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Peter Odenwalds alter Bildstock (1585) auf Franz Josef Gehrigs neuerem Sockel (ca. 18. Jhd.)

Peter Odenwalds alter Bildstock (1585) auf Franz Josef Gehrigs neuerem Sockel (ca. 18. Jhd.)

Aufgenommen am 28. März 2013 · Standort 49.63267, 9.38601

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Peter Odenwalds Bildstock von 1585 (Wettersdorf): Von dem alten Bildstock ist heute nur noch das Oberteil und das oberste Ende des Stamms erhalten. Der Bildstock stand ursprünglich vor dem Aufgang zur 1955 abgebrochenen Wettersdorfer Hl.-Odilia-Kapelle. Köllenberger fand ihn dort 1953, also kurz vor dem Abbruch der Kapelle, umgestürzt und zweimal quer durchgebrochen vor. Das Bildstockoberteil ist für seine Zeit außergewöhnlich groß und wirkt mit seiner tiefen Nische und dem hohen, spitzen Satteldach nahezu wie ein kleines Häuschen. Auf der unteren Nischenumrandung steht groß´die Jahreszahl: 1585 In der Nische findet sich ein relativ detailliertes Kreuzigungsrelief, welche so groß geraten ist, dass kein Platz mehr für Hände und Unterarme des langhaarigen, bärtigen Christus war. In den flachen Nischen auf den äußeren Gehäuseseitenflächen findet sich gotisch anmutende Ornamentik. . Auf dem Stamm befand sich die Inschrift dieses alten Bildstocks. Auf dem heute übrig gebliebenen Stammfragment kann man man noch Peter lesen, der Rest fehlt. Laut Köllenberger (s.u.), der 1953 noch den gesamten Stamm am Originaslstandort (s.o.) vorfand, lautete die vollständige Inschrift wie folgt: 1585 Peter Oden- Waltt barba -ra Sein haussfra Den gott genad kinder hans kathari Stachio Peter . Dieser Bildstock wurde also von einem Peter Odenwald und dessen Kindern Hans, Katharina, Stachio (?) und Peter errichtet- vermutlich zum Gedenken an deren kurz zuvor verstorbene Mutter bzw. Ehefrau Barbara (Den gott genad). Der Name Peter Odenwald kommt auf einem weiteren Wettersdorfer Bildstock vor, der ursprünglich an der Straße nach Kaltenbrunn, kurz vor dem Wald links stand (Bei Köllenberger S.211, Nr.534, s.u.). Jener andere Bildstock wurde im Jahre 16?? von einer Margeretha, Witwe eines Peter Odenwald errichtet. Entweder war also die Stifterin Margaretha des jenes anderen Bildstocks (17. Jhd.) die die zweite Ehefrau und Witwe des Peter Odenwald, welcher 1585 selbst den obigen Bildstock zum Gedenken an seine verstorbene erste Ehefrau Barbara errichtet hatte oder Margarethas verstorbener Ehemann Peter war der auf obigem, älteren Bildstock erwähnte Sohn Peter junior, der 1585 zusammen mit Vater Peter und Geschwistern den Tod der Mutter Barbara zu beklagen hatte. Somit dürfte der andere Bildstock Anfang bis spätestens Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet worden sein. -- verwendete Literatur: Köllenberger, Heinrich. Die Inschriften der Landkreise Mosbach, Buchen und Miltenberg. Auf Grund der Vorarbeiten von Ernst Cucuel. (Stuttgart: Alfred Druckenmüller Verlag 1964), S.186 (Nr.465) Der Sockel von Franz Josef Gehrigs verschwundenem Bildstock (ca. 18. Jhd.): Von Franz Josef Gehrigs Bildstock ist vermutlich nur noch dieser Sockel vorhanden. Evtl. handelt es sich dabei aber ja um den Originalsockel der Pieta im Milchweg oder um den Sockel der Pieta im Hofweg? Auf dem Sockel kann man noch lesen: diesess Bilt hat aufgerigt Gott zu lob und Ehr Franz Iosef Geh rig von (Der Rest der Sockelinschrift befindet sich unter der Erdoberfläche.) . Heute steht auf dem Sockel, der aus dem 18. Jahrhundert stammen dürfte, ein erheblich älteres Oberteil aus dem Jahre 1585.

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