Büschemer Persönlichkeiten

Zeitbos, Wilhelm Zeitbos & Christina Zeitbos

vor 1594 – nach 1619

Spitalmeister

Der Beleg

1619 · Grabstein (Inschrift/Denkmal)

Grabstein Am nordwestlichen Eingang der Martinskirche unter dem Vorbau: Über der Eingangstür ist der prächtige Barock-Grabstein angebracht, den der Spitalmeister Wilhelm Zeitbos und seine Frau Christina im Jahr 1619 für ihre drei früh verstorbenen Kinder errichtet haben.13 Auf einem Reliefbild ist dargestellt, wie Christus die von den Eltern geleiteten drei Kinder in Gegenwart von Heiligen in Empfang nimmt. Darüber der Bibelspruch: LASSET DIE KINDTLEIN VND WEHRET IHNEN NIT ZU MIR ZU KOMEN; DANN SOLCHER IST DAS HIMMELREICH; MATTHAEI 19 Cap. Unter dem Reliefbild ein lateinisches Distichon: FUNERA QVID MOESTI PLORATIS OSTRA PARE TES NON MORS SED NOBIS VITA PERENNIS ADEST. Übersetzung: Was beklagt ihr unseren Tod, trauernde Eltern! Nicht Tod, sondern ewiges Leben wird uns zuteil. Auf einer unten angefügten Tafel die Hauptinschrift: DIES EPITAPHIVM HABEN HERR WILHELM ZEITBOS DES RATHS ALHIE VND CHRISTINA SEIN EHELICHE HAVSFRAW ZV CHRISTSELIGER GEDECHTNVS IHREN IN GOTT RVHENDEN DREYEN LIEBEN SOHNLEIN NEMBLICH IACOB ADAM SEINES ALTERS 4 IAR 9 MONAT HANS WILHELM SEINES ALTERS 10 TAG VND DEM DRITTEN WELCHES IN KINDTLICHER VNSCHVLDT OHNE DIE HEILIGE TAVFF TODTS VERFAHREN IN IHRER GROSSEN BETRVBNVS VFRICHTEN LASSEN ANNO 1 6 1 9. In einem Aufsatz über dem Reliefbild steht noch ein lateinisches Distichon: STYLTE QVID EST MVNDVS MORTIS NISI CAVSA FVTVRA EN RVIT IN VITIIS EN PERIT ILLE SVIS. Übersetzung: 0 Tor! Was ist die Welt, wenn nicht künftige Ursache des Todes. Seht sie fällt in Sünde, seht sie kommt darin um!

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

Weitere Personen namens Zeitbos

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