Panoramafoto 'Steinerner Tisch' im Eichenhain
Aufgenommen am 3. November 2012 · Standort 49.53654, 9.38349
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Der Steinerne Tisch in einem kleinen Eichenhain bei Hettingen:
Beim steinernen Tisch handelt es sich um eine große, unförmige Steinplatte, die auf vier Steinpflöcken inmitten eines kleinen Eichenhains ruht. Vermutlich handelt es sich um eine uralte (keltische?) Kultstätte.
Der steinerne Tisch wurde bereits 1895 vom Hettinger Heimatforscher Prof. Emil Schmitt in seinem Buch Sagen, Volksglaube, Sitten und Bräuche aus dem Baulande Hettingenerwähnt. Dort berichtet er von einer Sage, die er von einem alten Hettinger Einwohner erzählt bekommen hatte und nach welcher vor langer Zeit ein König, der auf Kriegszug war, hier sein Mittagsmahl eingenommen haben soll. Dieser alte Hettinger glaubte sogar den Namen jenes Königs zu wissen: Adilla (= Hunnenkönig Attila) Sonderbarerweise gibt es auch im nahen Altheim eine Sage, die sich um den Hunnenkönig Attila dreht: Demnach soll der Hunnenkönig im hier angrenzenden Großen Wald (im Wald zwischen Walldürn und Altheim) beerdigt sein. Er soll seine letzte Ruhe in einem goldenen Sarg gefunden haben, der von einem silbernen Sarg umschlossen ist, welcher sich schließlich in einem bleiernen Sarg befinden soll. Sofern man den Mut aufbringt, um Mitternacht in diesen Wald zu gehen und Attila, Attila, komm heraus in deinem goldnen, silbernen Sarg! zu rufen, soll man angeblich den Schatz heben können. (Der Hunnenkönig Attila starb im Jahre 453. Auf seinen Beutezügen kam er vom heutigen Ungarn aus vermutlich tatsächlich bis in diese Region und wohl sogar noch weiter bis nach Frankreich. Laut Wikipedia-Artikel Attila starb er allerdings nicht bei Walldürn, sondern in seiner ungarischen Heimat - und zwar in seiner Hochzeitsnacht mit der Gotin Ildiko. Todesursache war angeblich ein Blutsturz; heute wird vermutet, dass es sich dabei um akut blutende Ösophagusvarizen aufrund Attilas chronischen Alkoholmissbrauchs gehandelt haben könnte. Es gibt aber auch Vermutungen, Ildiko könnte ihn im Auftrag Roms vergiftet haben.)
Der Wikipedia-Artikel über Attila weiß auch zu berichten, dass im Mittelalter und in der frühen Neuzeit viele vor- und frühgeschichtliche Bodendenkmäler (fälschlicherweise) mit Attila (im Deutschen auch als König Etzel bekannt) und seinen Hunnen in Verbindung gebracht wurden.
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Im Juni 2009 wurde der Steinerne Tisch vom Hettinger Heimatverein um zwei steinerne Sitzbänke ergänzt.
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verwendete Quellen:
41. Hettinger Heimatbrief (2010)
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