach Wikisource.org ) . Dass die Begebenheit auf einem Bildstock ausgehauen wurde, wäre freilich etwas übertrieben, sofern es sich um besagten Stein handeln sollte. Aber immerhin wäre eine Nadel als Symbol für eine Näherin eingemeißelt. Einen zur Sage passenderen Bildstock konnte ich jedoch zwischen Hof Uhlberg und Grünsfeld nicht ausfindig machen (es gibt hier ansonsten nur noch das Steinkreuz mit dem Schwert direkt daneben und einen Bildstock zum Gedenken an Andres Rigel, der dort 1681 von seinen Pferden zu Tode geschleift wurde). Dass es keinen passenderen Bildstock gibt, heißt aber natürlich nicht, dass dies des besagte sein muss- der eigentliche könnte auch zerstört, gestohlen bzw. woanders platziert worden sein (möglich) oder es hat ihn nie gegeben (unwahrscheinlich, unabhängig davon, ob sich die Geschichte tatsächlich so abgespielt hat, aber zumindest wurde sie wohl um einen vorhandenen Bildstock bzw. ein Steinkreuz herum gesponnen...). . Nach Gerhard Landwehr (s.u.) handelt es sich bei obigem Kreuz nicht um den Bildstock mit der Näherin, welcher nach seinen Recherchen wohl nicht mehr existiert und einst unmittelbar westlich von Hof Uhlberg kurz vor dem Hangwäldchen, am Originalstandort dieses 14-Nothelfer-Bildstocks gestanden haben soll. (Das 14-Nothelfer-Bild ersetzte demnach dort einst (im 19 Jhd.?) den Bildstock mit der Näherin.) Landwehr (s.u.) kennt drei Sagen, die sich um diese beiden nebeneinander stehenden Kreuze ranken: -a- Nach der einen Sage soll ein Jäger einen Wilderer auf frischer Tat gestellt haben, woraufhin es zum Duell kam, bei dem beide den Tod fanden. -b- Die zweite Sage zu den beiden Kreuzen lautet nach ihm so, dass ein Uhlberger Bauer in Grünsfeld einst Vieh vekauft habe und auf dem Rückweg dann einem Raubmord zum Opfer fiel. Der Mörder wurde gefasst und direkt neben dem Tatort mit dem Schwert hingerichtet. -c- Und nach der dritten Sage schließlich, welche Landwehr als nachträglichen Eintrag in den Grünsfelder Kirchenbüchern fand, sollen sich am Originalstandort der Kreuze (oben an der Winterleiten steht ein halbversunkenes Kreuz mit einem Schwert und 30 Schritt weiter hinaus rechts am Waldweg steht noch ein grösseres Kreuz (...)) einst zwei Edelleute gegenseitig erstochen haben. . Laut Landwehr war an den Kreuzen noch bis 1937 der Waldrand (am Originalstandort), bevor sie dann 1982 im Zuge der Flurbereinigung an den nebenan verlaufenden Verbindungsweg Grünsfeld-Uhlberg versetzt wurden (heutiger Standort). verwendete Literatur: -1- Landwehr, Gerhard. Chronik des Weilers Hof Uhlberg. 750 Jahre. 1244 - 1994. (Hof Uhlberg [Selbstverl.], 1994) -2- Wikisource.org

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