Zeitbos, Wilhelm
vor 1558 – nach 1578
Centgraf · Faktor des Stifts Aschaffenburg · Spitalmeister · Rentmeister · Zentgraf; Stiflsfaktor
Auch genannt: Zeitbos, Wilhelm Zeitbos, Zeitbös, Wilhelm Zeitbös, Zheitböß, Wilhelm Zheitböß
Die Belege
1578 · Vermögenseintrag im Türkensteuerregister 1578
418. Wilhelm Zeitbos, Zentgraff, Behausung 500 Gulden. Scheuer 100 Gulden. Vermögen 1376 Gulden.
Quelle: Türkensteuerregister 1578 (Stadtchronik 1955)
1569-1586 · Amtsträger: Centgraf
Centgraf, seit 1584 zugleich Faktor d es Aschaffenburger Stifts. Über ihn enthält das Kontraktenbuch37 eine Reihe von persönlichen Daten: am 5. September 1571 erhielt er von seinem Vater Wilhelm Zeitbos dem Älteren, Amtmann in Erbach, 200 Gulden, als er Magdalena, die Witwe des Hans Cunrad Pflaum, heiratete. Am 17. Februar 1574 ehelichte er Ursula, die Tochter des Stadtschreibers Georg Doner. Die dritte Heirat am 30. Januar 1585 mit Apollonia Rüdiger, der Witwe des Michel Rüdiger aus Wertheim, machte ihn noch reicher; nach dem Türkensteuerregister von 1578 (Nr. 418) hatte er schon ein Vermögen von 1376 Gulden besessen. Sein Sohn Wilhelm wurde 1614 Rentmeister.
Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)
1584-1586 · Amtsträger: Faktor des Stifts Aschaffenburg
Stiftsfaktor, 1569-1586 auch Centgraf. Nach seinem Tod führte seine Witwe Apollonia im Jahr 1587 für kurze Zeit die Stiftsfaktorei weiter.
Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)
1607-1609 · Amtsträger: Spitalmeister
1614 Rent- und Baumeister; Sohn des Centgrafen Wilhelm Zeitbos (1569-1586). Zusammen mit seiner Frau Christina ließ er 1612 am Weg zur Maria-Schmerz-Kapelle auf dem Stammberg einen Bildstock errichten, für seine früh verstorbenen drei Kinder im Jahr 1619 einen Grabstein (heute über der nordwestlichen Eingangstür der Stadtkirche). 56
Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)
1614 · Amtsträger: Rentmeister
Rent- und Baumeister; 1607-1609 Spitalmeister; Sohn des Centgrafen Wilhelm Zeitbos (1569-1586)
Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)
1607-12 · Eintrag in der Bürgerliste 1200-1600
Quelle: Bürgerliste 1200-1600 (Stadtchronik 1955, S. 393 ff)
1584-86 · Eintrag in der Bürgerliste 1200-1600
Quelle: Bürgerliste 1200-1600 (Stadtchronik 1955, S. 393 ff)
1619 · Kleindenkmal: Stifter – Grabstein
Als Stifter genannt: „Grabplatte 06 außen an der Martinskirche von 1619 für die 3 verstorbenen Söhne des Wilhelm und der Christina Zeitbös“ (Grabstein); heute: Martinskirche; ursprünglich: Friedhof (Sebastianuskap.oder Peterskap.). Grabplatte für die drei verstorbenen Söhne, zusammen mit seiner Ehefrau Christina.
Quelle: Büschemer Kleindenkmale (Erfassung des Website-Autors an den Objekten)
1612 · Kleindenkmal: Stifter – Bildstock (Pieta)
Als Stifter genannt: „Zeitböß-Pieta“ (Bildstock (Pieta)); heute: Stammbergweg, gegenüber dem letzten Haus; ursprünglich: nicht versetzt. Zusammen mit seiner Ehefrau Christina.
Quelle: Büschemer Kleindenkmale (Erfassung des Website-Autors an den Objekten)
1608 · Gemarkungsgrenzbegehung: Grundbesitz an der Gemarkungsgrenze
Grenzte als Anstößer an die Gemarkungsgrenze (Grenzstein Nr. 11, Grenze mit Dittigheim). Wortlaut: „Recht under dem Höberg ein Stein mit 3 (?) Räthern und 3 B Sodan Jahrzall 1497. Unden anstößer Wilhelm Zheitböß,“. Grenzte als Anstößer an die Gemarkungsgrenze (Grenzstein Nr. 120, Grenze mit Impfingen). Wortlaut: „furder die Anwenden strack hinaus ... Anstößer Wilhelm Scheckhart und Wilhelm Zeitböß“. In derselben Begehung auch: Wilhelm Zeitböß.
Quelle: Gemarkungsgrenzbegehung 1608 (Protokolle der Landschieder, Stadtarchiv Tauberbischofsheim; Transkription des Website-Autors)
Weitere Personen namens Zeitbos
Im Personen-Index lässt sich dieser Eintrag im Zusammenhang durchsuchen, mit unscharfer Namenssuche, Registern und Zeitstrahl.