Verbotsstein (18. Jhd.?) in den Brühlwiesen mit Einschußlöchern aus dem 1866er-Bruderkrieg
Aufgenommen am 1. Januar 2012 · Standort 49.65521, 9.64672
Zum Bild
Verbotsstein (18. Jhd.?) in den Brühlwiesen mit Einschußlöchern aus dem 1866er-Bruderkrieg
Inschrift auf dem Verbotsstein:
Verboten ist das
Fahren 2 Fl.
Reithen 1 Fl 30 k.
Vieh zu treiben per Stück 30 kr.
Der Gemein-
derath
- -
fl = Gulden
k. und kr. = Kreu(t)zer
Verbotsstein (18. Jhd.?) in den Brühlwiesen mit Einschußlöchern aus dem 1866er-Bruderkrieg:
Der Verbotsstein in den Brühlwiesen- das Gegenstück zumVerbotsstein in der Au?
Bei diesem Verbotsstein handelt es sich um das inhaltlich identische Gegenstück zum Verbotsstein in der Au:
Markiert der Verbotsstein in der Au den Anfang eines unter Androhung der angegebenen Strafgelder verbotenen Weges aus Impfinger Richtung, so könnte dieser Verbotsstein in den Brühlwiesen den Anfang jenes verbotenen Weges aus Hochhäuser Richtung markiert haben.
Wenn dem so war, hätte dieser Verbotsstein zumindest inhaltlich einevergleichbare Inschrift besitzen müssen wie der andere Verbotsstein in der Au.
Dies ist aber zunächst nicht mehr einfach direkt überprüfbar, da dieser Verbotsstein in den Brühlwiesen derart beschossen wurde (s.u.), dass die Inschrift zwar noch deutlich zu erkennen, aber nicht mehr sicher zu entziffern ist.
Mit Kenntnis der Inschrift des Verbotssteins in der Au, wird im direkten Vergleich beider Inschriften/ Inschrift-Fragmente allerdings klar, dass dieser Verbotsstein tatsächlich eine identische Inschrift besaß (s.u.) - allerdings ganz unten erweitert um 2 Worte (welche beim Stein in der Au vermutlich auch vorhanden, bloß inzwischen in den Erdboden eingesunken sind): Der Gemeinderath (Bin mir da nicht ganz sicher, ob das wirklich Gemeinderathheißt.)
Die Einschusslöcher aus dem 1866er-Bruderkrieg im Verbotsstein in den Brühlwiesen:
Bis zum Beginn der schweren Kämpfe am 24.07.1866 hatte das 2. Infanterieregiment der Badischen Division Stellung in den Brühlwiesen bei Hochhausen bezogen, in den Tagen zuvor hatten bereits verbündete Truppen der Österreicher ihr Lager dort aufgeschlagen. Nach damaligen Erzählungen Hochhäuser Einwohner nahmen ein paar der Soldaten den Verbotsstein mit Ihren Gewehren unter Beschuss- evtl. als Zielübung, womöglich aber einfach auch nur, um sich die Wartezeit bis zum Gefecht mit den Preußen zu vertreiben.
Den Stein haben sie jedenfalls mehrmals getroffen.
Eine Jahreszahl ist auf einem Verbotsstein selbst freilich ohnehin nicht zu finden. Wenn er aber einmal wirklich das Gegenstück zum Verbotsstein in der Au bildete, dann stammt er Vermutlich auch aus der gleichen Zeit wie der Verbotsstein auf dem Neuberg bei Gamburg: Zu jenem Stein weißWanderGroschi zu berichten, dass er von der Gräflich-Wertheimischen Verwaltung im 18. Jahrhundert aufgestellt worden sei.
Zumindest ist dieser Verbotsstein in den Brühlwiesen vor 1866 aufgestellt worden (Einschusslöcher, s.o.)...
Schlagwörter
- Deutschland
- Baden-Württemberg
- Tauberfranken
- # A- Winter
- Taubertal
- # Ruine-Denkmal
- # 1700 - 1799
- # Schild
- Hochhausen
- 1866
- Bocksberg
- # Bruderkrieg 1866
- # Wegstein
- Ebene
- Brühlwiesen
- #Str. - K 2815
- Tauberhellen
- Au
- # Verbotsstein
- 1866 - 24.07.1866
Im Bildarchiv lässt sich dieses Foto in voller Größe ansehen, auf der Karte verorten und mit der Umgebung vergleichen.
Ähnliche Aufnahmen
-
Verbotsstein (18. Jhd.?) in den Brühlwiesen mit Einschußlöchern aus dem 1866er-Bruderkrieg
1. Januar 2012
-
Verbotsstein (18. Jhd.?) in den Brühlwiesen mit Einschußlöchern aus dem 1866er-Bruderkrieg
1. Januar 2012
-
Verbotsstein (18. Jhd.?) in den Brühlwiesen mit Einschußlöchern aus dem 1866er-Bruderkrieg
1. Januar 2012
-
Die Taubertalbahn bei Hochhausen
18. Januar 2012
-
Panoramablick ins Taubertal vom Alten Berg
18. Januar 2012
-
Impfingen (li.) und Tauberbischofsheim (re.) von der Alten Steige aus
14. Januar 2012
-
Das Taubertal bei Hochhausen - Werbach im Schneegestöber (von der Siedlung Linsenleite aus)
20. Dezember 2011
-
Das Taubertal bei Hochhausen - Werbach im Schneegestöber (von der Siedlung Linsenleite aus)
20. Dezember 2011