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Wüstung im Wald - Hier stand einst der Weiler Dippach (Diepach)

Wüstung im Wald - Hier stand einst der Weiler Dippach (Diepach)

Aufgenommen am 7. Januar 2013 · Standort 49.53718, 9.96157

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Wüstung im Wald - Hier stand einst der Weiler Dippach (Diepach) Das verschwundene Dorf Dippach (Diepach) im Schönstheimer Wald: Auf der Lichtung (siehe Foto) beim Schlossbrunnen im Schönstheimer Wald stand vor langer Zeit das Dorf Dippach (oder auch Diepach bzw. Dipbach): Der Ort mit 16 Hofstellen wird erstmalig im Jahre 1295 zusammen mit der unmittelbar daneben gelegenen Burg Schönstein (Schönstheim) erwähnt. Die Burg war bereits spätestens seit Mitte des 15. Jahrhunderts unbewohnt, denn im Jahr 1467 wird sie in Urkunden schon als Burgstall bezeichnet. Ungefähr um diesen Zeitraum herum müssen auch die Bewohner Dippachs damit begonnen haben, ihre Waldhöfe aufzugeben und sich in den nahen Orten Riedenheim und Röttingen niederzulassen. Die Vermutung liegt nahe, dass das Verlassen des Weilers Diepach unmittelbar mit der Aufgabe der schützenden Burg zusammengehängt haben muss. Im Laufe der Zeit veränderte sich dann der Name des Burgstalls von Schönstein in Schönstheim und dieser Name übertrug sich dann auch auf die aufgelassene Ortschaft Diepach. Die ehemaligen Bewohner Diepachs und deren Nachfahren bewirtschafteten ihre Wald- und Ackerfluren aber auch nach Aufgabe des Weilers von Riedenheim bzw. Röttingen aus weiter. Und so existiert bis heute (!) die Schönstheimer Gemeinde als Vereinigung der Nachfahren der ehemaligen Einwohner Diepachs weiter. Die Gemeinde, also die heutigen Anteilseigner der Schönstheimer Gemarkung, trifft sich regelmäßig zu ihren ratsmäßigen Zusammenkünften in Röttingen und wählt sogar u.a. jährlich ihren Bürgermeister. Die heutige Gemeinde Schönstheim (also ehemals Diepach) hat also die kuriose Besonderheit, eine Gemeinde ohne jegliche Siedlung zu sein, deren Mitglieder allesamt in den Nachbargemeinden leben. Der heute noch vorzufindende Schlossbrunnen, der unmittelbar an der Wüstungsfläche der aufgegebenen Ortschaft Diepach liegt, trägt die Jahreszahl 1588 - und wurde in dieser Form also erst nach der Aufgabe von Ort und Burg geschaffen. Sicherlich bezogen aber auch schon die Burg- und Dorfbewohner einst ihr Wasser aus einem Vorgängerbau dieses Brunnens, worauf dessen Lage und der Name Schlossbrunnengraben zweifelsfrei hinweisen. verwendete Quelle: Infotafel direkt beim Burgstall Schönstheim (Zweckverband Erholungs- und Wandergebiet Würzburg)

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