Panoramio reincarnated

Bildstock (1603), der ursprünglich ca. 300m weiter westlich am Feldweg nach Gottersdorf bzw. zum Geisenhof stand

Bildstock (1603), der ursprünglich ca. 300m weiter westlich am Feldweg nach Gottersdorf bzw. zum Geisenhof stand

Aufgenommen am 28. März 2013 · Standort 49.64175, 9.34424

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Bildstock (1603), der ursprünglich ca. 300m weiter westlich am Feldweg nach Gottersdorf bzw. zum Geisenhof stand (Reinhardsachsen): Köllenberger (s.u.) fand den Bildstock Mitte des 20. Jahrhunderts noch an seinem vermutlichen Originalstandort vor, nämlich am Feldweg nach Gottersdorf-Geisenhof, 100m außerhalb des Ortes links. Heute steht er nur ca. 300m vom früheren Standort entfernt und zwar direkt in Reinhardsachsen im Innenhof eines an den Kaltenbach angrenzenden Anwesens, dessen Eigentümer den Bildstock beim Neubau des Weges Richtung Gottersdorf/Geisenhof umgestürzt und in schlechtem Zustand vorfand, hier wieder errichtete und ihn so vermutlich vor de Verschwinden rettete. Stamm und Oberteil sind aus einem Stück, also monolithisch gefertigt. Der abgefaste, vierkantige Stamm geht in ein nur unwesentlich breiteres Oberteil über, welches oben mit Satteldach und kleinem Steinkreuz darauf abschließt. Die äußeren Gehäuseseitenflächen zeigen angedeutete, sehr flache Nischen, in denen schlichte Kreuzreliefs zu sehen sind. Auf der Oberteilvorderseite findet sich dagegen eine echte, aber nur ca 2cm tiefe Nische, an dessen Rückwand sich ein archaisch anmutendes Relief des Gekreuzigten -(zumindest heute) ohne Kreuz- präsentiert. Die Rückseite des Oberteils ist ohne Relief belassen. Auf dem Querbalken des kleinen Steinkreuzes, welches auf dem Satteldach sitzt, kann man klar eine Jahreszahl erkennen: 1603 Köllenberger datiert den Bildstock auf 1602, erwähnt jedoch -entgegen seiner Gewohnheiten- nicht, wo er diese Zahl gefunden haben will. (Ich vermute einmal, er meint dieselbe zahl, konnte aber seine Aufzeichnungen an dieser Stelle nicht mehr richtig entziffern...) Direkt unter der Nische beginnt dann die eigentliche Inschrift, die jedoch leider so gut wie gar nicht mehr zu erkennen ist. Auch Köllenberger ging es da bereits nicht anders, erkennt er doch schon nur noch: V??BVS R?S ??? L SONES Ich lese die zeilen heute etwas anders, aber ebenso kryptisch: VAlt BvS??? ??? SOlcES . Evtl. hieß der Stifter Valentin Bundschuh, aber das ist reine Spekulation. Falls es mehr als zwei Zeilen gegeben hat, sind alle weiteren überhaupt nicht mehr zu erkennen. -- verwendete Literatur: Köllenberger, Heinrich. Die Inschriften der Landkreise Mosbach, Buchen und Miltenberg. Auf Grund der Vorarbeiten von Ernst Cucuel. (Stuttgart: Alfred Druckenmüller Verlag 1964), S.188 (Nr.470)

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