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Landesgrenze - An der Abzweigung zu den Hoheitssäulen von der Romantischen Straße

Landesgrenze - An der Abzweigung zu den Hoheitssäulen von der Romantischen Straße

Aufgenommen am 8. Juli 2011 · Standort 49.71939, 9.80155

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Die Hoheitssäulen (1584) auf der alten Weinstraße (Geleitsäulen, Zollstöcke) Die Hoheitssäule des Kurfürstentums Mainz (1584) Die Hoheitssäule des Fürststifts Würzburg (1584) Hoheitssäulen von 1584 an der Landesgrenze: Die Hoheitssäulen ließ im Jahr 1584 der Würzburger Fürstbischof Julius Echter zur dauerhaften Festlegung der Grenze zwischen dem Fürststift Würzburg und dem Kurfürstentum Mainz an diesem alten Verkehrsknotenpunkt (Kreuzung Weinstraße und Geleitstraße) setzen, nachdem jahrzehntelang immer wieder Grenzstreitigkeiten entbrannt waren. Die Hoheitssäulen werden auch Geleitsäulen bzw. Zollstöcke genannt und sind mit Inschriften (siehe unten) und Wappen der jeweiligen Hoheitsbereiche versehen. - Die Hoheitssäulen stehen nicht mehr an ihrem Originalstandort, sondern wurden in den 1930er-Jahren beim Bau der L 578 (Gerchsheim-Kist) zu ihrem Schutz ein paar hundert Meter an der alten Weinstraße in den Wald hinein verschoben. Ursprünglich standen sie bei der Kreuzung der alten Weinstraße (heute St 2297, Altertheim-Irtenberg) mit der alten Geleitstraße Tauberbischofsheim-Würzburg (heute L 578) - also ungefähr hier bei dem Wegweiserschild zum heutigen Standort, am Aufnahmeort des obigen Fotos. - Inschriften auf den beiden Säulen: Würzburger Säule: Wirtzburgisch Gelaid. Zennth. Wildban Hohe und Nider Obrigkeit A. Darunter die Jahreszahl 1584 mit dem Echter-Wappen. . Mainzer Säule: Mäintzisch Glaidt Zent Zoll wildtban hohe und nidere Oberkeit. A. Darunter die Jahreszahl 1584 und das Kurmainzische Wappen mit Mainzer Rad - Text auf der Infotafel neben den beiden Säulen: Die Hoheitssäulen von 1584 im Irtenberger Forst Genau an der Landesgrenze von Bayern und Baden-Württemberg stehen 150m abseits der Bundesstraße 27 (300m südwestlich vom Forsthaus Irtenberg) waldeinwärts an der alten Weinstraße (historischer Handelsweg vom Ochsenfurter Gau ins badische Taubertal) zwei über 4m hohe Rundsäulen aus rotem Sandstein mit geohrten Kapitellen und Aufsatzteilen mit Segmentbogen. Denn früher stießen schon an dieser Grenze die Machtbereiche des Hochstifts Würzburg (Fürstbistum) und des Erzstifts Mainz (Kurmainz) aufeinander. Diese Geleitsäulen oder Zollstöcke wurden nach Abschluss von Grenzstreitigkeiten in der Regierungszeit von Fürstbischof Julius Echter (1573-1617) errichtet und zeigen jeweils über den mit der Jahreszahl 15-84 flankierten Wappen die eingemeißelten Inschriften: (..., s.o.) (Eine einheitliche Schreibweise gab es damals noch nicht.) Um auf dieses seltene Kulturdenkmal wieder freien Blick zu erhalten, haben wir es weiträumig von umwucherndem Gestrüpp befreit und so wahrlich aus seinem Dornröschenschlaf erweckt. Anschließend wurde in Zusammenarbeit mit Kreisheimatpfleger Hans Schmelz (Würzburg) eine dringend notwendige Sanierungsmaßnahme eingeleitet. Freundeskreis Waldbrunner Denkmäler. Anno Domini 2005 - verwendete Quellen: Inschriften auf den Säulen, Infotafel direkt neben den Säulen und Homepage des Freundeskreises Waldbrunner Denkmäler

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