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Nepomuk (1741) ohne Brücke

Nepomuk (1741) ohne Brücke

Aufgenommen am 2. März 2012 · Standort 49.66030, 9.63767

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Nepomuk (1741) ohne Brücke Nepomuk-Statue (1741) in der Schulzengasse (Hochhausen): Nach Bechtold, Knüttel, Teller, Schramm & Votteler stand dieser Nepomuk ursprünglich, also ab 1741, auf der Tauberbrücke zwischen Hochhausen und Werbach - wie es sich ja auch für einen Nepomuk gehört. Der Stifter bekam aber wohl bald aufgrund der vielen Hochwasser Angst um seinen Nepomuk und ließ ihn daher 1765 in die Schulzengasse mitten im Ort versetzen. Seinen Platz auf der Tauberbrücke nahm noch im selben Jahr ein neuerNepomuk aus rotem Buntsandstein ein - und trotzt dort bis heute jedem Hochwasser. - Die Inschrift auf dem Sockel befindet sich in einem verzierten Rahmen unter einer Grafenkrone und liefert zunächst nicht viel Erkenntnisgewinn, da sie nur aus Anfangsbuchstaben besteht: .P.V.E. .H.S.C.C.S.S. .N.B.C.A.S. .P.D.L.W. 1741 . Franz Gehrig hat 1994 jedoch einen Eintrag im Hochhäuser Taufbuch entdeckt, der das Rätsel löst. Demnach lautet der Text ausgeschrieben: Publica Venerationi Exposuit Hanc Statuam Cum Coniuge Sua Sophia Nicolaus Blencklein Consiliarius Aulicus Serenissimi Principis De Löwenstein Wertheim 1741 . Zur öffentlichen Verehrung hat diese Statue Nikolaus Blencklein, Hofrat des allergnädigsten Fürsten zu Löwenstein-Wertheim, mit seiner Frau Sophia 1741 errichten lassen. . Bechtold, Knüttel, Teller, Schramm & Votteler wissen außerdem aus dem Staatsarchiv in Bronnbach zu berichten, dass Nikolaus Blencklein im Jahr 1734 herrschaftlicher Archivar und von 1739 bis 1741 Haus- und Hofmeister sowie Forstmeister war. Am 12. Mai 1741 -also im Jahr seiner Nepomuk-Stiftung- wurde er von Fürst Carl von Löwenstein-Wertheim in Gnaden entlassen. Vermutlich ließ er die Nepomukstatue deshalb auf der Tauberbrücke zwischen Werbach und Hochhausen errichten, weil ins protestantische Wertheim keine Heiligenfigur passte, die Bronnbacher und Gamburger Tauberbrücken bereits mit Nepomukfiguren besetzt waren und so die Brücke zwischen Werbach und Hochhausen die nächstgelegene noch freie Brücke über die Tauber war. (Quelle der Angaben nach Bechtold, Knüttel, Teller, Schramm & Votteler:Obst- und Gartenbauverein Hochhausen. Flurdenkmale in Hochhausen(2007; erhältlich Buchhandel "Schwarz auf Weiß", Tauberbischofsheim und bei Markus Bechtold Tel. 09341/61039))

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