Büschemer Persönlichkeiten

Bögner, Joh. Georg Bögner

vor 1707 – nach 1724

Student · Kaufmann (Weinhändler) · Stadthauptmann

Auch genannt: Bögner, Joannes Georg Wilhelm Bögner, Bögner, Joh. Georg Mich. Bögner, Bögner, Johann Georg Bögner, Bögner, Johann Georg Wilhelm Bögner

Die Belege

1724 · Immatrikulation an der Universität Würzburg

13655 Joannes Georg Wilhelm Bögner, Logik, 6 batzen, 5. Dez. 1724

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1716 · Immatrikulation an der Universität Würzburg

12539 Joh. Georg Bögner, 5 batzen, Dez. 1716

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1751 · Immatrikulation an der Universität Würzburg

Joh. Georg Mich. Bögner, 6 batzen

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1750 (ca) · Berufs- und Gewerbegeschichte: Kaufmann (Weinhändler)

Bereits zu Lebzeiten des Vaters (Johann Georg Wilhelm Bögner) wurde das Geschäft von dem ältesten Sohn Johann Georg und nach dessen frühem Tod von dem zweiten Sohn Ludwig Josef in der Alten Mainzergasse, dann in der Hasengasse weitergeführt. / Gemeinsam mit seinem Sohn, dem Handelsmann Johann Georg Bögner, ließ er 1731 den Hochaltar der Stadtkirche für 330 Gulden bemalen und vergolden. / Sein Sohn Johann Georg Bögner gehörte zu jenen Glücklichen, die, obwohl zum Kaufmannsberuf bestimmt, einige Jahre das freie Studentenleben an einer Universität genießen durften. 1716 immatrikulierte er sich an der Universität Würzburg, an der im 18. und 19. Jahrhundert viele Bögners studierten; / Johann Georg Bögner kehrte nach seinem Studium wieder in das väterliche Geschäft zurück und wurde einer der angesehensten Bürger von Bischofsheim. 1752 war er Stadthauptmann. Er verlegte sich ganz auf den Weinhandel und führte das vom Vater übernommene Geschäft zu hoher Blüte. Seine Geschäftsbeziehungen reichten in viele deutsche Großstädte, so etwa nach München und vor allem nach Frankfurt, dem wichtigsten Markt für die fränkischen Weinhändler. 1736 baute er in Urphar am Main einen Weinkeller; der Graf von Wertheim erlaubte ihm von dort die Weinverschiffung mainabwärts. / Johann Georg Bögner war dreimal verheiratet. Seine erste Ehefrau Anna Margaretha starb am l. Juli 1733. Er ehelichte dann am 12. Januar 1734 Eva Margaretha, die Tochter des reichen Weinhändlers Johann Michael Schäffner. Nach deren Tod heiratete er am 16. Januar 1748 als „Bürger und Weinhändler" die Sonnenwirtstochter Maria Anna Hügel aus Ballenberg; der Abt des Klosters Schöntal nahm die Trauung vor. Er starb am 7. Mai 1756. Mit seiner zweiten Frau Eva Margaretha, geb. Schäffner, erbaute Johann Georg Bögner im Jahr 1744 das herrliche Barockpalais am Marktplatz neben der Liobakirche, das heutige Mackert'sche Haus, genau an der Stelle, an der einmal das älteste Rathaus mit dem Fleischmarkt gestanden hatte. (…) (S 225 ff)

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1752 · Amtsträger: Stadthauptmann

Stadtcenturio; der berühmte Weinhändler, der 1744 das Barockpalais am Marktplatz erbaute.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1742 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Kaufmann (Weinhändler)

Die Weinhändlerfamilie Bögner wurde sowohl in ihrer Heimatstadt Tauberbischofsheim als auch in Frankfurt berühmt. Johann Georg Wilhelm Bögner, 1724 als Student an der Universität Würzburg immatrikuliert, erwarb mit seiner Frau Maria Elisabeth, geb. Ott, und seinen drei Söhnen 1742 in Frankfurt das Bürgerrecht und ein Haus in der Alten Mainzergasse 34 neben dem Gasthaus „Zum Prinzen Karl". Er hat während mehr als 40 Jahren gegen 900 der vorzüglichsten Gemälde gesammelt, sie schichtenweise umgekehrt an die Wände gestellt und, sobald ein Zimmer angefüllt war, es für immer verschlossen. Kein Kunstfreund, ja nicht einmal seine Kinder konnten sich rühmen, ein Stück der Sammlung gesehen zu haben. Erst nach dem Tode dieses wunderlichen Kunstfreundes öffnete sich die Schatzkammer. Weitere Nennungen (Archiv-Findmittel): Weinhändler von Bischofsheim an der Tauber; stellte 1736 in Frankfurt am Main ein Gesuch um das Bürgerrecht. Ein Haus des Kaufmanns Bögner in Tauberbischofsheim, bekannt für sein Erkerfenster mit schmiedeeiserner Verkleidung, ist um 1744/46 bildlich bezeugt. Institut für Stadtgeschichte Frankfurt a. M., H.02.14 in 1736-I; Bildindex der Kunst und Architektur.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig) | auch genannt: Archivalische Chronik (Findmittel von zwölf Archiven, Stand 09/2026)

Weitere Personen namens Bögner

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