Kreuzigungsbildstock (1618) und Mariensäule (1891) kurz vor Deubach
Aufgenommen am 12. Februar 2012 · Standort 49.53797, 9.77516
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Mariensäule (1891) an der K 2800 südlich von Deubach
Die Mariensäule steht unter zwei großen Bäumen im Deubacher Tal südlich von Deubach an der K2800, ca. 200m nach deren Abzweigung von der Balbachtalstraße (K2847) zwischen Ober- und Unterbalbach.
Das Kleindenkmal besteht aus drei, ungefähr vergleichbar hohen Bestandteilen (jew. ca. 100cm): Auf einem schmalen, rel. hohen Vierkantsockel ruht eine oben breiter werdende und und nur dort verzierte Rundsäule, auf welcher eine Marienfigur steht.
Die gekrönte Maria trägt auf ihrem linken Arm das Jesuskind, welches einen Ball oder (Reichs-)Apfel in seiner linken Hand hält und mit seiner rechten –ebenso wie seine Mutter- die Passanten zu grüßen oder segnen scheint.
.
Auf der Sockelvorderseite findet sich folgende Inschrift:
Den Liebesgruk den ich Dir
kindlich weihe
Erwidre Du mit holder
Mutter Treue
Und segne Weinberg Dorf
und Flur
Verirrte führe zu der
Heimath Spur
Und wie der Quell dem
Leibe Nahrung hat gespend
et
So sei durch dich des Sohn
es Huld uns zugewendet.
. Auf der rechten Sockelseitenfläche folgt der Stiftervermerk:
Errichten lassen von
Sebastian Dix
u. dessen Ehefrau
Maria g. Berg.
1891. .
F. Hofman
Königshofen .
Brandstetter-Köran (2000, s.u.) entziffert den Stifternachnamen als
Dörr. Ich lese jedoch eindeutig Dix, was daran liegen kann, dass der Bildstock evtl. zwischenzeitlich restauriert worden ist (Inschrift mit Farbe nachgezeichnet). Der Name Dix kommt in der näheren Umgebung (Marbach) vor, Dörr aber auch (Deubach). .
Nur wenige Meter von der Mariensäule entfernt steht ein alter Kreuzigungsbildstock (1618).
.
verwendete Literatur:
Brandstetter-Köran, Michaela. Bildstöcke im Taubertal um Bad Mergentheim, Weikersheim und Creglingen. (Bergatreute: Eppe, 2000), S. 70, Nr. 44
Alter Kreuzigungsbildstock (1618) an der K 2800 südlich von Deubach
Der alte Kalksteinbildstock steht links neben zwei großen Bäumen im Deubacher Tal südlich von Deubach an der K2800, ca. 200m nach deren Abzweigung von der Balbachtalstraße (K2847) zwischen Ober- und Unterbalbach.
Auf dem Oberteil mit seinem runden Dach ist als flaches Relief Jesus am Kreuz dargestellt. Rechts unter dem Kreuz (vom betrachter aus gesehen) liegt der Adamsschädel (Totenschädel und Knochen). Direkt unter dem Kreuzigungsrelief, auf dem Zwischenstück zwischen Bildteil und Stamm, ist ein
Wappenrelief mit Pflugschar und den Stifternamen-Initialen B D zu sehen. Vorne auf dem vierkantigen Bildstockstamm folgt dann –ganz oben beginnend- die Stifterinschrift:
.
AMNO
1618
IST DER
ERBARE
BERNHART
DVR DO
IEMERLICH
VM SEIN
LEBEN
KVMEN
GOT WOL
IM GEBEN
DIE EWI
GE RVH
AMEN
. An dieser Stelle kam also der Bauer (Pflugschar im Wappenschild)
Bernhard Dürr zu Tode. Der Hinweis iemerlich (jämmerlich) lässt auf einen grausamen, unnatürlichen Tod schließen: Evtl. ist er unter den Pflug/ Wagen geraten. Vielleicht wurde er aber auch in dieser finsteren Zeit ermordet. (1618 war das erste Jahr des Dreißigjährigen Krieges.)
. Nur wenige Meter vom Kreuzigungsbildstock entfernt steht zwischen den beiden großen Bäumen eine Mariensäule (1891).
.
verwendete Literatur:
-(A)- Brandstetter-Köran, Michaela. Bildstöcke im Taubertal um Bad Mergentheim, Weikersheim und Creglingen. (Bergatreute: Eppe, 2000), S. 70, Nr. 44
-(B)- Cucuel, Ernst & Eckert, Hermann. Die Inschriften des badischen Main- und Taubergrundes. Wertheim - Tauberbischofsheim. (Stuttgart: J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung 1942), S. 150, Nr. 395
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- Deubacher Tal
- 1891
- Rossberg
- * Hofman - Hofman (Bildhauer in Königshofen)
- 1618
- * Dix - Sebastian Dix
- * Berg - Maria Dix geb. Berg
- * Dürr - Bernhard Dürr
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