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Wasserland

Wasserland

Aufgenommen am 5. September 2013 · Standort 49.59676, 9.60554

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Burg auf dem Ballersberg (zwischen Dittwar und Gissigheim)? Laut Dittwarer Ortschronik soll nach diversen Sagen auf dem Ballersberg einst eine Burg gestanden haben, in welcher vermutlich der Dittwarer Ortsadel wohnte. Die Burg des Ortsadels ist urkundlich im 13. Jahrhundert erwähnt, allerdings bleibt dort unklar, ob sie wirklich auf dem Ballersberg stand. (In der Burg beim Losenhof, zwischen Dittwar und Hof Steinbach, soll er jedenfalls nicht gewohnt haben.) Ich bin mir nicht sicher, ob auf obigem Foto wirklich der Ballersberg zu sehen ist, auf welchem jene sagenumwobene Burg gestanden haben soll: Auf meinen Karten ist kein Ballersberg verzeichnet, das kleine Tal unmittelbar rechts neben der auf dem Foto zu sehenden Bauminsel heißt laut amtlicher Karte jedoch Ballerstatt. Außerdem ist in der Dittwarer Ortschronik erwähnt, dass die vermeintliche Burg auf dem Ballersberg wohl in der Nähe desNeubergs gelegen haben muss. - Vom Fuße des Neubergs wurde obiges Foto aufgenommen. Das kleine Tal mit dem merkwürdigen Namen Ballerstatt stellt aus meiner Sicht zudem eine dieser typischen kleinen - und wohl ehemals wasserreichen- Senken auf einer Höhenlage dar, in welchen im Mittelalter gerne Höfe, Weiler bzw. kleine Dörfer angesiedelt wurden. (vgl. Kommentare zum Losenhof). Die Äcker am Südhang der Ballerstatt-Tälchens weisen außerdem sonderbare kleinere, unnatürlich wirkende Erhebungen und Senken auf, die letzte Hinweise ehemaliger Bebauung sein könnten. . Die Flurnamen Ballersberg bzw. Ballerstatt könnten laut gerlachsheimergeschichten.de (auch bei Gerlachsheim gibt es einen Ballersberg) auf denkeltischen Gott Belenus (Belenos) hinweisen, für welchen sich hier also evtl. in vorchristlicher Zeit ein Kultort befand. Womöglich stand hier also nie eine mittelalterliche Burg, sondern -wenn überhaupt- lange zuvor eine keltische Opferstätte, evtl. mit angrenzender Siedlung, die im Laufe der Jahrhunderte dann in der mündlichen Überlieferung zu einer Burg verklärt wurde. - verwendete Quellen: Dittwarer Ortschronik auf der Homepage des Heimat- & Kulturvereins Dittwar

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