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Kruzifix (1773) vor der Wenschdorfer Kirchhofmauer

Kruzifix (1773) vor der Wenschdorfer Kirchhofmauer

Aufgenommen am 6. Juni 2014 · Standort 49.67834, 9.28849

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Kruzifix (1773) vor der Wenschdorfer Kirchhofmauer Das Kruzifix aus rotem Sandstein, steht heute links neben dem Eingang in den Wenschdorfer Kirchhof, direkt an der alten Kirchhofmauer, die ungefähr aus derselben Zeit wie das Kruzifix stammen dürfte. Womöglich handelt es sich bei diesem Kruzifix um das alte Friedhofskreuz (dann hätte es ursprünglich im Kirchhof gestanden). Das unterste Viertel des Kreuzstammes ist etwas breiter als der restliche Stamm. Auf der Vorderseite dieses breiteren Stammendes sind zwei sehr flache Nischen/ Inschriftenfelder zu erkennen: Die obere, kleinere besitzt ein abgerundetes Dach, die untere ist rechteckig. Inschriften sind in beiden Feldern nicht zu erkennen, evtl. waren hier kleinere Reliefbilder angebracht, worauf drei Befestigungslöcher im unteren Feld hindeuten könnten. Direkt unter diesem unteren Feld folgt dann tatsächlich eine Inschrift, die jedoch arg verwittert und somit nur noch schwer, teilweise auch nicht mehr zweifelsfrei zu entziffern ist: . iÖRG MEHDER SCHÖFER ALHIR ZU WENSCHTORF 1773 . Der Stifter Jörg Meder war also offenbar Schöffe in Wenschdorf, was wiederum darauf hinweisen könnte, dass er in seiner öffentlichen Funktion das Kreuz der Gemeinde stiftete – vermutlich als Friedhofskreuz. Der Nachname des Stifters ist aber nicht mehr zweifelsfrei zu entschlüsseln. Me(h)der ist aus meiner Sicht am wahrscheinlichsten, der Name scheint auch ein alter Wenschdorfer Familienname zu sein. (Im Forst zwischen Wenschdorf und Monbrunn gibt es u.a. einen Mederweg.) Er könnte aber auch Wehler oder Wehber oder (unwahrscheinlicher) Werner (Wörner) lauten. . siehe auch: (1) de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Miltenberg (2) stadt-miltenberg.de (3) wenschdorf.de Die Wenschdorfer Filialkirche St. Vitus (15. Jhd/ 1864) Die Kirche diente früher den Wenschdorfer Einwohnern auch als Wehrkirche, worauf heute noch u.a. die massive Kirchhofmauer hinweist. Der älteste Teil der Kirche ist der gotische Chor (15. Jhd.). Das Langhaus stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und dürfte damit ungefähr zeitgleich mit der Kirchhofmauer und dem davor stehenden, alten Friedhofskreuz entstanden sein. Portal und Turm wurden Mitte des 19. Jhd. erneuert, worauf eine Inschriftentafel rechts neben dem Eingang hinweist: . Das Portal wurde erneuert. und der Thurm aus Holz aufgesetzt: im Jahr 1864. . siehe auch: (1) de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Miltenberg (2) stadt-miltenberg.de (3) wenschdorf.de

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