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Kreuzigungs-Bildhäuschen (1805)

Kreuzigungs-Bildhäuschen (1805)

Aufgenommen am 1. August 2014 · Standort 49.59073, 9.29034

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Kreuzigungs-Bildhäuschen in Großhornbach (1805) In Großhornbach steht ein außergewöhnliches Bildhäuschen: Normalerweise sind derartige Bildhäuschen Maria oder Heiligen (z.B. Heiliger Wendelin) gewidmet und beherbergen in ihrer tiefen Nische dann eine entsprechende kleine Figur. Bei diesem Bildhäuschen jedoch steht keine Figur in der tiefen Nische, sondern es findet sich ein Kreuzigungsrelief innen an der Nischenrückwand. Eine weitere Besonderheit des Bildhäuschens sind die beiden Randfiguren: Am vorderen Ende beider Nischenseitenwände ist jeweils das Relief einer sonderbaren, nach innen gerichteten Figur zu erkennen: Die beiden identischen Reliefs wirken wie haarlose Köpfe mit im Stile von Mumien eingewickelten Körpern, die jeweils auf einer Säule stehen. Das schuppenartige Rautenmuster auf den vermeintlichen Bandagen erweckt den Eindruck, als würde es sich hierbei um zwei archaisch anmutende, vorchristliche Fischmänner handeln. Tatsächlich sollen es aber wohl eher (flügellose) Engel eines nicht übermäßig begabten Steinmetzes sein. Der Gekreuzigte (mit nur angedeutetem Kreuz) macht dagegen einen ganz passablen Eindruck. Über der Nische thront noch der nahezu obligatorische beflügelte Engelskopf auf der geschwungenen Dachvorderseite – mit ähnlich schlichtem Gesicht wie die beiden merkwürdigen Randfiguren. Die Inschrift findet sich auf der Sockelvorderseite in einem großen Inschriftenfeld: . O SÜNDER SCHAU AUF MEINE WUNDEN UM EIN I IN SIGES VATER UNSER ANNO 180S.

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