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Wegkreuz Todesstelle Hans Langenberger (1607)-das 1. der 2 sogenannten 'Schwedenkreuze'

Wegkreuz Todesstelle Hans Langenberger (1607)-das 1. der 2 sogenannten 'Schwedenkreuze'

Aufgenommen am 10. Oktober 2011 · Standort 49.57444, 9.61181

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Kleindenkmal Nr. 4 (Dittwar): Das „Hegeleins-Kreuz“ (1607) Das „Hegeleins-Kreuz“ bzw. „Hägeleins-Kreuz“ steht im Eisgrund, ca. 200m ortsauswärts vom „Hegeleinsbrückchen“ entfernt direkt an der rechten Kante des Grabens. Bei Losch und Maninger war es noch tief in den Boden eingesunken (vgl. auch entsprechendes Foto auf suehnekreuz.de; s.u.). Mittlerweile wurde es wieder freigelegt und nahezu am Originalstandort (bei Losch stand es noch 5m vom Weg entfernt) neu gesetzt. Kopf und Arme des Kreuzes sind auffallend kurz, der Längsbalken betont breit. Die Maße des Buntsandsteinkreuzes betragen: H ca.125 cm, B 62, T 19, HK 18, LA 18, AK 27, AA 18. Inschrift auf dem Kreuz: ZVGETECKNVSZHANS LANGENBERGER 1607 AVFDERSTR ASDAS LEBEN GELASEN Also: Zum Gedächtnis (an) Hans Langenberger 1607 - Auf der Stras- se das Leben gelassen Nach einer alten Sage ist obiges Kreuz das erste von zwei miteiander zusammen hängenden „Schwedenkreuzen“, auch wenn die Inschriften (unterschiedliche Namen und Jahreszahlen) diese Erzählung klar widerlegen: Die Dittwarer Sage der "Schwedenkreuze": (...) Natürlich werden die Kreuzinschriften, die meistens von einem Unglücksfall berichten, großenteils von der mündlichen Überlieferung aufgegriffen; teilweise werden sie auch ausgeschmückt (...), oder bekannte Steinkreuzsagen werden mit ihnen verknüpft (...) Dittwar Krs. Tauberbischofsheim: zwei "Schwedenkreuze" mit Inschrift und den Jahreszahlen 1607 und 1644 erinnern an einen Bauern, der am Platz des einen Kreuzes beim "Zackern" von den Schweden überrascht wurde, die Flucht ergriff, aber im Pflugeisen hängenblieb und nur noch bis auf den "Rammersberg" kam, wo er von den Schweden eingeholt und umgebracht wurde. Dort steht das zweite Kreuz, in dessen Inschrift es heißt: "... Hans Weber von den Soldaten ersosen worden". - Die kaum mehr lesbare Inschrift des erstgenannten Kreuzes berichtet vom Tod eines andern, wird jedoch von der Erzählung übergangen wie auch die Verschiedenheit der Jahreszahlen). (...) Quelle: suehnekreuz.de (s.u.) Das zweite der zwei „Schwedenkreuze“, welches im Gegensatz zu obigem auch tatsächlich ein solches sein könnte, ist „Kleindenkmal Nr. 7 (Dittwar)“: https://plus.google.com/u/0/+HBeierstettel/posts/PQaDW1VdDEz Auch ohne einen Zusammenhang zwischen jenen beiden Kreuzen herstellen zu wollen, kann Hans Langenberger, der am Standort des „Hegeleins-Kreuzes“ verstorben ist, worauf ja die Inschrift hinweist, hier nicht von den Schweden ermordert worden sein, denn 1607 hatte der 30jährige Krieg (1618-48) ja noch gar nicht begonnen. Ein Arbeitsunfall (zB unter den Pflug gekommen) oder plötzliche Erkrankung (zB Schlaganfall) liegen nahe, womöglich aber doch auch (Raub-)Mord. Ein natürlicher Tod aufgrund hohen Alters wäre aber auch möglich, denn im Kontraktenbuch (1556 – 1586; vgl. Literatur 1., S.45) wird er zwar nicht erwähnt, dafür ist aber in der Dittwarer Türkensteuerliste von 1578 (vgl. Literatur 1, S.45) ein Hanns Langenberger mit einem Vermögen von 88 Gulden gelistet. Da in diese Schätzung Hof/Haus, Grundstück, Hab und Gut einflossen, war er ein eher armer Mann. Erst ab 100 Gulden Vermögen musste man Türkensteuer abtreten. Das Vermögen wohlhabenderer Dittwarer wurde mit 600 bis gar 943 Gulden geschätzt. Literaturangaben zum Kleindenkmal: Manfred Maninger, „Zeichen der Geschichte: Bildstöcke und Steinkreuze“, in: Kleemann, Hafner, Withopf, Zegowitz, Walz (Hrsg.), „300 Jahre Kreuzkapelle – Dittwarer Heimatfest 9./10. und 11. September 1983“, Lauda: Stieber-Druck 1983, S. 129-134; dort: Nr. 04 Manfred Maninger, „Chronik der Gemeinde Dittwar“, 1968; online auf: http://www.hkvdittwar.de/ (Homepage des Heimat- und Kulturvereins Dittwar e.V., abgerufen 10/2017); dort: Nr. 04 Heimat- und Kulturvereins Dittwar e.V. (Hrsg.), „Bildstöcke und Kleindenkmale“ ; online, auf der Vereinshomepage: http://www.hkvdittwar.de/bildstoumlcke.html (abgerufen 10/2017); dort: Nr. 5 Bernhard Losch, „Sühne und Gedenken – Steinkreuze in Baden-Württemberg“, Stuttgart: Kommissionsverlag Konrad Theiss 1981; dort: S. 109, Nr. „Tauberbischofsheim XIII“ Ernst Cucuel und Hermann Eckert, „Die Inschriften des badischen Main- und Taubergrundes. 1. Band: Wertheim – Tauberbischofsheim“, Stuttgart: Alfred Druckenmüller Verlag 1969 (unveränderter Nachdruck der 1. Auflage: Stuttgart: J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung 1942); dort: S. 147 (Nr. 381) suehnekreuz.de: a) http://www.suehnekreuz.de/geschichte22.html , b) http://suehnekreuz.de/bw/dittwar.htm Online: https://plus.google.com/u/0/+HBeierstettel/posts/KBBsoqoJGB6

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