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Darstellung des auf der Brückeninschrift thematisierten Sturzes im Jahr 1540 und ein Hochmeisterwappen in der Wolfgangskapelle

Darstellung des auf der Brückeninschrift thematisierten Sturzes im Jahr 1540 und ein Hochmeisterwappen in der Wolfgangskapelle

Aufgenommen am 16. Juni 2012 · Standort 49.49683, 9.77568

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Die Wolfgangskapelle (1510/11) in Bad Mergentheim Die Wolfgangskapelle: Die Wolfgangskapelle wurde von 1510 - 1511 erbaut. Darauf weisen zum einen die Inschriftenbänder (Anno domini, MCCCCCX (1510)) unter den beiden Figuren hin, welche das Eingangsportal der Kapelle verzieren. Und zum anderen Ist die Jahreszahl auch in der Kapelle schräg über dem Altar an die Decke gemalt. Stifter war der Deutschorden-KomturJohann Adelmann von Adelmannsfelden, Baumeister Niklas Roßkopf. Der Neubau ersetzte eine alte Vorgängerkapelle. Die beiden Figuren außen am Portal (s.o.) sollen die stilisierten Portraits der beiden darstellen. (Nach einer Bürgermeisterrechnung aus dem Jahr 1510 hieß der Baumeister allerdings Jörg Mezler, sein Geselle Hanns Regwer.) Die Kapelle ist direkt an die Tauberbrücke angebaut, so dass sich die rechte Außenwand der Kapelle sehr lange die gesamte Uferböschung bis zur Tauber runterziehen muss, was dem Bauwerk einen einmaligen Charakter verleiht und die gesamt Konstruktion gleichzeitig ziemlich wagemutig erscheinen läßt. Auf dieser hohen Außenwand zum Tauberufer hin ist ein großes Christopherus-Bildaufgemalt, das man beim gesamten Gang über die Brücke (von der Innenstadt zur Wolfgangskapelle) vor seinen Augen hat. Das Bild ist allerdings neueren Datums - es wurde erst 1936 von K.M. Lechner angebracht. (Restaurierung 2001 durch den Rotary Club Bad Mergentheim) Die Kapelle ist dem Heiligen Wolfgang, den 14 Heiligen Nothelfern und der Gottesmutter Maria geweiht. Im Netzgewölbe der Kapelle finden sich fünf Schlußsteine , nämlich die Wappenschilderfolgender fünf mit der Kapelle verflochtener Personen: Stephan von Emarhofen(Hauskomtur der Burg Horneck (Residenz des Deutschordens-Hochmeisters, bevor dies 1525 Mergentheim wurde)), Georg von Rodenstein (Überreutter), Hans von Lichtenstein(Hauskomtur), Nothaft von Hohenburg (Deutschorden-Komtur) und Georg Philip von Heusenstam (Trappierer und Baumeister). . Im Jahr 1660 wurde die Wolfgangskapelle durch den Deutschordenspriester und Seminardirektor Heinrich Loen renoviert. Sein Grab ist beim Hochaltar der Wolfgangskapelle. Die Inschrift auf der Grabplatte lautet: M. HENRICUS LOEN T.O.P. /OBIIT ANNO DOMINI MDCLXV / AETATIS SUAE LXXXIV / PRESBYTERII, SUI LIII /PROFESSIONIS IN ORDINE LIIII / REQUIESCAT IN PACE. . Das Altarbild des Heiligen Wolfgang wurde im Jahr 1859 von Hundertpfund Augsburggemalt. Es zeigt neben dem Heiligen im Hintergrund auch die Wolfgangskapelle, die Tauberbrücke und die Burg Neuhaus. . Unter dem Wolfgangsbild steht eine Predella (Holztafelbild) der 14 Heiligen Nothelferaus dem Jahre 1761. . Auf einem kleinen, undatierten Gemälde auf der Innenwand der Wolfgangskapelle ist der Sturz des Reiters mit seinem Pferd von der Brücke in die Tauber abgebildet, über den auch eine Inschrift an der Tauberbrücke (gegenüberliegende Ufer- und Straßenseite) berichtet. . Außerdem hängt in der Kapelle ein großes Gemälde Marienkrönung, welches am 8. August 1633 von einem Jobst Meuschel gestiftet wurde. Auf dem Rahmen des Bildes findet sich folgende Inschrift: Anno 1633, den 8. Monatstag Augusti habe ich Jobst Meuschel Brüdern zu St. Wolfgang wie auch Feldt Trommetter und Instrumentalischer Musicus, Gott zu Lob und Ehr, sowie der hochgebenedeiten Jungfraw Maria die Mutter unsers Heren Jesu Christ zu Lob und ehren diese Taffel ufrichten lassen - Quelle: Diverse Infoschilder und -blätter an und in der Wolfgangskapelle. Infos d01105

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