Panoramio reincarnated

Rückseite des doppelseitigen Bildstocks von 1722:Darstellung einer Todesszene

Rückseite des doppelseitigen Bildstocks von 1722:Darstellung einer Todesszene

Aufgenommen am 21. Mai 2012 · Standort 49.56554, 9.73014

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Doppelseitiger Bildstock mit Darstellung eines tödlichen Unfalls (1722) Doppelseitiger Bildstock in Marbach mit Darstellung eines tödlichen Unfalls (1722): Der Bildstock stand ursprünglich auf der anderen Straßenseite (und dort vermutlich ca . 20m weiter Richtung Ortsausgang an dem kleinen Brücklein über den Marbacher Graben. Laut Kolb wurde er versetzt, weil er an seinem ursprünglichen Standort Stammfuhrwerke behinderte. An seinem also nur wenige Meter entfernten Original-Standort markierte der Bildstock dieTodesstelle des Andreas Alpert (Albert?), der hier am 19.08.1722 im Alter von 55 Jahren unter sein Fuhrwerk kam und starb. Neben einer entsprechenden Inschrift stellt der Bildstock auf der Rückseite den Unglücksfall anschaulich dar. (Kolb berichtet 1952 noch von einer erschrockenen zweiten Person, welche noch auf dem Wagen sitzt. Wenn man weiß, dass es eine zweiote Person sein soll, erkennt man sie auch, ansonsten aber kaum mehr, da dieser heute (durch Renovierung?) der Kopf fehlt. . Auf der Vorderseite des Bildstocks ist die Heilige Familie dargestellt. Darunter findet sich auf der Säule folgende Inschrift (die vermutlich erst im 19. Jhd. angebracht wurde): Glückselig sind die da sprechen aus Jesus Ma ria Joseph . Auf der Rückseite des Bildstocks ist der tödlich verlaufene Unfall anschaulich abgebildet. (s.o.) Seitlich findet sich an der Säule dann noch eine dazu passende Inschrift: 17XXII DEN 19TEN AUGUST ISD IN GOT SEL IG ENTSCH LAFEN TER EHRSAME ANTRES AL PERT SEIN ES ALTERS 55 IAHR . Anmerkung: Die Jahreszahl 17XXII (=1722) wurde so von Kolb übernommen. Heute -vermutlich nach einer hier etwas mißlungenen Renovierung- liest sich jene Zahl auf der Säule so: 17XXIn(was aber keine römische Zahl ergibt). - verwendete Literatur: Kolb, Karl. Bildstöcke im Taubertal. (Tauberbischofsheim: Wig 1952)

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