Rettersheim: Zwei Hungerkreuze (vor 1421) und ein Bildstock von 1487
Aufgenommen am 28. Juni 2013 · Standort 49.80016, 9.58008
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Der alte Rettersheimer Bildstock (1487) zwischen den Hungerkreuzen am Ortsausgang Richtung Kreuzwertheim:
Der Bildstock stammt laut einzig vorhandener Inschrift aus dem Jahre 1487 und ist damit einer der ältesten, noch erhaltenen Bildstöcke der gesamten weiteren Umgebung. Die letzte Ziffer "7" (als ^ eingehauen) ist allerdings schwer zu deuten. Es könnte auch eine 4 oder 5 gemeint sein.
Auf dem rechteckigen, an seinen Kanten aber stark abgefasten und nach oben hin breiter werdenden Stamm sitzt ein Oberteil mit tiefer Nische und Eselsrücken, welches von einem Metallkreuz gekrönt ist. Die Nische ist heute vergittert und blau ausgemalt. In ihr steht ein neuere (20. Jhd.) Marienfigur mit Jesuskind auf dem Arm. Über den ursprünglichen Inhalt des Nischenbildstocks und seinen Setzungsgrund ist nichts bekannt.
verwendete Quelle: Infotafel
Grundherren am Fuße des Bocksberg. Rettersheim - ein Klosterdorf. (Europäischer Kulturweg Triefenstein 1), Archäologisches Spessart-Projekt e.V.. Die Infotafel steht direkt rechts neben den beiden Hungerkreuzen und dem Bildstock.
d01829d01830
Rettersheim: Das linke der zwei Hungerkreuze (vor 1421)
Die beiden Rettersheimer Hungerkreuze (vor 1421) am Ortsausgang Richtung Kreuzwertheim:
Die beiden alten Steinkreuze werden heute noch die Hungerkreuze genannt. Diese Bezeichnung geht auf eine alte Rettersheimer Sage zurück: Demnach gab es vor langer Zeit in Rettersheim ein älteres Ehepaar, welches im Laufe der Jahre durch Fleiß zu einem gewissen Wohlstand gekommen war, so dass dessen Kinder nun zu den reichsten Leuten der Gegend zu zählen waren. Der Reichtum vernebelte den Kindern aber wohl allmählich die Sinne und so kam es, dass sie es letztendlich vergaßen, weiterhin regelmäßig nach ihren alten Eltern zu schauen. Zu der Zeit herrschte eine große Hungersnot in der Region. Die Nachbarn der beiden Alten begannen sich schließlich Sorgen zu machen, nachdem die Beiden schon einige Tage von niemandem mehr gesehen wurden. Nachdem auch nach Klopfen und Rufen niemand die Türe öffneten, brachen die Nachbarn diese letztlich auf - und fanden das alte Ehepaar tot im Bett. Der Mann hatte ein Stück faules Holz im Mund, die Frau eine Hand voll Gras: Sie waren verhungert.
Die Kinder der Verstorbenen sollen daraufhin zur Sühne und zum Gedenken an ihre Eltern die beiden Hungerkreuze errichtet haben.
Die beiden Kreuze stehen vermutlich schon mindestens seit 1421 hier, denn im Urbar B (Grundbuch) des Klosters Triefenstein aus jenem Jahr sind sie bereits erwähnt: (...) by den Crützen an dem Wertheimer Weg (...)
verwendete Quelle: Infotafel
Grundherren am Fuße des Bocksberg. Rettersheim - ein Klosterdorf. (Europäischer Kulturweg Triefenstein 1), Archäologisches Spessart-Projekt e.V.. Die Infotafel steht direkt rechts neben den beiden Hungerkreuzen und dem Bildstock.
d01828d01830
Rettersheim: Das rechte der zwei Hungerkreuze (vor 1421)
Die beiden Rettersheimer Hungerkreuze (vor 1421) am Ortsausgang Richtung Kreuzwertheim:
Die beiden alten Steinkreuze werden heute noch die Hungerkreuze genannt. Diese Bezeichnung geht auf eine alte Rettersheimer Sage zurück: Demnach gab es vor langer Zeit in Rettersheim ein älteres Ehepaar, welches im Laufe der Jahre durch Fleiß zu einem gewissen Wohlstand gekommen war, so dass dessen Kinder nun zu den reichsten Leuten der Gegend zu zählen waren. Der Reichtum vernebelte den Kindern aber wohl allmählich die Sinne und so kam es, dass sie es letztendlich vergaßen, weiterhin regelmäßig nach ihren alten Eltern zu schauen. Zu der Zeit herrschte eine große Hungersnot in der Region. Die Nachbarn der beiden Alten begannen sich schließlich Sorgen zu machen, nachdem die Beiden schon einige Tage von niemandem mehr gesehen wurden. Nachdem auch nach Klopfen und Rufen niemand die Türe öffneten, brachen die Nachbarn diese letztlich auf - und fanden das alte Ehepaar tot im Bett. Der Mann hatte ein Stück faules Holz im Mund, die Frau eine Hand voll Gras: Sie waren verhungert.
Die Kinder der Verstorbenen sollen daraufhin zur Sühne und zum Gedenken an ihre Eltern die beiden Hungerkreuze errichtet haben.
Die beiden Kreuze stehen vermutlich schon mindestens seit 1421 hier, denn im Urbar B (Grundbuch) des Klosters Triefenstein aus jenem Jahr sind sie bereits erwähnt: (...) by den Crützen an dem Wertheimer Weg (...)
verwendete Quelle: Infotafel
Grundherren am Fuße des Bocksberg. Rettersheim - ein Klosterdorf. (Europäischer Kulturweg Triefenstein 1), Archäologisches Spessart-Projekt e.V.. Die Infotafel steht direkt rechts neben den beiden Hungerkreuzen und dem Bildstock.
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