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Letzte Reste der romanischen Neuenburg (12./13. Jhd)

Letzte Reste der romanischen Neuenburg (12./13. Jhd)

Aufgenommen am 30. August 2013 · Standort 49.81084, 9.58630

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Letzte Reste der romanischen Neuenburg (12./13. Jhd) Im Burggraben der schon lange verschwundenen Neuenburg (12./13. - 14. Jhd.) Die Neuenburg oberhalb der Klingelsbachschlucht (12./13. Jhd - max. 1406): Laut Infotafel direkt vor Ort (s.u.) stand hier auf dem kleinen Plateau des Bocksbergs, welches großteils von der tiefen Klingelsbachschlucht und vom steilen Prallhang des Maintals abgegrenzt wird, einst die Neuenburg (Nuwenburg). Ausgrabungen haben gezeigt, dass es hier aber auch schon Vorgängerbauten (zurück bis zu einer befestigten Höhensiedlung aus der Hallstattzeit, ca. 700-450 v.Chr.) gegeben haben muss, was ja auch schon der Name Neuenburg nahelegt. Die Neuenburg selbst dürfte im 12./13. Jahrhundert erbaut worden sein, also vermutlich kurz nach der offiziellen Gründung des nahe gelegenen Klosters Triefenstein (1102). Die Burg lag damals an einer strategisch wichtigen Stelle, da man von ihr aus sehr gut die Lengfurter Mainfurt der stark frequentierten Fernhandelsstraße Via publica beobachten konnte. Dennoch wurde die Burg nicht lange genutzt: Nur etwas länger als ein Jahrhundert dürfte sie der Sitz der Homburger Burgmannen von Reinsteingewesen sein. Im Jahr 1406 verkauften dann ein Heinz Kresse und seine Frau ihr Gut Nuwenburg (die Neuenburg wurde von den Kresses also wohl schon als landwirtschaftlicher Gutshof genutzt) an das Kloster Triefenstein. Damit wurde die Burg dann vermutlich vollständig aufgegeben und verfiel. ImPfinzigatlas von 1594 wird sie jedenfalls schon nur noch als Alt Purgstal (alter Burgstall) erwähnt, so dass sie zu diesem Zeitpunkt schon weitestgehend abgetragen worden sein dürfte. Einer lokalen Sage nach soll Frau Holle in der Neuenburg gewohnt haben. Heute findet man von der Neuenburg nicht mehr viel: Neben wenigen freigelegten Mauerresten ist noch der ehem. Burggraben (der vor allem die Burg von Westen her schützte) gut zu erkennen, durch welchen man auf einem kleinen Wanderpfad gehen kann. - verwendete Quelle: Infotafel Alt Purgstal - Die Neuenburg (Europäischer Kulturweg Triefenstein 1), Archäologisches Spessart-Projekt e.V.. Die Infotafel steht direkt am Waldweg vor dem ehem. Standort der Burg.

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