Wallfahrtsbildstock zum Heiligen Blut (1. H. 19. Jhd.)
Aufgenommen am 15. November 2013 · Standort 49.58151, 9.48456
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Wallfahrtsbildstock zum Heiligen Blut (1. H. 19. Jhd.) in Bretzingen
Der Bildstock steht in Bretzingen direkt an der Ortsdurchfahrt (Erftalstr.). Das Oberteil zeigt das Walldürner Blutwunder in der hinsichtlich Region und Zeitraum üblichen Darstellung. Direkt unter dem Bild -noch auf dem Bildteil- gibt es ein kleines Inschriftenmedaillon, das jedoch -zumindest heute- leer ist. Dafür findet sich auf der Sockelvorderseite eine Inschrift. Da der Sockel heute allerdings zu einem kleinen Teil unter der Erdoberfläche liegt, ist die Inschrift nicht mehr vollständig zu sehen. Ich gehe davon aus, dass die letzten 2 Zeilen (maximal 3) unter den Pflastersteinen verborgen liegen - und damit auch das Stiftungsjahr, welches sicherlich in der letzten Zeile genannt wurde.
Der heute noch lesbare Teil der Inschrift lautet:
DIESES
BILD HAT MAHEN
LASSEN FRANZ
VALTIN BUSCH ALT
UND DESEN EHFRAU
EVA ZU EHREN DES HEI
. Die letzte oben zitierte Zeile liegt bereits zur Hälfte unter der Oberfläche. Die darauf folgende
Zeile muss also wohl sinngemäß LIGEN BLUTS ZU WALLDÜRN lauten. Darauf folgte -denke ich- wahrscheinlich nur noch eine weitere Zeile mit dem Stiftungsjahr.
. Errichtet wurde der Bildstock in der
ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dies lässt sich über die Datenbank der Genealogenfreunde Hardheim ermitteln, da dort das Stifterehepaar zu finden ist: Der Bauer und Akzisor
Franz Valentin Busch wurde am 21.2.1793 in Bretzingen als Sohn des Johann Conrad Busch (1737-1802) und der Maria Franziska Schneider (1751-1818) geboren. Am 28.2.1821 heiratete er Maria Eva Buß, die am 26.9.1800 in Bretzingen geboren wurde und dort auch irgendwann nach 1838 starb. Das genaue Sterbedatum ist unbekannt, jedoch gebar sie 1839 noch einen Sohn (Franz Matthäus), der aber im selben Jahr auch schon wieder verstarb - evtl. zusammen mit der Mutter bei seiner Geburt? Insgesamt bekam das Stifterehepaar 10 Kinder, von denen mindestens 4 ihr erstes Jahr nicht überlebten. Einen ihrer 5 Söhne nannten sie wie seinen Vater, also Franz Valentin (geboren 1825). Da sich der Stifter auf dem Bildstock Franz Valtin Busch Alt (also der Alte) nennt, muss der Bildstock folglich nach 1824 errichtet worden sein. Franz Valentin Busch (der Alte) starb schließlich am 6. März 1863 im Alter von 70 Jahren in Bretzingen und wurde 2 Tage später dort auch beerdigt.
verwendete Quellen:
hardheim.info, Homepage der Genealogenfreunde Hardheim und Umgebung und deren dort verlinkte genealogische Datenbank Erftal
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- * Busch - Franz Valentin Busch
- * Buß - Maria Eva Busch geb. Buß
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