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See des Entwässerungssystems des ehem. Militärflugplatzes Dornberg (2. Weltkrieg)

See des Entwässerungssystems des ehem. Militärflugplatzes Dornberg (2. Weltkrieg)

Aufgenommen am 7. April 2012 · Standort 49.61559, 9.40804

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Munitionsbunker des ehem. Militärflugplatzes Dornberg (2. Weltkrieg) Ehem. Militärflugplatz Dornberg-Schlempertshof (2. Weltkrieg): Unter dem Namen Projekt Schafweide wurde 1937 beim Weiler Schlempertshof von den Nazis ein Einsatzhafen (E-Hafen) erster Ordnung als Ausweich- und Übungsflugplatz für die Luftwaffenstandorte Wertheim und Giebelstadt gebaut. Der Flugplatz wurde dabei zur Tarnung als Bauernhof angelegt und hatte keine befestigte Landebahn. Beim Schlempertshof und im angrenzenden Wald entstanden so Wachhäuschen, Munitionsbunker, über 25m hohe (Holz-)Flaktürme, Verwaltungsgebäude, Materialbaracken, eine Kantine und andere Gebäude. Von Walldürn her wurde eine 6km lange Bahnanbindung gebaut. (Die Gleise wurden nach dem Krieg vollständig abmontiert und im Mannheimer Hafen wiederverwendet.) Die Flugzeuge wurden im Wald versteckt. Auch die vier oberirdischen Munitionsbunker befinden sich im Schutze des Waldes und sind neben der noch heute funktionierenden Drainage des ehem. sumpfigen Geländes, Kanalisation, Kläranlage und dem Sockel des alten Flak-Turmes bei Dornberg heute die letzten Überbleibsel des Flughafens. In den Munitionsbunkern lagerten damals Bomben und Munition der Flugzeuge. Am Sonntag, den 10. September 1944, wird der Flugplatz Schlempertshof von amerikanischen Jagdflugzeugen angegriffen, die gezielt alle (Schulungs-)Flugzeuge beschossen und zerstörten, obwohl diese sogar mit dem Heckteil im Wald standen. Es gibt dabei weder Verletzte noch Tote, von deutscher Seite fällt kein einziger Schuss. Der Flughafen, zuvor auch schon nur als Fliegerschule genutzt, verliert damit seine Funktion und es nutzen daraufhin nur noch einzelne, versprengte deutsche Jagdflieger den Flugplatz für Notlandungen oder als Kurzstopp zum Betanken. Am 25. März 1945 startet der 22-jährige Kampfflieger Erwin Jäke vom Flughafen Schlempertshof zu seinem erst zweiten Feindflug. Er wird über Amorbach abgeschossen, stürzt ab und stirbt. Er wird in Höpfingen beerdigt. Wenige Tage später, an Karfreitag (30.3.1945) wird der Flughafen aufgegeben: Sich auf dem Rückzug vor den anrückenden Amerikanern befindliche deutsche Truppen, setzen die Flughafengebäude in Brand, sprengen alle verbliebene Munition auf der Landebahn, um diese unbrauchbar zu machen und versuchen sogar, einen der vier Munitionsbunker zu sprengen. Das gesamte restliche Personal setzte sich daraufhin in Richtung Osten ab. Nur einen Tag später nahmen die Amerikaner den Flugplatz in Besitz. - Quelle: schlempertshof.de

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