Büschemer Persönlichkeiten

Bögner, Wilhelm Bögner

vor 1678 – nach 1696

Bäcker; Kaufmann (Weinhändler) · Müller · Kaufmann · Stifter (Missionskreuz auf dem Marktplatz)

Auch genannt: Bögner, Wilhelm Bögner (d. Ä.)

Die Belege

1696 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Bäcker; Kaufmann (Weinhändler)

In Bischofsheim ist schon 1696 als Besitzer der Badmühle ein reicher Bäckermeister namens Wilhelm Bögner belegt, der mit Maria Eva, geb. Appel, verheiratet war. Er verlegte sich auch auf den Weinhandel und verkaufte am 30. Dezember 1709 nach Walldürn zwei Fuder Wein, ebenso im Jahr 1710.97 Auch als großzügiger Spender für kirchliche Zwecke machte er sich einen Namen. Zusammen mit Frau und Sohn stiftete er 1727 den großen Steinsockel für das Marktplatzkreuz. Gemeinsam mit seinem Sohn, dem Handelsmann Johann Georg Bögner, ließ er 1731 den Hochaltar der Stadtkirche für 330 Gulden bemalen und vergolden. Er starb am 11. November 1739 im Alter von 70 Jahren.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1726 · Müllerfolge der Bischofsheimer Mühlen (Badmühle/ Versbachmühle)

1726 war der reiche Bäcker und Weinhändler Wilhelm Bögner der Besitzer; sein Monogramm WB sieht man heute noch im Mühlkanal in der Manggasse beim Einlauf in die frühere Badmühle. In diesem Jahr kam es zu einem Streit mit der Wirtin des Gasthauses „Zum Riesen", das vorne an der Hauptstraße stand und mit der Rückseite unmittelbar an die Mühle grenzte. Wilhelm Bögner oder sein Pächter hatten durch eine Trennmauer ein Loch geschlagen und mittels einer Röhre den Mühlenstaub gegen die Rückseite des Gasthauses geleitet. Die Wirtin klagte, der Staub der Mühle dringe in ihr Haus, in die Fremdenzimmer und Betten. Die zur Schlichtung gerufenen vier Landschieder stellten fest, die Wirtin könne vor lauter Staub „ keinen ehrlichen Mann mehr dort logieren", selbst die Straße werde unsauber und es sei unmöglich, sie mit einem besseren Gewand zu passieren. Ins Protokoll notierten die Landschieder schließlich: „Er muss die Staubröhre also gleich wegtun und das loch zumauern.“

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1739 · Grabstein (Inschrift/Denkmal)

Grabstein Am Sakristeiaufgang der Martinskirche: Am dritten Grabstein am Sakristeiaufgang ist die Inschrift im Mittelteil stark beschädigt, so dass vom Familiennamen und der Berufsangabe nur einige Buchstaben zu entziffern sind. Die Buchstabenfolge MERC... ist jedoch unschwer als MERCATOR (= Kaufmann) zu ergänzen, zumal ganz oben das einer 4 ähnliche Kaufmannszeichen angebracht ist. Mit Hilfe des in den letzten drei Zeilen der Inschrift enthaltenen Chronogramms lässt sich auch der Name des Verstorbenen ermitteln. Es handelt sich um den Grabstein des Kaufmanns Wilhelm Bögner. 10 Die ergänzte Inschrift lautet:

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1722 · Stifter (Missionskreuz auf dem Marktplatz)

„Erster Gutthäter“ des 1720 aufgerichteten hölzernen Missionskreuzes auf dem Marktplatz (Staffelei mit Fassung 1722), laut der 1887 beim Abbruch gefundenen Urkunde.

Quelle: J. Berberich, Geschichte der Stadt Tauberbischofsheim (1895), S. 242

1739 · Kleindenkmal: Grabmal – Grabstein

Auf dem Grabmal genannt: „Grabplatte 10 außen an der Martinskirche (1739): Wilhelm Bögner“ (Grabstein); heute: Martinskirche; ursprünglich: Friedhof (Sebastianuskap.oder Peterskap.).

Quelle: Büschemer Kleindenkmale (Erfassung des Website-Autors an den Objekten)

Weitere Personen namens Bögner

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